Falk Dübbert

Making

22.06.2019 15:14
von Falk Dübbert
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53 Meter

Kommenden Monat beginne ich damit, das Wohnzimmer anzupassen. So Inneneinrichtungsdinge macht man besten im Hochsommer und Auto-Restaurationen im Winter. Anderenfalls wäre das keine Herausforderung. 

 

Es gäbe zwar diesmal einen Teppich, der die Kabel diskret verdecken würde, aber ich habe mich entschieden, den langen Weg nach Hause zu gehen. 

Die 4 Kabel (2× 2,5mm^2 und 2× 1,5mm^2) für die rückseitigen Lautsprecher lege ich zusammen in einen Kabelkanal, der auf der Fußleiste an der Wand lang laufen wird. Da ich einmal, nein viermal, um das halbe Wohnzimmer herum muss, ist etwas mehr Kabel zu verlegen: 53m, um genau zu sein. 

Die vier großen Boxen bekommen bei der Aufarbeitung eine Bi-Amping- / Bi-Wiring -fähige Frequenzweichenplatine und entsprechende Terminals. Wenn ich Glück habe, muss ich nur zwei Leiterbahnen auftrennen, zwei zusätzliche Anschlüsse anlöten und die Terminals einfräsen. 

Ich habe zwei Verstärker zur Auswahl. Der eine ist ein Panasonic SA-XR58 und der andere ein SA-BX500. Obwohl der XR58 deutlich älter und auf dem Papier das schwächere Gerät ist, ist er im Gegensatz zum BX, der so etwas wie das Last Ditch-Gerät aus dem Hause Panasonic ist, klanglich erheblich stärker. Die Class-D-Module von Texas Instruments gelten immer noch als sehr gut. Der Receiver verfügt über 7 interne Endstufen und kann mittels Bi-Amping die Frontboxen mit noch höherer interner Dämpfung ansteuern, was ich in Zukunft nutzen möchte.

17.06.2019 13:54
von Falk Dübbert
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Geduld. Geduld. Geduld.

Viele Dinge werden durch Warten gut. 

Wichtig ist, die Dinge, die mit Geduld besser werden und die Dinge, die einen Tritt benötigen, von einander unterscheiden zu können. Dazu kommen noch die Dinge, die mit Hartnäckigkeit verfolgt werden müssen.

Meine verlustig geglaubten Palmen, die mir meine langen Abwesenheiten und den Lichtmangel nach der Modernisierung in der alten Wohnung übel nahmen, treiben wieder aus. Das ist ein kleines Highlight. 

08.06.2019 17:38
von Falk Dübbert
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Non-Digitalisierung

In meinem Umfeld gelte ich aufgrund meines Jobs, Studiums und meiner Hobbys als digital native, dabei hänge ich echt hinterher. Außer Twitter und Youtube konsumiere ich keine Social-Media, habe kein Whatsapp und mein Smartphone ist auch stets gut abgehangen, wenn ich nicht sogar ein Nokia C5 zu Felde führe.

So gesehen verwundert es mich kaum, wenn die Leute von mir die neueste Unterhaltungstechnik erwarten. Aber einen Streaming-Player wird man bei mir nicht finden, solange man von den Raspberrys mal absieht.

Auch wenn die winzige Digitalendstufe ein sehr gutes Bild abgegeben hat, setze ich bei der Refugium-HiFi auf sehr klassische Technik.

Der CD-Player ist ein Kenwood DP-1100-SG

Wer einmal in diese 30 Jahre alten Monster hineingeschaut hat, weiß welchen irrsinnigen Aufwand Kenwood damals getrieben hat. Getrennte Analogteile mit eigenen Stromversorgungen und Trafos unter Mublech-Hauben. (https://www.flickr.com/photos/65271786@N00/2690751582/in/photostream/lightbox/). Dazu kommen solche Kabinettstückchen wie ein Motor, der ein Leitplastik-Poti dreht, damit der variable Vorverstärker-Ausgang kein digitales Poti enthalten muss. Dieser Perfektionismus ist nahezu pathologisch.
Der DAC ist ein Burr Brown (TI) PCM56P mit einem Digitalfilter SM5804D von Nippon Precision Circuits. Früher zählten diese Namen alle was. Heute haben die DACs andere Lösungen parat.

·      An den Platz des Verstärkers rückt ein Kenwood KA-747. Das ist ein Midi-Size Verstärker, der zusammen mit dem DP 1100 auf der 80cm Kommode Platz finden sollte. Als Schöpfung der Mitt-80er ist er mit wenigen Ausnahmen komplett diskret aufgebaut und schaltungstechnisch ein Klasse-AB-Verstärker mit jeweils nur einem Abgleichpunkt pro Kanal. Die Schaltung ist so wunderbar einfach, als hätte sie jemand aus Bausätzen zusammengesetzt.

·      Zu den Boxen führe ich 2×2×2,5mm² Kupfer. Aktuell ist es kaum möglich echte Kupferkabel in ansprechendem Design und mit guter Flexibilität im normalen Bereich zu bekommen und nicht jeder möchte H07RN-F im Wohnraum haben. Aus dem Grund werde ich echtes „High-End“-Kabel mit Geflechtschlauch und so verlegen. Den Beipack-Zettel mit dem Homöpathie-Style Wirkungsquatsch ignorieren wir mal. Eigentlich müsste man Typen, die mit solchen Argumenten verkaufen, bewusst ignorieren.
Bei Lautprecherkabeln zählen Drahtstärke, Länge und Isolation. Es ist egal, ob es „feldoptimiert“ oder laufrichtungsrichtig oder von tibetanischen Mönchen mit Gebetsmühlen handgeklöppelt wurde. Auch die Kapazität und Induktivität spielt angesichts der beiden angeschlossenen Teilnehmer Verstärker und Box keine Rolle.

·      Die Boxen sind und bleiben Heco Superior 740 allerdings mit neuen Hochtönern. Meine Reparatur mit Sekundenkleber hielt immerhin fast 6 Jahre.
 

Ich plane später die originalen Hochtöner mit neuen Kalotten zu versehen.  Dazu muss ich aber auf mein Werkzeug, insbesondere die UV-Lampe zugreifen können.
 Eigentlich sind die Superior für den Raum zu groß, denn normalerweise würde man bei so kleinen Hörabständen um 1,5m zu kleineren Zwei-Wege-Boxen oder symmetrisch aufgebauten Boxen greifen, bei denen auf der Hörposition der Wellengang weniger wellig erscheint, weil die Wellen der einzelnen Treiber zueinandergefunden haben. Das ist aber eine akademische Betrachtungsweise.

27.05.2019 15:38
von Falk Dübbert
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Wartungsrückstand aufholen (mit Update)

Mein Alltags-Rad hatte etwas unter Vernachlässigung gelitten, weil ich es die erste Hälfte des Jahres in der Kundenstadt gelassen habe und danach wegen eigentlich geplantem Umbau auf 2×10 Rennradtechnik und Hydraulikbremsen einfach nur in die Ecke gestellt habe.

Der Umbau ist jetzt erstmal verschoben.

Ich bin gespannt, wie lange es noch BSA-Innenlager und mechanische Schaltwerke geben wird.

IMG_20190525_153140Das ist der Anfang. Fast alle blanken Stahlteile haben entweder selbst Rost angesetzt, oder Stahl- oder Alu-Abrieb von der Kette und den Felgen sorgten für Korrosionsfraß.

IMG_20190525_153313Von Hand gedreht war diese Schraube so kompromissbereit wie Cato der Jüngere.

Also musste der Impulsschrauber Überzeugungsarbeit leisten.

IMG_20190526_154716Normalerweise setze ich bei den Werkzeugen immer auf Park-Tools, Pedros oder Shimano. Aber die “Stopfen”, die man einfach in Hohlwellen steckt, wie der TL-FC15 von Shimano, nehmen Raum in der Kurbel ein. Zwar ist es eigentlich eine Gute Idee, die Kräfte mit der Welle und nicht mit dem Gewinde aufzunehmen,…

IMG_20190526_154751aber da ist nicht viel Fleisch. In einer Alu-Kurbel sind meist eh nur vier bis fünf Gewindegänge ausgeformt.  Man muss den Abzieher (TL-FC10) schon ohne Hohlwelle immer ganz eindrehen, sonst zieht er den Gewindeanfang raus statt die Kurbel ab und dann hat man ein echtes Problem. 

IMG_20190526_155043An den Sprenkeln sieht man gut, dass der Rost von Abrieb der Kette übertragen wurde. Oben in der Welle sieht man den eingeschraubten Adapter von eThirteen.

imageAlle rostigen Teile sind nun in einer Plastikwanne und bekommen einen Reinigungsgang mit Kettenreiniger und dem Pinsel.

IMG_20190526_170948Danach kommt Phosporsäure in die Wanne. (Ja! Es ginge auch mit Cola, aber das würde etwa 20 Jahre dauern.) Einige brünierte Teile beginnen gleich zu blubbern. Die nehme ich raus.

image Teile, bei denen ich aktuell zu “faul” bin, sie zu demontieren, bekommen den Rostumwandler als Bandage.

imageDer Rostumwandler hat ganze Arbeit geleistet.

imageJetzt bekommt der Rahmen eine Wachsbehandlung bevor ich die Bremsbeläge tausche. Als Wachs benutze ich RadGlanz von Atlantic. 

image Die haben schon etwas Federn gelassen. (Der obere ist der neue.)

image Zum Finale gibt es noch neue Kassette und Kette.

 

Update 28.05.2019:

Per Twitter, Signal, Twister und IRC kamen ein paar Fragen: 

  • Ist 2×10 schlechter als 3×9, oder warum hast Du den Umbau verschoben?
    3×9 hat sicher keine Zukunft mehr. Noch ist es extrem preiswerter (eine gute Kette gibt es ab 15,- und die Kassette ist auch nicht schmerzhaft), aber wirklich gute Teile werden immer seltener erhältlich. Das betrifft aber eher das MTB als das Alltagsrad. Der Umbau war eine Idee um am Alltagsrad und an den Rennrädern die gleiche Schaltstrategie fahren zu können. Das fällt mit der elektronischen Schaltung am Trirad weg. 
  • Welche Teile/Gruppe hast Du am Rad und warum?
    Am Alltagsrad: Bremsen XT (739er) und Schaltwerk RD-M772GS, Umwerfer LX high clamp, Kurbel Truvativ Firex GXP 170mm, Schaltgriffe Deore Dual Control (ich habe noch einen Satz XTR) … Das sind alles Teile aus der Bastelkiste oder Sonderposten, aber solche, die sich bewährt haben. 
    Am Rennrad: STIs und Kurbeln 7800er Dura-Ace. Bremskörper Ultegra BR-R8000, Schaltwerk Ultegra 10fach mittel (hab mit einer 7800er angefangen und verschlissene Teile gegen Ultegra ersetzt.)
    MTB (Fully): Gruppe SRAM X-9, Kurbel FSA, Bremsen Hayes Stroker Ride  
    MTB (EBike) Steps 8000 und XT 11-fach
  • Mit was hast Du entrostet?
    Poligol Entroster – war billig und ich wollte den Rostio-Kanister nicht anbrechen. Da ist keine Geheimformel drin. Die enthalten alle Phosphorsäure und Tenside. 
  • Mit was reinigst Du Dein Rad?
    Zuerst mit einer groben Bürste, dann mit Muc-Off Bike Cleaner aus dem Kanister und einer feinen Bürste und dann mit RadGlanz und einem Lappen.
    Alle Räder sind meistens dick gewachst und Dreck hat nicht wirklich eine Chance haften zu bleiben. 
    Die Kette bekommt einen Waschgang mit Pedros oder Atlantic Kettenreiniger in einem Kettenreinigungsgerät und wird nach Trocknung je nach Wetter mit rotem oder grünen FinishLine geschmiert. In Zukunft nehme ich aber kein Kettenfett mit Teflon-Partikeln oder Fullerenen (aus Umweltschutzgründen). 

29.04.2019 21:57
von Falk Dübbert
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Das spezielle Spezialteil: Lehnartz Farbstreicher

Heute habe ich die Terrasse zuende geölt. Der erste Durchlauf auf den dem Wetter ausgesetzen Dielen mit einer Rolle war für meinen Geschmack etwas zu anstrengend und beim Kauf von Ersatzrollen den Farbstreicher von Lehnartz (jetzt Nespoli) gesehen. Was soll ich sagen? Das Teil funktioniert.

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Sonst zeigen Spezialpinsel oder –Farbrollen nur an, dass der Benutzer inkompetent ist.

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