Falk Dübbert macht Sachen

Making

29.12.2019 13:42
von Falk Dübbert
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Gute Vorsätze für 2020

Ich nerv euch ja schon länger mit Folien, Plänen und Regeln. Aber so im Kompakten:
  • Ich möchte meine physische Leistungsfähigkeit auf 80% meines 1997er Niveaus steigern.
  • Ich möchte meine kognitive Ausdauer so weit steigern, dass ich pro Tag wieder zwölf Stunden Stoff geben kann.
  • Ich möchte einen 3D-Workflow nachbilden und dabei verstehen lernen.
  • Ich möchte über den Amateurfunk wieder in die Elektronik und das Device-Hacking einsteigen.
  • Ich möchte den Überblick über alle meine Sachen gewinnen.
  • Ich möchte die Reibungsverluste meines Media-Workflows abbauen.

physische Leistungsfähigkeit

Mein Körper macht mir so langsam Sorgen, Training schlägt nur sehr langsam an, und die Ausdauer…
Die Ziele sind Abnehmen, allgemeine Fitness und im Speziellen Kraftausdauer. Das Programm dazu habe ich bereits gezeigt. In 2020 gebe ich mir im Homeoffice eine ganze Stunde Mittagspause. Das ist genug Zeit, um frisch zu kochen und zu verzehren. Ich fange die ersten drei Monate mit einfachen Sachen an und passe die Mahlzeiten und das Training an den Bedarf und die verfügbare Leistung an. Das wichtigste dürfte sein, zunächst mal zu Hause verarbeiteten Lebensmitteln aus dem Weg zu gehen.

kognitive Ausdauer

Das Hirn ist leider kein willkürlicher Muskel, den man gezielt trainieren kann, aber ich hoffe mit Licht- und Sauerstoff-Therapie (ja ich weiß Studienlage so dünn wie das Telefonbuch von Pusemuckel) und dem Ausdauersport den grauen Kasten etwas mehr durchlüften zu können. Da zu kommen geplante Kontextwechsel, also in der Freizeit Dinge anzufassen, die wenig mit meiner Arbeit zu tun haben und zumindest vier oder fünf Disziplinen der Intelligenz ansprechen.

3D-Workflow

Von dem 3D-Drucker habe ich ja schon geschrieben. Damit ich den mentalen Aufwand klein halten kann und keine nichtdinglichen Transferleistungen erbringen muss, habe ich am hinteren Ende angefangen und zunächst mit dem Kaufdrucker und jetzt mit dem Makerbot-Clon rumgespielt… Und den Drucker als erstes zerstört (nicht ganz geplant) um ihn besser als jemals zuvor wieder aufzubauen. Nächster Schritt ist, dass ich mich in eine 3D-Software einarbeite und Modelle selbst verändern und erzeugen kann.
Der letzte Schritt ist dann ein 3D-Scanner und ein VR-Headset (vermutlich Vive Pro). Das ist zwar komplett orthogonal zum meiner bisherigen IT-Schiene, aber ich glaube, dass Wissen in dem Bereich, wenn man es sich dokumentierbar über Spielereien und Liebhaberei hinaus erarbeitet, durchaus wertvoll sein kann. Professionell ist weniger der Workflow an sich interessant, sondern eher Fragestellungen nach den entstehenden Datenmodellen, den Server- und Rechnertypen und welche Dienste dahinterstecken und welches Pferdle das Rennen macht.

Amateurfunk, Elektronik und Device-Hacking

Amateurfunk ist normalerweise mit großer und schwerer Hardware verbunden. In der Regel ist die Schwelle zwischen Spreu und Weizen der Zugang zu einem Antennenmast mit Rotor oder einem Grundstück mit der Größe und der Möglichkeit zur Aufhängung einer oder mehrerer Langdraht-Antennen. Ohne wenigestens eins dieser Elemente erfordert Amateurfunk schon sehr viel Idealismus. Ich wohne derzeit in einem Erdgeschoss in einem professionell verwalteten Haus ohne Möglichkeit der Individualisierung. In der Tendenz werde ich hier keine Aktivitäten über eine Balkon-Klemmantenne hinaus versuchen, aber ich möchte die „Fühlung“ nicht verlieren. Ich mache mir keine Illusionen oder Hoffnungen mit einer Outback3000 oder einer X30 und 10W auf den DO-Bändern viel zu erreichen, aber schlechter Empfang ist besser als keiner.

Überblick über das Inventar

Die letzten beiden Umzüge führten zu „ewigen Kartons“. Mittlerweile bin ich ziemlich weit gekommen, meinen persönlichen Kram zu sortieren. Jetzt beginnt die Phase, wo ich die Sachen nicht nur sortiere, sondern einem Entscheidungs- und Überarbeitungsprozess unterziehe. Die Ausrüstung für PA, Fotografie, Amateurfunk, Filmemachen und Heimwerken wird in Zukunft kleiner, dafür aber moderner und zuverlässiger sein.
Zu jedem Ding gibt es zur Zeit noch ein Verzeichnis mit einem Zettel über Standort und Zustand, sowie der verfügbaren Dokumentation. Das werde ich in ein Asset-Tracking überführen. Allerdings steht mir der Sinn aktuell nach headless oder flatfile-Software und irgendwie will die verfügbare Software immer nur PCs, Server und Switche oder gleich einen Konzern verwalten, dass ich fast glaube mit einem Wiki besser zu fahren.

Reibungsverluste im Mediaworkflow

Momentan knirscht und knarzt es noch. Da liegt aber eher an der Gesamtsituation. Sobald ich einen Ablauf gefunden habe sollten 1,5 Videos und ein Podcast in der Woche machbar sein. Ich habe ja noch. zwei. Tage. Zeit. Oh…

28.12.2019 21:27
von Falk Dübbert
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Amateurfunkflohmarkt Harburg 2019

Der Amateurfunkfloh in Harburg wird von der AFu-Ag in der TUHH veranstaltet und fand bislang am letzten Samstag im Jahr statt.
Da der Flohmarkt auf dem Gelände der KViP in Uetersen wohl die Heaviside-Schicht durchbrochen hat und nun nicht mehr stattfindet, ist das der einzige Amateurfunkfloh im Hamburger Raum. Ursprünglich wollte ich dort ein bisschen filmen, habe die Idee aber verworfen.

Meine Beobachtungen:
  • Viele Semi-professionelle Stände warteten mit Geriatronik und Paleotronik auf. Ich frage mich, ob es wirklich noch einen Markt für gebrauchte Röhren gibt oder es sich um einen Cargo-Cult handelt. Dazu kamen Baugruppen und halbzerlegtes, als wäre Amateurfunk und Elektronikbastelei als Hobby 30 Jahre in der Zeit stehengeblieben. Einerseits ist das schön nostalgisch, andererseits zeigt es die Abkopplung. Immerhin ein Uni-naher Stand brachte mit einem 3D-Drucker und SDR etwas Zukunft mit, auch wenn ich China-Device-Hacking nicht zwingend als DIE Zukunft verstehe.
  • Bei einem der Röhrenstände waren auch ein paar neue China-ECC803s, die anders aussahen, als ich die Telefunken-Version in Erinnerung habe. Ich hoffe, die etwaigen Käufer kommen mit ECC83 / 12AX7 auch zurecht. Immerhin dürften die meisten den Unterschied akustisch kaum feststellen können.
    (Bei gefälschten Leistungstransistoren konnte ich den Unterschied riechen, nachdem diese auch einen anderen Ausfallmechanismus als die Originale zeigten.)
  • Man konnte Junkers-Morsetasten von 12,- bis 120,- kaufen und der Preis hatte nichts mit dem Zustand zu tun. Zugegeben; man muss einfach mal mit Junkers hantiert haben und ihre Qualitäten aber auch ihre Einschränkungen kennen, aber ich will nicht mehr zu Pre-Iambic-Zeiten zurück.
  • Die aufgerufenen Preise waren bei Geräten ebay+30%. Die angebotenen Geräte waren 70er bis frühe 90er Jahre bei Kurzwellengeräten, Mobilgeräte waren kaum vertreten und Handfunkgeräte auch eher selten und wenn teuer. Vermisst habe ich die von Friedrichshafen und Dortmund bekannten Stände mit den China-Radios. SDRs waren leider nur als PC-abhängige Geräte zu sehen, obwohl zumindest ich einen Trend zu vollständigen Transceivern zu sehen glaube. Das Supportende von Windows-XP hat ein paar Geräte obsolet gemacht.
  • Es gab von den Neuwaren abgesehen wenig Antennen zu sehen.

Gesetztes Budget: 150,- € (wenn ich eine Icom UT-106 gesehen hätte)
Ausgabe: 17,50 €

20.12.2019 17:13
von Falk Dübbert
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Bimodal - mein Modus für mich als "Alleinunterhalter"

Das Problem mit den ganzen agilen Methoden und tollen Projekt-Techniken ist, dass man sie kaum oder selten auf sich selbst anwenden kann. Ein Haus baut man nur einmal und wer einen Finanzierungsplan für etwas anderes als Right-first-Time aufstellen kann, möge mir bitte seinen Finanzheini in den Kommentaren nennen.
Ich setze jetzt einfach mal voraus, dass die wesentlichen Umsetzungsstrategien agil („Move fast and break things!“) und Wasserfall („Do it right first time!“) zumindest als Buzzwords bekannt sind.
Die gute Nachricht für alle, die Probleme mit dem verhipsterten neuen Kram haben: Es ändert sich eigentlich nichts.
Firmen, die vorher schlecht in Wasserfall-Projekten waren, sind auch in Agilen Projekten schlecht.

Da ich 2020 unter das Motto „Leave your mark!“ stellen möchte, bin ich momentan dabei meinen Selbstmanagement-Stack neu aufzulegen.

Schlüsselpunkt ist die Codifizierung aller Planungstools. Es bringt nichts, wenn ich gefühlt das Richtige mache, aber mir der Quelltext für das Vorgehen verlorengeht. Meine Tools, mit denen ich meinen Alltag angehe, sind (Googelt selbst danach):

  • Get Shit Done – systematisiert meinen Alltag ohne in der Aufschreiberitis von GTD zu enden.
  • 100 selbstgegebene Regeln – geben mir ein System, mit dem ich mein Handeln an meinen Werten und Zielen ausrichte.
  • „Intention Invention“ – Ist ein Konzept, das mir hilft, anderer Leute Verhalten nicht als Angriff oder Übelwollen zu begreifen.
  • Sport trennt den Tagesabschnitt mit der Arbeit von „meinem“ Teil.

Dazu male ich meine Gedanken stets in unterschiedlichen Versionen auf. So entstehen Flussdiagramme, Bäume, Wortwolken und andere Grafiken.
Im Wesentlichen entsteht entweder das Bild einer „Reise“ oder das einer „Zielvorstellung“.

Bei einer Reise betrete ich in der Regel neues Terrain. Als Beispiel ist für mich 3D-Druck mit Basteldruckern (in meinem Fall Makerbot-Clones) komplett neu. Beim Kaufdruckern klatscht man die Datei auf den Drucker und erhält einen Druck in Qualität X. Es gibt keine Möglichkeit X um 10% zu steigern oder mit anderen als den vorgesehenen Druckmaterialien zu experimentieren. Ist OK. Bringt aber nicht wirklich etwas, wenn ich die Technologie verstehen, die Möglichkeiten integraler Fertigung und den Einfluss auf die vor und neben einer Fertigung liegende Arbeitswelt erfassen will. Mit meinem Hintergrund kann ich zwar viele Techniken und meistens auch ihre Folgen einschätzen, aber ich versuche mir die Neugierde zu erhalten und nicht in Zweifel und Missgunst zu verfallen.

Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.
bq. Alles, was zwischen deinem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, ist neu, aufregend und revolutionär und kann dir vielleicht zu einer beruflichen Laufbahn verhelfen.
bq. Alles, was nach deinem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge.
bq. Lachs im Zweifel (The Salmon of Doubt, Douglas Adams)

Letzlich habe ich bei einer Reise nur eine vage Zielvorstellung, wenn man so will eine Story, und das Ziel wird mitunter erst sehr wirklich klar. Die Entwicklungen erfolgen bei so etwas meistens in drei Vorgängen:
  • Ein erster Aufbau, mit dem ich teste, ob das ganze etwas für mich ist.
  • Ein zweiter Aufbau, der mir mehr Möglichkeiten gibt, aber finanziell nur wenig Risiko darstellt. Der Schwerpunkt liegt auf Zugänglichkeit und Modularität.
  • Ein dritter Aufbau, der die als wichtig erkannten Möglichkeiten des zweiten übernimmt, aber weniger Friktion hat.

Im manchen Bereichen wie in der IT wechseln sich 2. und 3. dann auch öfter ab. Es kann sein, dass sich schon nach ein paar Iterationen sich auch ein festes Ziel für eine Reise ergibt, dann ändert sich der Modus.

Bei einem Projekt mit festem Ziel versammle ich erst alle Zutaten, plane Zeit ein, erlerne die notwendigen Fähigkeiten und setze dann um. Der Unterschied liegt in der Regel weder im Umfang noch in der Komplexität, sondern im Verhältnis benötigtes zu vorhandenem Wissen. Auch das ist ein Transfer, den ich im Geschäft regelmäßig vermisse, oft wird da „Agile everything!“ oder Agilewashing betrieben bis es krarumpelt.

19.12.2019 10:18
von Falk Dübbert
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Über Weihnachten...

3D Drucker:
  • Atmel tauschen
  • Sailfish laden
  • Extruder umbauen
    • neue Motoren
    • Metallextruder
  • Drucker insgesamt justieren und kalibrieren
Icom-Funkgeräte:
  • Digitalkabel herstellen
  • Antenne ausprobieren
MTB:
  • Laufradsatz 1 wieder geradeprügeln
  • Laufradsatz 2 mit Spikes versehen
  • Federgabel warten (Ölwechsel)
  • auf Endmaß putzen
Rennrad:
  • Winter-LRS klarmachen
  • auf Endmaß putzen

04.12.2019 04:01
von Falk Dübbert
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Wer rastet, der rostet später

Eigentlich läuft es gerade recht gut. Ich mache in der Stadtwohnung endlich Fortschritte. Mittlerweile „funktionieren“ die Räume. Ich muss aber weitermachen und alles, was nicht zur Funktion beitragen kann, entfernen.
Die exotische Rumänin auf dem Bild ist der Hund meiner Eltern und war für einen Tag zu Besuch. Ich wollte testen, ob ich sie notfalls für eine übersichtliche Zeit bei mir aufnehmen kann. Das hat geklappt. Nach etwa vier Stunden gehörte die Wohnung ihr und sie hatte zwei Lieblingsorte. Mein hässliches Sofa und die Kofferraumdecke vor meinem Wäscheschrank. Es gab keine Unglücke und Füttern und Tränken sind auch kein Problem.
Die Entscheidung wirklich zu wohnen und eine Wohnung nicht nur als umbauten Platz für seine Dinge oder Platz zum Waschen, Duschen und Essen zu sehen, ist ein wichtiger Schritt für mich.

Die Konzepte ändern sich auch nicht mehr so dramatisch, wie zu Anfang des Jahres. Nach dem ersten Plan, der im Grunde eine herausgerissene Möbelkatalogseite hätte sein können, und der Uff-ich-schaffe-das-nicht-Phase, in der ich im Grunde nur meine alten Möbel aufstellen und dann meine Ruhe haben wollte, danach habe ich nun einen Mittelweg gefunden.
Es ist immer noch zuviel geplantes und angefangenes im Rennen, das abgebaut werden muss. Die Einschränkungen kommen von Platz und Zeit.

Die Videoausrüstung reift gerade in das Konzept aber solange ich noch technische und organisatorische Schulden der letzten fünf Jahre abtrage, kommt sie nur im Rahmen von „produktiven Tests“ zum Einsatz. Für Funk und Elektronik habe ich endlich ein Konzept entwickelt, das eben nicht auf schmallippigem Verzicht beruht. Nach dem ich zu jedem Gerät aufgeschrieben habe, was ihm fehlt und was noch zu tun ist, habe ich drei Gruppen und drei Qualitäten definiert, in die ich meine Ausrüstung einteile. Mit diesem Konzept kann ich überflüssiges verschenken oder entsorgen und zielgerichtet neues aufbauen.
Mein Testrack kommt einem Betrieb auch immer näher, genau wie die sonstige IT-Ausstattung in der Wohnung moderner wurde. Die Veranstaltungstechnik wird kleiner, aber besser. In Sachen Werkzeug kommen zwei Linie hinein. Zum einen lagere ich das ganz brutale Zeug aus, bis es gebraucht wird. Zum anderen packe ich alles so um, dass die Zeit von Eimern und Taschen endlich vorbei ist und bleibt.

Das Arbeitszimmer hat heute mit dem neuen, RIESIGEN Sitz-Steh-Schreibtisch endlich den vermissten Sprung gemacht. Zwar fällt das alles ein Stück weit unter „Toolbox-Fallacy“:https://medium.com/too-much-me/thetoolboxfallacy-883c4ff5f9b4, aber ich habe den Ablauf mit dem zweiten Schreibtisch bereits etabliert und er funktioniert.
Jetzt soll die Arbeit an Rechnern weniger ungesund werden. Der nächste Schritt im Arbeitszimmer ist vergleichsweise klein und beinhaltet den finalen Aufbau des Medienplatzes und ein paar Änderungen im Layout. Danach kommen dort eigentlich nur noch Sortieraktionen und technische Ersetzungen vor.

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