Falk Dübbert macht Sachen

Making

25.10.2019 15:13
von Falk Dübbert
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Warum 10.000 Dinge besitzen ein Ziel ist und für immer bleiben muss.

Zunächst mal werde ich Marie Kondo nie bei mir ausmisten lassen. Sollte sie wider Erwarten vor der Tür stehen bekäme sie ganz sicher einen Kaffee oder einen Espresso und mein Wohnzimmer dürfte gegen Ende des Jahres bereits in sehr organisiert und reduziert sein, so dass da kein Konflikt aufkommen wird.
Aber bereits in der Küche dürfte ein Verfechter des Minimalismus-macht-glücklich-Theorems auf Granit stoßen. Warum sollte es glücklich machen, nur einen Satz Messer (2) zu haben? Vor allem: warum sollte ich nur ein Kochmesser (4) haben wollen? Allein die Küchenmaschine kommt auf 50 … 60 Teile und der Dampfgarer oder die Sous Vide – Ausstattung auf jeweils 40, wenn man die Abdeck-Bälle einzeln zählt eher hundert.
Somit ist 10.000 eine schöne Zahl, aber eher was für einen evangelischen Pfarrer, der keinen weiteren Hobbies oder Beschäftigungen nachgeht.
Drei Drohnen bringen mit Akkus, Ersatzpropellern und etwas Zubehör auch gerne 200 Teile mit ins Rennen. Nach dem Zählen der Rennrad- und Mountainbiketechnik und dazugehörigem Werkzeug wird man da mit den Speichen und Nippeln und der Elektronik dort auch noch mal 2000 Teile in die Liste werfen. Kletterausrüstung, Zwei Zelte und Outdoor, Foto und Video, Veranstaltungstechnik, und Autozubehör sind auch je 500 Teile und ich glaube dabei nicht mal (mehr), dass ich mich da in etwas verliere. Die essenziellen Elemente eines Haushalts kämen ja noch oben drauf.
Dennoch orientiere ich mich an diesen 10.000 Dingen. Nicht als SMART-Ziel (Specific Measurable Achievable Reasonable Time bound), sondern als Wunschziel wie „Weltfrieden“.
Für mich sammele ich gerade die Information, WAS ich gerade so alles habe. Im nächsten Schritt trage ich zusammen, was echt redundant, „war mal teuer“ oder, schlimmer, „kann man vielleicht noch mal gebrauchen“ ist. Der nächste Schritt sind, wie ich bereits schrieb, sortenreine Regale und Plätze. Also Veranstaltungstechnik nur im Lager zu haben und Werkzeug nur im Keller, Putzmittel nur im Abstellraum und Kochuntensilien nur im Abstellraum.
10 sortout pieces
20 reorganize stock and storage
40 tidy up
50 PRINT „Fertig!“
60 GOTO 10
Erfahrene Programmierer vermissen hier einen Elefanten um den 5/50-Fehler zu vermeiden.

23.10.2019 00:16
von Falk Dübbert
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Queue abbauen.

Diese Woche habe ich begonnen, die Möbelrochade im Arbeitszimmer vorzubereiten. Dabei standen auch ein paar Geräte im Weg, die nur einfache Reparaturen benötigten. Der Teppichwascher zum Beispiel braucht bzw. jetzt „brauchte“ eine neue Turbine. Ich habe die Kamera mal mitlaufen lassen. Das Bizarre ist, dass ich aktuell gar keinen Teppich in der Wohnung habe.

Allerdings sind in allen drei Aufenthaltsräumen welche geplant. Im Arbeitszimmer soll in der Arbeitszone ein aktiv-Hocker beim Sitzen und eine hohe Gummimatte jeweils für Bewegung sorgen und die Knie entlasten. Im Sitzbereich soll ein Teppich das Lesen im Sessel erleichtern.

Das Arbeitszimmer ist der wichtigstes Punkt der Wohnung. Insgesamt hat mein Plan sechs Phasen
  1. Eigentlicher Umzug
  2. Geplante Möbel
  3. Erste Sortierphase von Kartons in große (44L) und sortenreine Plastikboxen, Reduktion durch Entsorgung
  4. Zweite Sortierphase von großen im mittlere Plastikboxen und angepasste Kisten und Koffer, Reduktion durch Verkauf und Verschenken
  5. Dritte Sortierphase in Schränke und Regale mit Lagersignatur, Reduktion durch Verkauf
  6. Beginn einer umlauforientierten Lagerhaltung mit Assets und Stock-Items, Aufwertung und Konzentration

Eigentlich sollte jede Phase 12 Wochen dauern. Aber jeder hat einen Plan, bis man ihm ins Gesicht schlägt (Mike Tyson.) oder gewählter „Kein Operationsplan reicht mit einiger Sicherheit über das erste Zusammentreffen mit der feindlichen Hauptmacht hinaus.“ (Moltke bzw. von Clausewitz).
Aktuell stecke ich zwischen der Aufstellung geplanter Möbel und der Konsolidierung. Das Problem ist, dass „Aufstellung geplanter Möbel“ bedeutet, die vagen Vorhaben in konkrete Pläne mit Zeichnungen und Maßen umzuwandeln.

Als Beispiel für das Planungsproblem kann ich den Stahlschrank anführen. Den wollte ich zuerst im Keller aufstellen. Aber das hieße, dass der Keller neben dem Sensor der Alarmanlage auch eine Kamera braucht, womit ich das WLAN bis dorthin „prügeln“ müsste. Außerdem wären es dann zwei Stahlschränke, einer in der Wohnung und einer unten, damit ich, falls ich mal schnell etwas aus dem Schrank brauche, nicht im Schlafanzug durch das von der Straße einsehbare Treppenhaus turnen muss.
Nächste Variante war Stahlschrank im Arbeitszimmer. Das Arbeitszimmer ist bewusst von der Gestaltung ausgenommen und sieht aus wie meine Räume in der alten Wohnung aussahen, aber System-Regale und Stahlschränke ergänzen sich selten vorteilhaft und der Konsolidierungsgrad wird auf mittlere Sicht nicht reichen um auf soviel Regalfläche verzichten zu können.
Jetzt kommt der Stahlschrank in weiß neben den Kleiderschrank. Die Fläche ist nun vergeben. Ursprünglich sollte das ein Stell- oder Hängeplatz für Sportausrüstung werden.

Das könnte man als allgemeine Entscheidungsschwäche auslegen und läge vermutlich auch ziemlich gut damit, aber die Feststellung allein hilft nur wenig weiter.

Ein paar Leitlinien habe ich mir aufgegeben:
  • im Wohnzimmer und Schlafzimmer liegt am Ende nichts auf dem Boden und nichts auf den Schränken. Alle waagrechten Flächen sind frei.
  • im Wohnzimmer und Schlafzimmer sollen am Ende nur geschlossene Möbel sein (Ausnahme: BluRay-Regal und Kaffee-Tisch)
  • Regale und Schränke sind jeweils maximal zwei Themen „gewidmet“ – bei den großen Regalen können es auch vier sein.
  • Jeder Raum hat maximal zwei Möbelstile und dominante Farben. (Wohnzimmer Möbel Skandinavisch, Techno-Möbel der 80er, Schwarz und Weiß, Stoffe/Leder: warmtöne, Akzentfarben: dunkles Holz, Edelstahl und Grün; Schlafzimmer: Skandinavisch und 30er Jahre; Weiß und helle Eiche, Stoffe: grau und beige, Akzente: Schwarz; Arbeitszimmer nicht gestaltet.)


Das Problem ist halt der Glob, der sich angesammelt hat und nun erst mal abgebaut werden muss. Das kann einen schon etwas erschlagen.
Der Turnus ist aktuell „Fortschritt machen“ = „Kartons auflösen“ + „Sachen entsorgen“. Aufgelöste Kartons bedeuten Platz für Regale im Keller. Aber die Kartons lösen sich nicht ins nichts auf und es bleibt immer erst mal was liegen. Der limitierende Faktor sind meine Arbeitszeiten von 8 bis 18 Uhr und die Öffnungszeiten des Wertstoffhofs. Ich habe aber in der letzten Woche fast den ganzen Rückstand aufgeholt und bin an einem guten Punkt.

Rest-Q4:
Arbeitszimmer: Schreibtisch, Regale, restliches Konferenzsystem (November)
IT: Testlab mit VSphere (November und Dezember)
Medientechnik: Capture- und Render-PC (Dezember)
Veranstaltungstechnik: Reparatur Movinghead, Kisten für Movingheads und Scanner, Neue Regale im Lager, Netzteil für Mischpult. (Dezember)

13.10.2019 13:13
von Falk Dübbert
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Medienplatz (fast) fertig.

Ein Punkt, der mich etwas wurmte, waren die beiden Heco-Boxen am Medienplatz. Die Cult 20 sind halt relativ leichte 20L-Kompaktboxen, die zum einen nicht die hochwertigsten im Programm waren. Die Cult-Serie war ein Versuch abseits der 43cm-Full-Size-HiFi im Bereich der Kompakt-Anlagen-Käufer Umsatz zu erzielen, was für heco bekanntermaßen nicht aufging. Die kleinen Boxen fristeten immer ein Dasein als Exot im Sortiment.
Über die Tieftöner raunt man zwar, dass sie aus RFT-Produktion stammen, was sie in manchen Foren automatisch zu komplett verkannten, zu Unrecht geschmähten, High-End-Wundern macht, aber in der realen Welt sind die Antriebe nicht die stärksten, die Magnete nicht die homogensten, die Membranen nicht die steifesten und die Gehäuse eher leicht.
Sie sind nicht unbedingt schlecht, aber die vierstellige Postleitzahl auf dem Typschild sollte schon was anzeigen und auch, wenn die Leute heute Plastikeimerchen aufstellen und die per DSP geradeprügeln war HiFi in der goldenen HiFi-Zeit nicht immer besser.

Ich wollte aktive BiAmping-Nahfeldmonitore mit symmetrischen Eingängen haben und dabei schon in die 30L-Klasse aufsteigen. Das Netzteil sollte eingebaut, die Bassreflexöffnung nach vorne zeigen und das Gehäuse ebene Frontflächen haben.
  • 30L um ohne Subwoofer auskommen zu können und beim Abstimmen meiner Videos die Leute mit Tieftonfähigkeiten nicht vom Sessel zu pupsen.
  • Bi-Amping um im Nahfeld kein frequenzabhängiges Phasengangswirrwarr zu haben, das mit jeder Korrektur in der Weiche komplizierter wird.
  • symmetrische Eingänge um mit dem schwebenden (potenzialgetrennten) Notebook keinen Brummkreisel zu bauen.
  • Eingebautes Netzteil, um die Verkabelung übersichtlich zu halten.
  • Ebene, breite, Frontfläche um auch bei wandnaher Aufstellung ein einfaches Richtdiagramm mit Ablösung nach vorne zu haben.

Die Fostex PM2 erfüllten diese Voraussetzungen alle und haben dazu einen exzellenten Ruf. Auch der Hersteller hat gewisse Meriten, wobei meine Erfahrungen mit dem 8-Kanal-ADAT-Mischpult und ADAT-Recorder wohlwollend als durchwachsen bezeichnet werden können. Bei ebay gab es ein angestoßenes Päärchen mit einem nur kosmetisch erscheinenden Schaden, das ich mir geangelt habe.

07.10.2019 02:09
von Falk Dübbert
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Kalenderwoche 40: Hit and miss.

Die vergangene Woche war ein bisschen Top und Flop gleichzeitig. Zum einen hat der Designtisch große Fortschritte gemacht und bis auf ein paar Kabel und eine Master-Slave-Leiste ist erstmal alles nutzbar und ich produktionsbereit. Das gleiche gilt für mein Arbeitszimmer, das jetzt eine einheitliche Lichtfarbe (genauer Weißpunkt) von 5600k (Top).
Auf der anderen Seite habe ich mal wieder nicht gründlich genug gelesen. Der EW3270U von Benq, der laut dem Colorimeter wirklich gut ist, kann leider das Notebook nicht laden und gibt auch kein USB aus. Damit bleibt mir der Umstieg auf ein höheres Modell oder doch ein Thunderbolt3-Dock. (Flop)
Dazu zeigen sich ein paar Schwachpunkte im geplanten Setup mit dem großen Schreibtisch in der Mitte und ich habe vermutlich für drei ursprünglich als wichtig erachtete Geräte keinen Platz. (FLOP!)

Sportlich komme ich langsam auf Planerfüllungen um 67%. Das klingt Mittelmaß, ist aber echt Top!

Die jetzt schon fünf mal mit dem E-MTB gefahrene 50km Runde von GPSies ist auf dem besten Weg meine Samstags-Hausrunde zu werden. Allerdings sehe ich dieses Jahr keine Chance, die Runde ohne Motor zu überleben. Hier werde ich nach und nach den Motor-Einsatz reduzieren und wenn ich den Motor nur an der Stelle mit oberes Elbufer, unteres Elbufer und oberes Elbufer brauche, nehme ich zur Feier mal das Fully.

Fahrtechnisch taste ich mich an das aus beiden Trailtech-Schulungen gelernte heran.
Ich bin der Meinung, dass ich mich heute ohne den Schubs in die Richtung an drei oder vier Stellen ordentlich gemault hätte, als mein Hinterrad auf den nassen Wurzeln zur Seite abging.

Der Rhythmus
  • Montag nix
  • Dienstag Kraft 1 0,75h
  • Mittwoch Radfahren, Rennrad 1h
  • Donnerstag Laufen Park oder Band 0,75h
  • Freitag Kraft 2 1h
  • Samstag Radfahren, große MTB oder EMTB Runde 2h bis 4h
  • Sonntag Laufen auf der Rolle 0,75h + Kraft 3 0,75h

kommt so langsam in den Bereich, den ich brauche. Ich muss es „nur“ schaffen dieses Jahr bis Juli durchzuziehen. Der Rest, Traumkörper und Traumleistungen kommt dann von alleine.

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