Falk Dübbert macht Sachen

Gadgets & IT

Sag mal Falk.

06.12.2019 20:18
von Falk Dübbert
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Iphone 11 pro: einfach ein wirklich schlechtes Telefon.

Nach einem Monat kann ich mich nun fundiert über das Iphone 11 pro äußern und die Kurzversion ist:

Im Vergleich mit dem iphone 8 ist es einfach ein wirklich schlechtes Telefon.

Fangen wir mit den technischen Dingen an:
Der Touch ist im Grunde richtig schlecht. Wo das 6s und das 8 mit Handschuhen (mit Touchfingern) bedienbar waren, ist das 11 pro im Grunde gar nicht bedienbar. Da waren selbst resistive Touches oder der vom Nokia 930 um Längen besser. Handballenerkennung und Gesten sind bestenfalls zweitklassig und selbst das ZTE Blade hat eine zuverlässigere Tastatur.

Die Bluetooth-Implementation ist bestenfalls als halbherzig zu bezeichnen.
Die Verbindungsqualität mit HFP-Headsets ist gegenüber einem Huawei P20, iphone 6s oder 8 eingeschränkt und zwar deutlich, das Delay ist höher, Echos und „Roboterstimmen“ sind häufiger. Es ist egal von welcher Marke (Plantronics, Jabra, Monster, Sennheiser) das Headset und ob es neu oder alt ist. Der von Apple selbst entwickelte Bluetooth-Chip ist einfach nicht marktreif; zumindest nicht im Premium-Preissegment, und die Abkehr von Qualcomm ist aktuell einfach ein Fehler.
Auch bei Musik ist die SBC-Implementierung erheblich schlechter als bei den genannten Vorgängern.
Die Kopplung zwischen Mercedes- oder VAG-Freisprech-Einrichtungen geht mit dem 11pro zweimal pro Woche verloren, während das 6s diesen Effekt alle drei Monate zeigte und das 8er gar nicht.

Die Seitentasten haben weder mit noch ohne Hülle vernünftiges Feedback.

Ich empfinde das Display im Alltag als schlechter gegenüber einem iphone 8. Es spiegelt stärker und zeigt deutlich mehr glare. Der angeblich bessere Kontrast kommt also nur bei Nutzung im Haus zum Zuge.

Jetzt die Designentscheidungen:
Ich will mich gar über die Notch aufregen, aber die Wischgesten einmal quer über die anderen Ecken des Bildschirms zu verteilen ist einfach nicht gut und wenn man Buttons auf den Sperrbildschirm platziert sollten die einen Geschwindigkeitsvorteil gegen entsperren und die enstprechende App starten bieten. Die Wischgeste für das Multitasking ist einfach grottig implementiert und wenn man von Android oder Jolla kommt, auch nicht wirklich vermittelbar.

Überhaupt will das Iphone 11 pro viel mehr angeschaut werden. Im Auto ist Siri auf der wabbeligen Seitentaste ist auch nur ein halbherziger Ersatz für einen Homebutton mit Klopferzeuger. Zu kurz gedrückt und es passiert nix – zu lang gedrückt und man hat den Aus/Notruf-Bildschirm vor sich, womit man das Telefon dann doch anschauen müsste, was sich mit dem Autofahren beißt. So autonom ist der Leon noch nicht und Carplay mit der My-First-Car-Entertainment-System-Optik beißt sich mit der Erfordernis Dienst- und Privattelefon gleichberechtigt nutzen zu können.

Ich hoffe, dass ich das Gerät noch zurückgeben kann.

04.12.2019 04:01
von Falk Dübbert
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Wer rastet, der rostet später

Eigentlich läuft es gerade recht gut. Ich mache in der Stadtwohnung endlich Fortschritte. Mittlerweile „funktionieren“ die Räume. Ich muss aber weitermachen und alles, was nicht zur Funktion beitragen kann, entfernen.
Die exotische Rumänin auf dem Bild ist der Hund meiner Eltern und war für einen Tag zu Besuch. Ich wollte testen, ob ich sie notfalls für eine übersichtliche Zeit bei mir aufnehmen kann. Das hat geklappt. Nach etwa vier Stunden gehörte die Wohnung ihr und sie hatte zwei Lieblingsorte. Mein hässliches Sofa und die Kofferraumdecke vor meinem Wäscheschrank. Es gab keine Unglücke und Füttern und Tränken sind auch kein Problem.
Die Entscheidung wirklich zu wohnen und eine Wohnung nicht nur als umbauten Platz für seine Dinge oder Platz zum Waschen, Duschen und Essen zu sehen, ist ein wichtiger Schritt für mich.

Die Konzepte ändern sich auch nicht mehr so dramatisch, wie zu Anfang des Jahres. Nach dem ersten Plan, der im Grunde eine herausgerissene Möbelkatalogseite hätte sein können, und der Uff-ich-schaffe-das-nicht-Phase, in der ich im Grunde nur meine alten Möbel aufstellen und dann meine Ruhe haben wollte, danach habe ich nun einen Mittelweg gefunden.
Es ist immer noch zuviel geplantes und angefangenes im Rennen, das abgebaut werden muss. Die Einschränkungen kommen von Platz und Zeit.

Die Videoausrüstung reift gerade in das Konzept aber solange ich noch technische und organisatorische Schulden der letzten fünf Jahre abtrage, kommt sie nur im Rahmen von „produktiven Tests“ zum Einsatz. Für Funk und Elektronik habe ich endlich ein Konzept entwickelt, das eben nicht auf schmallippigem Verzicht beruht. Nach dem ich zu jedem Gerät aufgeschrieben habe, was ihm fehlt und was noch zu tun ist, habe ich drei Gruppen und drei Qualitäten definiert, in die ich meine Ausrüstung einteile. Mit diesem Konzept kann ich überflüssiges verschenken oder entsorgen und zielgerichtet neues aufbauen.
Mein Testrack kommt einem Betrieb auch immer näher, genau wie die sonstige IT-Ausstattung in der Wohnung moderner wurde. Die Veranstaltungstechnik wird kleiner, aber besser. In Sachen Werkzeug kommen zwei Linie hinein. Zum einen lagere ich das ganz brutale Zeug aus, bis es gebraucht wird. Zum anderen packe ich alles so um, dass die Zeit von Eimern und Taschen endlich vorbei ist und bleibt.

Das Arbeitszimmer hat heute mit dem neuen, RIESIGEN Sitz-Steh-Schreibtisch endlich den vermissten Sprung gemacht. Zwar fällt das alles ein Stück weit unter „Toolbox-Fallacy“:https://medium.com/too-much-me/thetoolboxfallacy-883c4ff5f9b4, aber ich habe den Ablauf mit dem zweiten Schreibtisch bereits etabliert und er funktioniert.
Jetzt soll die Arbeit an Rechnern weniger ungesund werden. Der nächste Schritt im Arbeitszimmer ist vergleichsweise klein und beinhaltet den finalen Aufbau des Medienplatzes und ein paar Änderungen im Layout. Danach kommen dort eigentlich nur noch Sortieraktionen und technische Ersetzungen vor.

27.11.2019 11:14
von Falk Dübbert
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Wie man Akkus rettet


Da auf einen eigentlich als Blödelei gemeinten Tweet viele Fragen aufkamen, will ich kurz schreiben wie ich Akkus in, an, und für Geräte „rette“.

Ob ein Akku rettbar ist und von welcher Dauer die Maßnahme ist, hängt von der Technologie des Akkus ab.

  • Bleiakkus lagern sich in der Regel tot. Während man echte Nasszellen theoretisch ausspülen, filtern und wieder auffüllen kann, sind Bleigelakkus, die sich einmal unter 0,8V pro Zelle entladen haben, dauerhaft defekt. Es gibt keine sinnvolle Rettung, auch Impulsladeverfahren helfen nicht – Im Gegenteil: oft hat die Zelle mit der geringsten Kapazität nach Hochstromverfahren einen Kurzschluss. Tod durch Zyklenzahl habe ich nur bei den Blei-Kaugummis der Aiwa-Kassettenplayer gesehen.
  • Lithium-basierte Akkus lagern sich auch tot, aber die Selbstentladung ist so gering, dass die anderen Mechanismen, Eindringen von Sauerstoff, Kapazitätsverlust beim Laden / Entladen, Schädigung durch Temperatur etc. dominieren.
    Es ist einigermaßen gefährlich, einen LiPo- oder LiIo-Akku zu reanimieren und eigentlich nie erfolgreich. Bei tiefentladenen Akkus kann man es aber mal versuchen – die kurzfristige Überlebensrate liegt bei 50%.
  • NiMH-Akkus verlieren gerne durch schlechte Ladegeräte und unvollständige (Ent-) Ladezyklen an Kapazität. Der Effekt wird lazy-battery genannt und ist durch vollständige Zyklen fast vollständig umkehrbar. Die anderen Ausfallmechanismen (Verbrauch des Getters und der Elektroden) sind hingehen fast nie umkehrbar. Bei der Rettung unterscheiden sich RTU/LSD-Typen nicht von Hochstrom-Typen.
  • NiCd-Akkus sind die eigentlichen Zombies. Die normalen Ausfallmechanismen wirken bis hin zum Zellentod, aber ein lediglich scheintotgelagerter NiCd-Akku kann eigentlich immer wieder reanimiert werden.
  • Rettung von LiPo-Taschenzellen und LiIo-Rundzellen: Ist der Akku noch „dünn“? Wenn ja, an einem Strom-begrenzten Netzteil mit (Ladeschlussspannung – 0,2V) und (C/10), also der Kapazität in Ampere durch Stunden und durch 10 als Strom für 4 Stunden laden. Danach die Zellspannungen einzeln messen, sollten die noch beisammen sein, kann man ein normales Ladegerät nutzen. Der einzige Grund für einen weiteren Zyklus ist die Zuverlässigkeitsprüfung. Es sollte selbstverständlich sein, dass ein geretteter Akku nicht mehr geflogen werden kann.
  • Rettung von NiMH und NiCd Akkus: Zunächst lädt man mit geringem Strom, z.B. C/4 für etwa eine Stunde und misst dann nach einer halben Stunde Ruhe die Zellen durch. Abweichler nach unten lädt man noch mal einzeln nach – sonst droht eine Spannungsumkehr einzelner Zellen.
    Jetzt kommt die Stunde des Modellbau-Ladegeräts mit Zyklenautomatik. Der erste Durchlauf mit 1x Entladen und Laden erfolgt mit C/2 Laden und C/2 Entladen auf 1,0 V pro Zelle. Hierbei sollte man einen Blick auf die Spitzenspannung beim Ladevorgang werfen, sofern das Ladegerät das zulässt. Danach lädt man mit 100% und entlädt mit 67%. Fünf Zyklen sind eine vernünftige Größe. Der Akku sollte dabei zunächst sehr wenig Kapazität aufbauen. In der Regel wacht er erst nach dem dritten Zyklus auf und wird „besser“. Der Innenwiderstand nimmt ab, was man an der fallenden Spitzenspannung erkennen kann.
    Sind die ersten 5 Zyklen absolviert, kann man mit dem Ladestrom auf 150% und dem Entladestrom auf 100% hochgehen. Viele unterschätzen, wie viele Zyklen ein Akku braucht. Ich gehe mittlerweile von mindestens 30 Zyklen aus. Eine solche Behandlung lohnt sich also nur, wenn des Akku nicht ohne weiteres geknackt mit neuen Zellen bestückt werden kann. Bei Rundzellen lohnt es sich im Grunde nie.

26.11.2019 01:40
von Falk Dübbert
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Das große wird das Kleine

Mit, an und in Geräten „rumspielen“ ist in einer Zeit, in der Firmen wie Apple hauptsächlich durch Reparaturverhinderungen auffallen und damit durchkommen, vielleicht nicht mehr zwingend das sozialadäquate Verhalten.

Aber ich möchte die Skills, die ich mir durch den Amateurfunk angeeignet habe auf keinen Fall verlieren. Als Schüler hätte ich mir meine Ausrüstung nie leisten können, wenn ich nicht dadurch, dass ich defekte Geräte kaufen und diese reparieren konnte, doch Zugang geschaffen hätte.

Damals durften die Deltaoscars nur 2m und 70cm (und eigentlich nur 10W EIRP…).
Das Elternhaus war im Tal und es gab nur zwei Richtungen mit guter Reichweite, trotzdem hatte ich in der einen einen regelmäßigen Kontakt in Belgien und in der anderen einen nach Dänemark. Bei Sporadic-E ging es auch mal bis nach England.
Mein erste Funkgerät war ein 70er Jahre Allmode-Brocken IC-211e. Ich habe einmal den Fehler gemacht, den in eine Werkstatt zu geben, von der er noch kaputter als vorher wiederkam. Mit dem Service-Manual und habe ich damals gelernt wie digitale Systeme funktionieren und nach und nach nachvollzogen, wie die Ingenieure mit nur wenigen Custom-ICs Schaltungen designten. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich sowas jetzt in angemessener Zeit auch könnte, aber der an den Hochschulen heute vermittelte Designprozess läuft anders. Heutzutage wird stark modelliert und viele Elemente in Software verlagert.

Dadurch sind Schaltungsdesigns entweder sehr generisch, software-definiert und auf polypotente Bauteile angewiesen oder die Funktion ist auf nur für diese Schaltung hergestellte Chips angewiesen. Beides ist in meinen Augen … (mööp).

Leider macht auch der Amateurfunk vor dieser Entwicklung nicht halt, selbst Icom, bis vor kurzem mein bevorzugter Lieblingshersteller, verkauft jetzt im Grunde Rechner mit Hochfrequenz-Verarbeitung.

17.11.2019 21:22
von Falk Dübbert
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Etwas Genuss mit Vintage-HiFi.

Ich hatte für die Verkabelung der Surround-Boxen im Wohnzimmer die Kabel von der Stereo-Anlage „geopfert“.
Die Anlage im Schlafzimmer hat ein paar Besonderheiten.
Zwar ist der CD-Player (Kenwood DP-1100SG) das, was von vielen Foristen und etlichen Händlern gerne als High-End verklärt wird, aber der Verstärker (Kenwood KA-747) ist ebenso ein 80er Jahre Kind und Verstärker hatten damals Kabelklemmen oder DIN-Stecker.
Von heutzutage üblichen Verstärkerleistungen bei Home-HiFi mit 100W pro Kanal und mehr war man noch meilenweit entfernt. Man spielte damals noch auf maximale Linearität und trieb irrsinnig viel Aufwand bei der Bauteile-Selektion. Heute klopft man alles per DSP und Software gerade und sieht entsprechend viel Leistungsreserven vor.
Welcher Weg der bessere ist, sollen spätere Generationen entscheiden.

Auch wenn alle Komponenten meiner Anlage aus 1985 bis 1989 stammen und damals bis auf bei der Infinity Kappa zwischen 30Hz und 40Hz Kurzschlüsse verpönt waren, haben meine Boxen (Heco Superior 740)- nominal 4 Ohm Impedanz – bereits bei knapp über Zimmerlautstärke größeren Stromhunger, als der Verstärker ohne Nachhelfen durch die Klemmen zu liefern vermag. Daher habe ich 4-adrige Kabel genommen und beide Klemmenpaare am Verstärker belegt.

An den Boxen gehen beide Kabel auf ein Steckerpaar.

(Dem Sicherheitsbeauftragten in mir dreht es natürlich die Zehennägel hoch, wenn man die gelb-grüne Litze mitbenutzt, aber erstens sind wir auf Sekundärseite, zweitens sind Farben erst mal nur Farben. )

Der Verstärker wird immer wieder als 2× 98W DIN bei 4 Ohm angegeben. Zum einen rutschen dabei die Harmonischen auf 0,09%. Zum anderen halte ich eine Strich-Leistung von 2× 73W für deutlich realistischer, wenn ich so piep mal Daumen von der Spannung in der Endstufe schätzen darf. Klanglich unterscheiden sich einzelnen Ausgänge ein ganz kleines bisschen an der Schwelle zur Einbildung. Wenn ich von Stellung „Speaker A“ auf „Speaker B“ weiterdrehe, habe ich für ein paar Sekunden den Eindruck eines etwas willigeren Oberbass. Von „Speaker B“ auf „A+B“ kann ich keinen Unterschied feststellen. Allerdings würde ich diesen Test nochmal gründlicher werktags in Abwesenheit der Nachbarn mit zum Beispiel der Overture 1812 vornehmen.

Gehörte CDs:
Johnny Cash – Solitary man.
Röyksopp – The Understanding
Otis Taylor – Recapturing the Banjo
Richard Strauss – Solti Zarathustra

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