Falk Dübbert macht Sachen

Gadgets & IT

Sag mal Falk.

08.01.2020 07:16
von Falk Dübbert
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Braucht man nicht: Storageausfall am Montag

Am Montag erreichten mich diverse Bitmails meiner Seafile-User, dass der Server super langsam sei und statt der gewohnten 20 MB/s bis 40 MB/s nur noch im kb-Bereich liefern würde.

Der Seafile Server besteht aus drei Petasan – Nodes die eine ISCSI-logical unit an einen vierten Server übergeben, der darin ein crypto-Laufwerk unterhält.

Die logs zeigten, dass die Seafile-Instanz ein paar Commits nicht übertragen konnte. So etwa 11 Millionen…
Ich konnte live verfolgen wie MariaDB/MySQL und NGINX abstürzten.

Ein paar Minuten später konnte ich erkennen, dass in einem der Storage-Nodes eine Platte hops und das ganze Cluster nur noch als Flötenschlumpf zu gebrauchen war. Es wurde besser, als ich den Node komplett aus dem Rennen nahm. Jetzt konnte ich den Schaden betrachten.

MySQLD wollte nicht wieder hochkommen. Entsprechend sind auch alle von MySQL abhängigen Serverdienste im Limbus.
Nachdem ich die Logs von MySQLd gefunden und lesbar gemacht habe, war klar, dass der Dienst eine Crash-Recovery versuchte, diese aber an einer defekten tc.log scheiterte.
Ich beschloss erst, mysql lokal neu zu installieren und die Datenbank aus der Urne zu holen, aber dann wurde mir klar, dass das Backup ein paar Stunden her ist und das SAN-Cluster zwar wieder antwortete, aber Block-Device-IO aktuell nicht wirklich unter fix fiel. Also benannte ich die TC.log um und MySQL startete wieder.
Damit mir keine Inkosistenten Tabellen auf die Füße fallen, habe ich mit
meinuser@mcp:/var/lib/seafile/haiwen/seafile-server-latest# mysqlcheck -u root —password=Test123!BlaBla —auto-repair -ao —all-databases
die Datenbanken überprüft. Die logs laufen jetzt auf die lokalen Patten.

Heute Morgen wurde die defekte Platte getauscht und das Petasan hatte sich sehr schnell erholt. Der Seafile Garbage-Collector läuft nun seit 14 Stunden und ich hoffe, dass ich die Dienste im Laufe des Abends wieder anheizen kann.

01.01.2020 21:10
von Falk Dübbert
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Unzufrieden

Twitter
Mit Twitter bin ich schon länger unzufrieden. Nicht erst als Twitter mich fast vier Monate mit einem Shadowban belegte, als wäre ich ein Altright oder AfDler. Die Aussagen von Twitter zu dem Thema es handle sich um Fehler sind für alle, die sich nur ein bisschen mit Datenbanken und Rechtesystemen auskennen eine Beleidigung für die Intelligenz. Wenn Twitter sich an etwas stört, sollen sie es benennen. Insgesamt entzieht sich Twitter komplett dem Dialog. Es gibt zwar ein Konto namens TwitterSupport und Jack (Dorsey, bzw. sein Socialmedia-Praktikant), aber diese stellen keinen Dialog her.
Es gibt keine Möglichkeit eines Feedbacks.
Mit in das Thema „fehlende“ oder falsch verstandene Diversität fällt das Redesign, das Twitter von Juli bis Dezember ausgerollt hat. Es sieht aus wie Anwendungsdesign in den 90ern, ist voller Inkonsistenz und Anfängerfehlern und als einizges Argument wird „weniger verschwendete Bildschirmfläche“ kommuniziert. Tatsächlich ist es der X-te Versuch von Twitter, seinen User die „Trends“ mit der Brechstange ins Gesicht zu drücken und Twitter so werbefreundlicher und belangloser zu machen.
Dass jemand, der Facebook sucht, auch das Original nehmen könnte, ist bei den Produktverantwortlichen anscheinend nicht durchgedrungen. Jetzt wird mit Vergrämung, Nudging und Dumbing Down, versucht, das Publikum auf ein solches mit geringeren Ansprüchen zu selektieren. Facebook ging diesen Weg vor Jahren, als es sich von einer Plattform für Universitäts- und High-School-Studenten zu einer Plattform für alle Belanglosigkeiten transformierte.
Wer hingegen erfahren möchte, wie falsch das Bild ist, das die „KI“ mit „Maschinellen Lernen“ von seinen Benutzern gewonnen hat, kann in den Datenschutzeinstellungen einfach die „abgeleiteten Interessen“ anklicken. Bei mir waren da Schlagersänger und Deutsch-Räpper, Fußballvereine und Fernsehsender. Etwa ein Viertel der Namen musste ich nachschlagen. Bei 90% konnte ich mein Interesse sicher verneinen.
Wenn man dann nachgräbt, wie und wo das Design entstanden ist ist, fällt einem nicht mehr viel dazu ein. Alle drei Lead-Entwicklerinnen sind nicht nur ähnlich alt, sie sehen dazu noch aus, als wären sie der gleichen Seite des gleichen Modekatalogs entflohen. Die LinkedIn-Profile geben auch wenig über Erfahrungen vor Twitter. Sicher führt die Beschränkung auf alte weiße Männer zu Problemen, aber etwas Erfahrung hätte dem Design-Team, bei dem auch der männliche Teil nicht danach aussieht als wäre er in der Lage beim Rasieren kratzende Geräusche zu erzeugen, sicher gut getan.
Es rächt sich, dass Twitter die API Schritt für Schritt kastrierte und außer „Werbung“ keine Antwort auf die Frage nach dem Geschäftsmodell wusste, denn auch mit den ganzen Nebelkerzen, die Twitter über die Metriken geworfen hat ist der Rückgang in Reichweite und Interaktion allgegenwärtig. Die Grafik zeigt den Alexa-Rang kurz nach der Einführung des neuen Design.

Ich glaube nicht mehr an ein gutes Ende. Twitter hat recht früh begonnen, einen female-Ghostbuster-Move für seine Probleme in Stellung zu bringen und behauptet, dass der Rückgang auf die Qualitätsmaßnahmen also die Bekämpfung von Trollen und Bots zurückzuführen seien. Sony hatte 2016 alle Kritiker an dem Reboot mit Gender-Switch kurzerhand zu Sexisten erklärt und erlitt trotz des attraktiven Franchise, einer riesigen Werbekampagne und eigener Marktmacht fast Schiffbruch. Man muss nicht in den Dialog mit Kritikern treten. Erst recht wenn die Debatte unter Störfeuer von den Rändern leidet, ist das keine gute Idee, aber man muss zeigen, dass man die berechtigte Kritik verstanden hat. Vor allem wenn man kein one-off Projekt leitet, ist es eine gute Idee, etwas nachhaltiger vorzugehen.

Ich habe mein Twitter-Konto auf „geschützt“ gestellt und werde am 10.2. über dessen Zukunft befinden.

Netflix
Auch bei Netflix erkenne ich Trends von dumbing down. In allen embedded-Versionen von Netflix sind nicht deaktivierbare deutsche Übersetzungen der Filmtitel zu finden. Bei immer mehr Titeln fehlt der Mehrkanalton oder die englische Tonspur gleich ganz. Die zunehmende Menge an europäischen Produktionen, die man getrost gleich überspringen kann, habe ich vermutlich der EU zu verdanken, aber auch hier zeigt sich das Mantra der Web-Firmen, alles Pareto-Optimal zu behandeln und 20% einfach zu ignorieren. Wie bei Twitter gibt es nur einen Kundenservice mit sehr fragwürdiger Qualität, der wenn überhaupt, mit Textbausteinen antwortet. Eine Entsprechung von spezifischen Problemen mit spezifischen Lösungen gibt es nicht. Zum Glück ist das Kündigen von Netflix einfacher als bei den Öffentlich-Rechtlichen, daher lege ich erstmal eine Netflix-Pause ein.

Apple
Apple hat für mich die Grenze überschritten als Apple von einem Cloud-, Hard- und Software- Anbieter auch zu einem Film-Studio und einer Bank wurde. Seit dem kann ich nicht mehr schlüssig davon ausgehen, dass Apple mit der Rolle als Hardware-Lieferant zufrieden ist. Ich habe durchaus kein Interesse Apple weiter in mein Leben zu lassen und meine Toleranz für Forgot-to-tell-you ist reichlich erschöpft. Die durchaus appleleske Geschichte, dass „unterstützt SMBv3“ bedeutet, dass der Support von SMBv1 und SMBv2 wegfällt und der Verdacht, dass der ganze Move geschieht um die missliebig gewordene GPL in SAMBA loszuwerden, hat mich neben 400,- für ein neues NAS den Rest meiner Frustrationstoleranz gekostet.
Auch hier sind viele Elemente und Versuche Benutzer für Dumm zu erklären. Das permanente Nudging für die Apple-Version von Mehr-Faktoren-Authentifikation mit der einhergehenden Zunahme an Metadaten in der iCloud, das schwache Face Unlock und Apple Pay, bei dem ebenfalls zu viele Metadaten bei Apple landen, nervt einfach. Soviel Vertrauen wie Apple mit seinen „strong moves“ zerstört hat konnten andere nicht mal aufbauen.
Viel ist nicht mehr über und bei der kommenden Hard- und Softwarerunde wird Apple vermutlich keine Rolle spielen. Die aktuellen Hardware-Entscheidungen sind alle so gefallen, dass sie bis auf die Rechner agnostisch sind.

29.12.2019 13:42
von Falk Dübbert
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Gute Vorsätze für 2020

Ich nerv euch ja schon länger mit Folien, Plänen und Regeln. Aber so im Kompakten:
  • Ich möchte meine physische Leistungsfähigkeit auf 80% meines 1997er Niveaus steigern.
  • Ich möchte meine kognitive Ausdauer so weit steigern, dass ich pro Tag wieder zwölf Stunden Stoff geben kann.
  • Ich möchte einen 3D-Workflow nachbilden und dabei verstehen lernen.
  • Ich möchte über den Amateurfunk wieder in die Elektronik und das Device-Hacking einsteigen.
  • Ich möchte den Überblick über alle meine Sachen gewinnen.
  • Ich möchte die Reibungsverluste meines Media-Workflows abbauen.

physische Leistungsfähigkeit

Mein Körper macht mir so langsam Sorgen, Training schlägt nur sehr langsam an, und die Ausdauer…
Die Ziele sind Abnehmen, allgemeine Fitness und im Speziellen Kraftausdauer. Das Programm dazu habe ich bereits gezeigt. In 2020 gebe ich mir im Homeoffice eine ganze Stunde Mittagspause. Das ist genug Zeit, um frisch zu kochen und zu verzehren. Ich fange die ersten drei Monate mit einfachen Sachen an und passe die Mahlzeiten und das Training an den Bedarf und die verfügbare Leistung an. Das wichtigste dürfte sein, zunächst mal zu Hause verarbeiteten Lebensmitteln aus dem Weg zu gehen.

kognitive Ausdauer

Das Hirn ist leider kein willkürlicher Muskel, den man gezielt trainieren kann, aber ich hoffe mit Licht- und Sauerstoff-Therapie (ja ich weiß Studienlage so dünn wie das Telefonbuch von Pusemuckel) und dem Ausdauersport den grauen Kasten etwas mehr durchlüften zu können. Da zu kommen geplante Kontextwechsel, also in der Freizeit Dinge anzufassen, die wenig mit meiner Arbeit zu tun haben und zumindest vier oder fünf Disziplinen der Intelligenz ansprechen.

3D-Workflow

Von dem 3D-Drucker habe ich ja schon geschrieben. Damit ich den mentalen Aufwand klein halten kann und keine nichtdinglichen Transferleistungen erbringen muss, habe ich am hinteren Ende angefangen und zunächst mit dem Kaufdrucker und jetzt mit dem Makerbot-Clon rumgespielt… Und den Drucker als erstes zerstört (nicht ganz geplant) um ihn besser als jemals zuvor wieder aufzubauen. Nächster Schritt ist, dass ich mich in eine 3D-Software einarbeite und Modelle selbst verändern und erzeugen kann.
Der letzte Schritt ist dann ein 3D-Scanner und ein VR-Headset (vermutlich Vive Pro). Das ist zwar komplett orthogonal zum meiner bisherigen IT-Schiene, aber ich glaube, dass Wissen in dem Bereich, wenn man es sich dokumentierbar über Spielereien und Liebhaberei hinaus erarbeitet, durchaus wertvoll sein kann. Professionell ist weniger der Workflow an sich interessant, sondern eher Fragestellungen nach den entstehenden Datenmodellen, den Server- und Rechnertypen und welche Dienste dahinterstecken und welches Pferdle das Rennen macht.

Amateurfunk, Elektronik und Device-Hacking

Amateurfunk ist normalerweise mit großer und schwerer Hardware verbunden. In der Regel ist die Schwelle zwischen Spreu und Weizen der Zugang zu einem Antennenmast mit Rotor oder einem Grundstück mit der Größe und der Möglichkeit zur Aufhängung einer oder mehrerer Langdraht-Antennen. Ohne wenigestens eins dieser Elemente erfordert Amateurfunk schon sehr viel Idealismus. Ich wohne derzeit in einem Erdgeschoss in einem professionell verwalteten Haus ohne Möglichkeit der Individualisierung. In der Tendenz werde ich hier keine Aktivitäten über eine Balkon-Klemmantenne hinaus versuchen, aber ich möchte die „Fühlung“ nicht verlieren. Ich mache mir keine Illusionen oder Hoffnungen mit einer Outback3000 oder einer X30 und 10W auf den DO-Bändern viel zu erreichen, aber schlechter Empfang ist besser als keiner.

Überblick über das Inventar

Die letzten beiden Umzüge führten zu „ewigen Kartons“. Mittlerweile bin ich ziemlich weit gekommen, meinen persönlichen Kram zu sortieren. Jetzt beginnt die Phase, wo ich die Sachen nicht nur sortiere, sondern einem Entscheidungs- und Überarbeitungsprozess unterziehe. Die Ausrüstung für PA, Fotografie, Amateurfunk, Filmemachen und Heimwerken wird in Zukunft kleiner, dafür aber moderner und zuverlässiger sein.
Zu jedem Ding gibt es zur Zeit noch ein Verzeichnis mit einem Zettel über Standort und Zustand, sowie der verfügbaren Dokumentation. Das werde ich in ein Asset-Tracking überführen. Allerdings steht mir der Sinn aktuell nach headless oder flatfile-Software und irgendwie will die verfügbare Software immer nur PCs, Server und Switche oder gleich einen Konzern verwalten, dass ich fast glaube mit einem Wiki besser zu fahren.

Reibungsverluste im Mediaworkflow

Momentan knirscht und knarzt es noch. Da liegt aber eher an der Gesamtsituation. Sobald ich einen Ablauf gefunden habe sollten 1,5 Videos und ein Podcast in der Woche machbar sein. Ich habe ja noch. zwei. Tage. Zeit. Oh…

26.12.2019 17:59
von Falk Dübbert
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So langsam nervt das; liebe Stadtwerke Pinneberg!


Seit März bin ich – mittlerweile würde ich „leider“ sagen – Kunde bei den Stadtwerken Pinneberg mit ihrer Marke Pinnau.com, was mein Internet angeht. Die eigentliche Dienstleistung wird von Wilhelm.tel erbracht.

An immer wieder über Stunden nicht erreichbare SIP-Server habe ich mich ja fast gewöhnt.
Auch dass die wtel-Hotline mir erstmal erzählt, dass der Umstand dass der Server zwar auf Pings antwortet aber weder per telnet noch SIP-Diagnosetool (PROTOS) erreichbar ist, daran liegt, dass ich keine providerseitig konfigurierte Fritzbox sondern „einen Fremdrouter“ und „ein Fremdtelefon“ betreibe, erscheint mir traurigerweise normal. Ich antworte nicht mal mehr, dass ich hauptberuflich Netzwerk-, Storage- und Virtualisierungsprobleme diagnostiziere und ich bitte, wenn ich mit einer sehr spezifischen Problembeschreibung ankomme, nicht mit einer unspezifischen „Lösung“ wie Routerneustart abgespeist werden möchte.

Aber dass die zugewiesenen IPv4 immer öfter vom Grabbeltisch aus dem Iran, Pakistan, der Ukraine oder Russland stammen, was dann dazu führt, dass
  • Paypal
  • ebay
  • Twitter
  • Youtube
  • die Postbank
  • Coinbase
  • givemecoins

und andere, vor allem die VPN-Gateways meiner Kunden jede Anmeldung per Email bestätigt haben wollen oder schlicht verweigern. Das nervt echt. Ich würde echt was drum geben, wenn ich die Glasfaser los wäre und wieder „bis zu 16MBit“ Telekom hätte.

Aber leider sind die Stadtwerke die einzigen im Haus.

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