Falk Dübbert macht Sachen

Sag mal Falk.

17. Januar 2020
von Falk Dübbert
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Quo vadis, Fotoapparat?


Meine erste Kamera war eine Zenit EM mit drei Objektiven: 35mm, 50mm, 135mm und dazu ein Nissin-Blitz. Ich war acht und hatte auf den ersten Filmen sechs brauchbare von 36 Bildern. Gegen Ende meiner komplett manuellen Zeit konnte ich das Verhältnis umkehren.

Es folgten diverse Abenteuer dreistelligen Olympus OM, also der OM101 und der OM707. Ich will nicht sagen, dass das schlechte Kameras wären, aber Olympus hatte da mehr als den Ball verloren die 707 hatte einen Kontrastautofokus und die 101 überhaupt keinen, sondern ein Drehrad auf der Rückseite.

Das Objektiv war eher so lala und insgesamt krankte die Kamera auch daran, dass das System einfach zu klein war.
Bei der Bundeswehr hatte ich eine Canon als Dienstkamera und die Erfahrungen mit dieser brachten mich dazu ins Nikon-System einzusteigen. Das Nikon-System war spröde, herb und an vielen Stellen genauso hinterher wie Olympus. Es gab auch lange schmerzhafte Zeiten in denen Nikon sich fast weigerte, die Nachfrage zu bedienen. Dazu gab es ein paar Punkte, bei denen sich die Käufer aktueller Produkte zu Recht etwas übervorteilt vorkamen. So führten Probleme (Fett vom Verschluss auf dem Sensor) mit der D600 zur schnellen Ablösung durch die D610 und bei den Blitzen gibt es das gleiche Spiel mit SB900 und SB910. Jeweils waren die Kunden mit einem als belastet bekannten Produkt im Grunde allein gelassen. Dazu kamen die nach geplanter Obsoleszenz riechenden D50-basierten Modelle mit dem press Shutter again-Fehler und ein arroganter Move bei der WiFi-Anbindung, der die Kamera nur für die Nikon-App erreichbar machte, welche aber weit davon entfernt war, brauchbar zu sein.

Ich habe irgendwann aufgehört am Ball zu bleiben und hänge mit einer Ausnahme immer noch im DX-Format herum. Sicher würde eine erneute Aktualisierung mein fotografisches Leben hier und da erleichtern und die Bildern auch „besser altern“ lassen, aber Fotografie spielt nicht mehr die Rolle in meinem Leben, die sie mal innehatte. Andererseits will ich Wasmitmedien nach und nach zu einem einundeinemsechsteltem Standbein machen. Also etwas mehr als nur Hobby eher so als Hilfe im Hauptjob einen besseren Job zu machen.

Also gehe ich um nicht am Monatsanfang einem Kaufimpuls nachzugeben mit der Systematik ran, die ich in meinen 100 Regeln festgelegt habe:
bq. „28. Bevor Du etwas tauschst oder neu kaufst, prüfe, ob Du quantifizierbar unzufrieden bist, ob es eine Lösung mit weniger Aufwand gibt und ob Du nicht ganz darauf verzichten kannst“

Die Vorraussetzung kann ich bejahen. Ich bin mit der Auflösung, dem Rauschverhalten und dem Dynamikumfang meiner Hauptkamera unzufrieden. Und dann ist da das Bedürfnis nach moderneren Speicherkarten und Cinematic 4k.

Als Optionen bestehen:
  • Komplettumstieg auf FX Spiegelreflex
  • Komplettumstieg auf FX Spiegellos
  • Komplettumstieg auf DX oder MFT Spiegellos
  • Tausch der Hauptkamera innerhalb Nikon DX
  • wie jetzt zum Teil auch, die Kamera bei Bedarf mieten.
  • Vertagung
  • Verzicht

Wenn ich meinen Foto-Output der letzen 36 Monate ansehe:
3419 Bilder insgesamt

Von der Anzahl her:
92% Alltagsfotografie (mit dem iphone)
4% Reisefotografie (zur Hälfte iphone und zur Hälfte D5200)
3% Reportage-Style-Fotografie (D2x und iphone)
1% Studio-Fotografie (gemietete Kamera)

Von der Wertschöpfung oder besser der „Gewichtung“ her sieht es aber etwa anders aus:

0,92 * 1 = 92 Alltagsfotografie (mit dem iphone)
0,04 * 100 = 40 Reisefotografie (zur Hälfte iphone und zur Hälfte D5200)
0,03 * 500 = 150 Reportage-Style-Fotografie (D2x und iphone)
0,01 * 1000 = 10 Studio-Fotografie (gemietete Kamera)

Die Gewichtungsfaktoren sind komplett willkürlich gewählt. Entsprechen ungefähr bei bestimmten Sonnenständen aber den unterschiedlichen Zeitaufwänden.

damit komme ich auf folgendes Ranking:
  1. Reportage-Style-Fotografie
  2. Alltagsfotografie
  3. Reisefotografie
  4. Studio-Fotografie

Das bedeutet für mich, dass ich zunächst den Reportage-Teil optimiere und danach nach Input für bessere Alltagsfoto suche. Da Reportagefotografie kaum von Sensorgröße profitiert, dürfte es auf eine gebrauchte D500 als Lösung mit dem kleinsten Impact hinaus laufen.

15. Januar 2020
von Falk Dübbert
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Versteckter Zucker

Angestachelt von meinem guten Vorsatz für 2020 habe ich nun doch vor meine Ernährung umzustellen. Das ist der Punkt, den ich durch exzessiven Sport eigentlich zu vermeiden versuchte. Aber die Erfolge stellen sich nicht in der benötigten Form ein und ich muss den Ansatz verbreitern. Bei der modernen Ernährung hat man stets ein Eisberg-Problem. Eine Schale Cornflakes enthält zwei Tagesdosen Zucker,
Entsprechend habe ich einen MHD-Raid auf meinen Kühlschrank durchgeführt alle Produkte durchgeschaut.
Mit 50 Gramm oder 40 Gramm als Tageslimit fallen fast alle verarbeiteten Produkte weg. Was mir auffiel war, dass zum Beispiel in Saucen zwar viel versteckter Zucker ist, aber dass die bekannten Probleme in der Menge so dramatisch sind, dass es schon in erster Linie eine Kopfsache ist, den Zucker kleinzubekommen.
Sich selbst mit dem Verweis auf versteckten Zucker freizusprechen und mit „ich kann ja eh nichts machen“ zu argumentieren verfängt nur kurz.

Letztlich sind alles Kopfsachen. Das Bedürfnis nach Reizen für das Belohnungssystem muss man sabotieren, damit das Regulierungssystem überhaupt eine Chance hat.
Ich versuche es zunächst mit dem Abschlagen der Spitzen. Also versuche ich zunächst keinen Pudding, keinen gesüßten Yoghurt, keine Softdrinks und nichts von ein paar anderen Dingen im Haus zu haben. Was nicht da ist, kann auch nicht in einer Heißhungerattacke gegessen werden.

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