Falk Dübbert

ein privates blog

5 Tage zuvor
von Falk Dübbert
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Die Sache mit den billigen Stethoskopen

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Ja ja. In der Ausbildung bekommt man immer um die Ohren gehauen, dass alle Stethoskope gleich sind. Das führte bei mir dazu, dass ich überall wo die Einsatzhäufigkeit geringer ist, ein sehr preiswertes Stethoskop on KaWe aufgerüstet habe.
Und damit habe ich kürzlich beim Blutdruckmessen vollends blamiert. Die Patientin wog auch nur halb so viel wie ich und ist fit wie eine Turnschuhwerbung. Da war also wenig Material was den Schall Arterie transportieren könnte. Dennoch war ich damals im Rettungsdienst besser unterwegs. Ich weiß aber nicht ob ich damals einen Littmann-Nachbau hatte oder nur die Schrift wegdesinifiziert war. Also Kampfgeklicke bei den Lieferanten. Schließlich ist einzig die Badehose schuld, wenn der Bauer nicht schwimmen kann. Aber meine Beobachtungen in Kürze:

KaWe COLORSCOP Duo:

  • Das KaWe hat extreme harte Oliven.
  • Die Feder ist auch die, die bei meinen Stethoskopen am stärksten zubeißt. (erinnert Ihr euch an die Scrubs-Folge mit den billigen Stethoskopen, wo Kelso seine Trommelfelle punktiert? Das war zwar Product-Placement von MDF, aber es trifft meinen Eindruck ganz gut.)
    Vielleicht kann man mit weicheren Oliven und Einstellen der Feder einen Preis gewinnen, aber wer will das? Ich habe es nun ins Badezimmer verdammt.

MDF 727:

  • Einkopf-Stethoskop – Handling beim Blutdruckmessen deutlich einfacher, allerdings erscheint der flache Korpus Hantierungsgeräusche leichter aufzunehmen. Ich hörte mein (kaputtes) Daumengelenk.
  • Weiche Oliven – mehr Bass
  • Korotkowgeräusch ohne Probleme gehört bei Probanden/Opfern von 7 bis 71

3M Littmann Master Classic II:

  • Allein der Kopf ist eine Ansage. Sauschwer, aber dadurch auch ruhiger.
  • Höchster Pegel von allen, fast schon zu laut.
  • Das kürzeste von allen dreien.
  • Korotkowgeräusch ohne Probleme gehört bei Probanden/Opfern von 7 bis 71 – kein Nachpumpen und sicheres Hören auch beim diastolischen Wert.

Kurz um: You always get, what you paid for. Bestimmt käme ich bei täglicher Praxis auch mit dem einfachsten farbenfrohen Schwesternstethoskop aus, aber in der Gesamt-Kalkulation der Notfalltaschen fällt das MDF kaum auf. Ich habe in der Tasche, die ich am meisten mit mir rumschleppe nun das Littmann und in der anderen das MDF.

5 Tage zuvor
von Falk Dübbert
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Kofferpacken.

Momentan bin ich wieder am Auskochen. Von meinen “Hobbys” bleibt aktuell nicht mehr viel. Im wesentlichen ist das eine Frage von Zeitbudgets.

Woche 168
Schlafen -49
Arbeiten und Arbeitsweg -57,5
Sport -21
Wear and tear, Haushalt -14
Studium -14
= 12,5

Große private Projekte sind da einfach nicht mehr drin. Zum Teil kann man Dinge kombinieren. Aber in diesen 12,5 Stunden muss ich Einkaufen, Freunde Behördengänge, Jobsuche, Kundenakquise, Wochenende, Familie, Bloggen, … unterbringen. In euphorischen Phasen könnte ich quasi ohne Schlaf auskommen, was erstaunlich lange gut geht, aber mittlerweile habe ich mich ganz gut im Griff. Jetzt also der scharfe Schnitt bei den Hobbys. Aktuell versuche ich so viel Kram wie möglich sauber zu lagern und Teilelisten an die Kästen zu hängen. Bei “analoger Fotografie” und “Funk” hat schon ganz gut geklappt. Die Zeit rennt, denn in wenigen Wochen ist es auf dem Dachboden unterträglich heiß.

11 Tage zuvor
von Falk Dübbert
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Portables Studio (Plan)

Momentan habe ich öfter Bedarf an einem Rucksack oder Bollerwagen-fähigen Studio-Set. Ich arbeite im Miet-Studio mit zwei Blitzköpfen aus einem Generator, einem kleinen Servo und einem großen Reflektor.
Ich drücke eher einmal zuviel auf den Knopf, als einmal zu wenig, obwohl ich nicht oder nur selten chimpe und immer noch instinktiv nach 16 Bildern Pause mache.

  • Das ganze muss trag-bar sein. –> max 20kG Gesamtgewicht.
  • Die Ausdauer der Blitze sollte für eine einstündige Session reichen. Also muss man die Akkus wechseln können ohne das Setup zu zerstören- > Die Blitze müssen einen Anschluss für externe Akkupacks haben.
  • Ich habe meine China-Licht-Stative satt.
  • Das ganze sollte fast ohne Kabel auskommen.

Nach langem Suchen habe ich folgende Einkaufsliste zusammengestellt:

  • 3 Stück gebrauchte Nikon SB-800
  • 2 Akkupacks mit Nikon-Kabel
  • 1 Pixelking Pro iTTL Sender
  • 3 Empfänger
  • 3er Pack Manfrotto 1051BAC
  • 1 Bowens-Adapter für Speedlights

11 Tage zuvor
von Falk Dübbert
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Digitalisierung macht alles einfacher!

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Wenn das nächste mal jemand behauptet, dass durch Digitalisierung alles einfacher werde. Haut ihm oder ihr ganz analog ins Gesicht.

Den Hype um “Digitalisierung” halte ich  für eine besonders schlimme Form der Realitätsverweigerung aus der Buzzword-Gläubigen-Szene, die die Lösung einer 3x3-Matrix für hohe Mathematik halten.
Ja; es wird durch die Umstellung auf VoIP&Co, Video-on-Demand ein paar Veränderungen geben, aber im Grunde fallen die in den normalen Neubeschaffungen gar nicht auf.

  • Bei den Familien ist nicht mehr viel Einkommen noch Zeit zu verteilen und die Sparquote müsste angesichts der Rentenlücke bei der Kinderzahl viel höher sein. Das Einkommen der unteren acht Dezile steigt ja kaum, also müssen weniger Kinder mehr Rentner versorgen.
  • Bei den Firmen gilt Investionssicherheit schon länger wieder als schick. Es ist schon lange Bärenzeit: Zentrierung auf Total-Cost-of-Ownership hat die Return-on-Investment –Denkweise längst verdrängt.

Es ist einfach nicht so, dass Familien und Unternehmen “Juchei! Ich digitalisiere mich!” rufen und plötzlich alles austauschen, mehr Geld in neue Services stecken oder neue Prozesse erfinden.
Es ist und war schon vielmehr so, dass der einfachere Prozess den komplizierten verdrängt und dabei in der Regel Arbeitszeit gespart wird. Netflix und Co. töten die Videothek um die Ecke und lassen die DVD-Ecke im Supermarkt verschwinden. Es gibt am Ende jeweils nicht mehr sondern weniger Umsatz. Der wenigere Umsatz landet dann beim jeweils innovativeren Unternehmer, bis die Wirte (im Schumpeterschen Sinn) kommen und in einer Konzentrationswelle das Unternehmen des Unternehmers kaufen oder das Geschäftsmodell vereiteln (siehe Buchpreisbindung bei e-Books).

Ich mache meinen Umbau jetzt auch nicht (nur), weil ich mich “digitalisiere”, sondern weil ich in Bälde sowohl mit mehr Home-Office- als auch Reisezeiten rechne und meinen Stromverbrauch in den Griff bekommen will/muss. Dabei habe ich die Dauerverbraucher im Visier. Außerdem will ich meinen Hochfrequenz-Fußabdruck etwas verkleinern. Dazu lege ich die Alarm- mit der Brandmelde-Anlage zusammen und nutze Low-Power-WLAN- und EcoDect-Geräte.

Das neue Telefon – Ich habe mich im ersten Anlauf für das Gigaset DX800A entschieden – wird im Schlafzimmer am PC stehen. An Ihm buche ich ein Mobilteil im Wohnzimmer ein. Die anderen Mobilteile fallen weg. An der LAN-Buchse des Telefons stecke ich dann den Laserdrucker ein, damit ich von Notebooks und Tablets aus drucken kann, ohne dass der zweite Switch permanent laufen muss. Switch, Proof-Drucker und Monitore kommen an die Master-Slave-Dose der Workstation. Die Idee, die Workstation aufzulösen und dafür nur das Notebook zu nehmen, habe ich angesichts der Performance der in Notebooks verfügbaren Grafikkarten und des dabei entstehenden Lärms verworfen.

24 Tage zuvor
von Falk Dübbert
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MAI.

Verdammte Axt! Es ist schon Mai.

Ich habe nun eine 180°-Wende vollzogen und meine beiden Telefonanschlüsse auf VoIP umgestellt und beide gingen zunächst mal in die Hose. Beide Portierungen waren erst 48 Stunden später abgeschlossen. Externe Anrufer bekamen alle möglichen Fehlermeldungen präsentiert.

  • Die gewählte Rufnummer nicht vergeben.
  • Dienst oder Dienstmerkmal nicht möglich.
  • Netzabschnitt besetzt.
  • Diese Nummer ist aus ihrem Netz nicht erreichbar.
  • oder einfach Stille…

Ich bin mal gespannt ob und wie ich meine Telefone umstelle. Momentan steht hier alles bereit. Von einer Funkwerk-TK-Anlage über eine Gigaset-Basis mit Mobilteilen bis hin zu Cisco-IP-Telefonen. Nix ist fertig. Alles lief schon mal als Business Phone.

Funkwerk T444 mit M4 DSP

  • Alt und ausgereift, fast schon gährend, wenn auch nicht Enterprise-Ready. Ein falscher Klick in der GUI und es hilft nur noch ein Power-Cycle.
  • Ich kann meine geliebten Telekom Mobilteile weiter benutzen.
  • 19W…

Gigaset DX800A und SL910H

  • Softwarequalität und Gigaset ist ein heikles Thema, genau wie die Frage, was Gigaset denn nun ist. Es riecht ein wenig wie Blaupunkt, Rollei oder Grundig. Missionskritisches würde ich nicht mit Gigaset abbilden wollen, denn die wenigen Entwickler arbeiten zwar noch, aber sehr langsam.
  • Das DX800a wird wohl von Funkwerk gebaut und teilt das Display-Tod-Problem mit den sehr ähnlich aussehenden Funkwerk-Business-Geräten

Cisco iphone, 9951 und 7962G

  • Im Grunde kann man die Geräte als Privatmann nicht legal betreiben, aber wenn man sich einmal durch die Konfiguration mittels TFTP und XML-Dateien gekämpft hat, zeigen die Ciscos allen anderen Telefonen und Anlagen, wo der Hammer hängt.
  • Zuverlässigkeit und Durchdachtheit spielen in einer anderen Liga.