Falk Dübbert

ein privates blog

7 Tage zuvor
von Falk Dübbert
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Die digitalisierte und agile SCRUM-Cloud-Java-Full-Stack-Hipster-Scheiße bringt uns die Infrastruktur-Apokalypse.

Der Tag heute war zum Abgewöhnen.

Erst fällt der Flug aus, wegen dem ich um vier aufgestanden bin. Dann wird der Ersatzflug (Take Off 13:00) 20 Minuten zurückgestellt und landet in München auf einer Außenposition und ich darf auf den Bus warten.

Im Flughafen nur ein kleiner Teil der Bahn-Fahrkarten-Automaten und Gleisanzeigen betriebsfähig.
WP_20170515_001Die meisten befanden sich in einer Boot-Schleife, zeigten Blindtexte.

Ich erwartete die ganze Zeit noch, dass Europa von Zombies überrannt wird, aber wenigstens das blieb uns allen erspart.
WannaCry heißt der Trojaner, der weltweit zugeschlagen hat, weil tausende CIOs ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben.

 

  • Der erste und gröbste Schnitzer ist, noch XP zu benutzen.
    XP erhält normalerweise seit 2014 keine Updates mehr, also war es klar, dass EternalBlue nicht geschlossen wurde.
  • Der zweite Fehler ist, wenn man noch XP benutzt, es nicht komplett vom Restnetz zu separieren. Je näher ein Rechner ans Internet kommt, desto härter muss er sein.
  • Der dritte Fehler ist, keinen Desasterplan zu haben. Die Bahn hat scheinbar keine Möglichkeit, die Fahrkartenautomaten oder Gleisanzeigen aus der Ferne abzuschalten und mit einem frischen Image zu bespielen. Ich finde es schon erschreckend, dass solche Automaten ihr Boot-Image beschädigen können. Bei der Anwendung hätte ich erwartet, dass die von einer Art  Festspeicher booten, der von der Anwendung gar nicht veränderbar wäre.

Wenn ich dann lese, dass sich die Bahn eine Cloud-Challenge gegeben hat (https://www.welt.de/wirtschaft/article159872126/Die-Bahn-will-ihre-Daten-ab-jetzt-bei-Amazon-speichern.html) und eine Agile Transformation anstrebt, dann bekomme ich Probleme mein Frühstück auf dem rechten Weg durch den Darm zu behalten.

Die meistens von – ich nenne sie BWLer – initiierten Transformationen führen zu einer Abkehr vom früher eisernen Lebenszyklus von IT-Umgebungen oder Prozessen:

Plan – Build – Run (- Destroy).

“Agil” bedeutet zu 99%, dass überall gepfuscht wird. Solange ich in einer Känguruh-Firma (je leerer der Beutel, desto größer die Sprünge) arbeitet , die außer einer total hippen Webanwendung nichts produziert, kann ich mit Bananen arbeiten, die beim Kunden reifen.

Ich kann in meinen agilen Sprints wie bei einem Scherenschnitt grob anfangen und nach und nach die Spezifikationen, die ich traditionell für Plan gebraucht hätte, im Prozess nachreichen. Obwohl ich in den meisten Fällen, wo sich eine Abteilung “Agile” nannte, meistens eine totale Esofizierung vorgefunden habe, die eben nie zu richtigen Specs finden würde, weil man mit einem Master in Papierschöpfen und einem Java-Kurs von der Youtube-Universität weder Kaufmännisch noch technisch in der Lage ist, eine Sicherheitsreserve an eine Eintrittswahrscheinlichkeit anzupassen.
“Richtige” Ingenieure oder wenigstens Programmierer findet man dort nicht, die sind frustriert gegangen oder aufgrund ihrer Gehälter gegangen worden. Systemarchitekten und Admins wurden schon lange gegen die Cloud getauscht. Und weil Cloud teuer ist, werden dann Abkürzungen genommen.

Dann sind Fahrkarten-Automaten und Gleisanzeiger vom Anwendernetz aus erreichbar, damit man sich den Aufwand mit AirGapped etc. sparen kann. Schließlich muss man ja aus jedem Sprint ins Produkt committen können!

Dann kann man auch keinen Code-Freeze oder gar Code-Review machen, weil dann ist ja nichts mehr mit Sprint und ewigen Fortschritt.

 

Das andere Problem mit der Bananenware: die Philosophie hinter solchen Methoden wie SCRUM führt eben dazu, dass man Produkte nicht mehr ausentwickelt und man versucht soviel wie möglich in Software zu halten, die ich auch später ändern kann. Der Software-Ansatz ist auch einfach zu verlockend. Wenn zum Beispiel Stickoxid-Grenzwerte strenger werden muss ich nicht in teure Simulationsmodelle und Messreihen gehen und einen Zuluftstrom im Ansaugtrakt zu einem Diesel optimieren, wenn ich in den Test in meiner Software  erkennen und meinen Motor auf der Rolle zur Schlaftablette auf Rädern machen kann.

 

Um überall agil zu sein, muss ich Dinge vernetzen, die ein umsichtiger Admin am Liebsten in unterschiedlichen Protokollen und Netzwerktechnologien voneinander getrennt halten wollte. Mit Bedenken zu Sicherheit und Verfügbarkeit manövriert man sich bei jung-Managern und vor allem Managerinnen schnell ins aus.


Heute haben wir einen Vorgeschmack bekommen und wir können von Glück sprechen, dass WannaCry nur Geld erpressen will. Man stelle sich vor, der Schaden wäre das Ziel gewesen.

9 Tage zuvor
von Falk Dübbert
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Rogue One (deutsch, BD 3D)

Ich habe gestern mit Freunden Rogue One geschaut und finde ihn so lala. Er ist sicher besser als die anderen Filme außerhalb des Kanons wie Kampf um Endor.

  • Am Anfang springt die Handlung ziellos herum und nimmt viel zu viele Fäden auf, die sie gleich wieder verliert. Charactere werden nicht eingeführt, sondern sind plötzlich da. Es wird auch nicht erläutert warum sie da sind.
  • Meines Wissens ist Rogue One der erste Star Wars: … – Film, der jeden Ort mit einer Funktionsbeschreibung als Einblendung ansagt. Die Übersetzungen wirken teilweise so als hätten Amerikanische HighSchool-Schüler sie verfasst.
  • Wenn die zweite weibliche Hauptrolle im StarWars-Franchise als Fortschritt gefeiert wird, warum gönnt man ihr nicht eine selbstständige Entscheidung? Sie darf die ganze Zeit nur reagieren.
  • Das sterile Ende (alle tot) befremdet ein wenig.

Technisch war der Film zumindest optisch eine Leckerei, die deutsche Tonspur ist halt eine Synchro-Tonspur, überdeutlich, viel zu dynamisch und von 360° ist das weit weg. Die 3D Fassung hatte ein wenig mit den schnellen am Anfang Bewegungen zu kämpfen und ich hätte ein paar Anmerkungen zu den an einigen Stellen heftigen Wechseln bei der Stereobasisbreite, die dann bei den weiten Aufnahmen fehlten.

Der wiederbelebte Großmoff Tarkin alias Peter Cuschin wirkt nicht viel besser animiert als CGI-Jeff-Bridges in Tron Legacy, aber es ist gut genug, während die CGI-Leia bei mir durchfallen würde.

36 Tage zuvor
von Falk Dübbert
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Der langsame Tod des Neins.

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Ich stelle in immer mehr Bereichen fest, dass ein “Nein!” nicht mehr akzeptiert wird.

Twitter will mir immer nur “weniger” von “falls Du  es verpasst hast” oder “Empfohlene Twitter-Accounts” zeigen. Trends für meine Stadt darf ich gar nicht einschränken.

Microsoft gibt mir bei Windows10 die Möglichkeit, meine Telemetrie auf “nur einfache Daten” einzuschränken, was im Gegensatz zu vollständig schon deutlich weniger sein soll.

Ich möchte auch mal “Nein!” sagen dürfen.

Bei Twitter erledigt ein Brauser-Plugin das Entfernen der störenden Elemente. Bei Microsofts Windows 10 ist es mir im Grunde wurscht. Solange ich nicht ohne Drittsoftware oder Registrybasteleien Herr über die Update- und Telemetrie-Funktionen werden und “NEIN!” sagen kann, kommt es mir nicht ins Haus.

46 Tage zuvor
von Falk Dübbert
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Ein Teil-Durchbruch, aber neue Probleme

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Bis Ostern verändere ich erstmal nichts am jetzt eingependelten Rhytmus und dem Umfeld, außer dass ich vermutlich die Kalorienzahl noch weiter runterschraube.

Ich will nicht in das “Fettlogik-Überwinden”-Horn stoßen, dass Diäten unter dem Grundumsatz gar keine negativen Auswirkungen haben und so weiter. Die letzten drei Wochen waren ziemlich heftig und

  • Leben aus dem Koffer ohne richtiges Wochenende
  • Eisenharter Trainingsplan
  • Crashdiät / Zuckerentzug
  • Koffeinentzug

Sind eigentlich Dinge, von denen man sich höchstens eins zur Zeit antut und mein Körper signalisierte auch recht heftig, dass er von Teilen dieses Vorhabens nicht viel hält.
Auf der anderen Seite habe ich jetzt aber wieder einen natürlichen vorhersehbaren 5,25-Stunden-Schlaf.
Ich komme von drei Stunden und war vorher auf Koffein und Zucker, weil ich eine Zeit lang meinen Tagesrhythmus extrem verbogen hatte.
Polyphasischer Schlaf funktioniert, solange man für das Erledigen seiner Arbeit bezahlt wird und nicht zehn Stunden am Stück funktionieren muss. Wenn man aber polyphasische Modelle mit herkömmlichen Arbeitszeitmodellen kombinieren möchte, kommt es zu seltsamen Wechselwirkungen. Im Wesentlichen stellt man sich auf alles das um, was in Ernährungsratgebern als schlecht bezeichnet wird: Viel Kaffee und Zucker.

Ich hatte über die letzten 12 Wochen versucht, das mit lächerlich viel Sport aufzufangen. Bis ich vor vier Wochen den Stecker zog…
Die erste Phase mit dem Kaffeeverzicht ging am Anfang genauso auf die Waage wie eine Rauchentwöhnung.
Ich bin aktuell wieder “adipös”, weil ich in drei Wochen die “Arbeit” von fast zwölf Wochen vernichtet habe.

Daher habe ich zwei Wochen nach dem Kaffee-Verzicht auch alle Zuckerquellen eliminiert. Ein bisschen war es auch eine Panikreaktion, denn statt der projizierten  1,5kG runter ging es fast 3kG bergauf.

Ergo ging es an Eingemachte. Zum Frühstück gibt es nun zwei Scheiben Vollkornbrot mit Frischkäse und Gemüse. Je nach der geplanten Sporteinheit am Nachmittag kommt noch ein WENIG Rührei hinzu. Zum Mittagessen esse ich normal. An Tagen mit HIIT oder kombinierten Einheiten mit Krafttraining und lasse ich auch Nudeln oder Fastfood zu.

Allerdings wäre die Einsamkeit eines Hotelzimmers mit Mineralwasser nicht zu ertragen, wenn ich schon nicht mal mehr naschen darf/kann/will. Deswegen ist nun wieder Süßstoffhaltige Limonade im Spiel.

Auf der positiven Seite kann ich vermelden, dass meine Regenerationzeiten kürzer sind und dass ich erstmals größere Trainingserfolge im Sinne von Zeitverbesserungen verspüre.

54 Tage zuvor
von Falk Dübbert
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Mal wieder bloggen.

Erst mal der Städte-Vergleich. So sieht der Abend in München aus:

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So sieht der Abend in Hamburg aus:

DSC00795

 

(Zugegeben. Hamburg war etwas früher aufgenommen.)

 

Ich bin etwas k.o.. Zum einen ist da die Ernährungsumstellung, der Sport und zum anderen das Leben in einer fremden Stadt.

 

Jetzt kommt der April und damit die dritte Trainingsphase

mit intensiveren und längeren Trainingseinheiten. Da jede Teildisziplin des Triathlons pro Woche zweimal vorkommt, kann ich eine Einheit hart und eine lang gestalten.