neu-Aufsatz Notebook (eine Softwareliste)
Software Installation Notebook
Das hat ein paar 90er Jahre Vibes, sein Notebook immer dann neu aufzusetzen, wenn man die Probleme nicht in den Griff bekommt. Aber zum Glück habe ich ne Ausrede.
Wie ich bereits im Backup-Artikel (OK, dafür fehlen noch die Fotos) erwähnte, läuft was sehr schief, wenn die Konfiguration des Betriebssystems oder der Anwendungen so kompliziert sind, dass man um ein Imagebackup nicht herumkommt. In meinem Fall läuft die Installation der meisten Tools per winget und die der Anwendungen per WKPG. Nur für ganz komplizierte Sachen, bei den man z.B. aktivieren muss, nehme ich die Installation von Hand vor.
Der Neuaufsatz ist eine gute Methode alle Anwendungen und deren Einstellungen zu erfassen und zu dokumentieren.
Und in meinem Fall tausche ich die SSD und verbaue neuen RAM.
Ich bin noch nicht ganz entschlossen, ob ich in den windows11-Apfel beiße. Alle meine Programme laufen mit Windows10 und ich sehe Windows11 eher als eine Lage Dumbness über Windows10. Zumindest ist im Zuge des Dumbing-Downs bei Windows11 fast immer ein zusätzlicher Schritt notwendig um an die gewünschte Funktion zu kommen.
Gegen die Umstellung auf Linux sprechen die Erfahrungen mit Linux im Bereich Foto- und Video-Bearbeitung. Aktuell kann ich nur hoffen, dass Microsoft ein Einsehen bekommt und Windows12 wieder brauchbar wird. Derzeit stehen die Zeichen eher auf 30,- für Updates bezahlen und die Entscheidung für oder gegen Linux zu vertagen.
- Fotobearbeitung
- Video- und Audiobearbeitung*
- CAD und 3D-Druck*
- Lab-Umgebung
- Signalanalyse*
- Coding und Testing*
- Flugsimulation*
- VR-Simulation
- AI-Training*
Bei den Aufgaben mit * am Ende kommt gerade ein neuer fester Rechner dazu, der das Notebook in Teilen entlasten wird.
Fangen wir beim Betriebssystem und den Tools und Basics an:- Windows 10 Pro
- Lenovo-Treiber
- Nvidia-Treiber
- EPSON-Treiber
- WACOM-Treiber
- 3dconnexion-Treiber
- Presonus-Treiber
- Xrite-Lenovo-Solution
- Xrite-Tools für Munki
- Synology-Tools
- VScode mit Git-Erweiterung
- LibreOffice
- SumatraPDF
- Yed
- 7zip
- Thunderbird
- LibreWolf
- KeepassXC
- TigerVNC
- Tabby
- Loupedeckstudio
- KeyNote NF
Die Workflows sind alle ziemlich normal. Aber der Vollständigkeit halber habe ich die Grafiken angefügt (werde ich die Grafiken anfügen)…
Foto-Workflow
- Rohdatenimport und Metadaten-Anreicherung
- Scannertools
- Hamrick Vuescan
- Epson Scan
- Raw-Converter
- Digitales Asset-Management
- ACDSee Photo Studio Professional
- (Google Picasa)
- Bildbearbeitung
Die Abwesenheit von Open-Source über GIMP hinaus liegt daran, dass ich an mal wieder an der Stelle entnervter Resignation mit den meisten Opensource-Tools im Bereich Grafik und Photo gelandet bin. Die Hauptproblematik liegt darin, dass zum Beispiel bei Darktable die Entwickler entweder einen Eigenbedarf decken oder sich als Entwickler selbst verwirklichen wollen.
Die Anwender werden nicht als Kunden gesehen und die Entwicklung nicht als deren Auftrag. Das ist gutes Recht der Entwickler, denn es ist „ihr“ Projekt, aber entsprechend ist der Workflow innerhalb vieler Open Source Tools verwirrend und weder die Hardwarenutzung noch die Ergebnisse sind zeitgemäß.
Wenn man einmal DxO Photolab oder Capture One benutzt hat, will man aus Anwendersicht Darktable einfach nicht mehr benutzen. Selbst einfachste Schritte, wie gruppenweise Bearbeitung, sind in Darktable mit einer Extrarunde in mindestens zwei Menüs verbunden, außerdem ist die Reihenfolge der Schritte in DT ergebniswirksam, aber es gibt keine Node-Anzeige wie zum Beispiel in Black-Magic-Produkten.
Und selbst bei Bedienungsschritten, die zu gleichen Ergebnissen führen sollten, ist Darktable immer der Ausreißer unter NX-Studio, DxO, C1, RawTherapee und DT gewesen.
Digikam leidet unter dem gleichen Problem. Das Userinterface sieht aus, als hätte jemand eine alte SUN-Workstation aus der Gitterbox gefischt. Die Featuritis steigert die Komplexität, während die Erfüllung einfacher Aufgaben trotz entsprechender Requests immer noch kompliziert ist. Hier erscheint selbst das erheblich angejahrte ACDSee oder das verstorbene Google Picasa deutlich stromlinienförmiger.
Bei der Bildbearbeitung kommt auf die Bedienung der Blindflug oben drauf, denn selbst wenn man seine Hardware so weit im Griff hat, überall HDR anzeigen zu können, fehlt diese Anzeige im Gimp. Das ist in Arbeit und man sollte GIMP deswegen nicht unterschätzen, aber es zeigt den Rückstand gegenüber kommerziellen Produkten.
Mein Workflow ist modular und beginnt bei den Quellen. Die Nikon Z6 ii ist eigentlich immer mit dem Smartphone verbunden und nutzt dessen GPS zur Anreicherung der Metadaten. Bei den anderen Kameras und der Drohne ist das GPS zum Teil eingebaut.
Je nach Kamera nutze ich andere Importfilter, aber am Ende soll jedes Bild innerhalb des Workflows einen vollständigen Satz IPTC-Metadaten aufweisen, so dass ich Fotos auch ohne Gesichtserkennung etc. wiederfinden kann.
Der nächste Schritt ist die RAW-Konvertierung bei den RAW-fähigen Kameras. Hier fällt die Wahl auf Capture One und Nikon NX Studio. Das eine nehme ich für „richtig“ und NX Studio, wo ich möglichst viele Einstellungen, die ich an der Kamera eingegeben habe, erhalten möchte.
So entstehen aus den RAWs (DNGs aus der Unterwasserkamera oder NEF aus den großen Gehäusen) in meinem Fall TIFF-Dateien, die ich dann mit Affinity Photo oder GIMP bearbeite.
Diese kommen dann entweder auf den Drucker, als jpg online oder als TIFF-import in pdfs im DTP-Workflow.
DTP-Workflow
Viel gibt es hier nicht zu betrachten. Mit der allgemeinen Umstellung aller Content-Prozesse auf einen festen 42- bzw. 14-Tage-Rhytmus kommt auch eine andere Form der Erstellung von Artikeln und Write-Ups. Es wird weniger spontan werden hier im Blog, aber dafür hoffentlich mehr Tiefgang haben. Ich plane, kein Buch zu schreiben, aber ich will mich ab Juli bei den Artikeln am Print orientieren, was Design-Queues und die Pipeline im Ganzen angeht. Insgesamt geht es um eine Ent-CMS-isierung. Ich finde, wenn am Lebens-Ende meines Blogs hier eine statische Archivseite mit einer Liste PDFs liegt und ich bei allen Artikeln der Meinung sein kann, dass sie es alle wert sind, archiviert zu werden, habe ich etwas tolles erreicht.
Video- und Audiobearbeitung
- OBSstudio
- ShareX
- FFMPeg:„https://www.ffmpeg.org/download.html“
- KodakPixpro VR-Suite
- VSDC 360°-Editor
- Blender
- Blackmagic Davinci Resolve Studio
- Tangent Hub
- Sound Forge
Hier habe ich noch keinen „echten“ Workflow.
Ich kopiere die Filme von Hand in Ordner, die das aktuelle Datum als Namen haben. Bei den AVCHD-Filmen, wandle ich die Container in .mp4 um und 360°-Filmen stitche ich erst mit der Kodak-Software zusammen und drehe dann mit VSDC den Start-Ausschnitt passend. Animationen erstelle ich in Blender (oder: „werde ich in Blender erstellen, wenn ich begriffen habe, wie das funktioniert.“). Am Ende läuft alles in Blackmagic Davinci Resolve Studio zusammen, wo ich auch das Color Grading etc. vornehme. Ich sollte noch keine Artikel darüber schreiben.
CAD und 3D-Druck
- Autodesk Fusion360
- FreeCAD
- OpenSCAD
- Flashforge Studio
- Anycubic Photon Slicer
- Meshroom
- Meshlab und Meshmixer
- JMStudio
Seien wir ehrlich. Ich werde 90% meiner 3D-Modelle mit Fusion erstellen, bis Autodesk meint, die Free-Funktion so stark zu beschneiden, dass ich nicht mal meine Primitivteile zeichnen kann. Zwar bekomme ich mittlerweile auch einen Draw-Sketch-Extrude-Remove-Vorgang in Freecad hin, aber man merkt an so vielen Stellen, dass Freecad immer noch ein parametrisches CAD ist. Ich werde mich in den öffentlichen Projekten zwingen, die Teile mit Freecad zu entwickeln.
Die Pipeline hat mit dem 3D-Scanner deutlich Beschleunigung bekommen. Allerdings will ich vor dessen Inbetriebnahme wenigstens ein oder zwei Teile mit Fotogrammetrie erzeugt haben.
Lab-Umgebung
- VirtualBox
- Iperf3
- Wireshark
Das jetzt sind nur ein paar Tools und der Elefant im Raum sind die beiden Kali-VMs in jeder Umgebung. Bislang war da ne VMware (jetzt „by Broadcomm“) Workstation als Typ2 Hypervisor, aber da es „eh“ meist um GNS3 und eine Tüte Windows-Server kreist, habe ich nicht mehr viel, das mich von Virtualbox abhält, außer, dass mein Blog und jeglicher YT-Kanal dann von der Deutschen Geschäftsdefinition ausreichend Abstand halten muss. Aber sein wir ehrlich – wer würde für meine Inhalte bezahlen?
Amateurfunk, Signalanalyse und Elektronik:
- Sigrok / Pulsview
- Logicanalyzer-Software
- LTSpice
- GNU Octave
- SDRConsole
- SDRAngel
- WSJT
- SPLAT
- DXLab
- KE5FX GPIB Toolkit
Ich könnte ebensogut mein „Incel inside“ T-Shirt anziehen. Aber das sind die Tools, die mir auf Anhieb eingefallen sind. Die werden Richtung Oktober wichtig, wenn ich zum einen den minimal QRP-TRX für den Alpencross baue und zum anderen noch andere Sachen, die Messtechnik und Schaltungsdesign inkludieren, vorhabe.
Coding and Testing
- Eclipse
- ffuf
- dnspy
- ghidra
Ein wesentlicher Punkt, den ich mit meinen beiden Eigenentwicklungen vernachlässigt habe, ist das destruktive Testen. Ich bin zum Glück nicht auf die Idee gekommen, in einem überdimensionierten Paintball-Drucklufttank zur Titanic zu tauchen, aber meine Barcode-Lagerverwaltung wurde 2020 von der Corona-Warn-App kaputtge-DOS-t. Gut – das wurde mein Auto auch; aber ich hatte die Pandemie nicht auf dem Schirm und schon gar nicht, dass alle smarten Geräte zu Bluetooth Beacons werden. Der arme PIC-Mikrocontroller, der den nächsten Handscanner orten sollte, war am Ende überfordert und der USP der Lösung Geschichte.
Diese Begebenheit zeigte mir, dass Unit-Testing für resilientes Programmieren nicht ausreichend ist. Deswegen sind da ein paar Fuzzing Tools mit in die Chain gekommen.
- FlightGear
- VR-Spiele und Simulationen
- BlenderPakete für Step -> VR
Hier ist der harte Punkt für Windows 10. Denn Windows 11 verliert die Fähigkeit, VR-Brillen zu befeuern im April.
AI-Tools:- NVidia Omniverse
- Janus
- Spring
…
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