Falk Dübbert macht Sachen

Foto & Video

14.12.2019 08:26
von Falk Dübbert
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Mit seiner Kamera alt werden

„Wenn man ein totes Pferd reitet, sollte man wenigstens für einen bequemen Sattel sorgen. Es wird ein langer Ritt.“

Eigentlich macht es keinen Sinn, sich noch weiter mit HD-Kameras aufzuhalten. Dann ist da noch der Punkt:
bq. „Wenn Du weniger erfolgreich bist als alle anderen und etwas anders machst als alle anderen, solltest Du Dir ein paar Fragen stellen und sie beantworten können.“

Fangen wir an. Aktuell versuche ich einen Workflow zu entwickeln um meinen YT-Kanal zu bespielen. Der Anspruch ist hoch. Eigentlich zu hoch. Normalerweise geht man in solche Projekte mit einem agilen Ansatz rein. Also

  1. produzieren
  2. bewerten & Feedback sammeln
  3. Änderungen aufnehmen
  4. wiederholen

Sicher macht so etwas Spaß, aber ich habe zum einen das Late-to-the-party-Problem und zum anderen sind die erkannten Probleme bislang alle im Produktionszeit/Filmminute Verhältnis. Der Versuch mit der DSLR zu filmen, ergab eine tolle Bildqualität aber hatte ein noch schlechteres Verhältnis als die bisherigen Videos und mit Verlaub gesagt habe ich lieber ein gutes 720p-Bild als ein 4k mit Fokusproblemen und schlechtem Ton.

Beim angepeilten Setting brauche ich
  • die Kamera
  • einen LED-Scheinwerfer als Kopflicht
  • ein Ansteckfunkmikrofon
  • das Richtmikro auf der Kamera als Backup für das Funkmikro, ein zweiter Anstecker für ein Buddy-Setup oder ein Handmikro für spontane Interviews unverkabelter Partner

Eine DSLR oder eine Spiegellose kann man sicher soweit riggen, dass sie das aufnehmen kann, aber ich stellte mir die Frage ob das dann benutzbar und gleichzeitig zuverlässig ist. Ich besitze ein Schulter-Rig für einen solchen Einsatz, der genügend Montagepunkte für das genannte Zubehör böte und bei dem Einsatz zeigte sich das auch durchaus benutzbar, aber die Zuverlässigkeit (in IT-Sprech sowohl „Verfügbarkeit“ als auch „Zuverlässigkeit“) leidet sehr.
Ein paar weitere Aspekte beleuchtet Chris Foremann in seinem Redshark-Meinungs-Artikel zu Frankencameras
Als echter Profi legt er den Fokus natürlich auf Zeit.

Man muss ein sehr fleißiges Bienchen sein um das Gestrüpp zu montieren und dann auch sehr wachsam seinen Fokus und seinen Audiopegel im Auge behalten. HDMI- und 3,5mm Rundstecker sind aber nichts, womit man die Kamera am langen Arm herumtragen oder im Gedränge einer Messe filmen will. Der Grund, warum ich dann mehr Material weggeschmissen habe als sonst, war zwar kein technischer, aber hing mit meiner Überforderung zusammen.

Kurz: ich bleibe auch 2020 bei meinen Dinosauriern.

Profikameras haben geradezu lächerlich große Umfänge, was die Belichtung angeht. Selbst wenn man drei Blenden daneben liegt, ist das Bild noch gut.
Der Autofokus hat sich nur ganz ganz selten für das falsche entschieden und wenn sind die Sensoren klein genug, dass man das Material bei YT trotzdem stehen lassen kann. Als Imagefilm reicht es eh nie. Dafür mietet man sich besser was in 4K.
Beim Ton habe ich XLR-Anschlüsse mit Phantomspannung und dahinter vier gute Vorverstärker mit einem PCM-Recorder, der die kleinen Modelle von Tascam und Zoom locker an die Wand spielt. Sollte der Funk-Ton nichts taugen, habe ich noch das Richtmikro und wenn beides Grütze ist, zeichnet die Kamera auf den Kanälen 3 und 4 immer noch die eingebauten Mikros auf.

Die erste Version im Sommer ohne Scheinwerfer:

Das war robust, und funktionierte.

Der Aufbau mit dem ich Interviews am Rande einer Tagung gedreht habe:

Der Magic-Arm ist aber nichts, wenn mann man die Kamera tragen und portabel nutzen will. Also:

Die Schiene oben bietet Platz für zwei Funkempfänger und einen Scheinwerfer. Änderungen:
  • Die Mikrofone bekommen ein Digital-Upgrade.
  • Der China-Scheinwerfer wir einem anderen China-Scheinwerfer (Aputure AL-MX) und unter der Schiene Platz finden.

10.12.2017 16:24
von Falk Dübbert
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Technologien 2018

Techniken und Technologien, mit denen ich mich 2018 (intensiver) befassen möchte:

Zivilisationstechniken
(Techniken, die zur Verbesserung der Zivilisation dienen können.)

  • Solartechnik / Photovoltaik
    (Aufbau, Betrieb, Optimierungen, Nutzung)
  • Kryptowährungen
    (Schürfen SCRYPT, Schürfen SHA256, Handeln, Verkaufen)
  • E- und Mikromobilität

IT-Gedöhns, infrastrukturnah

  • Virtuelle und alternative Soft-Storages (nicht nur von VMware, also auch Opendedup, Open vStorage oder PetaSan), ob und wie man sie per bereitstellen kann und wie man sie schnell ins Backup bekommt)
  • Neue Datenbanken, wie MongoDB oder Hadoop und wie man sie (effizient) virtualisiert und schnell sichert
    Da ich von SQL keine Ahnung habe, interessiert mich dieser non-SQL-Kram brennend.
  • Automatische Bereitstellung (containerbasierter) Services
    Mir blutet das Herz, aber ich denke, dass man sich mit "treat it like a pet" nur noch als "alter Mann mit Kugelschreiber" qualifiziert. 
  • Kubernetes und Microservices
  • Docker in Photon OS unter vmware, gerne auch mit Git-Integration

Web-Zeugs

  • Template-Sprache von Textpattern (bislang bin ich da mit Trial and Error unterwegs) 
  • Git-Automatisierung und NGINX
  • HTML5 und CSS3
  • mobiles Bloggen mit iphone / ipad

Cloud-Techniken / Web-Apps / Apps / Anwendungen / Rapid Deployment / Hipster-Kram

  • Jenkins
  • Tracmor
  • Kolab
  • Bitfarm
  • Mailpiler
  • Jasper

Medientechnik

  • Digitalisierung!!!111elf!
    Ist ein größerer Brocken. Im Grunde digitalisiere ich alles.
    • Aufnahmetechnik
    • Schnitt- und Editiertechnik
    • Mischpulte
    • Signalprozessoren
    • Verstärker
  • Horn-Lautsprecher (PA)

Heimwerken

  • Möbelbau (nein! nicht nur Ikea zusammenschrauben)
  • Akku-Technik
  • smartes Licht

Gadgets

  • Drohnen
  • autonomer Modellflug

Sport und Fitness

  • quantified self
  • Laktatgesteuertes Training

21.01.2017 20:10
von Falk Dübbert
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Vlog, Phlog, Blog

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Ich hatte im September ein paar Gespräche mit Leuten geführt, die sich mit Videoproduktion auskennen (sollten). Im Grunde war dabei die Idee mit dem schnellen einfachen Einstieg und der Plan, den Großteil der Videos mit der DSLR zu produzieren, gleich mit gestorben. Der Workflow wird nun größtenteils so aussehen.

 

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Es gibt noch ein paar offene Punkte. Unter anderem habe ich das Schnittprogramm noch nicht festgelegt. Ich habe Erfahrungen mit Avid MediaComposer und Lightworks und Davinci Resolve steht auch noch auf der Liste mit den heißen Kandidaten. Während Avid sicher nur gebraucht in Frage kommt, gibt es von den anderen beiden jeweils kostenlose Versionen.
Der externe Recorder für die DSLR steht auch noch nicht fest. 
Während die großen Camcorder mit DVCproHD ein editierbares Format ausspucken, sind meine Spiegelreflex-Kameras dazu nicht in der Lage. Aus Ihnen kommt 4:2:0- und schlimmer noch Long-GOP-Material.

Dazu bin ich bei Licht und Ton-Funkstrecken noch auf Kompromissen. Meine chinesischen LED-Scheinwerfer haben dieses schöne Wasserleichen-Grün und meine Mikrofonfunkstrecke hat ein Problem mit LTE und fehlender Genehmigung. Hier sind die Rode-Funkstrecken bereits gesetzt, aber ich weiß noch nicht, wann ich deren Finanzierung eintakten kann.

Insgesamt kann es aber kommende Woche losgehen. Die Probleme kommen eher aus der allgemeinen Lebenssituation.

04.01.2017 01:41
von Falk Dübbert
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Produktionswert

Ich habe zur Genüge angekündigt, dass ich meinen Trainings- und Fitnessfortschritt zum Teil mit Bild und Ton öffentlich machen möchte.


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Es gibt nun vier Produktionsschienen. Die Masse der Videos wird aus der Handkamera kommen, weil sie schlicht und einfach den einfachsten Workflow anbietet. Ich muss noch nicht mal eine Speicherkarte suchen und sie bietet als Amateur-Kamera ein ansprechendes Set an Automatiken. Auch die Bedienung per Touchscreen ist für den Selfie-Filmer eher von Vorteil.


Die wichtigen Filme produziere ich mit den großen Camcordern. Wobei diese nicht nur durch ihre Größe “groß” sind, sondern auch einiges an Aufwand mit sich bringen, obwohl es sich um “self-contained” Geräte handelt. Zum Größenvergleich: die Handkamera passt mit Monitor, 2 Mikrofonen, Akkus, Putztuch, Scheinwerfern, Schwebestativ und Stativ in einen 35L-Rucksack. Die funktional gleiche Ausstattung macht für die Camcorder einen Kompaktwagen voll.


Reden wir über die Beautyshot-Camera, also aktuell eine DSLR kommt noch eine Kiste mit externen Rekordern für Bild und Ton und ein Koffer mit Objektiven dazu.


Das macht das Filmen etwas unspontan. Andererseits sieht man sich sehr schnell an den reinen Amateurvideo-Feeds satt.


Ich habe mir angeschaut, welche Dailymotion-, Vimeo- und Youtube-Kanäle ich gerne ansehe und aus der Vorlagen-Liste alle die entfernt, bei denen ich einen Produktionsaufwand von mehr als 10 Stunden pro Woche sehe.


Wenn ich Samstags oder Sonntags drehe, kann ich über die Woche schneiden und hochladen. Das ganze wird einen recht hohen Grad an Disziplin erfordern. Sowas kann man schaffen, aber ich habe ausgerechnet beim Sport und der Ernährung gesehen, dass gerade am Anfang der Mann mit dem Baseballschläger häufiger vorbeikommt und einen für ein bis zwei Tage aus der Bahn wirft. Mal verpasst er einem eine schmerzhafte Schulter, mal einen Schnupfen oder wunde Zehen, aber am Häufigsten schlägt er einen einfach mal K.O.. An solchen Tagen geht dann nichts mehr.


Die Planung für das Projekt umfasst daher einen monatlichen Dreh mit “Aufwand” und zwei Updates, die in der Mensch-erzählt-seiner-Kamera-etwas-Ebene spielen.

Für mehr dürfte die Zeit nicht reichen.

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