Falk Dübbert

Making

Sag mal Falk.

27.07.2019 22:04
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Entscheidungen und Korrekturen

Im Zuge einiger Modernisierungen möchte ich bei mir etliche Dinge ablösen und physisch verkleinern.
Beim Werkzeug geht gerade durch die Akzeptanz der Tatsache, dass ich in einer Mietwohnung wohne schon länger eine Verkleinerungswelle durch. Werkzeuge und Maschinen müssen im blauen Bosch-18V-System sein oder sonst irgendwie in eine L-Boxx oder einen Koffer passen, damit ich sie stapeln kann.
Ich finde die Systainer zwar besser, aber im Grunde sind beides in erster Linie nur Kisten. Ich habe mir zwei Ivar-Regal-Sektionen plus eine 120cm-Werkbank Platz-Budget für Werkzeug und Elektronik gegeben.

In der IT bin ich noch ziemlich ratlos. Einigermaßen fest steht, dass ich privat kein Windows mehr haben will. Zum einen geht mit den Windows-Versionen „unterhalb“ Enterprise viel zu viel Creep einher und zum anderen scheint Microsoft selbst immer noch nicht zu wissen, was sie wollen. Erst wird zum Beispiel überall Cortana zwangsausgerollt, obwohl die Onboard-Spracherkennung der Windows 8 Phone zuverlässiger war als die Cloud-Tante und nun liegt Cortana seit dreieinhalb Jahren brach und lernt auch nichts mehr dazu. Allerdings ist der schleichende Tod der Sprachassistenten kein MS-Exklusives Phänomen.
Gleiches gilt für die Store-Apps – erst wird mit der Brechstange eine App-Verwaltung wie bei Apple durchgesetzt und jetzt stelle ich fest, dass selbst Microsoft wieder freistehende Installer ausliefert. Insgesamt wirkt Microsoft noch so, als würde man auf einen schrumpfenden Markt mit einem schrumpfenden Anteil an diesem noch gar nicht wirklich vorbereitet sein, als wären die Phasen der Leugnung, als man das Versagen von Windows 8 nicht wahrhaben wollte, und des Zorns, als man mit Windows 10 die Anwender überforderte bis offen verarschte nun vorbei und jetzt die Phase der Depression kommt.
Ich habe den leisen Verdacht, das man in Redmond am Liebsten das Betriebssystemgeschäft insgesamt aufgeben und sich auf Office als Webdienst zurückziehen möchte.

Trotz der Unsicherheiten kommen bei mir ein paar Änderungen. Der bisherige IT-Tisch wird zum Design- und Video-Tisch mit allen Konsequenzen.

Der Arbeitstisch erhält dafür eine reine Arbeitsausstattung mit der USB3-Dockingstation für das jeweilige Notebook.
Beim NAS werde ich in den kommenden Tagen den Stromverbrauch messen und mich dann entscheiden, ob ich es weiter betreiben möchte.

Die Leistung ist eigentlich ausreichend. Allerdings wurde das Betriebssystem seit vier Jahren nicht mehr gepflegt und vom Hersteller ist mangels Existenz da auch keine Abhilfe mehr zu erwarten. Somit muss ich vor dem Weiterbetrieb noch mal in mich gehen und schauen, ob ich eine Schwachstelle übersehen habe. Das NAS soll mit einem Netzwerkanschluss von meinen privaten Rechnern aus erreichbar sein und mit dem anderen von den Video- und Hifi-Playern. Dem NAS an der Firewall den Internetzugang zu verwehren dürfte nicht das Problem sein, aber normalerweise möchte ich keine Geräte betreiben bei denen ich aufpassen muss, wo ich sie anstecken kann und wo nicht. Grundsätzlich wird es drei Netzwerke geben: Internet, Privat und Arbeit. Arbeit wird auf den Drucker und das Internet zugreifen dürfen. Privat auf alles. Und Internet dürft ihr euch denken. Für die Trennung der VLANs habe ich Netgear-8-Port-Switche besorgt und ein zweiter Accesspoint mit Schalter kümmert sich um die längliche Geometrie der Wohnung.

Im Bereich HiFi und Entertainment ändert sich an den Plänen nicht viel. Der Plasma-Fernseher muss irgendwie einem weniger stromhungrigen Gerät weichen, allerdings habe ich meine Probleme einen durchgängig intakten Fernseher zu entsorgen, wenn der Nachfolger den Wegfall von 3D bedeutet, was ich sehr gerne genutzt habe. 4k bringt mir als ü40 nicht viel und bei HDR sehe ich den Vorteil zwar sofort ein, aber ich schaue so selten im Dunkeln.

Die Sportausrüstung erfährt nur Reparaturen und Anpassungen. Das Fully bekommt eine Vario-Sattelstütze und Tubeless-Bereifung und das E-Bike einen neuen LRS. Das Trainingsrennrad werde ich noch im August reparieren und mit neuen Verschleißteilen ausstatten.
Da ich an meinem Körper einiges umbauen möchte und dieses mal auch nicht auf halber Strecke aufgeben will, kommen noch ein paar Sätze Klamotten und Protektoren dazu. Die Laufschuhe muss ich auch noch mal anfassen, wenn ich nicht der beste Kunde der Blasenpflaster Industrie werden will.

Möbeltechnisch muss ich auch so langsam anfangen auf den Stand zu kommen, den das Schlafzimmer schon erreicht hat.
Der nächste Raum ist das Wohnzimmer.

Das Hauptproblem bei allem ist aber der Umgang mit dem „Glob“ also nontechnical debt. Ich habe noch Probleme mich von vielen Dingen zu trennen – weil ich noch genaue Erinnerung an wirtschaftlich sehr traurige Zeiten habe. Allerdings muss ich, wenn ich funktionieren will, 3/4 meines Zeugs loswerden und damit natürlich auch eingestehen, dass viele Wünsche, Träume und angefangene Projekte nicht in Erfüllung gehen werden. Faustformel sind nun 90 Tage: was nach drei Monaten nicht in Gang ist, muss abgebaut werden. Pro Tag, den ich zuhause verbringe, möchte ich ab August eine Kiste aufgelöst und eine gesichtet haben.

19.07.2019 21:21
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Zurück auf die Spur.

Beim oder unmittelbar nach dem Triathlon habe ich mir eine ordentliche Erkältung eingefangen und die zweite Urlaubswoche etwas ruhiger verbracht.

Jetzt beginnt für ein wenig eine Konsolidierungsphase.

Die Funktionen der alten Wohnung, unter anderem nämlich die, dass ich sie ohne Probleme auch mal eine Woche allein lassen konnte, habe ich so nach und nach auch auf die neue übertragen, indem ich die Alarmanlage wieder eingebaut und die Bewässerungsanlage aufgestellt habe.

Die Alarmanlage soll weniger Einbrüche verhindern – schließlich kann sie das gar nicht – und auch die eigentliche Alarmierung ist nur die zweite Funktion. Die erste ist dem Einbrecher den Aufenthalt so unangenehm zu gestalten, dass er weiterzieht. Aber natürlich setze ich auch voll darauf, dass bereits das Aufheulen der Sirene beim Aufhebelversuch eines der Fenster oder Türen den Einbuben und Spitzbrechern den Spaß verdirbt.
Die Fernalarmierung ist aber für die Rauchmelder interessant. Ein Rauchmelder, der in Pinneberg piept, bringt wenig, wenn ich in Wanne-Eickel bin.

Die Änderungen an der Bewässerungsanlage haben zwar den Wasserverbrauch gesteigert, aber ich gehe davon aus, dass die kommenden, heißen und vor allem trockenemWoche so kein Problem darstellen.

Gerade an den Erdbeeren, Pepperoni und Tomaten hänge ich ein bisschen.

Auch wenn ich nicht wirklich auf meine Balkonzucht angewiesen bin, ist das Naschen vom eigenen Strauch immer noch ein Highlight bei der Rückkehr am Wochenende.
Letztlich muss ich jetzt aber den zweimal verschoben Start meines Vlogs in Angriff nehmen. Das Equipment wird vom rumliegen weder neuer noch besser.

22.06.2019 15:14
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

53 Meter

Kommenden Monat beginne ich damit, das Wohnzimmer anzupassen. So Inneneinrichtungsdinge macht man besten im Hochsommer und Auto-Restaurationen im Winter. Anderenfalls wäre das keine Herausforderung. 

 

Es gäbe zwar diesmal einen Teppich, der die Kabel diskret verdecken würde, aber ich habe mich entschieden, den langen Weg nach Hause zu gehen. 

Die 4 Kabel (2× 2,5mm^2 und 2× 1,5mm^2) für die rückseitigen Lautsprecher lege ich zusammen in einen Kabelkanal, der auf der Fußleiste an der Wand lang laufen wird. Da ich einmal, nein viermal, um das halbe Wohnzimmer herum muss, ist etwas mehr Kabel zu verlegen: 53m, um genau zu sein. 

Die vier großen Boxen bekommen bei der Aufarbeitung eine Bi-Amping- / Bi-Wiring -fähige Frequenzweichenplatine und entsprechende Terminals. Wenn ich Glück habe, muss ich nur zwei Leiterbahnen auftrennen, zwei zusätzliche Anschlüsse anlöten und die Terminals einfräsen. 

Ich habe zwei Verstärker zur Auswahl. Der eine ist ein Panasonic SA-XR58 und der andere ein SA-BX500. Obwohl der XR58 deutlich älter und auf dem Papier das schwächere Gerät ist, ist er im Gegensatz zum BX, der so etwas wie das Last Ditch-Gerät aus dem Hause Panasonic ist, klanglich erheblich stärker. Die Class-D-Module von Texas Instruments gelten immer noch als sehr gut. Der Receiver verfügt über 7 interne Endstufen und kann mittels Bi-Amping die Frontboxen mit noch höherer interner Dämpfung ansteuern, was ich in Zukunft nutzen möchte.

17.06.2019 13:54
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Geduld. Geduld. Geduld.

Viele Dinge werden durch Warten gut. 

Wichtig ist, die Dinge, die mit Geduld besser werden und die Dinge, die einen Tritt benötigen, von einander unterscheiden zu können. Dazu kommen noch die Dinge, die mit Hartnäckigkeit verfolgt werden müssen.

Meine verlustig geglaubten Palmen, die mir meine langen Abwesenheiten und den Lichtmangel nach der Modernisierung in der alten Wohnung übel nahmen, treiben wieder aus. Das ist ein kleines Highlight. 

08.06.2019 17:38
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Non-Digitalisierung

In meinem Umfeld gelte ich aufgrund meines Jobs, Studiums und meiner Hobbys als digital native, dabei hänge ich echt hinterher. Außer Twitter und Youtube konsumiere ich keine Social-Media, habe kein Whatsapp und mein Smartphone ist auch stets gut abgehangen, wenn ich nicht sogar ein Nokia C5 zu Felde führe.

So gesehen verwundert es mich kaum, wenn die Leute von mir die neueste Unterhaltungstechnik erwarten. Aber einen Streaming-Player wird man bei mir nicht finden, solange man von den Raspberrys mal absieht.

Auch wenn die winzige Digitalendstufe ein sehr gutes Bild abgegeben hat, setze ich bei der Refugium-HiFi auf sehr klassische Technik.

Der CD-Player ist ein Kenwood DP-1100-SG

Wer einmal in diese 30 Jahre alten Monster hineingeschaut hat, weiß welchen irrsinnigen Aufwand Kenwood damals getrieben hat. Getrennte Analogteile mit eigenen Stromversorgungen und Trafos unter Mublech-Hauben. (https://www.flickr.com/photos/65271786@N00/2690751582/in/photostream/lightbox/). Dazu kommen solche Kabinettstückchen wie ein Motor, der ein Leitplastik-Poti dreht, damit der variable Vorverstärker-Ausgang kein digitales Poti enthalten muss. Dieser Perfektionismus ist nahezu pathologisch.
Der DAC ist ein Burr Brown (TI) PCM56P mit einem Digitalfilter SM5804D von Nippon Precision Circuits. Früher zählten diese Namen alle was. Heute haben die DACs andere Lösungen parat.

·      An den Platz des Verstärkers rückt ein Kenwood KA-747. Das ist ein Midi-Size Verstärker, der zusammen mit dem DP 1100 auf der 80cm Kommode Platz finden sollte. Als Schöpfung der Mitt-80er ist er mit wenigen Ausnahmen komplett diskret aufgebaut und schaltungstechnisch ein Klasse-AB-Verstärker mit jeweils nur einem Abgleichpunkt pro Kanal. Die Schaltung ist so wunderbar einfach, als hätte sie jemand aus Bausätzen zusammengesetzt.

·      Zu den Boxen führe ich 2×2×2,5mm² Kupfer. Aktuell ist es kaum möglich echte Kupferkabel in ansprechendem Design und mit guter Flexibilität im normalen Bereich zu bekommen und nicht jeder möchte H07RN-F im Wohnraum haben. Aus dem Grund werde ich echtes „High-End“-Kabel mit Geflechtschlauch und so verlegen. Den Beipack-Zettel mit dem Homöpathie-Style Wirkungsquatsch ignorieren wir mal. Eigentlich müsste man Typen, die mit solchen Argumenten verkaufen, bewusst ignorieren.
Bei Lautprecherkabeln zählen Drahtstärke, Länge und Isolation. Es ist egal, ob es „feldoptimiert“ oder laufrichtungsrichtig oder von tibetanischen Mönchen mit Gebetsmühlen handgeklöppelt wurde. Auch die Kapazität und Induktivität spielt angesichts der beiden angeschlossenen Teilnehmer Verstärker und Box keine Rolle.

·      Die Boxen sind und bleiben Heco Superior 740 allerdings mit neuen Hochtönern. Meine Reparatur mit Sekundenkleber hielt immerhin fast 6 Jahre.
 

Ich plane später die originalen Hochtöner mit neuen Kalotten zu versehen.  Dazu muss ich aber auf mein Werkzeug, insbesondere die UV-Lampe zugreifen können.
 Eigentlich sind die Superior für den Raum zu groß, denn normalerweise würde man bei so kleinen Hörabständen um 1,5m zu kleineren Zwei-Wege-Boxen oder symmetrisch aufgebauten Boxen greifen, bei denen auf der Hörposition der Wellengang weniger wellig erscheint, weil die Wellen der einzelnen Treiber zueinandergefunden haben. Das ist aber eine akademische Betrachtungsweise.

Diese Seite verwendet Cookies, Tracking-Technologien, Logs, APIs und Codeschnipsel von dritten. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz

✖Ok! Einverstanden.