Falk Dübbert macht Sachen

Making

Sag mal Falk.

04.12.2019 04:01
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Wer rastet, der rostet später

Eigentlich läuft es gerade recht gut. Ich mache in der Stadtwohnung endlich Fortschritte. Mittlerweile „funktionieren“ die Räume. Ich muss aber weitermachen und alles, was nicht zur Funktion beitragen kann, entfernen.
Die exotische Rumänin auf dem Bild ist der Hund meiner Eltern und war für einen Tag zu Besuch. Ich wollte testen, ob ich sie notfalls für eine übersichtliche Zeit bei mir aufnehmen kann. Das hat geklappt. Nach etwa vier Stunden gehörte die Wohnung ihr und sie hatte zwei Lieblingsorte. Mein hässliches Sofa und die Kofferraumdecke vor meinem Wäscheschrank. Es gab keine Unglücke und Füttern und Tränken sind auch kein Problem.
Die Entscheidung wirklich zu wohnen und eine Wohnung nicht nur als umbauten Platz für seine Dinge oder Platz zum Waschen, Duschen und Essen zu sehen, ist ein wichtiger Schritt für mich.

Die Konzepte ändern sich auch nicht mehr so dramatisch, wie zu Anfang des Jahres. Nach dem ersten Plan, der im Grunde eine herausgerissene Möbelkatalogseite hätte sein können, und der Uff-ich-schaffe-das-nicht-Phase, in der ich im Grunde nur meine alten Möbel aufstellen und dann meine Ruhe haben wollte, danach habe ich nun einen Mittelweg gefunden.
Es ist immer noch zuviel geplantes und angefangenes im Rennen, das abgebaut werden muss. Die Einschränkungen kommen von Platz und Zeit.

Die Videoausrüstung reift gerade in das Konzept aber solange ich noch technische und organisatorische Schulden der letzten fünf Jahre abtrage, kommt sie nur im Rahmen von „produktiven Tests“ zum Einsatz. Für Funk und Elektronik habe ich endlich ein Konzept entwickelt, das eben nicht auf schmallippigem Verzicht beruht. Nach dem ich zu jedem Gerät aufgeschrieben habe, was ihm fehlt und was noch zu tun ist, habe ich drei Gruppen und drei Qualitäten definiert, in die ich meine Ausrüstung einteile. Mit diesem Konzept kann ich überflüssiges verschenken oder entsorgen und zielgerichtet neues aufbauen.
Mein Testrack kommt einem Betrieb auch immer näher, genau wie die sonstige IT-Ausstattung in der Wohnung moderner wurde. Die Veranstaltungstechnik wird kleiner, aber besser. In Sachen Werkzeug kommen zwei Linie hinein. Zum einen lagere ich das ganz brutale Zeug aus, bis es gebraucht wird. Zum anderen packe ich alles so um, dass die Zeit von Eimern und Taschen endlich vorbei ist und bleibt.

Das Arbeitszimmer hat heute mit dem neuen, RIESIGEN Sitz-Steh-Schreibtisch endlich den vermissten Sprung gemacht. Zwar fällt das alles ein Stück weit unter „Toolbox-Fallacy“:https://medium.com/too-much-me/thetoolboxfallacy-883c4ff5f9b4, aber ich habe den Ablauf mit dem zweiten Schreibtisch bereits etabliert und er funktioniert.
Jetzt soll die Arbeit an Rechnern weniger ungesund werden. Der nächste Schritt im Arbeitszimmer ist vergleichsweise klein und beinhaltet den finalen Aufbau des Medienplatzes und ein paar Änderungen im Layout. Danach kommen dort eigentlich nur noch Sortieraktionen und technische Ersetzungen vor.

26.11.2019 01:40
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Das große wird das Kleine

Mit, an und in Geräten „rumspielen“ ist in einer Zeit, in der Firmen wie Apple hauptsächlich durch Reparaturverhinderungen auffallen und damit durchkommen, vielleicht nicht mehr zwingend das sozialadäquate Verhalten.

Aber ich möchte die Skills, die ich mir durch den Amateurfunk angeeignet habe auf keinen Fall verlieren. Als Schüler hätte ich mir meine Ausrüstung nie leisten können, wenn ich nicht dadurch, dass ich defekte Geräte kaufen und diese reparieren konnte, doch Zugang geschaffen hätte.

Damals durften die Deltaoscars nur 2m und 70cm (und eigentlich nur 10W EIRP…).
Das Elternhaus war im Tal und es gab nur zwei Richtungen mit guter Reichweite, trotzdem hatte ich in der einen einen regelmäßigen Kontakt in Belgien und in der anderen einen nach Dänemark. Bei Sporadic-E ging es auch mal bis nach England.
Mein erste Funkgerät war ein 70er Jahre Allmode-Brocken IC-211e. Ich habe einmal den Fehler gemacht, den in eine Werkstatt zu geben, von der er noch kaputter als vorher wiederkam. Mit dem Service-Manual und habe ich damals gelernt wie digitale Systeme funktionieren und nach und nach nachvollzogen, wie die Ingenieure mit nur wenigen Custom-ICs Schaltungen designten. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich sowas jetzt in angemessener Zeit auch könnte, aber der an den Hochschulen heute vermittelte Designprozess läuft anders. Heutzutage wird stark modelliert und viele Elemente in Software verlagert.

Dadurch sind Schaltungsdesigns entweder sehr generisch, software-definiert und auf polypotente Bauteile angewiesen oder die Funktion ist auf nur für diese Schaltung hergestellte Chips angewiesen. Beides ist in meinen Augen … (mööp).

Leider macht auch der Amateurfunk vor dieser Entwicklung nicht halt, selbst Icom, bis vor kurzem mein bevorzugter Lieblingshersteller, verkauft jetzt im Grunde Rechner mit Hochfrequenz-Verarbeitung.

22.11.2019 00:59
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Konkrete Projekte-Liste für Dezember

Im Dezember ist viel Weihnachtsterror-Zeit, aber weder die Zeit noch ich bleiben stehen. Mir setzt der Lichtmangel aber nicht soo zu wie die letzten Jahre, weil ich im Büro mit 5600k arbeite und eine Intensiv-Licht-Dusche (Philips Sunmobil) habe.

Im Arbeitszimmer soll der Steh-Sitz-Schreibtisch mitsamt einem dreifach-Monitor-Arm Einzug erhalten.

Im Wohnzimmer fehlen zwei Schränke.

Bei den Kettensägen gibt es zwei Problemkinder. Eine braucht eine Vergaserkur und die andere eine Ölung äh Ölpumpe.
Alle 4 brauchen Kisten oder Transportschalen, genau wie das 4-in-1-Tool.

Dann will ich endlich wieder ein Lab! Zumindest funktional soll es vollständig sein also ISCSI-Storage, 2 Hosts, Hardware-Jumphost, 2 Switche, Backup-Server. Wenn die Positionen alle besetzt sind, ist es einfach einen Spieler auszutauschen.

17.11.2019 21:22
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Etwas Genuss mit Vintage-HiFi.

Ich hatte für die Verkabelung der Surround-Boxen im Wohnzimmer die Kabel von der Stereo-Anlage „geopfert“.
Die Anlage im Schlafzimmer hat ein paar Besonderheiten.
Zwar ist der CD-Player (Kenwood DP-1100SG) das, was von vielen Foristen und etlichen Händlern gerne als High-End verklärt wird, aber der Verstärker (Kenwood KA-747) ist ebenso ein 80er Jahre Kind und Verstärker hatten damals Kabelklemmen oder DIN-Stecker.
Von heutzutage üblichen Verstärkerleistungen bei Home-HiFi mit 100W pro Kanal und mehr war man noch meilenweit entfernt. Man spielte damals noch auf maximale Linearität und trieb irrsinnig viel Aufwand bei der Bauteile-Selektion. Heute klopft man alles per DSP und Software gerade und sieht entsprechend viel Leistungsreserven vor.
Welcher Weg der bessere ist, sollen spätere Generationen entscheiden.

Auch wenn alle Komponenten meiner Anlage aus 1985 bis 1989 stammen und damals bis auf bei der Infinity Kappa zwischen 30Hz und 40Hz Kurzschlüsse verpönt waren, haben meine Boxen (Heco Superior 740)- nominal 4 Ohm Impedanz – bereits bei knapp über Zimmerlautstärke größeren Stromhunger, als der Verstärker ohne Nachhelfen durch die Klemmen zu liefern vermag. Daher habe ich 4-adrige Kabel genommen und beide Klemmenpaare am Verstärker belegt.

An den Boxen gehen beide Kabel auf ein Steckerpaar.

(Dem Sicherheitsbeauftragten in mir dreht es natürlich die Zehennägel hoch, wenn man die gelb-grüne Litze mitbenutzt, aber erstens sind wir auf Sekundärseite, zweitens sind Farben erst mal nur Farben. )

Der Verstärker wird immer wieder als 2× 98W DIN bei 4 Ohm angegeben. Zum einen rutschen dabei die Harmonischen auf 0,09%. Zum anderen halte ich eine Strich-Leistung von 2× 73W für deutlich realistischer, wenn ich so piep mal Daumen von der Spannung in der Endstufe schätzen darf. Klanglich unterscheiden sich einzelnen Ausgänge ein ganz kleines bisschen an der Schwelle zur Einbildung. Wenn ich von Stellung „Speaker A“ auf „Speaker B“ weiterdrehe, habe ich für ein paar Sekunden den Eindruck eines etwas willigeren Oberbass. Von „Speaker B“ auf „A+B“ kann ich keinen Unterschied feststellen. Allerdings würde ich diesen Test nochmal gründlicher werktags in Abwesenheit der Nachbarn mit zum Beispiel der Overture 1812 vornehmen.

Gehörte CDs:
Johnny Cash – Solitary man.
Röyksopp – The Understanding
Otis Taylor – Recapturing the Banjo
Richard Strauss – Solti Zarathustra

25.10.2019 15:13
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Warum 10.000 Dinge besitzen ein Ziel ist und für immer bleiben muss.

Zunächst mal werde ich Marie Kondo nie bei mir ausmisten lassen. Sollte sie wider Erwarten vor der Tür stehen bekäme sie ganz sicher einen Kaffee oder einen Espresso und mein Wohnzimmer dürfte gegen Ende des Jahres bereits in sehr organisiert und reduziert sein, so dass da kein Konflikt aufkommen wird.
Aber bereits in der Küche dürfte ein Verfechter des Minimalismus-macht-glücklich-Theorems auf Granit stoßen. Warum sollte es glücklich machen, nur einen Satz Messer (2) zu haben? Vor allem: warum sollte ich nur ein Kochmesser (4) haben wollen? Allein die Küchenmaschine kommt auf 50 … 60 Teile und der Dampfgarer oder die Sous Vide – Ausstattung auf jeweils 40, wenn man die Abdeck-Bälle einzeln zählt eher hundert.
Somit ist 10.000 eine schöne Zahl, aber eher was für einen evangelischen Pfarrer, der keinen weiteren Hobbies oder Beschäftigungen nachgeht.
Drei Drohnen bringen mit Akkus, Ersatzpropellern und etwas Zubehör auch gerne 200 Teile mit ins Rennen. Nach dem Zählen der Rennrad- und Mountainbiketechnik und dazugehörigem Werkzeug wird man da mit den Speichen und Nippeln und der Elektronik dort auch noch mal 2000 Teile in die Liste werfen. Kletterausrüstung, Zwei Zelte und Outdoor, Foto und Video, Veranstaltungstechnik, und Autozubehör sind auch je 500 Teile und ich glaube dabei nicht mal (mehr), dass ich mich da in etwas verliere. Die essenziellen Elemente eines Haushalts kämen ja noch oben drauf.
Dennoch orientiere ich mich an diesen 10.000 Dingen. Nicht als SMART-Ziel (Specific Measurable Achievable Reasonable Time bound), sondern als Wunschziel wie „Weltfrieden“.
Für mich sammele ich gerade die Information, WAS ich gerade so alles habe. Im nächsten Schritt trage ich zusammen, was echt redundant, „war mal teuer“ oder, schlimmer, „kann man vielleicht noch mal gebrauchen“ ist. Der nächste Schritt sind, wie ich bereits schrieb, sortenreine Regale und Plätze. Also Veranstaltungstechnik nur im Lager zu haben und Werkzeug nur im Keller, Putzmittel nur im Abstellraum und Kochuntensilien nur im Abstellraum.
10 sortout pieces
20 reorganize stock and storage
40 tidy up
50 PRINT „Fertig!“
60 GOTO 10
Erfahrene Programmierer vermissen hier einen Elefanten um den 5/50-Fehler zu vermeiden.

Diese Seite verwendet Cookies, Tracking-Technologien, Logs, APIs und Codeschnipsel von dritten. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz

✖Ok! Einverstanden.