Falk Dübbert macht Sachen

Making

Sag mal Falk.

19.05.2020 01:42
von Falk Dübbert
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Auf die nächste Stufe aufsteigen

Hinweis: Dieser Artikel ist immer noch nicht fertig…

Eine grobe Vorstellung von den nächsten Zielen und Teilzielen habe ich schon lange und war hier auch of genug Thema.
Das Problem ist eher, vom Gefühl der inneren Unruhe und des Unbehagens zu einem Satz an smarten (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert) Zielen und von den Zielen zu einem konkreten Einstieg zu kommen.

Im Bereich Elektronik, Making und Amateurfunk habe ich, wie schon geschrieben, ein paar Wünsche definiert, aber bei den Tests einfach festellen müssen, dass Amateurfunk von zu Hause aus schlicht gar nicht möglich ist. Damit „wartet“ der Amateurfunk bis zur wieder-Verfügbarkeit des Geländewagens. Einen Schwenk auf /p-Kurzwelle und QRP sehe ich dieses Jahr nicht.
Making wartet auf die Fertigstellung des FDM-3D-Druckers, während das Thema der ersten Fräse nun abgehakt ist und ich auch Projekte für das Gerät habe. Bei der Elektronik stellen die Projekte auf der Wunschliste höhere Anforderungen an die Bauteil-Selektion und damit an die Messtechnik. Im Grunde möchte ich eine Art Anti-Digitalisierung vornehmen.
Ich werde keinen Plattenspieler mit einem 14kg schweren Glasklotz als Drehteller nehmen und auch nicht auf Klasse-A-Single-Ended oder Röhren-Endstufen umsteigen. Aber dennoch habe ich „beschlossen“, Dinge in diesem Jahr anders zu tun:

  • Ich werde weniger tun, um die Zeit totzuschlagen sondern entweder ist die Tätigkeit selbst das Ziel oder das, was durch diese Tätigkeit am Ende ermöglicht wird.
  • Zeitpläne sind nur dann von Bedeutung, wenn sie das Ergebnis qualitativ verändern.
  • Gegebenes Ziel, mininaler Aufwand. (1)
    Zwar wird dieses Jahr nur wenig von meiner Ingeniosität in die Werkstücke eingehen, denn im wesentlichen folge ich Bauanleitungen, verbessere vorhandenes oder ersetze obsolete integrierte Bauteile durch diskrete, aber diese Art des Vorgehens entspricht deutlich eher meinem Wunsch, als das zwischenzeitlich praktizierte periodische Ersetzen aller technischen Geräte, das ich fortan auf IT und Gerät mit großem Energieverbrauch beschränke.
    Bei dieser schon länger gefühlten aber nicht benannten Transformation will ich einen Schritt weitergehen als ich es bisher tat.

Bislang folgte ich im Bereich Elektronik keinem Plan, sondern sammelte das Zeug „einfach so“ an oder kaufte bei konkretem Bedarf nur das benötigte Gerät.
Momentan stelle ich einen Satz bessere Messgeräte zusammen. Kernelement bei der Auswahl der Geräte ist zum einen, dass es noch wie das jeweilige Gerät aussehen muss und zum anderen, dass bauteilgenaue Serviceunterlagen zugänglich sein müssen. Wenn HP/Agilent/Keysight also meint, mir ein hochpreisiges Messgerät ohne diese verkaufen zu können, das mit großer Sicherheit länger bei mir im Einsatz sein wird, als der nächste Firmenname hält, dann haben die sich gehörig geschnitten und ich werde mir das niedrigpreisige Chinesische Gerät oder das alte Schlachtross kaufen.

Ich mache mir nichts vor:
Ein modernes Digitalspeicheroszilloskop dürfte auch mit Unterlagen in 99% der Fälle irreparabel sein, wenn es sich nicht um eine Displayhintergrundbeleuchtung oder eine abgebrochene Encoderachse handelt. Bereits Eingangsverstärker bestehen bei aktuellen Geräten aus einem großen Custom-Made-Chip und alles dahinter sind programmierte Bauteile oder die für den Abgleich benötigte Messtechnik tendiert eher zu Einfamilienhaus als zu Vorjahres-iphone.
Messtechnik der 80er und 90er Jahre ist auch kein Allheilmittel, denn sie stirbt auch gerne an nur für diese Geräte hergestellte Displays (hallo russischer Geigerzähler), an Speicherbauteilen mit Amnesie (hallo Fluke) oder sonstigen Spezial- und Obsoleszensbauteilen.

Aktuelle Messtechnik sieht dazu von Netzteil, über elektronische Last, Multimeter und Frequenzzähler gleich aus. Im Grunde sind es Rechner mit einer Messerweiterung. Selbst die Bedienelemente sind nahezu identisch über die Front verteilt. Einzig Oszilloskope sehen anders aus, aber auch nur weil sie größere Bildschirme haben. Für Hersteller ist das sinnvoll, weil sie nur eine Gussform für die Fronten brauchen und durch die Verlagerung in Software geringeres Risiko bei der Entwicklung haben. Für den Nutzer verlagert sich aber die Benutzung und der Zweck des Geräts in eine Art Meta-Ebene, wobei die Grenzen zwischen Quelle, Generator und Messgerät immer weiter verwischen und ich meine nicht das Hameg-Einschubsystem oder den Voltcraft-4-in-1-Klotz.

Momentan habe ich ein paar 4-Stellige Multimeter mit Baujahren von 1972 bis 1996. Da ich ein paar Geräte bauen möchte, bei denen es auf die genaue Kenntnis der Bauteil-Eigenschaften ankommt, hat sich schon letztes Jahr ein LCR-Meter dazu gesellt.
Ein 6,5-Stellen-Multimeter kommt jetzt hinzu um Widerstände, Spannungen und Ströme genau bestimmen zu können.
Eine Genauigkeitssteigerung um Faktor 100 ist aber nur die Hälfte wert, wenn der Zustand der Messgeräte nicht bekannt ist. Also kommen zu den besonderen Geräten auch noch ein paar Normale. Ok. Das Wortspiel war fies. Normale sind in der Elektronik Geräte, die eine Spannung, einen Strom oder Widerstand mit hoher Genauigkeit abgeben können.
Während ich beim Spannungsnormal keine Chance habe, seinen Wert weiter zu plausibilisieren. Kann ich das wesentlich komplexere Frequenznormal mit einem GPS-Empfänger abgleichen. Bei den Spannungen und somit den Strömen bleibt am Ende nur das Vertrauen in das Normal.

Die Reihenfolge wird sein:
  • mit dem Spannungsnormal alle Multimeter kalibrieren
  • mit dem genauesten Multimeter den Stromkalibrator kalibrieren
  • damit die anderen Multimeter kalibrieren oder die Abweichung dokumentieren
  • das Quartz-Frequenznormal mit dem Zähler mit dem externen Eingang und dem GPS abgleichen
  • den anderen Zähler und die Oszilloskope am Quartz abgleichen
  • Mit dem genausten Multimeter das LCR Meter abgleichen bzw. dessen Abweichung dokumentieren.

Dann kann ich an die Projekte gehen.

Bei den ersten Projekten kombiniere ich zunächst nur Baugruppen:
  • Digitales Labornetzteil 30V 5A
  • Elektronische Last 30V 5A
  • QRP-Funkgerät
  • Digitales Labornetzteil 60V 6A
  • Digitales Labornetzteil 2× 50V 5A
  • Frequenzzähler 5,8GHz
  • Milliohmmeter
Dann kommen die ersten Neuinterpretationen:
  • Monoblock Audio-Endstufe (um genau zu sein, werden es derer mehrere)
  • Elektronische Last mit Eingang bzw. Frequenzgenerator für einen Ripple.
Eigenentwicklungen:
  • Ionenkammer-Radioaktivitätsmessgerät
  • Laser-Partikelzähler

… und dann dürfte das Jahr schon mehr als rum sein.

Parallel zu den Elektronik-Projekten habe ich bereits begonnen, meine Kollektion von Video- und Audio geräten neu auszurichten. Zum einen habe ich mir einen bestimmten Platz zum Runterkommen eingerichtet. Dort ist nichts online oder smart. Bzw. der eBook-Reader könnte online gehen, ist aber nicht eingerichtet.
Ich hätte gerne den Platz um einen richtigen Plattenspieler aufzustellen, aber das dürfte sich in der Wohnung vorerst nicht realisieren lassen. Bereits die Aufstellung von drei bzw. vier hochwertigen Musikanlagen auf so engem Raum ist, vorsichtig formuliert, grenzwertig, was normale Maßstäbe der Vernunft angeht.
Die Idee ist dabei vielmehr jeweils ein Modul zu haben, das ich bei einer Neuauslegung des Wohnraums mitnehmen kann und dessen Eigenschaften ich kenne.

Zu dem Komplex Musik bewusster genießen kommt die Abkehr von MP3 auf dem Handy. Viel Verlust ist seit der iTunes-Kastration in iOS10 und MacOS10.15 da eh nicht mehr zu beklagen. (2)

Ich werde in Zukunft zur Kassette zurückgehen, was tragbare Musik angeht. Ich werde dann den Player und maximal drei Kassetten dabeihaben, also drei Alben oder Zusammenstellungen. Es ist nichts drahtlos und patentstrategische Erwägungen des Handyherstellers AptX HD, nicht zu implementieren, spielen keine Rolle. Titel überspringen oder mitten im Album einsteigen ist mit „Kosten“ in Form von Spulvorgängen verbunden. Ich höre das Album so, wie der Künstler oder wenigstens Produzent es erstellt hat und nach der Tageslaune des Musiksortieralgorithmus im Handy.

Ich freue mich sehr darauf Musik wieder mehr haptisch erfahren zu können, auch wenn CD und Kassette gegenüber der LP der zweite Preis sind.

Im Büro kommen Akustik panels an die Wände und unter die Decke: einerseits um die Aufnahme- und Videokonferenz-Situation zu erleichtern, andererseits um den Raum akustisch etwas neutraler zu halten und natürlich am Tisch stehend auch gut wiedergegebene Musik hören zu können. Hier wird allerdings ein FLAC-Player werkeln müssen.

Im Video-Aufnahmebereich habe ich etwas Zeit investiert um die Aufnahmeschwelle zum Aufnehmen herunterzusetzen. Ich sehe noch nicht ganz ob der Weg der richtige ist. Es gibt hohe Bild- und Tonqualität, Zuverlässigkeit und Bezahlbarkeit. In mir reift die Erkenntnis, dass die meisten Setups maximal in zwei dieser Kriterien brillieren.

Setup Bezahlbar Qualität Zuverlässigkeit Sinnvolle Einstellung Einsatzzweck
Apple Iphone + Sennheiser MemoryMic Ja EDA (3) + 100,- Jein (4k MP4, Mono) Nein FHD (Rechenpower) Overhead-Aufnahmen, Schnelle Aufnahmen vom Stativ
Sony SR5 + Sennheiser XSW-D Ja (zusammen 500,-) Jein (FHD AVCHD, Stereo) Jein (kein Backup-Ton) FHD Reise-Setup
Panasonic HVX200 + Sennheiser EW 100 Jein (zusammen >1k) Jein (720p / 1080i + 4 Kanal, MXF) Ja (zweifacher Backup-Ton, internes RAID) 720p (Kammartefakte) Interviews, Outdoor, ENG-Style
Panasonic HVX200 + Tonangel + Letus35 Nein (zusammen >2k) Ja (1080i + 4 Kanal, MXF) Ja (zweifacher Backup-Ton, internes RAID) 1080i Aufmacher, Narrative Anteile in größeren Projekten
Nikon D5200 (D500) + Recorder + Tonangel + Tascam DR680 Nein (zusammen >2k) Ja (FHD / 4k ProRes, Stereo) Jein (komplexes Setup, viele Teile) FHD / 4k Narrativer Film

Im Audio-Aufnahmebereich gibt es eigentlich nichts zu verbessern. Ich habe eher die Qual der Wahl. Hier warte ich nur auf die Akustik-Panels und -Deckensegel.

Bei der Fotografie sieht es anders aus. Hier habe ich alle Komponenten, die keine Entscheidung über das zukünftige Gehäuse-System erfordern, auf Vordermann gebracht. Ich habe eine ausreichende portable Blitzanlage, eine fürs Studio und meine Messtechnik ist auch hier auf den Punkt genau.
Die Umstellung vom kleinen auf den den großen Sensor habe ich bislang gescheut. Einerseits bin ich mir ziemlich sicher, dass ich auf dem DX-Pferd außer für Sport nicht mehr reiten will. Andererseits waren die Ausflüge ins FX-Land nicht dauerhaft, da zu kostspielig und eine Kamera, die wirklich neue Fähigkeiten ins Team bringt, wird das Technik-Budget von fünf, eher sechs, Monaten aufessen und dann habe ich nicht ein einziges Objektiv dazu. Somit werde ich wohl, um die Probleme mit meinen jetzigen Gehäusen zu lösen hier noch einmal aufrüsten um dann gezielt Anlauf zu nehmen auf ein FX-Profigehäuse und eine Tüte Objektive, sollte der Bedarf sich bestätigen.

Meine Web präsenz litt ein wenig unter dem Anlauf zum Umstieg auf Ghost als CMS, den ich dann doch abgeblasen hatte, weil mir der Code und die Art zu veröffentlichen einfach VIEL zu hanebüchen war. Mittlerweile bin ich mir deutlich sicherer, wenn ich sage, dass Textpattern als einfaches CMS das beste ist, was man finden kann. Wie bei den Telefonen mit Windows Phone gab es in der Vergangenheit mit Lifetype CMS ein smarty-fähiges CMS, das einfach schöner zu bedienen war, denn Markdown ist nicht jedermanns Ding, aber Textpattern lässt sich vom ipad aus mit Inhalt befeuern und ist was die Templates angeht, halbwegs potent. Die Codebasis ist klein und es gibt keine Foundation im Hintergrund, die plötzlich Corporation sein möchte und nur noch eine Closed Source-Variante weiterentwickelt oder in Wahrheit ein Freemium-Modell verfolgt.

Ich hoffe trotz dem Rückschlag durch Corona bald einen vernünftigen Rhythmus zu haben, in dem ich im Wechsel Blog und Social-Media-Kanäle bespiele. Ursprünglich sollte der Umstieg auf Apple 2018 die Content-Produktion erleichtern, erweist sich aber mehr und mehr als Roadblock, denn sowohl der Zugang zu Hardware-Leistung als auch zu guter Open-Source ist durch Apples Design- und Restriktions-Entscheidungen eingeschränkt. Dazu kommt, dass die MacBook Pros seit 2017 keinen schönen Track-Record hingelegt haben, meine Tastatur fiel schon zweimal aus und die Temperaturprobleme, die eher nicht nach Pro riechen, kann ich bestätigen. Bereits mit einem 4K-Bildschirm ist der viel zu spät einsetzende Lüfter ein Dauergeräusch. Bei zwei Bildschirmen wird sogar störend. Mit Gimp 2.10 oder BlackMagic Davinci Resolve geht seit Catalina nichts ohne den Raindesign-Ständer, will man nicht gegen die Temperaturdrosselung ankämpfen.

Anmerkungen:
1) Es gibt entweder „gegebenes Ziel“ oder „gegebenen Aufwand“. Das im Volksmund verbreitete „Minimaler Aufwand. Maximales Ziel.“ ist nicht möglich.
2) Nein. Ich ertrage weder Radio, Schbottifei noch Apple Music „Sender“. Behaltet euren totkomprimierten MainStream-Scheiß einfach. Ich will auch mal Scheißlaune haben dürfen und die auch musikalisch ausleben können.
3) Ein EDA-Gerät ist „eh da“.

29.12.2019 13:42
von Falk Dübbert
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Gute Vorsätze für 2020

Ich nerv euch ja schon länger mit Folien, Plänen und Regeln. Aber so im Kompakten:
  • Ich möchte meine physische Leistungsfähigkeit auf 80% meines 1997er Niveaus steigern.
  • Ich möchte meine kognitive Ausdauer so weit steigern, dass ich pro Tag wieder zwölf Stunden Stoff geben kann.
  • Ich möchte einen 3D-Workflow nachbilden und dabei verstehen lernen.
  • Ich möchte über den Amateurfunk wieder in die Elektronik und das Device-Hacking einsteigen.
  • Ich möchte den Überblick über alle meine Sachen gewinnen.
  • Ich möchte die Reibungsverluste meines Media-Workflows abbauen.

physische Leistungsfähigkeit

Mein Körper macht mir so langsam Sorgen, Training schlägt nur sehr langsam an, und die Ausdauer…
Die Ziele sind Abnehmen, allgemeine Fitness und im Speziellen Kraftausdauer. Das Programm dazu habe ich bereits gezeigt. In 2020 gebe ich mir im Homeoffice eine ganze Stunde Mittagspause. Das ist genug Zeit, um frisch zu kochen und zu verzehren. Ich fange die ersten drei Monate mit einfachen Sachen an und passe die Mahlzeiten und das Training an den Bedarf und die verfügbare Leistung an. Das wichtigste dürfte sein, zunächst mal zu Hause verarbeiteten Lebensmitteln aus dem Weg zu gehen.

kognitive Ausdauer

Das Hirn ist leider kein willkürlicher Muskel, den man gezielt trainieren kann, aber ich hoffe mit Licht- und Sauerstoff-Therapie (ja ich weiß Studienlage so dünn wie das Telefonbuch von Pusemuckel) und dem Ausdauersport den grauen Kasten etwas mehr durchlüften zu können. Da zu kommen geplante Kontextwechsel, also in der Freizeit Dinge anzufassen, die wenig mit meiner Arbeit zu tun haben und zumindest vier oder fünf Disziplinen der Intelligenz ansprechen.

3D-Workflow

Von dem 3D-Drucker habe ich ja schon geschrieben. Damit ich den mentalen Aufwand klein halten kann und keine nichtdinglichen Transferleistungen erbringen muss, habe ich am hinteren Ende angefangen und zunächst mit dem Kaufdrucker und jetzt mit dem Makerbot-Clon rumgespielt… Und den Drucker als erstes zerstört (nicht ganz geplant) um ihn besser als jemals zuvor wieder aufzubauen. Nächster Schritt ist, dass ich mich in eine 3D-Software einarbeite und Modelle selbst verändern und erzeugen kann.
Der letzte Schritt ist dann ein 3D-Scanner und ein VR-Headset (vermutlich Vive Pro). Das ist zwar komplett orthogonal zum meiner bisherigen IT-Schiene, aber ich glaube, dass Wissen in dem Bereich, wenn man es sich dokumentierbar über Spielereien und Liebhaberei hinaus erarbeitet, durchaus wertvoll sein kann. Professionell ist weniger der Workflow an sich interessant, sondern eher Fragestellungen nach den entstehenden Datenmodellen, den Server- und Rechnertypen und welche Dienste dahinterstecken und welches Pferdle das Rennen macht.

Amateurfunk, Elektronik und Device-Hacking

Amateurfunk ist normalerweise mit großer und schwerer Hardware verbunden. In der Regel ist die Schwelle zwischen Spreu und Weizen der Zugang zu einem Antennenmast mit Rotor oder einem Grundstück mit der Größe und der Möglichkeit zur Aufhängung einer oder mehrerer Langdraht-Antennen. Ohne wenigestens eins dieser Elemente erfordert Amateurfunk schon sehr viel Idealismus. Ich wohne derzeit in einem Erdgeschoss in einem professionell verwalteten Haus ohne Möglichkeit der Individualisierung. In der Tendenz werde ich hier keine Aktivitäten über eine Balkon-Klemmantenne hinaus versuchen, aber ich möchte die „Fühlung“ nicht verlieren. Ich mache mir keine Illusionen oder Hoffnungen mit einer Outback3000 oder einer X30 und 10W auf den DO-Bändern viel zu erreichen, aber schlechter Empfang ist besser als keiner.

Überblick über das Inventar

Die letzten beiden Umzüge führten zu „ewigen Kartons“. Mittlerweile bin ich ziemlich weit gekommen, meinen persönlichen Kram zu sortieren. Jetzt beginnt die Phase, wo ich die Sachen nicht nur sortiere, sondern einem Entscheidungs- und Überarbeitungsprozess unterziehe. Die Ausrüstung für PA, Fotografie, Amateurfunk, Filmemachen und Heimwerken wird in Zukunft kleiner, dafür aber moderner und zuverlässiger sein.
Zu jedem Ding gibt es zur Zeit noch ein Verzeichnis mit einem Zettel über Standort und Zustand, sowie der verfügbaren Dokumentation. Das werde ich in ein Asset-Tracking überführen. Allerdings steht mir der Sinn aktuell nach headless oder flatfile-Software und irgendwie will die verfügbare Software immer nur PCs, Server und Switche oder gleich einen Konzern verwalten, dass ich fast glaube mit einem Wiki besser zu fahren.

Reibungsverluste im Mediaworkflow

Momentan knirscht und knarzt es noch. Da liegt aber eher an der Gesamtsituation. Sobald ich einen Ablauf gefunden habe sollten 1,5 Videos und ein Podcast in der Woche machbar sein. Ich habe ja noch. zwei. Tage. Zeit. Oh…

28.12.2019 21:27
von Falk Dübbert
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Amateurfunkflohmarkt Harburg 2019

Der Amateurfunkfloh in Harburg wird von der AFu-Ag in der TUHH veranstaltet und fand bislang am letzten Samstag im Jahr statt.
Da der Flohmarkt auf dem Gelände der KViP in Uetersen wohl die Heaviside-Schicht durchbrochen hat und nun nicht mehr stattfindet, ist das der einzige Amateurfunkfloh im Hamburger Raum. Ursprünglich wollte ich dort ein bisschen filmen, habe die Idee aber verworfen.

Meine Beobachtungen:
  • Viele Semi-professionelle Stände warteten mit Geriatronik und Paleotronik auf. Ich frage mich, ob es wirklich noch einen Markt für gebrauchte Röhren gibt oder es sich um einen Cargo-Cult handelt. Dazu kamen Baugruppen und halbzerlegtes, als wäre Amateurfunk und Elektronikbastelei als Hobby 30 Jahre in der Zeit stehengeblieben. Einerseits ist das schön nostalgisch, andererseits zeigt es die Abkopplung. Immerhin ein Uni-naher Stand brachte mit einem 3D-Drucker und SDR etwas Zukunft mit, auch wenn ich China-Device-Hacking nicht zwingend als DIE Zukunft verstehe.
  • Bei einem der Röhrenstände waren auch ein paar neue China-ECC803s, die anders aussahen, als ich die Telefunken-Version in Erinnerung habe. Ich hoffe, die etwaigen Käufer kommen mit ECC83 / 12AX7 auch zurecht. Immerhin dürften die meisten den Unterschied akustisch kaum feststellen können.
    (Bei gefälschten Leistungstransistoren konnte ich den Unterschied riechen, nachdem diese auch einen anderen Ausfallmechanismus als die Originale zeigten.)
  • Man konnte Junkers-Morsetasten von 12,- bis 120,- kaufen und der Preis hatte nichts mit dem Zustand zu tun. Zugegeben; man muss einfach mal mit Junkers hantiert haben und ihre Qualitäten aber auch ihre Einschränkungen kennen, aber ich will nicht mehr zu Pre-Iambic-Zeiten zurück.
  • Die aufgerufenen Preise waren bei Geräten ebay+30%. Die angebotenen Geräte waren 70er bis frühe 90er Jahre bei Kurzwellengeräten, Mobilgeräte waren kaum vertreten und Handfunkgeräte auch eher selten und wenn teuer. Vermisst habe ich die von Friedrichshafen und Dortmund bekannten Stände mit den China-Radios. SDRs waren leider nur als PC-abhängige Geräte zu sehen, obwohl zumindest ich einen Trend zu vollständigen Transceivern zu sehen glaube. Das Supportende von Windows-XP hat ein paar Geräte obsolet gemacht.
  • Es gab von den Neuwaren abgesehen wenig Antennen zu sehen.

Gesetztes Budget: 150,- € (wenn ich eine Icom UT-106 gesehen hätte)
Ausgabe: 17,50 €

20.12.2019 17:13
von Falk Dübbert
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Bimodal - mein Modus für mich als "Alleinunterhalter"

Das Problem mit den ganzen agilen Methoden und tollen Projekt-Techniken ist, dass man sie kaum oder selten auf sich selbst anwenden kann. Ein Haus baut man nur einmal und wer einen Finanzierungsplan für etwas anderes als Right-first-Time aufstellen kann, möge mir bitte seinen Finanzheini in den Kommentaren nennen.
Ich setze jetzt einfach mal voraus, dass die wesentlichen Umsetzungsstrategien agil („Move fast and break things!“) und Wasserfall („Do it right first time!“) zumindest als Buzzwords bekannt sind.
Die gute Nachricht für alle, die Probleme mit dem verhipsterten neuen Kram haben: Es ändert sich eigentlich nichts.
Firmen, die vorher schlecht in Wasserfall-Projekten waren, sind auch in Agilen Projekten schlecht.

Da ich 2020 unter das Motto „Leave your mark!“ stellen möchte, bin ich momentan dabei meinen Selbstmanagement-Stack neu aufzulegen.

Schlüsselpunkt ist die Codifizierung aller Planungstools. Es bringt nichts, wenn ich gefühlt das Richtige mache, aber mir der Quelltext für das Vorgehen verlorengeht. Meine Tools, mit denen ich meinen Alltag angehe, sind (Googelt selbst danach):

  • Get Shit Done – systematisiert meinen Alltag ohne in der Aufschreiberitis von GTD zu enden.
  • 100 selbstgegebene Regeln – geben mir ein System, mit dem ich mein Handeln an meinen Werten und Zielen ausrichte.
  • „Intention Invention“ – Ist ein Konzept, das mir hilft, anderer Leute Verhalten nicht als Angriff oder Übelwollen zu begreifen.
  • Sport trennt den Tagesabschnitt mit der Arbeit von „meinem“ Teil.

Dazu male ich meine Gedanken stets in unterschiedlichen Versionen auf. So entstehen Flussdiagramme, Bäume, Wortwolken und andere Grafiken.
Im Wesentlichen entsteht entweder das Bild einer „Reise“ oder das einer „Zielvorstellung“.

Bei einer Reise betrete ich in der Regel neues Terrain. Als Beispiel ist für mich 3D-Druck mit Basteldruckern (in meinem Fall Makerbot-Clones) komplett neu. Beim Kaufdruckern klatscht man die Datei auf den Drucker und erhält einen Druck in Qualität X. Es gibt keine Möglichkeit X um 10% zu steigern oder mit anderen als den vorgesehenen Druckmaterialien zu experimentieren. Ist OK. Bringt aber nicht wirklich etwas, wenn ich die Technologie verstehen, die Möglichkeiten integraler Fertigung und den Einfluss auf die vor und neben einer Fertigung liegende Arbeitswelt erfassen will. Mit meinem Hintergrund kann ich zwar viele Techniken und meistens auch ihre Folgen einschätzen, aber ich versuche mir die Neugierde zu erhalten und nicht in Zweifel und Missgunst zu verfallen.

Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.
bq. Alles, was zwischen deinem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, ist neu, aufregend und revolutionär und kann dir vielleicht zu einer beruflichen Laufbahn verhelfen.
bq. Alles, was nach deinem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge.
bq. Lachs im Zweifel (The Salmon of Doubt, Douglas Adams)

Letzlich habe ich bei einer Reise nur eine vage Zielvorstellung, wenn man so will eine Story, und das Ziel wird mitunter erst sehr wirklich klar. Die Entwicklungen erfolgen bei so etwas meistens in drei Vorgängen:
  • Ein erster Aufbau, mit dem ich teste, ob das ganze etwas für mich ist.
  • Ein zweiter Aufbau, der mir mehr Möglichkeiten gibt, aber finanziell nur wenig Risiko darstellt. Der Schwerpunkt liegt auf Zugänglichkeit und Modularität.
  • Ein dritter Aufbau, der die als wichtig erkannten Möglichkeiten des zweiten übernimmt, aber weniger Friktion hat.

Im manchen Bereichen wie in der IT wechseln sich 2. und 3. dann auch öfter ab. Es kann sein, dass sich schon nach ein paar Iterationen sich auch ein festes Ziel für eine Reise ergibt, dann ändert sich der Modus.

Bei einem Projekt mit festem Ziel versammle ich erst alle Zutaten, plane Zeit ein, erlerne die notwendigen Fähigkeiten und setze dann um. Der Unterschied liegt in der Regel weder im Umfang noch in der Komplexität, sondern im Verhältnis benötigtes zu vorhandenem Wissen. Auch das ist ein Transfer, den ich im Geschäft regelmäßig vermisse, oft wird da „Agile everything!“ oder Agilewashing betrieben bis es krarumpelt.

19.12.2019 10:18
von Falk Dübbert
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Über Weihnachten...

3D Drucker:
  • Atmel tauschen
  • Sailfish laden
  • Extruder umbauen
    • neue Motoren
    • Metallextruder
  • Drucker insgesamt justieren und kalibrieren
Icom-Funkgeräte:
  • Digitalkabel herstellen
  • Antenne ausprobieren
MTB:
  • Laufradsatz 1 wieder geradeprügeln
  • Laufradsatz 2 mit Spikes versehen
  • Federgabel warten (Ölwechsel)
  • auf Endmaß putzen
Rennrad:
  • Winter-LRS klarmachen
  • auf Endmaß putzen
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