Falk Dübbert macht Sachen

6. April 2020
von Falk Dübbert
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Die Sache mit der Maske

Aktuell keimt in vielen Beiträgen die Hoffnung, dass sich die Regierung auf einen Deal „Handlungsfreiheit gegen Maskenpflicht“ einlassen würde, während die öffentlich-Rechtlichen eher wie ein Verlautbarungsfunk die Ansicht des Innenministers verbreiten, dass man noch lange also mehrere Monate mit den jetzigen Maßnahmen leben müsse.

Das RKI machte eine ähnlich unglückliche Figur, indem es wie schon den Tenor seiner Prognose, seine Einstellung zu Mund-Nase-Schutzmasken mehrfach modifizierte und am Ende unter dem Druck der Medien klein beigab.

Allerdings ist der Gebrauch einer Maske komplizierter als allgemein vermutet. Ich sehe mittlerweile viele, die – demonstrativ – OP-Maske tragen, aber bei deren Gebrauch komplett durchfallen.

Im Rettungsdienst sind (waren) MNS-Masken zu meiner Zeit unüblich, solange der Notfallpatient nicht immuneingeschränkt oder großflächig verletzt war. Dennoch wurde mir „Maskendisziplin“ eingeschärft:
  • Die Maske beim Aufsetzen nur an den Bändern berühren und von unter dem Kinn nach oben ziehen, damit sie sich entfaltet.
  • Die Maske, genau genommen den Draht an der Oberseite, einmal zu Beginn mit der passiven Hand richten, dann nie wieder berühren.
  • Überhaupt die Maske nicht berühren und das Gesicht an sich ist mit Maske noch mal extra tabu, weil Keime, die sonst weit weg geflogen wären, jetzt sowohl an der Maske als auch der Haut niederschlagen.

Eine Schmierinfektion wie bei Ebola ist bei SARS-CoV2 zwar der untergeordnete Verbreitungsweg, aber Gesicht <-> Einkaufswagen im Laden oder Gesicht <-> Haltestange im Bus sind Wege, wie man seine Infektion verbreiten kann.

Aber auch in die andere Richtung hilft das feuchte Milieu unter einer Maske dem Virus, zu überleben und seine Ausbreitung zu beschleunigen.

Tendenziell gilt wie auf Fotos „Nicht ins Gesicht fassen!“; aber mit Maske gilt es noch mal mehr. Niesen wird zum Maskenball mit nur schlechten Optionen und Masken jucken immer, sobald man sie nicht anfassen darf. Es ist also nicht so dass jede Maske immer hilft, sondern so, dass jede Maske helfen könnte, wenn der Umgang mit ihr geübt worden wäre. Sonst hilft sie bestensfalls nur nicht.

25. März 2020
von Falk Dübbert
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Was gehört in ein IT-Werkzeugset?

 

Hier die Liste:

  • Schraubendrehersatz Wiha (EAN 4010995282844 )
  • Schraubendreher PH0 (EAN 4010995282714)
  • Schraubendreher Torx 15 (EAN 4010995282967)
  • Schraubendreher Torx 20 (EAN 4010995282974)
  • Logilink Crimpzange RJ45 (EAN 4260113563502)
  • LSA Aufleger (sind eher Verschleißartikel)
  • LED-Lampe mit Magnet und Haken (von ALDI)
  • Magnetheber BGStechnic (EAN 4026947030890)
  • Spitzzange Knipex. (EAN 4003773023142)
  • Kombizange Knipex (EAN 4003773034896)
  • Leitungssucher Mastech MS6812 (Das Original von Kurth ist VIEL VIEL besser! Kosten halt Faktor 20.)
  • Spannungsdetektor Laserliner (EAN 4021563671144)
  • kurzes Stück Cat5 Kabel
  • Doppelweibchen
  • USB-Volt- und Amperemeter UNI T UT658B
  • USB-C Voltmeter und Amperemeter hama (EAN 4007249541789)
  • Tasche (z.B. Parat Basic, gezeigte war von Dreusicke)

Netzwerktester:
Die einfachen „Blinkies“ wie den von Bleil (EAN 4041722355258) kann ich kaum empfehlen.
Dem gezeigten Fluke Nettool entspricht der Netscout LRAT-1000 LinkRunner AT 1000 Network am ehesten für 1.200,- €.
Dem gezeigten Wavetek IDEAL LT8600 entspricht der Ideal SIGNALTEK CT für ab 2.200,- € (Man kann solche Teile auch mieten!).

24. März 2020
von Falk Dübbert
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Flattening the Curve?

Ich hocke seit vier Wochen in meiner Wohnung, lebe von Vorräten und gehe nur noch zum Laufen und Radfahren raus.

Es wurde eine fast-bayrische „Ausgangssperre light“ verhängt. Erstens weil der Bundestag für ein Gesetz oder die Erweiterung der entsprechenden Verordnung, das/die eine generelle Ausgangssperre ermöglichen würde noch Wochen bräuchte, zweitens weil die aktuelle Regierung als große Koalition und vor allem mit dieser Kanzlerin es in der Regel sehr lange vermeidet, eindeutig Stellung zu beziehen. Jetzt ist sie Gefangene des einmal eingeschlagenen Weges der verlangsamenden Eindämmung.

Das Problem, das ich sehe, ist, dass die Verhängung der Ausgangssperre in Italien sich in denen letzten Tagen hätte deutlich zeigen müssen, eine Änderung von Signifikanz aber ausblieb. Die Änderung an den Deutschen Zahlen bei der JHU und der FunkeGruppe kann ich nicht erklären, aber ich vermute eher die Entfernung einer Doublette, weil sonst der Chef des RKI etwas mehr Freude versprühen würde; also so viel, wie seine bürokratische Anmutung zulassen würde.

Der eingeschlagene Weg ist der der Vertagung und aktuell sind am nächsten Scheidepunkt folgende Ausgänge denkbar:
  • Der Virus „verhungert“ wie in Wuhan. Der Lockdown wird gelockert. Hiernach wird Deutschland vor allem den Niederlanden gegenüber bis zur Entdeckung eines Impfstoffs ein drakonisches Grenzschutz- und Quarantäne-Regime errichten, gegen das sich die Sicherung der EU-Außengrenze in Griechenland und Ungarn wie eine Kindergarten-Veranstaltung ausnimmt. Die Zeit der EU-weiten Reisefreiheit ist vorbei, da jeder zu spät erkannte Indexpatient das vertagte Endspiel von neuem auf die Tagesordnung setzen würde. 
Mit der auf (absehbare Zeit unwahrscheinlichen) Entdeckung des Impfstoffs wird eine Impfpflicht für Masern, Grippe und Corona eingeführt werden.
  • Die Ausbreitung wird nur langsamer. Die Maßnahmen werden nur geringfügig gelockert und das Gesundheitssystem wird über Jahre permanent an der Belastungsgrenze betrieben. Standards für das Heilwesen können nicht mehr gehalten werden und man versucht, mit „Krankenpflegehelfern“, die aus dem massiv anwachsenden Pool von Arbeitslosen requiriert werden, die Lücke zu füllen. Es gibt bis zur Entdeckung eines Impfstoffes eine Zweiklassen-Medizin: Corona und Normal. Aufgrund der eingebrochenen Wirtschaft ist erstere eher eine Ausblendungsmedizin, die in eigentlich stillgelegten abseits gelegenen Kliniken geschieht. Der immer noch abgeriegelte und zum hysterisch-faschistoiden Hygiene-Regime gewandelte Staat reagiert auf den anwachsenden Unmut mit zunehmender Restriktion.
  • Der Staat gibt angesichts der exponentiell zusammenbrechenden Wirtschaft und den Folgen der Isolierung (Suizide, Herzinfarkte, Depressionen) den Kampf im Wesentlichen auf und lässt die Maßnahmen bis auf ein paar Feigenblätter (Exklusive Einkaufszeiten für Senioren, Quarantäne-Empfehlungen für vermutete Risikopatienten) fallen. 
Die Corona-Patienten werden mit hastig angelernten Pflegern in Not-Lazaretten in Flughafen-Hallen, Hotels und Messehallen nur notdürftig aber verteilt versorgt, so dass keine Bilder von Armee-LKWs passieren – in erster Linie aber quarantänisiert. Einige Monate später ist Corona eine Volkskrankheit. Je nach Gendrift des Virus kehrt diese alle paar Jahre wieder, ohne wirklich sichtbar zu werden, wie die immer schneller mutierende Grippe.

Der letzte Weg bedeutet überspitzt formuliert die Inkaufnahme vieler Todesfälle. Emotionskalt betrachtet würden im schlechtesten Fall alle sterben, die normalerweise intensiver Versorgen bedürften, sobald die Kapazität der Krankenhäuser überschritten ist.

Allerdings ist Social Distancing eben auch nicht „kostenlos“. Trout et al haben 1980 schon erste Relationen von sozialer Isolation und Suizid festgestellt und eine 30x höhere Suizidwahrscheinlichkeit bei isolierten Menschen festgestellt. Bei extrinsisch erzwungener Isolation gehen sie von höheren Raten aus.
Bei etwa zehn Tausend festgestellten Suiziden im Jahr in Deutschland kann man sich ungefähr vorstellen, welche Wirkung eine mehrmonatige Isolation haben wird.

Es stellt sich auch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Gängigen Schätzungen nach versterben pro Jahr 100.00 Menschen an Folgen des Tabakkonsums vorzeitig, davon gut die Hälfte durch Passivrauchen. Bei vielen grausamen Krankheitsbildern wie COPD und Lungenkrebs sind Nichtraucher so selten wie Einhörner, trotzdem gibt es hierzu keine Sondergipfel und zweiwöchentlich verschärfte Allgemeinverfügungen. Vor allem aber kann ich in der jetzigen „Strategie“, kein Bekenntnis über das Ziel des Lockdowns abzulegen, keinen möglichen Ausgang erkennen, der nicht mit dem Verlust der meisten zivilisatorischen Fortschritte der letzen 75 Jahre einhergeht.

18. Februar 2020
von Falk Dübbert
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Wasserstände im Februar

Die Grippe / Erkältung hat mich jetzt zwei Wochen Sport gekostet und damit auch nochmal zwei Wochen in meinem Bestreben Gewicht abzubauen zurückgeworfen. Der Rückstand summiert sich jetzt auf 14 Wochen und entsprechend viel Gewicht. Bis ich meine physische Leistungsfähigkeit wieder erlange, werde ich wohl um eine Ernährungsumstellung (FDH…) nicht herumkommen. Interessanterweise funktioniert das mit der Kalorienreduktion jetzt in den Präsenzzeiten besser als zu Hause.

In den kommenden zwei Wochen gehe ich das Training sachte an. Sport ist vorerst auf Einheiten mit mittlerer Länge und geringer Intensität beschränkt. Die einzigen Ziele sind dabei, den Rhythmus nicht ganz zu verlieren und etwas mehr Kalorienverbrauch zu erzeugen, als es der Alltag eines Mausschubsers hergibt.

Technisch rollt in der letzten Februar-Woche der 3D-Drucker wieder nach vorne. Hier möchte ich alle Kabel neu verlegen und die Kalibrierung nach dem Mainboard-Wechsel nochmal nachziehen. Sobald der Drucker dann erstmal „tut“, gilt es neben Sammeln von Druckerfahrung den 3D-Prozess auf Vordermann zu bringen. Ich bin in CAD noch (wieder?) eine ziemliche Niete. Im März beginne ich nach und nach das analoge Oszilloskop zu restaurieren und im Zuge dessen zu kalibrieren.
Ich habe zwar genug (zwei) digitale Oszilloskope und zum „Arbeiten“ greife ich in der Regel trotz seiner Einschränkungen zum Scopemeter, weil es als Akku-Gerät portabel und als Industriegerät nahezu unkaputtbar ist. Aber zum einen reizt mich das Philips in sofern, als dass die Serviceunterlagen bis auf die Chip-Ebene genau sind und ich die Firmware auslesen und sichern können werde. Im Zuge der Restauration werde ich mich selbst wieder mit Schaltnetzteilen, Analogverstärkern, Signal- und Pulserzeugung und Digital- bzw. Sampling-Schaltungen auseinandersetzen können.

Aktuell gestalten sich die Projekte wie folgt:

ProjekteWohnung & Heimwerken Elektronik/TechnikFahrradIT
FebruarAbbau 5 Kisten, Organisation Vitrinen und Regale 3D-Drucker, Poliermaschine, Hochdruckreiniger Einbau Vario-Sattelstütze Test-VM für den Webserver-Umbau
MärzKisten für VA-Technik, Akustik-Panels, Balkongestaltung Überholung Moving Head, Netzteil Oszilloskop Tubeless-Umstellung Netzwerk, Power-Monitoring
April Subwoofer, TV-Platz, LED-Panel DMX- Tubeless-Umstellung Netzwerk, Power-Monitoring

2. Februar 2020
von Falk Dübbert
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Jetzt bin ich doch mal mehr als einen Tag krank gewesen

Eigentlich hatte ich seit 2015 einen guten Run mit einem Krankentag in 2016.

Vorweg:
  • Ich habe mich im November mit dem aktuellen 4-Fach-Wirkstoff impfen lassen.
  • Es war ziemlich sicher eine „echte Grippe“:
    • von „etwas Kratzen im Hals“ bis „Schei_e! Ich habe Kopfschmerzen mit Aura und einen Hals, der sich anfühlt als hätte ich mit HCl gegurgelt.“ vergingen 90 Minuten.
    • Es gab keinen „Etagenwechsel“
    • Das Fieber war für meine Verhältnisse mit 39,5°C schon sehr hoch.

Wenn man den Verlauf betrachtet , hielt sich mein Körper auch geradezu biblisch streng an die Vorgaben.
Infektion war am Mittwoch. Ich vermute im Fitnessstudio.
Donnerstag Abend genügte ein Elbtunnel-Stau als Zeitspanne um die erste Ladung an Symptomen auszubreiten. Ich war fast beschwerdefrei losgefahren.
Freitag Mittag ging dann gar nichts mehr. Ich konnte mich vor Schmerzen in den Schultern und Knieen kaum bewegen.
Samstag habe ich vollständig im Bett verbracht.
Sonntag habe ich zu zwei Dritteln im Bett verbracht.

Außer der Sorge, dass meine einstmals chronische Mandelentzündung jetzt Trittbrett-fährt, geht es mir so lala. Ich bin abgeschlagen und matt aber außer Schnupfen und Husten ist alles andere normal. Mir ist sogar wieder langweilig.

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