Falk Dübbert

vor 14 Stunden
von Falk Dübbert
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Abnehmen im Außendienst?

Sorry wenn ich euch gestern etwas vernachlässigt habe. Ich bin gerade unterwegs. 

Ein Beispiel für eine Situation, in der ich keinerlei Abnehmerfolge (und das ist noch positiv formuliert) hatte, war das Leben im Außendienst.

Der Tagesrhythmus ist komplett gestört,
weil man im Projekt möglichst noch was fertig bekommen möchte, das sonst scheitert oder weil externe benötigt werden, die man nur an dem Tag hat. Da endet ein Arbeitstag erst auch mal nach 16 Stunden. Alternativ: wenn man mit der Bahn reist, sollte man davon ausgehen, dass man in einem drittel der Fälle erheblich umdisponieren muss und die Rückfahrten habe ich gar nicht auf dem Schirm. 

Man wohnt in Hotels, schläft in fremden Betten und frühstückt von Buffets mit viel zu Kohlehydraten und Fett. 

Man kauft "nur ein Brötchen" bei Prebake-Bäckern, die ihre allenfalls durchschnittlichen Zutaten unter jeder Menge Remoulade ertränken. 

Weil der Kopf voll ist, kommt man mit dem Kalorienzählen nicht mit. Der kleine Kuchen in der Besprechungspause, der auf der Untertasse stand und der kleine Hähnchenhappen mit der süßen Chili-Sauce verschwinden dann ohne Berechnung. 

Und nein! Apps helfen nicht. Momentan hilft mir nur eine Übung, bei der ich mir alles eklige bei der Gewinnung und Verarbeitung von Lebensmitteln in den Kopf rufe. Der Wikipedia-Artikel zu "Fettammer" ist derart verstörend, dass Fleischverzicht kaum noch ein Problem darstellt. (Wieder Nein! Ich verlinke den nicht.) 
Dann isst man geradezu mit Selbst-Hass, aber viel weniger.

vor 4 Tage
von Falk Dübbert
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Noch mehr Erfolge.


Wenn man mal auf drei Wochen auf Zucker, Salz, Fleisch, Süßstoffe, fetten Käse, Cornflakes … verzichtet, macht sich vieles bemerkbar, was man sonst nicht sieht.

(Liebe mitlesenden Ärzte: Ja. Das Bild sagt nichts aus. Da bin ich noch auf der Suche nach der vena poplitea bzw. einer Stelle mit mehr Output. Und weil ich kein Krake bin gibt es nur ein vorher-Bild.)
Ich mache ein bis zweimal im Monat einen größeren Check. Am linken Bein, das seit der Knie-OP neben einem sehr leichten Ödem am Fußgelenk zu einigen Varizen im Kniebereich neigt, höre ich die Venen ab und schaue mir die Fliesgeschwindigkeiten unter Kompression an. Die ersten Kilos flossen ja mit Brennnessel-Tee hinaus. Jetzt merke ich, dass die Entwässerung auch dem Bein zu Gute kommt. Oder ist es die einfach die Gewichts-Abnahme?

Keine Ahnung - aber die Fließgeschwindigkeit war heute an allen Stellen höher als sonst. Kann natürlich auch daran liegen, dass der Wadenmuskel von Rennradfahren am Mittwoch noch knallhart ist.

vor 5 Tage
von Falk Dübbert
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Technologiesterben

Angesichts der verzweifelten Vortrauerartikel und Nutzt-es-doch-endlich-Anleitungen zu RSS (u.a. hier, hier und hier) wollte ich mal zusammentragen, was alles an für mich wichtigen Technologien über die Wupper ging.

  • Instant video sharing mit vine
    von Twitter gekauft und ... beerdigt. Dabei wäre das Produkt wunderbar in Twitter integrierbar gewesen.
  • Moblogging (Mobile Blogging), Mail2Blog
    Der letzte RPC-fähige ausgereifte Moblog-Client war für Windows Mobile 6.5, iblogger und co. sind sogar schlechter als die Webfrontends der Blogsysteme
  • Trackback-Links
    Ich habe mal versucht, herauszufinden welche Blog-Tools die Funktion, bei der unter einem Artikel ein Link auf meinen Kommentar dazu erscheint, überhaupt noch unterstützen und wenn sie es tun, wann der Code das letzte mal "angefasst" wurde. Das Ergebnis ist mehr als ernüchternd. Allerdings würde ich, wenn ich den Preis für das Große Linksterben bekäme, ganz sicher neben der EU-Kommission, CDU und SPD in meiner Dankesrede mit aufnehmen.
  • Multiprotokoll-Chat Jabber, ICQ, IRC
    "Früher" waren Multi-Protokoll-Chat-Clients wie Trillian oder Miranda IM gang und gäbe auf vielen Rechnern und Telefonen. Das kippte etwa 2003, als AOL ICQ kaputtgemacht hat und zeitgleich der Spam zunahm. Kurz darauf fing facebook an soviel Zeit zu binden, dass die IRC-Channels ausstarben und bald darauf war im Grunde nichts mehr aktiv, was einen Client benötigt außer whatsapp.
  • Multi-Account-Microblogging
    "Früher" hatte ich quitter, twitter und ein paar andere Microblogs in einem Tool vereint und konnte auch mit unterschiedlichen Konten auf das gleiche Netzwerk zugreifen. Die Funktionalität ist fast komplett verschwunden. Das hat auch mit dem Durchbruch der "vierten Wand" zu tun, also dass es mittlerweile atypisch ist, zwischen der professionellen und der privaten Identität zu trennen.
  • (Kalender-) Synchronisation
    Dadurch, dass alle ihre Kalender bei Outlook, Google oder Apple haben und mit allen Geräten darauf zugreifen gibt es Cross-Protocol-Synctools nur noch in bezahlt und teuer.
  • Desktop-Customizing

...

Aber dass RSS tot sei... ist – Sorry für die Deutlichkeit - eine Misconception hoch drei.


Statistik von heute - ja ich habe was zensuriert.


Ja. Mein Blog ist aufgrund meiner wirren Ausdrucksweise und Aufmerksamkeitspanne eines Kolibris im Tropenhaus eher was für ADHS-Fälle also NERDs.
Aber Atom- und RSS- Feed kommen heute, um 11, schon auf 270 Zugriffe, ja da sind die Browser mit RSS-Plugin, die RSS einfach mal so mitladen mit drin aber man muss sich nur die Datenmengen anschauen um zu erkennen, dass es eben nicht nur zufällige Zugriffe sind. Genaugenommen habe ich 50% Leser, die nur per Feed-Reader zugreifen und unter ihnen sind jede Menge, die mit EBook-Readern zugreifen.


RSS ist, trotz der Versuche von Google es zu töten, quicklebendig.  

vor 6 Tage
von Falk Dübbert
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Zwischen den Ohren

Ich will euch ja nicht zu sehr mit dem Thema abnehmen langweilen. Aber hier häufen sich die Anmerkungen, dass eine Crashdiät gefährlich sei zusammen mit den Beschwerden, dass ich durch das Feiern meiner Abnehmerfolge "Fatshaming" betreibe. 

Diätplan

Also der Reihe nach: Der Diät ging eine Umsatzmessung ("Abgastest") und eine gründliche Untersuchung voraus. Der neben der Diät herlaufende Trainingsplan ist auch mit einem Fachmann abgestimmt. Ich crashe nicht bis BMI 25, sondern nur bis 100kG und das ist BMI 32. Es ist keine Nulldiät, sondern eine abgewandelte 3-2-1-Diät. Aktuell eher eine 3-0-0-Diät mit einem Refill in der Woche. Morgens kommt an jedem zweiten Tag sogar Brot auf den Tisch. Dem Muskelabbau begegne ich durch kurzes, aber intensives Krafttraining und Ausdauer-Trainings mit mittlerer Intensität. Mit dem Unterschreiten von 100kG - so dünn war ich das letzte mal 2006 - löst eine Eiweiß-reiche Nahrung die Crash-Diät ab. Wir reden also von einem 10kG Crash und nicht von 20 oder 30 Kilos, die im Nadja-Hermann-Stil weggehungert werden. Schließlich muss ich funktionieren.

Im Oktober verändert sich das Gefüge im Training: die Ausdauereinheiten werden länger und/oder härter, dafür rolle ich das Krafttraining ein bzw. verlagere es in ein Fitnessstudio. Auch hier: ohne externe Kontrolle kein Fortschritt also werde ich mich dort auch begleiten lassen. Das Defizit beinhaltet in allen Phasen  den Sport. 

Zum Thema Fatshaming habe ich einen politisch unkorrekten Standpunkt. Aus eigener Erfahrung liegt nicht nur am Anfang jeder Zunahme mangelnde Impulskontrolle und eine mangelnde Geduld was die Belohnung angeht (hier steht mehr dazu  https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/uebergewicht-persoenlichkeit/ ). Das kann man als Charakterschwäche beschreiben, aber ich entziehe mich da der Problematik eine Wertung vornehmen zu wollen. Tendenziell sind impulsive Menschen ja auch eine Bereicherung, aber die Aberkennung von persönlicher Verantwortung für ein Übergewicht ist meiner Ansicht nach zu billig.

Ich wusste bei jeder nächtlichen Kühlschrank-Plünderung, wo die Yoghurts und Puddings landen. Ich wusste auf dem Rückweg von der Arbeit, wo der Döner landet. Ich wusste bei jeder verkürzten Nacht, was das bewirkt und was die Annahme von Jobs mit Stress bedeutet. Und ich bekam genug Signale, denn Gewicht, Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin, Laktat, gemessene Fitness - Das alles sah und sieht zum Teil nicht gut aus. 

Wer sich als Übergewichtiger in einer reinen Opferrolle sieht, gibt meiner Ansicht nicht nur die Aktionsfähigkeit sondern insgesamt auf. Fat-Acceptance ist meiner Ansicht falsch und für die Betroffenen gefährlicher als Fat-Shaming. Jemanden auf die eigene Verantwortung hinzuweisen, ist aktuell halt nicht erwünscht.
Dabei ist es das, was funktioniert. https://www.liebertpub.com/doi/abs/10.1089/chi.2014.0062 oder http://www.dishlab.org/pubs/Callahan%20(2012)%20Obesity.pdf 

Ich meine im Verhaltensbereich ist die "Orientierung an der Norm" bislang immer noch die Grundlage des Zusammenlebens. Warum die Orientierung an der Norm bei Umgang mit dem eigenen Körper als "...shaming" verschrieen wird, ist für mich komplett unerklärlich. 

Mein Übergewicht ist auch zwischen den Ohren entstanden und nur dort kann man es dauerhaft abstellen.

Momentan hole ich meine Probleme auf. Reduziere mein Leben auf das normale Maß und versuche, an meiner Adrenalinsucht und meinem alles vergiftenden Sarkasmus bzw. dessen Ursachen zu arbeiten.

vor 6 Tage
von Falk Dübbert
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Baseline

Heute habe ich einen weiteren Punkt von meiner Zielliste für August streichen können.

Ich kann am Wochenende eine schön lange Leistungsmessung mit dem Rennrad aufnehmen.

Die Idee hinter dem Feuerwerk, dass ich gerade veranstalte ist, dass ich im kommenden Jahr genug Werte beobachte, um erstens die Bahnen eng genug zu halten und zweitens den verdeckten Fortschritt finden kann.

Wenn ich zum Beispiel auf der Waage nichts mehr verliere, kann ich auf den Fettanteil schauen.
Wenn sich meine Zeiten durch schlechtere Weg- und Wettersituationen nicht verbessern, kann ich die Daten aus dem Leistungsmesser nehmen. Der Leistungsmesser zeigt mir auch die für meinen Fahrstil optimale Pedalfrequenz und damit Schaltstrategie.

Da ich das mit dem Datenschutz etwas strenger handhabe als andere, kommt ein Pulsmesser und Leistungsmesser mit einer Zwangscloud nicht in Frage.

Also bleibe ich meinem W.I.N.D.-System von Polar treu. Ich habe sowohl die Uhr als auch das Tachosystem in sehr hoher Ausstattung. Ebay macht vieles möglich.

Das alte Leistungsmess-Sytem von Polar funktioniert wie ein Tonabnehmer für E-Gitarren.

Der Sensor unter der Kette misst die Frequenz der Schwingungen der oben laufenden Kette. Gleichzeitig zählt ein zweiter Sensor die durchlaufenden Kettenglieder.

Dadurch ergeben sich, wenn man die Länge der Kettenstrebe und dazu das Gewicht der Kette über ihr abschätzt, die Spannung, damit die anliegende Kraft und der Weg und wenn man die Sekunden zählt kann man Kraft mal Weg durch Zeit (Ja! Das ist ne "Leistung!") ausrechnen. Dazu fallen noch ein paar Gimicks ab wie die Balance zwischen linker und rechter Muskulatur. 
Es bleibt nach Plan übrigens bis Ende Mai montiert.

Diesen Monat messe ich an zwei Wochenenden die Werte:

  • Spitzenleistung 
  • Durchschnittsleistung

Diese Werte dienen mir als Basiswert für die Trainingssteuerung. Später kommen noch längste Zeit mit über 80% Spitzenleistung und so dazu.