Falk Dübbert Falk Dübbert (Bild 2)

Die zweite Aktivitätszeit meines Urlaubs ist vorbei. Jetzt hole ich nur noch Dinge nach, die ich im Durcheinander nach dem Jobwechsel aufgeschoben habe und lasse den Reset passieren.

Der neue Fahrradträger hat den Aufwand um in den Harz zu kommen, de facto genullt. Vorher musste ich pro Rad 1 Stunde für Zerlegen und Verpacken und am Ziel noch mal gut 40 Minuten für den Zusammenbau vorsehen. Jetzt werfe ich die Räder hinten drauf, schließe die Klammern ab und fahre los.

Ich muss nicht mehr darauf hoffen, dass die Schaltung sich durch den Abbau nicht verstellt hat oder bei den Montagen sich keine Teile an dem in 2014 aus Teilen der sechs Jahre davor zusammengewürfelten MTB verabschiedet haben.

Auch das Buchen einer Ferienwohnung hat super geklappt.

Beide MTB haben wunderbar funktioniert.

Aber ich werde diesen Urlaub in dieser Form vorerst nicht mehr durchführen.

Ich stelle fest, dass ich seit 2020 wirklich weit weg von der physischen Kapazität bin, die ich eigentlich von mir erwarten würde. Sobald ich die zur Verfügung stehende Leistungs-Bandbreite verlasse, erhole ich mich auch nicht mehr schnell genug.

Die Probleme kreisten immer um die gleichen Punkte:
Übergewicht, selbst zugefügter Stress und komplett aus den Fugen gerutschter Schlafrhythmus.

Man kann darauf setzen, dass ein Urlaub wie dieser diese Kaffeemühle aufhält, was er auch hoffentlich tut, aber im Wesentlichen muss man sich oder besser ich mir auch eingestehen, dass ich auch bei anwesendem C4-Professor mit hoher Wahrscheinlichkeit die älteste Person im Saal bin. Ich war außerdem nie richtig sportlich.
Ich hatte einfach nur unendlich Willenskraft und Schmerztoleranz und bin wie ein Golem weitergelaufen. Das interessiert einen Berg beides aber nicht. Genaugenommen ist ein Berg nur ein Berg, der weder Interessen noch Gefühle hat. Und wenn das Leistungsvermögen für 450 Höhenmeter auf 2,5km nicht reicht, weil ich meine Aktivitäten hier nur im Flachland ausgführt habe, muss ich mir das eingestehen.
Gleiches gilt, wenn von mir messtechnisch 72 Stunden Erholung verlangt werden, ich aber den Muskel am unteren Ende des Rippenbogens am nächsten Tag einfach wieder belaste und mich am nächsten Tag wundere, wenn ich nicht mal die entschärfte Version schaffe.

Meine deutlich leistungsfähigere Begleitung hatte eine Engelsgeduld, aber für mich war es zumindest bis März der letzte mehrtägige Sportausflug und ich werde die kommenden Ausflüge allein unternehmen.

Sofern die Freie und Hansestadt nicht meint, gleichzeitig den Tunnel und die A7 nördlich davon zerstören und dazu noch Krieg spielen zu müssen, kann ich das Revier auch im Rahmen eines samstäglichen Tagesausflugs erreichen.

Und wenn ich es schaffe, meinen Alltag von Ballast zu befreien, kann ich dann am Sonntag meine Neugierde gegenüber meinem Geburtsort und der Nachbarschaft befriedigen und auch Kamera und Stativ mitnehmen.


Kommentare

Keine Kommentare

Kommentare

Geben Sie Ihren Kommentar hier ein. * Eingabe erforderlich. Sie müssen die Vorschau vor dem Absenden ansehen.






Wenn Dir der Artikel gefallen hat, versuch Doch mal: