Jedes Jahr vor Beginn des Wintersemesters setze ich mich hin und prüfe meine Zielliste vom Vorjahr und justiere die Ziele für das kommende Jahr.
Zum einen habe ich meinen beruflichen Wechsel nachgeholt, den ich eigentlich vor 5 Jahren vor hatte. Diese Frage, „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“, nehme ich ernst und handle danach. Ich bin meinem alten Job dankbar und im neuen versuche ich immer noch hin und wieder meine alte Emailadresse anzumelden, … „aber“.
Die Umstellung hat ein ziemlich großes Loch in meine Abläufe gerissen. Unter anderem musste ich den Firmenwagen ersetzen und mich daran gewöhnen einen Arbeitsweg zu haben, lange Hosen (also überhaupt Hosen) zu tragen und wieder mit Menschen zu arbeiten. Zugegeben: Ich habe den Firmenwagen einfach behalten.
Mein neuer Job hat viel damit zu tun, die Strukturen, ihren Zustand und die Möglichkeiten zu kennen und entsprechend Maßnahmen zu entwickeln um Sicherheit und Verfügbarkeit zu gewährleisten. Ich habe da ein Problem mit meiner eigenen Umgebung.
Mein Alltagsrad präsentierte am zweiten Arbeitstag eine unangenehme Waschliste. Es brauchte eigentlich alle Verschleißteile einmal in neu und uneigentlich wollte die Tretkurbel Feierabend machen. Die gebraucht gekaufte FC-M760 hatte ein verbogenes 44-Zähne Blatt, das ich noch final adressieren muss/will. Mittelfristig wollte ich das Rad auf 2×11 und Magura HS22 umbauen. Allerdings würde ich dann wieder mit einer Teilekanone 600 Schuldverschreibungen der Bundesbank auf ein mindestens 30 Jahre altes Rad mit Stahlrahmen schießen. Vernunft klingt womöglich anders. Auf der anderen Seite Ist dieses Rad zu lange in meinem Leben als dass ich es freiwillig aufgeben würde und die aktuellen Preise für vernünftige Räder sind zumindest freiwillig nicht darstellbar.
742 GB neue Daten 2025
- Nlog und Dlog Video 39.19%
- RAW-Fotos 29.73%
- Dokumentenscans 8.11%
- Bücher (Scans) 6.76%
- Dokumente 8.11%
- Software und Downloads 8.11%
Meine Datenhaltung läuft gegen einen Block. Die Datenmenge wird nicht nur langsam zum Problem.
Die 3-2-1 Regel einzuhalten wird immer schwieriger. Mein aktueller Ansatz war: viel löschen.
Es wird aber Zeit anzuerkennen, dass da keine alte Nikon D70 mehr ist, deren Bilder noch auf eine Diskette passen würden. Die Z6-II produziert schon jpgs im Bereich von 6MB mit Rohdaten bis 40MB und die Cine-Kamera wird mit 150 MB pro Sekunde angegeben. Es ist auch so, dass ich darauf achte, am Wochenende nicht nur die Hausarbeit nachzuholen und ich will auf jeden Fall die Erlebnisse auch festhalten. War 2006 noch 3,6GB groß, ist 2025 ganze 200x so groß.
Späteres sichern verschiebt nur das Problem aber löst es nicht. Löschen im Altbestand hilft auch nicht über die Endlichkeit der Storages hinweg.
Das Archiv in die Cloud zu legen sehe ich nicht. Der Cloud-Speicher hat gerade mal 11TB (4× 4TB plus „upps 2^10 ist ja gar nicht Tausend“) und mit jpg, lzw-raw oder .h265 MP4 wird die Deduplikationsrate eher wenig finden.
Es ist also Zeit, die 3-2-1 Regel in Frage zu stellen und das Nichtvorhandensein der Gründe in meinem Fall zu berücksichtigen.
Die 3 steht für: Produktivversion, Backup und Langzeitbackup.
Die 2 steht für zwei Orte.
Die 1 steht für eine Offline-Kopie.
An der 3 kann ich ansetzen, denn 90% meines Datenbestands sind Archivdaten. Es gibt in der Regel davon die Version auf dem NAS und ein RDX-Modul mit den (teilverschlüsselten) Daten eines Jahres in einem Safe an einem sicheren Ort. Ich kann mir kein Szenario vorstellen, wie da ein Datenverlust auftreten soll.
Ich würde sogar soweit gehen, dass ich die digitalen Negative auf dem NAS löschen kann. Dass ich noch Mal an NEFs gehe, und sie noch Mal zu Lzw-Tiff oder JPG umwandle, sehe ich nicht. Vor allem wenn im kommenden Jahr jedes zweite Wochenende neue Bilder und Videos dazu kommen, ist da keine Zeit für. Das nimmt 70% der Daten aus dem Archiv.
Ich gehe von 2,5 TB Produktivdaten in 2027 aus. Da Synology hyperBackup keine Jobs über mehrere Medien strecken kann werde ich also trotzdem unterjährig archivieren müssen, wenn es bei den vier 1 TB Modulen als Wochenbackup bleiben soll. In jedem Fall werde ich die Platten, die jetzt 7 Jahre durchliefen, gegen vier 16TB Platten ersetzen. Das gibt 48 TB Nutzplatz und mir die Möglichkeit, eines der beiden NAS-Geräte aufzulösen.
Im Netzwerk wechsele ich auf Smartrate und WiFi7 mit MLO. Am Ende werden ALLE Access-Switche, APs, Kameras, Smartpanels und Telefone per PoE versorgt und es ist ein einfacher 1:1 Tausch der Hardware.
Bei den Rechnern wird sich nicht viel ändern … also erstmal. Ich habe meinen PC entstaubt und trotz der 17 Jahre, die CPU und RAM angesammelt haben, startete er noch ohne Murren, also nachdem er eine CR2032 bekam. Ich musste die Grafikkarte tauschen, denn ich hatte keinen Bildschirm mit DVI-Eingang mehr im Haus. Ich wollte einen Rechner für Debian Trixie haben und ein paar Filme archivieren, was er pro Scheibe in 4 bis 8 Stunden hinbekam.
Allerdings macht mein P16 die gleiche Arbeit in ziemlich genau einem Viertel der Zeit, wo sich das Alter einfach mal zeigt.
Ich werde versuchen wieder eine RTX30__ in die eGPU-Box zu bauen und einen USB-C-BluRaybrenner zu finden. Die Radeon, die aktuell darin ist, führt zum Absturz von Windows.
Wenn ich rendern und weiterarbeiten will, nehme ich derzeit das (intel-) MacBook dazu, das sich mit der Radeon verträgt, aber Apple pflegt MacOS für die X86-Plattform nicht mehr und auch der Rechner ist jetzt alt. Als Capture- und Render-Rechner wird sich daher in Laufe von 2027 ein gebrauchtes Legion Gaming-Notebook mit Gen12 i5 oder i7 einfinden. Die scheinen mit RAM und GPU günstiger zu sein als RAM oder GPU. Bis dahin bleibt es am Medientisch so, wie es ist. Der Tower wird derweil neben diversen Linuxen auch einige BSDs erforschen.
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