Falk Dübbert macht Sachen

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Auto-Cappuccino

11. Januar 2020

Falk Dübbert

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Bimodal - mein Modus für mich als "Alleinunterhalter"

20. Dezember 2019

Das Problem mit den ganzen agilen Methoden und tollen Projekt-Techniken ist, dass man sie kaum oder selten auf sich selbst anwenden kann. Ein Haus baut man nur einmal und wer einen Finanzierungsplan für etwas anderes als Right-first-Time aufstellen kann, möge mir bitte seinen Finanzheini in den Kommentaren nennen.
Ich setze jetzt einfach mal voraus, dass die wesentlichen Umsetzungsstrategien agil („Move fast and break things!“) und Wasserfall („Do it right first time!“) zumindest als Buzzwords bekannt sind.
Die gute Nachricht für alle, die Probleme mit dem verhipsterten neuen Kram haben: Es ändert sich eigentlich nichts.
Firmen, die vorher schlecht in Wasserfall-Projekten waren, sind auch in Agilen Projekten schlecht.

Da ich 2020 unter das Motto „Leave your mark!“ stellen möchte, bin ich momentan dabei meinen Selbstmanagement-Stack neu aufzulegen.

Schlüsselpunkt ist die Codifizierung aller Planungstools. Es bringt nichts, wenn ich gefühlt das Richtige mache, aber mir der Quelltext für das Vorgehen verlorengeht. Meine Tools, mit denen ich meinen Alltag angehe, sind (Googelt selbst danach):

  • Get Shit Done – systematisiert meinen Alltag ohne in der Aufschreiberitis von GTD zu enden.
  • 100 selbstgegebene Regeln – geben mir ein System, mit dem ich mein Handeln an meinen Werten und Zielen ausrichte.
  • „Intention Invention“ – Ist ein Konzept, das mir hilft, anderer Leute Verhalten nicht als Angriff oder Übelwollen zu begreifen.
  • Sport trennt den Tagesabschnitt mit der Arbeit von „meinem“ Teil.

Dazu male ich meine Gedanken stets in unterschiedlichen Versionen auf. So entstehen Flussdiagramme, Bäume, Wortwolken und andere Grafiken.
Im Wesentlichen entsteht entweder das Bild einer „Reise“ oder das einer „Zielvorstellung“.

Bei einer Reise betrete ich in der Regel neues Terrain. Als Beispiel ist für mich 3D-Druck mit Basteldruckern (in meinem Fall Makerbot-Clones) komplett neu. Beim Kaufdruckern klatscht man die Datei auf den Drucker und erhält einen Druck in Qualität X. Es gibt keine Möglichkeit X um 10% zu steigern oder mit anderen als den vorgesehenen Druckmaterialien zu experimentieren. Ist OK. Bringt aber nicht wirklich etwas, wenn ich die Technologie verstehen, die Möglichkeiten integraler Fertigung und den Einfluss auf die vor und neben einer Fertigung liegende Arbeitswelt erfassen will. Mit meinem Hintergrund kann ich zwar viele Techniken und meistens auch ihre Folgen einschätzen, aber ich versuche mir die Neugierde zu erhalten und nicht in Zweifel und Missgunst zu verfallen.

Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.
bq. Alles, was zwischen deinem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, ist neu, aufregend und revolutionär und kann dir vielleicht zu einer beruflichen Laufbahn verhelfen.
bq. Alles, was nach deinem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge.
bq. Lachs im Zweifel (The Salmon of Doubt, Douglas Adams)

Letzlich habe ich bei einer Reise nur eine vage Zielvorstellung, wenn man so will eine Story, und das Ziel wird mitunter erst sehr wirklich klar. Die Entwicklungen erfolgen bei so etwas meistens in drei Vorgängen:
  • Ein erster Aufbau, mit dem ich teste, ob das ganze etwas für mich ist.
  • Ein zweiter Aufbau, der mir mehr Möglichkeiten gibt, aber finanziell nur wenig Risiko darstellt. Der Schwerpunkt liegt auf Zugänglichkeit und Modularität.
  • Ein dritter Aufbau, der die als wichtig erkannten Möglichkeiten des zweiten übernimmt, aber weniger Friktion hat.

Im manchen Bereichen wie in der IT wechseln sich 2. und 3. dann auch öfter ab. Es kann sein, dass sich schon nach ein paar Iterationen sich auch ein festes Ziel für eine Reise ergibt, dann ändert sich der Modus.

Bei einem Projekt mit festem Ziel versammle ich erst alle Zutaten, plane Zeit ein, erlerne die notwendigen Fähigkeiten und setze dann um. Der Unterschied liegt in der Regel weder im Umfang noch in der Komplexität, sondern im Verhältnis benötigtes zu vorhandenem Wissen. Auch das ist ein Transfer, den ich im Geschäft regelmäßig vermisse, oft wird da „Agile everything!“ oder Agilewashing betrieben bis es krarumpelt.

Falk Dübbert

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Wer rastet, der rostet später

4. Dezember 2019

Eigentlich läuft es gerade recht gut. Ich mache in der Stadtwohnung endlich Fortschritte. Mittlerweile „funktionieren“ die Räume. Ich muss aber weitermachen und alles, was nicht zur Funktion beitragen kann, entfernen.
Die exotische Rumänin auf dem Bild ist der Hund meiner Eltern und war für einen Tag zu Besuch. Ich wollte testen, ob ich sie notfalls für eine übersichtliche Zeit bei mir aufnehmen kann. Das hat geklappt. Nach etwa vier Stunden gehörte die Wohnung ihr und sie hatte zwei Lieblingsorte. Mein hässliches Sofa und die Kofferraumdecke vor meinem Wäscheschrank. Es gab keine Unglücke und Füttern und Tränken sind auch kein Problem.
Die Entscheidung wirklich zu wohnen und eine Wohnung nicht nur als umbauten Platz für seine Dinge oder Platz zum Waschen, Duschen und Essen zu sehen, ist ein wichtiger Schritt für mich.

Die Konzepte ändern sich auch nicht mehr so dramatisch, wie zu Anfang des Jahres. Nach dem ersten Plan, der im Grunde eine herausgerissene Möbelkatalogseite hätte sein können, und der Uff-ich-schaffe-das-nicht-Phase, in der ich im Grunde nur meine alten Möbel aufstellen und dann meine Ruhe haben wollte, danach habe ich nun einen Mittelweg gefunden.
Es ist immer noch zuviel geplantes und angefangenes im Rennen, das abgebaut werden muss. Die Einschränkungen kommen von Platz und Zeit.

Die Videoausrüstung reift gerade in das Konzept aber solange ich noch technische und organisatorische Schulden der letzten fünf Jahre abtrage, kommt sie nur im Rahmen von „produktiven Tests“ zum Einsatz. Für Funk und Elektronik habe ich endlich ein Konzept entwickelt, das eben nicht auf schmallippigem Verzicht beruht. Nach dem ich zu jedem Gerät aufgeschrieben habe, was ihm fehlt und was noch zu tun ist, habe ich drei Gruppen und drei Qualitäten definiert, in die ich meine Ausrüstung einteile. Mit diesem Konzept kann ich überflüssiges verschenken oder entsorgen und zielgerichtet neues aufbauen.
Mein Testrack kommt einem Betrieb auch immer näher, genau wie die sonstige IT-Ausstattung in der Wohnung moderner wurde. Die Veranstaltungstechnik wird kleiner, aber besser. In Sachen Werkzeug kommen zwei Linie hinein. Zum einen lagere ich das ganz brutale Zeug aus, bis es gebraucht wird. Zum anderen packe ich alles so um, dass die Zeit von Eimern und Taschen endlich vorbei ist und bleibt.

Das Arbeitszimmer hat heute mit dem neuen, RIESIGEN Sitz-Steh-Schreibtisch endlich den vermissten Sprung gemacht. Zwar fällt das alles ein Stück weit unter „Toolbox-Fallacy“:https://medium.com/too-much-me/thetoolboxfallacy-883c4ff5f9b4, aber ich habe den Ablauf mit dem zweiten Schreibtisch bereits etabliert und er funktioniert.
Jetzt soll die Arbeit an Rechnern weniger ungesund werden. Der nächste Schritt im Arbeitszimmer ist vergleichsweise klein und beinhaltet den finalen Aufbau des Medienplatzes und ein paar Änderungen im Layout. Danach kommen dort eigentlich nur noch Sortieraktionen und technische Ersetzungen vor.

Falk Dübbert

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Die Trennung (von Arbeit und Geschäft)

27. September 2019

Ich habe ein wenig (VIEL!) Zeit damit verbracht mein Arbeitszimmer (das Studio) umzuräumen. Ich denke, in ein paar Stunden ist es soweit, dass die geplanten Möbel alle Platz finden.

Die Idee ist einen Tisch zu haben, an dem ich gestalten kann. Sprich: es gibt einen 4k Bildschirm, einen Notebookhalter, eine egpu und ein Audio-Interface die alle für das Mac Book Pro vorbereitet sind.
Immerhin habe ich Fortschritt zu verzeichnen.

Falk Dübbert

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