Falk Dübbert IT

ein privates blog

26.11.17
von Falk Dübbert
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Firefox Quantum, oder wie man seine restlichen User auch noch verprellt.

Firefox war in der Opera-Falle: Außer High-Profile Usern, die richtig hohe Ansprüche stellen, aber nur klitzekleine Marktanteile bieten und auch noch auf Werbung oder Marktforschung extrem allergisch reagieren, hatte die Mozilla-Corp niemanden mehr. Zunehmend bekam Firefox das alte-weiße Männer-Image.

Jetzt soll ein “Riesen-Update” Firefox wieder cool machen.

Ich habe mir Quantum sowohl in meiner VM als auch auf dem Windows 7 Notebook angetan und wieder deinstalliert.

Ich habe Firefox vor ewiger Zeit in die Tonne getreten. Eigentlich war Firefox, seitdem die Menüs verschwanden, bei mir unten durch und ich wechselte zu Oper – später zu Vivaldi.

Ich nutze Firefox nur noch als unverbastelten Browser für VSphere, Veeam, Oszilloskope, Kibana usw.. Das ging bis Version 52 gut und danach nicht mehr. Typischerweise habe ich mittlerweile für obige Zwecke einen Firefox 50 im Einsatz, bei dem ich die Proxy-Einstellung vermurkse, damit der Paläo-Browser kein zu große Security-Loch in die IT reisst.

Alles was mich an Firefox störte, ist mit Quantum schlimmer und fast nix besser geworden:

  • Von der Geschwindigkeitssteigerung habe ich nichts mitbekommen. Im Gegenteil: ebay.de, Spiegel online oder Sputnik sind deutlich langsamer. Ansonsten kann ich auf einem i7 mit 64GB RAM und SSD an 50Mbit DSL keinen Unterschied erkennen.
  • Die gebotenen Optionen in about:config sind ein schlechter Witz. Wenn ich Nannying will, nehme ich edge.
  • Die neue Rendering-Engine sieht aus wie Webkit von vor einer Ewigkeit.
  • Die Cliqz-Seuche ist immer noch da. Wenn ich an Datenschutz denke, fallen mir immer deutsche Verleger als allererstes ein.

Insgesamt ist Firefox weiter gesichtsloser geworden. Da bei der Umstellung auf Quantum eh fast alles (Bookmarks, Plug-Ins) über die Wupper geht, kann man sich auch mal eines der Chromium-Derivate wie z.B. Opera oder Vivaldi antun.

25.11.17
von Falk Dübbert
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008

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Eben gerade rutschte mir ein wenig das Herz gen Boden. Alle möglichen Adressen meines Front-Web-Servers warfen mir auf allen Notebooks 403-Fehler entgegen.


Da sich in den letzten Tagen eh schon seltsames in den Logs tat, hatte ich schon befürchtet, er wäre übernommen worden. 


Der Grund war aber einfacher. In meiner Du-kommst-hier-nicht-rein-Liste war ein Eintrag “008”, weil ein Bot mit diesem Useragent auf den Kommentar-Plugins der auch hier gehosteten anderen Blogs runhämmerte. Es ist dann aber geradezu doof, wenn man auf Vivaldi 1.94.1008.32 aktualisiert.


Ich werde im Dezember eh auf andere Mechanismen zur Härtung des Webservers setzen.

12.07.17
von Falk Dübbert
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Test mit Marsedit

Wie soll ich sagen? Durchgefallen! 

Es ist schon erstaunlich, dass gerade unter OS X keine vernünftige Offline-Blog-Software zu bekommen ist. Als (Ex-) Windows-Fanboy nannte ich das "das Zufriedenheits-Gen" das Mac-User haben müssen, um mit der zweiten Wahl Software oder dem Mangel an Optionen (Spiegel statt Displays, USB-Ports!) trotzdem zufrieden zu sein. Nun denn:

Scribefire: Wurde 2014 kastriert. Abandonware.

Qumana: Abandonware.

Blogo: Unterstützt nur Blogger, Medium und Wordpress

MarsEdit: Wirkt wie das Ergebnis einer Programmierübung im zweiten Semester Informatik für Theologen. 

Ecto: Unterstützt die Movable Type API nicht. 

Es gibt nicht mal ansatzweise etwas, das auch nur in die Nähe von Open Live Writer kommt für OSX. 

 

5.06.17
von Falk Dübbert
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Vier Tage MacBook Pro – Ein Zwischenstand.

Ich habe vor vier Tagen das MBP in Betrieb genommen. Zunächst mal: ja – auf einem Mac mit Retina-Display sieht alles besser aus. Aber ich muss immer wieder feststellen, dass ich schon lange keinen Mac mehr angefasst und benutzt habe.

Aber ein paar Lücken habe ich schon gefunden:

  • Es gibt scheinbar keinen out-of-the-box-Ersatz für Open Live Writer außer MarsEdit unter OS X. Das ist erstmal … erstaunlich. Auch sonst scheinen Mac-User sich mit Webfrontends zufrieden zu geben.
  • Das gleiche gilt für Usenet-Clients und ich meine nicht die zum Binary-Saugen sondern die zum Diskutieren.

Ansonsten füllt sich meine Adapter-Tasche bereits rasant.

1.06.17
von Falk Dübbert
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Umstellungen im Juni

Und dann… kommt es doch anders.

Erst wollte ich Office 365 Business Premium nehmen.

office365sxtodayDas ist jetzt vom Tisch, aber sowas von. Ich wusste ja, dass der Microsoft-Support für End-User ausbaufähig ist, aber das lassen wir dann einfach. Microsofts Trend zu nicht hilfreichen Fehlermeldungen hat auch die Office-Division voll erfasst. Entsprechend glorreich und wenig zielführend waren auch Lösungsvorschläge.


Ich werde also nun einen V-Server leerräumen und mit Kolab versehen. Peng! Aus! Ende Banane.

23.05.17
von Falk Dübbert
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Die Schlacht von in drei Jahren jetzt schon kämpfen.

Bei mir steht wider mal ein großer Wechsel an. Es sind eigentlich drei. Zum einen ist da der große Wechsel von Windows 7 nach Mac OS X (Sierra oder so – keine Ahnung. Die Kartons sind noch zu.)

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Das Offensichtliche, also die Hardware und die Betriebssysteme, sind dabei weniger das Problem, als der lange Schwanz an Anwendungssoftware und anderer Hardware, den die Abkehr vom PC mit sich zieht.

Diese Abkehr oder die vom Server als Silo dürfte der Brocken mit dem größten Aufwand sein. Die neuen Rechner sind nicht nur optisch “schlanker”, sondern auch technisch. Ich verlagere also mehr meiner Daten auf Server und Web-Dienste.

  • Die Dateien und viele eingescannte Dokumente kommen nun nach und nach parallel in ein SeedDMS und als Rohdaten in eine Dedup-Appliance, da sich in meinem NAS immer noch solche Genialitäten wie “Laufwerk_C_blaues_Notebook_2004” anfinden. Es soll danach so sein, dass ich nur noch die letzten 11 Monate im normalen Cloud-Storage vorhalte und der Rest per C-Name auf dem Webserver im Haus landet.
  • Als E-Mail-Archiv setze ich nach vier Iterationen (Sorry, liebe Ex-Kollegen… bis ich Piler auf Niveau konnte, waren wir mit Exclaimer schon lange fertig.) auf Piler.
  • Die Bildverwaltung stelle ich auf View-NX und Capture-NX um, wobei ich weiterhin für die wichtigen Bilder auf RawTherapee als RAW-Prozessor setzen will.
  • Um Office 365 komme ich vermutlich nicht herum, solange ich keine Lust habe, auch noch einen Exchange hochzuziehen.
  • Im Videoschnitt geben sich Davinci Resolve, Lightworks und FinalCutPro gerade ein Rennen, das vermutlich durch die Hardware im Arbeitszimmer entschieden wird: Wird der neue Rechner ein iMac, kann ich dank der Grafikkarte auf Davinci setzen. Sonst “riecht” es nach FinalCut Pro, da mir das Lizenzmodell von LightWorks so eher gar nicht gefällt.
Wenn Du nicht der Kunde bist, bist Du das Produkt.

Die Umstellung ist ein Ausweichen von Windows 10 weg. Wir haben Windows 10 auf den Firmenrechnern und es ist in der Enterpriseversion schon richtig schlecht. Man kann sich ja vieles schönreden, aber im direkten Vergleich Windows 7 zu Windows 10 sehe ich fast nur Nachteile und die wurden mit Anniversary und Creator’s Update eher schlimmer.
Ich könnte die drei Jahre mit Windows 7 aussitzen und mich dann entscheiden. Ich kann aber auch einfach den Stecker ziehen und Herrn Nadella spüren lassen, was ich davon halte, Werbung oder unbestellte Apps zu bekommen und Cortana nur noch mit Aufwand von meinem Rechner verbannen zu können oder eine Datenquelle für Nutzungsstatistiken dritter zu sein.

15.05.17
von Falk Dübbert
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Die digitalisierte und agile SCRUM-Cloud-Java-Full-Stack-Hipster-Scheiße bringt uns die Infrastruktur-Apokalypse.

Der Tag heute war zum Abgewöhnen.

Erst fällt der Flug aus, wegen dem ich um vier aufgestanden bin. Dann wird der Ersatzflug (Take Off 13:00) 20 Minuten zurückgestellt und landet in München auf einer Außenposition und ich darf auf den Bus warten.

Im Flughafen nur ein kleiner Teil der Bahn-Fahrkarten-Automaten und Gleisanzeigen betriebsfähig.
WP_20170515_001Die meisten befanden sich in einer Boot-Schleife, zeigten Blindtexte.

Ich erwartete die ganze Zeit noch, dass Europa von Zombies überrannt wird, aber wenigstens das blieb uns allen erspart.
WannaCry heißt der Trojaner, der weltweit zugeschlagen hat, weil tausende CIOs ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben.

 

  • Der erste und gröbste Schnitzer ist, noch XP zu benutzen.
    XP erhält normalerweise seit 2014 keine Updates mehr, also war es klar, dass EternalBlue nicht geschlossen wurde.
  • Der zweite Fehler ist, wenn man noch XP benutzt, es nicht komplett vom Restnetz zu separieren. Je näher ein Rechner ans Internet kommt, desto härter muss er sein.
  • Der dritte Fehler ist, keinen Desasterplan zu haben. Die Bahn hat scheinbar keine Möglichkeit, die Fahrkartenautomaten oder Gleisanzeigen aus der Ferne abzuschalten und mit einem frischen Image zu bespielen. Ich finde es schon erschreckend, dass solche Automaten ihr Boot-Image beschädigen können. Bei der Anwendung hätte ich erwartet, dass die von einer Art  Festspeicher booten, der von der Anwendung gar nicht veränderbar wäre.

Wenn ich dann lese, dass sich die Bahn eine Cloud-Challenge gegeben hat (https://www.welt.de/wirtschaft/article159872126/Die-Bahn-will-ihre-Daten-ab-jetzt-bei-Amazon-speichern.html) und eine Agile Transformation anstrebt, dann bekomme ich Probleme mein Frühstück auf dem rechten Weg durch den Darm zu behalten.

Die meistens von – ich nenne sie BWLer – initiierten Transformationen führen zu einer Abkehr vom früher eisernen Lebenszyklus von IT-Umgebungen oder Prozessen:

Plan – Build – Run (- Destroy).

“Agil” bedeutet zu 99%, dass überall gepfuscht wird. Solange ich in einer Känguruh-Firma (je leerer der Beutel, desto größer die Sprünge) arbeitet , die außer einer total hippen Webanwendung nichts produziert, kann ich mit Bananen arbeiten, die beim Kunden reifen.

Ich kann in meinen agilen Sprints wie bei einem Scherenschnitt grob anfangen und nach und nach die Spezifikationen, die ich traditionell für Plan gebraucht hätte, im Prozess nachreichen. Obwohl ich in den meisten Fällen, wo sich eine Abteilung “Agile” nannte, meistens eine totale Esofizierung vorgefunden habe, die eben nie zu richtigen Specs finden würde, weil man mit einem Master in Papierschöpfen und einem Java-Kurs von der Youtube-Universität weder Kaufmännisch noch technisch in der Lage ist, eine Sicherheitsreserve an eine Eintrittswahrscheinlichkeit anzupassen.
“Richtige” Ingenieure oder wenigstens Programmierer findet man dort nicht, die sind frustriert gegangen oder aufgrund ihrer Gehälter gegangen worden. Systemarchitekten und Admins wurden schon lange gegen die Cloud getauscht. Und weil Cloud teuer ist, werden dann Abkürzungen genommen.

Dann sind Fahrkarten-Automaten und Gleisanzeiger vom Anwendernetz aus erreichbar, damit man sich den Aufwand mit AirGapped etc. sparen kann. Schließlich muss man ja aus jedem Sprint ins Produkt committen können!

Dann kann man auch keinen Code-Freeze oder gar Code-Review machen, weil dann ist ja nichts mehr mit Sprint und ewigen Fortschritt.

 

Das andere Problem mit der Bananenware: die Philosophie hinter solchen Methoden wie SCRUM führt eben dazu, dass man Produkte nicht mehr ausentwickelt und man versucht soviel wie möglich in Software zu halten, die ich auch später ändern kann. Der Software-Ansatz ist auch einfach zu verlockend. Wenn zum Beispiel Stickoxid-Grenzwerte strenger werden muss ich nicht in teure Simulationsmodelle und Messreihen gehen und einen Zuluftstrom im Ansaugtrakt zu einem Diesel optimieren, wenn ich in den Test in meiner Software  erkennen und meinen Motor auf der Rolle zur Schlaftablette auf Rädern machen kann.

 

Um überall agil zu sein, muss ich Dinge vernetzen, die ein umsichtiger Admin am Liebsten in unterschiedlichen Protokollen und Netzwerktechnologien voneinander getrennt halten wollte. Mit Bedenken zu Sicherheit und Verfügbarkeit manövriert man sich bei jung-Managern und vor allem Managerinnen schnell ins aus.


Heute haben wir einen Vorgeschmack bekommen und wir können von Glück sprechen, dass WannaCry nur Geld erpressen will. Man stelle sich vor, der Schaden wäre das Ziel gewesen.