Falk Dübbert IT

ein privates blog

5.06.17
von Falk Dübbert
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Vier Tage MacBook Pro – Ein Zwischenstand.

Ich habe vor vier Tagen das MBP in Betrieb genommen. Zunächst mal: ja – auf einem Mac mit Retina-Display sieht alles besser aus. Aber ich muss immer wieder feststellen, dass ich schon lange keinen Mac mehr angefasst und benutzt habe.

Aber ein paar Lücken habe ich schon gefunden:

  • Es gibt scheinbar keinen out-of-the-box-Ersatz für Open Live Writer außer MarsEdit unter OS X. Das ist erstmal … erstaunlich. Auch sonst scheinen Mac-User sich mit Webfrontends zufrieden zu geben.
  • Das gleiche gilt für Usenet-Clients und ich meine nicht die zum Binary-Saugen sondern die zum Diskutieren.

Ansonsten füllt sich meine Adapter-Tasche bereits rasant.

1.06.17
von Falk Dübbert
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Umstellungen im Juni

Und dann… kommt es doch anders.

Erst wollte ich Office 365 Business Premium nehmen.

office365sxtodayDas ist jetzt vom Tisch, aber sowas von. Ich wusste ja, dass der Microsoft-Support für End-User ausbaufähig ist, aber das lassen wir dann einfach. Microsofts Trend zu nicht hilfreichen Fehlermeldungen hat auch die Office-Division voll erfasst. Entsprechend glorreich und wenig zielführend waren auch Lösungsvorschläge.


Ich werde also nun einen V-Server leerräumen und mit Kolab versehen. Peng! Aus! Ende Banane.

23.05.17
von Falk Dübbert
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Die Schlacht von in drei Jahren jetzt schon kämpfen.

Bei mir steht wider mal ein großer Wechsel an. Es sind eigentlich drei. Zum einen ist da der große Wechsel von Windows 7 nach Mac OS X (Sierra oder so – keine Ahnung. Die Kartons sind noch zu.)

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Das Offensichtliche, also die Hardware und die Betriebssysteme, sind dabei weniger das Problem, als der lange Schwanz an Anwendungssoftware und anderer Hardware, den die Abkehr vom PC mit sich zieht.

Diese Abkehr oder die vom Server als Silo dürfte der Brocken mit dem größten Aufwand sein. Die neuen Rechner sind nicht nur optisch “schlanker”, sondern auch technisch. Ich verlagere also mehr meiner Daten auf Server und Web-Dienste.

  • Die Dateien und viele eingescannte Dokumente kommen nun nach und nach parallel in ein SeedDMS und als Rohdaten in eine Dedup-Appliance, da sich in meinem NAS immer noch solche Genialitäten wie “Laufwerk_C_blaues_Notebook_2004” anfinden. Es soll danach so sein, dass ich nur noch die letzten 11 Monate im normalen Cloud-Storage vorhalte und der Rest per C-Name auf dem Webserver im Haus landet.
  • Als E-Mail-Archiv setze ich nach vier Iterationen (Sorry, liebe Ex-Kollegen… bis ich Piler auf Niveau konnte, waren wir mit Exclaimer schon lange fertig.) auf Piler.
  • Die Bildverwaltung stelle ich auf View-NX und Capture-NX um, wobei ich weiterhin für die wichtigen Bilder auf RawTherapee als RAW-Prozessor setzen will.
  • Um Office 365 komme ich vermutlich nicht herum, solange ich keine Lust habe, auch noch einen Exchange hochzuziehen.
  • Im Videoschnitt geben sich Davinci Resolve, Lightworks und FinalCutPro gerade ein Rennen, das vermutlich durch die Hardware im Arbeitszimmer entschieden wird: Wird der neue Rechner ein iMac, kann ich dank der Grafikkarte auf Davinci setzen. Sonst “riecht” es nach FinalCut Pro, da mir das Lizenzmodell von LightWorks so eher gar nicht gefällt.
Wenn Du nicht der Kunde bist, bist Du das Produkt.

Die Umstellung ist ein Ausweichen von Windows 10 weg. Wir haben Windows 10 auf den Firmenrechnern und es ist in der Enterpriseversion schon richtig schlecht. Man kann sich ja vieles schönreden, aber im direkten Vergleich Windows 7 zu Windows 10 sehe ich fast nur Nachteile und die wurden mit Anniversary und Creator’s Update eher schlimmer.
Ich könnte die drei Jahre mit Windows 7 aussitzen und mich dann entscheiden. Ich kann aber auch einfach den Stecker ziehen und Herrn Nadella spüren lassen, was ich davon halte, Werbung oder unbestellte Apps zu bekommen und Cortana nur noch mit Aufwand von meinem Rechner verbannen zu können oder eine Datenquelle für Nutzungsstatistiken dritter zu sein.

15.05.17
von Falk Dübbert
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Die digitalisierte und agile SCRUM-Cloud-Java-Full-Stack-Hipster-Scheiße bringt uns die Infrastruktur-Apokalypse.

Der Tag heute war zum Abgewöhnen.

Erst fällt der Flug aus, wegen dem ich um vier aufgestanden bin. Dann wird der Ersatzflug (Take Off 13:00) 20 Minuten zurückgestellt und landet in München auf einer Außenposition und ich darf auf den Bus warten.

Im Flughafen nur ein kleiner Teil der Bahn-Fahrkarten-Automaten und Gleisanzeigen betriebsfähig.
WP_20170515_001Die meisten befanden sich in einer Boot-Schleife, zeigten Blindtexte.

Ich erwartete die ganze Zeit noch, dass Europa von Zombies überrannt wird, aber wenigstens das blieb uns allen erspart.
WannaCry heißt der Trojaner, der weltweit zugeschlagen hat, weil tausende CIOs ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben.

 

  • Der erste und gröbste Schnitzer ist, noch XP zu benutzen.
    XP erhält normalerweise seit 2014 keine Updates mehr, also war es klar, dass EternalBlue nicht geschlossen wurde.
  • Der zweite Fehler ist, wenn man noch XP benutzt, es nicht komplett vom Restnetz zu separieren. Je näher ein Rechner ans Internet kommt, desto härter muss er sein.
  • Der dritte Fehler ist, keinen Desasterplan zu haben. Die Bahn hat scheinbar keine Möglichkeit, die Fahrkartenautomaten oder Gleisanzeigen aus der Ferne abzuschalten und mit einem frischen Image zu bespielen. Ich finde es schon erschreckend, dass solche Automaten ihr Boot-Image beschädigen können. Bei der Anwendung hätte ich erwartet, dass die von einer Art  Festspeicher booten, der von der Anwendung gar nicht veränderbar wäre.

Wenn ich dann lese, dass sich die Bahn eine Cloud-Challenge gegeben hat (https://www.welt.de/wirtschaft/article159872126/Die-Bahn-will-ihre-Daten-ab-jetzt-bei-Amazon-speichern.html) und eine Agile Transformation anstrebt, dann bekomme ich Probleme mein Frühstück auf dem rechten Weg durch den Darm zu behalten.

Die meistens von – ich nenne sie BWLer – initiierten Transformationen führen zu einer Abkehr vom früher eisernen Lebenszyklus von IT-Umgebungen oder Prozessen:

Plan – Build – Run (- Destroy).

“Agil” bedeutet zu 99%, dass überall gepfuscht wird. Solange ich in einer Känguruh-Firma (je leerer der Beutel, desto größer die Sprünge) arbeitet , die außer einer total hippen Webanwendung nichts produziert, kann ich mit Bananen arbeiten, die beim Kunden reifen.

Ich kann in meinen agilen Sprints wie bei einem Scherenschnitt grob anfangen und nach und nach die Spezifikationen, die ich traditionell für Plan gebraucht hätte, im Prozess nachreichen. Obwohl ich in den meisten Fällen, wo sich eine Abteilung “Agile” nannte, meistens eine totale Esofizierung vorgefunden habe, die eben nie zu richtigen Specs finden würde, weil man mit einem Master in Papierschöpfen und einem Java-Kurs von der Youtube-Universität weder Kaufmännisch noch technisch in der Lage ist, eine Sicherheitsreserve an eine Eintrittswahrscheinlichkeit anzupassen.
“Richtige” Ingenieure oder wenigstens Programmierer findet man dort nicht, die sind frustriert gegangen oder aufgrund ihrer Gehälter gegangen worden. Systemarchitekten und Admins wurden schon lange gegen die Cloud getauscht. Und weil Cloud teuer ist, werden dann Abkürzungen genommen.

Dann sind Fahrkarten-Automaten und Gleisanzeiger vom Anwendernetz aus erreichbar, damit man sich den Aufwand mit AirGapped etc. sparen kann. Schließlich muss man ja aus jedem Sprint ins Produkt committen können!

Dann kann man auch keinen Code-Freeze oder gar Code-Review machen, weil dann ist ja nichts mehr mit Sprint und ewigen Fortschritt.

 

Das andere Problem mit der Bananenware: die Philosophie hinter solchen Methoden wie SCRUM führt eben dazu, dass man Produkte nicht mehr ausentwickelt und man versucht soviel wie möglich in Software zu halten, die ich auch später ändern kann. Der Software-Ansatz ist auch einfach zu verlockend. Wenn zum Beispiel Stickoxid-Grenzwerte strenger werden muss ich nicht in teure Simulationsmodelle und Messreihen gehen und einen Zuluftstrom im Ansaugtrakt zu einem Diesel optimieren, wenn ich in den Test in meiner Software  erkennen und meinen Motor auf der Rolle zur Schlaftablette auf Rädern machen kann.

 

Um überall agil zu sein, muss ich Dinge vernetzen, die ein umsichtiger Admin am Liebsten in unterschiedlichen Protokollen und Netzwerktechnologien voneinander getrennt halten wollte. Mit Bedenken zu Sicherheit und Verfügbarkeit manövriert man sich bei jung-Managern und vor allem Managerinnen schnell ins aus.


Heute haben wir einen Vorgeschmack bekommen und wir können von Glück sprechen, dass WannaCry nur Geld erpressen will. Man stelle sich vor, der Schaden wäre das Ziel gewesen.

15.10.16
von Falk Dübbert
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Windows 10: Cloud first, cloud only

Bislang schleppte ich einen bewährten digitalen Werkzeugkasten mit mir herum. Darín waren Tools, die ich immer wieder benutze:

Nun ist es so, dass ich in ein “moderneres” Umfeld geraten bin und Windows10 nicht mehr ganz ausweichen kann. Während Keepass noch anstandslos funktioniert, haben Keynote-NF und Herrmann den Dienst eingestellt. Der eine will sich nichtmal mehr installieren lassen und der andere arbeitet nun unzuverlässig.

 

Meine mittelfristige Vorhersage ist immer noch, dass relativ bald die meisten neuen Anwendungen als Web-Anwendungen kommen werden und das Betriebssystem außerhalb von VR, Highend-Gaming und Sonderanwendungen eine immer geringere Rolle spielen  wird, solange es in der Lage sein wird, den Browser zu starten. Wie die Markanteile von Microsoft am Ende ausfallen werden, kann man ungefähr an Edge ablesen und es wird am Ende Microsoft gewesen sein, die diesen Wandel am Ende zwar nicht angestoßen aber unumkehrbar gemacht haben werden.

 

Keynote-NF habe ich durch Laverna ersetzt. Es ist zwar kein “richtiger” Outliner aber dafür von Rechnern und Tablets aus erreichbar und mit MarkUp/MarkDown editierbar.
Ich denke, dass dieses Tool gut in meine neue Arbeitsweise passen wird.

 

Herrmann findet seinen Ersatz in Kimai. Auch hier findet eine geringfügige Änderung im Arbeitsablauf statt, aber am Ende sollte das Tool gut in den Prozess passen und mir gut dabei helfen, meinen Tag zu organisieren.

9.10.16
von Falk Dübbert
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Ende einer Kundenbeziehung: blau.de

Ich bin überzeugter Prepaid-Kunde. Ich habe freie Wahl bei den Geräten und bekomme auch auf jeden Fall ein Gerät ohne Branding.

2003 war ich Mietsklave oder Arbeitnehmer in der Arbeitnehmerüberlassung. Also knapp 1000,- netto bei 40 Stunden Arbeit pro mit 3 Stunden Arbeitsweg. Damals bin ich von Vodafone zu blau gewechselt, weil ich eben auch mal Monate hatte in denen ich den Kleister aus der Tapete kochen musste um eine Suppe zu haben.

Ich war bis vorletztes Jahr auch extrem bis “eigentlich” zufrieden. Zunächst war da die schrittweise Reduktion des Datenvolumens von 10GB auf 5GB auf 2GB, 1GB und am Ende auf 600MB für 20,-. Diese Einschränkung betraf mich jetzt nicht wirklich, da ich im zweiten Sim-Slot meines Telefons die Firmenkarte mit dem Mach-was-Du-willst-Tarif hatte, aber die letzten zwei Monate waren für mich als Blau-Kunden doch extrem enttäuschend. Das Volumen ist schon in der SRSLY?-Kategorie und seit August bekommt blau.de die Nachbuchung am Ende des Highspeed-Volumens nicht mehr hin. Die Annahme-SMS kommt noch. Die SMS mit der Buchungsbestätigung bleibt aus, so dass man am Monatsende mit Edge auskommen muss.

  • Auf LTE könnte ich eigentlich verzichten, wenn man mit blau.de nicht seit der O2/E-Plus/Telefonica-Übernahme-Zusammenlegung ständig im Edge-Land landen würde. Und Edge ist bei Blau.de nicht mal Edge, sondern fast nix. Weder Twitter, noch die unter Windows 10 nicht deaktivierbare dusselige Kuh Cortana bekommen irgendetwas hin. Selbst SSH bekommt extreme Probleme und rennt in TimeOuts.
  • Im Log meines Handys sind 91 totale Empfangsaussetzer in den letzten 14 Tagen (die während der ICE-Fahrten habe ich schon rausgerechnet). Zellenwechsel auf der Autobahn klappt immer häufiger nicht. Plop! Gespräch weg. Dabei fahre ich in der Regel noch in GSM-kompatiblen Geschwindigkeitsbereichen, also unter 250km/h. Als Blau.de Kunde erlebt man also die C-Netz Probleme der 90er noch mal, wobei das C-Netz als analoges Netz besser klang als eine volle Zelle im O2-Netz, die dann wie ein Half-Rate-Blecheimer scheppert.
  • Ich habe mich per Support-“Chat”, Hotline und Fax an blau gewandt und jeweils auch Links zu Logs etc. zur Verfügung gestellt. Das Ergebnis: außer bei der Deutsch-Als-Zweitsprache-Hotline-Agentin hätte ich meine Texte auch in einem Write-Only-Memory speichern können:
    Versprochener Rückruf blieb aus.
  • Versprochene Aktivierung des Highspeed-Volumens blieb aus.
  • Antwort auf Support-Anfrage via Web blieb aus.
  • Antwort auf Anfrage per Fax blieb aus.

Viele werden nun schreien: “You get what you paid for”, aber zumindest das Gespräch mit der Hotline war nun nicht kostenlos, aber umsonst im Sinne von vergebens. Social-Media Support gibt es nicht. Insgesamt kann man das als implosion einer Marke sehen. Ich verstehe nicht, wie Telefonica auf die Idee kommt, die Kunden würden das Desaster nicht auf die Kernmarken transferieren. Wenn ein Teil des Konzerns öffentlich derart versagt, taugt der Rest auch nichts.

 

Langer Text, kurzer Sinn: Ich werde in den kommenden Tagen einen Vodafone-Store aufsuchen und meine Nummer mitnehmen.

31.08.16
von Falk Dübbert
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“Windows 10. Alles bleibt neu!”

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Microsoft hat es geschafft, mich wieder zum Apple-Kunden zu machen.

Auf dem Bild sieht man mein neues und mein altes Telefon.

Ich war seit 2004 treuer Windows Mobile – Benutzer.

Für mich kam kein anderes System in Frage. Selbst die Kacheln habe ich geschluckt. Die Verarschung mit VPN und S-MIME habe ich hingenommen und Workarounds gebastelt. Nun ist (fast) Schluss.

Mittlerweile sind die Mängel, was die Feature-Parity und die Stabilität des OS angeht,  in den Bereich vorgedrungen, wo es mich Produktivität kostet:

  • Cortana ist ganz gut und nett, aber wenn das Telefon sich mit dem Auto verbunden hat und ich frage “wie lange hat der nächste Baumarkt geöffnet?”, hilft mir ein Bing-Ergebnis, das Bauanleitungen für Heimwerker auflistet, auf dem Bildschirm wenig. Eine Spracheingabe für Bing hatte ich auch ohne creepy lady.
  • Cortana funktioniert mit Edge gar nicht. Ein Fallback auf die im Gerät verbaute Spracherkennung ist nicht vorgesehen.
  • Cortana kann sechs nicht hilfreiche Fehlermeldungen ausgeben.
  • Die neue Mail-App orientiert sich an Outlook, ich muss also erst in Outlook und dann in den jeweiligen Posteingang. Bislang hatte jedes Konto sein eigenes Symbol. In diesem Outlook sind Telefonnummern nicht mehr direkt wählbar und die Telefonfunktion hat wie die eingebaute Kontaktverwaltung hat keine Verbindung zur Zwischenablage. Update: Neustart hilft. Dann ist das Paste-Icon wieder da.
  • Das ist, um es gelinde zu sagen, zusammengenommen ein Dealkiller und es gibt m.E. auch keine Entschuldigung dafür. Aus E-Mails telefonieren zu können ist für mich die wichtigste Funktion eines Smartphones.

Insgesamt zeichnet sich für Microsoft unter Satya Nadella kein gutes Bild ab. Windows 10 ist ein einziges Debakel, selbst in der Desktop-Version tauchen immer wieder Ecken auf, wo es einfach Feature-Parity oder Product-Maturity mangelt. Dass Microsoft mit diesem halbgaren Produkt die Zügel anzieht und bei Gewerbekunden den Einsatz der Enterprise-Version erzwingen will, ist schon ambitioniert.
Alle Fragen zu Windows10 aus dem gewerblichen Umfeld betreffen die Downgrade-Rights und wie man Broadwell-Treiber in Windows-7- oder 8.1-Images streamt.