Falk Dübbert Heimwerken

ein privates blog

10.06.18
von Falk Dübbert
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Hausaufgaben

Diese Woche habe ich angefangen, viele alte Zöpfe abzuschneiden. Es war so viel, dass die Leute am Recyclinghof mich gefühlt nur noch durchwinken, weil sie meinen Satz "Ich habe Pappe, Papier, Holz, Elektrokleingeräte und etwas Sperrmüll." (Zauberformel gegen Gebühren) schon kennen.

Jetzt kommt die problematische Phase, bei der ich "früher" immer versagt habe, weil ich die Aufmerksamkeitsspanne eines 10-Jährigen nur im Sekundenbereich überbiete und das Durchhaltevermögen einer Eintagsfliege habe, sobald mir etwas langweilig ist. Jetzt muss ich die Kisten -vor allem die mit dem Papierkram - sortieren, Kleinteile die noch einen Wert darstellen könnten verkaufen oder verschenken und alte angefangene Projekte erneut bewerten und über ihre Zukunft entscheiden.

Den Tiki-Küstenmacher zu machen, macht meines Erachtens keinen Sinn. Die Ideologie hinter allen Lebensratgebern aus der Richtung ist meiner Ansicht zur Hälfte Autotherapie, in dem man seine persönliche Situation bestehend aus Leasingauto, Mietwohnung und Ikeamöbeln zu einem Ideal verklärt.

Tatsächlich stimmt die Richtung zwar, denn ich möchte vor allem mein Inventar erkennen und erfassen. Dabei wird auch einiges auf Auktionsseiten landen.

 

20.05.18
von Falk Dübbert
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Warum hast Du Strahlenmessgeräte in Deinen Schränken?

Ich habe ein ( nicht ganz so neues) Hobby: Strahlenmessgeräte. Die Sammlung geht von kruden Eigenbauten über diverse Dosimeter und Geiger-Müller-Zähler wie dem eher berüchtigten als berühmten RKSB-104 und dessen Nachfolgern (Radex und SOEKS) oder dem KSMG bis zur Königsklasse großer Proportionalzähler und Ionenkammern.

Eine trag- und kalibrierbare Ionenkammer ist auch das aktuelle Ziel meiner eingeschlafenen Entwicklung. Fa. Fluke kann es mit dem Desi 481  und es ist recht imposant, was das Gerät so kann - unter anderem die Aktivität von Kaffee über dem Eigenrauschen anzeigen. Aber zurück zu dem Grund warum ich mir zwei 50L Kisten mit Messtechnik leiste, die man nie braucht.

Das Problem ist das mit dem "nie brauchen". Radioaktivität hat keinen Geschmack oder Geruch und sehen oder anders fühlen kann man sie auch nur ganz selten - und dann auch nur kurz.

Wenn man sich öfter Häuser aus den 50ern bis 70ern anschaut, ist Uranglasur gar nicht so selten, wie die Wikipedia es glauben machen möchte. Und alte Uhrenzeiger oder nachleuchtende Lichtschalter sind eigentlich immer ein Treffer. Auch in so mancher Porzellankiste bin ich schon fündig geworden. Außerdem findet man gerne mal mal einen Alpha- und Betastrahler in neuem chinesischem oder russischem Werkzeug. Die WIG-Elektroden, die dem Inverter eines Kumpels beilagen, haben wir entsorgt. Anschleifen wäre keine gute Idee gewesen.

Alte Objektive knattern auch mal gerne und es ist nicht nur das gelbe Takumar betroffen.

Die Leute haben vor Radioaktivität eine Heidenangst, aber kaum einen Überblick, wo sie lauert.

5.05.18
von Falk Dübbert
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Zu kurz!

Heute hat mein Testrack-Projekt kurz mal den Boden getroffen. Mein Rack ist, wie alle allten IT-Schränke zu kurz. Also muss ich was bauen. 

Boden: 2 Bretter OSB 
Front und Rückseite: Zwei Bretter je etwa 8cm breit
Deckel: Ein Brett OSB

Die senkrechten Kanten bekommen noch eine Latte (aus Holz!).

Dazu kommen noch Rollen und zwei Griffe. 

Die Maße lege ich nach, wenn ich die Rackprofile habe.  

10.11.17
von Falk Dübbert
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Nachhaltigkeitsprojekte

Momentan geister ich am Wochenende durch die Wohnung, suche Standby-Stromverbraucher und schraube an meiner Heizungssteuerung.
Die Funde sind zum Teil recht… interessant.


Zum Einen waren und sind da „die üblichen Verdächtigen“, die vermutlich in jedem Haushalt vorhanden sind. Der bereits erwähnte Kühlschrank, die Mikrowelle und die Kaffeemaschine mit Uhr, das steinalte Mobilteil mit NiMH-Akkus und Konstantstromlader dafür ohne Eco-DECT, die Waschmaschine mit Soft-Off, zwei 8-Port-Switche und der Router mit Military-Grade Firewall und Dauer-WiFi über drei Access-Points.

Wer behauptet, Master-Slave-Steckdosen-Leisten würden bei modernen Geräte nichts außer einen weiteren Stromverbraucher bringen, liegt ganz klar daneben. Es gibt immer weniger Geräte, die über einen erreichbaren mechanischen Ausschalter verfügen und die Slave-Leiste hat nur einmal 0,2W, statt der 0,2W mal Anzahl der angeschlossenen StandBy-Verbraucher.
Beim Kauf der Master-Slave-Dose sollte man jedoch auf ein Modell achten, das mit üblichen Schrauben verschraubt ist und dessen Arbeitsrelais mit vertretbarem Aufwand tauschbar ist, denn die Arbeitsrelais darin sind nicht sonderlich haltbar, wenn man primär Schaltnetzteile schaltet. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mir die NTC-Vorwiderstände in Schaltnetzteilen zurückwünsche oder nicht.

  • Auf jeden Fall bekommen Computerplatz und Fernsehecke eine Master/Slave Dosenleiste und die Drucker bekommen eine Funksteckdose.
  • Die nächsten Stromfresser auf meiner Liste sind das NAS und der Home-Server.
    Das NAS bekommt neue, deutlich sparsamere, Festplatten und der HomeServer wird bis auf RasPi-Reste „in die Cloud“ verlagert.
  • Ein vom Aufwand her etwas größerer Brocken wird das „Radio“ in der Küche werden. Hier möchte ich die interne Endstufe stilllegen und das externe Netzteil gegen ein kleineres mit hohem Wirkungsgrad tauschen, während das 150W MeanWell für den Übergang den LiteCoin-Miner befeuern kann, der als neue Anti-Schimmel-Heizung die kalte Nordwand erwärmt. Als neue Endstufe wird irgendwas in Class D oder Class T zum Einsatz kommen.
    Ggf. tausche ich die Radios auch einmal durch. Blaupunkt ist ja schon eine weile lang im Zombie-Modus und meine blauen Punkte kommen noch aus Portugal.
  • Beim Weinkühlschrank warte ich noch auf das Ergebnis der Strommessung dieser Woche und muss testen ob der Krups-gelabelte Chinese nach Abschaltung sicher wieder auf die eingestellte Temperatur zurückkehrt. Allerdings muss er innerhalb der Woche für die mehrheitlichen Rotweine nichts tun, denn momentan senke ich bei mehrtägigen Abwesenheiten die Temperatur in der Wohnung auf 18°C. Es ist also die Frage, ob die LED und die Steuerung nennenswert Strom verbraucht. Bei dem Kühlschrank ist die Messung und die sich daraus ergebende Optimierungsaufgabe noch relativ einfach.
  • Die eigentlich komplizierte Aufgabe ist die Optimierung der Heizungsabsenkung. Es gibt zu Sinn und Unsinn der Absenkung gegenteilige Aussagen. Grundsätzlich kann ich einfach meine Wohnung entrümpeln und leichtere Möbel aufstellen um die benötigte Wärme runterzubekommen, was auch ein Stück weit mein Ziel ist, aber im Grunde die Aufgabe nur verlagert. Der erste Ansatz war die Temperatur von Innen- und Außenwand miteinander zu vergleichen und so den Wärmeverlust abschätzen zu können, was aber dann schnell zu irgendetwas nichtlinearem führte, das ich nicht berechnen möchte. So gesehen versuche ich nun ohne Änderung ein Modell zu erzeugen, dass die von den Wärmemengenzählern ermittelte Heizleistung in Bezug zur Außentemperatur setzt.

30.10.17
von Falk Dübbert
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Nochmal zu den Kettensägen

Im allabendlichen Gruppenchat gab es ein paar Fragen zu meiner Kettensägensammlung. Da die meisten nur eine kleine  oder elektrische K-Säge zum Brennholzmachen haben, war das Interesse oder aber auch das Unverständnis für meine Wahl etwas größer. 

Der Hintergrund, warum ich trotz Ermangelung eines Hauses mit Garten nochmal durchtausche, liegt in den Aufräumarbeiten am Elternhaus und daran, dass, wenn ich im Freundeskreis um Fällarbeiten gebeten werde, der Baum entweder ein hausnaher Hänger oder z.B. eine Fichte aus der Zeit der Fichtenpest (ich nenne das mal so) der sechziger und siebziger Jahre ist. Fichten oder andere Nadelbäume halte ich allenfalls in neuen Gärten als Gartenbaum geeignet. Bereits nach 10 Jahren sind sie freistehend bei Stürmen gefährlich und engstehend wachsen sie zu hoch und sind dann in der Regel in den unteren zwei Dritteln astlos und nicht schön. 

Normalerweise habe ich immer großen Respekt vor Bäumen, die älter sind als ich. Gerade alte Obstbäume fälle ich höchst ungern. Aber in letzter Zeit erbt oder kauft der Freundeskreis Häuser aus den fünfziger bis frühen achtziger Jahren mit Nadelbäumen, die entweder bei und nach Sturm mit Nadeln und Ästen um sich werfen oder die Einfahrt hoch- oder Wände eindrücken.  Solange er gefällt noch auf das Grundstück passt, ist alles gut. 

Beim Sägenkauf gibt es drei Strategien:

  • Kleine Säge oder nur eine Elektrosäge selbst haben und zum Fällen jemanden fragen.
    Wenn ich das Sortiment der Baumärkte so sehe, scheint das neben gar keine Säge zu haben der gängige Weg zu sein. Selbst bei Hornbach, der sich mittlerweile (wieder) mehr an (semi-)professionelle Heim- und Handwerker richtet, gibt es keine Säge, die ich in einen größeren Baum stecken würde. Es ist weniger die Leistung als das Plastikgefühl der angebotenen Sägen aus dem Markenkanon von Einhell über Atika und Hitachi bis Dolmar. Schneidgarnituren sind - wenn überhaupt in den Baumärkten - auch nur in den Originallängen erhältlich. 
  • Eine mittlere Säge haben. 
    Das war bis vor ein paar Tagen meine Strategie. Meine 031AV war aufgrund ihres Alters und Zustands eine Säge mit geringer Verkaufserlöserwartung, also behielt ich sie. Sie ist stark genug um auch mittlere Bäume zu fällen ohne jeden Schnitt keilen oder immer mit Band fällen zu müssen. Auf der anderen Seite kann man bei einzelnen Bäumen auch mal mit ihr entasten. 
  • Eine Kombination aus großer Säge und kleinen Sägen haben. 
    Das ist mein kommendes Ziel. Eine große kräftige Säge kann auch lange Ketten mit mehr als hundert Gliedern mit größerer Geschwindigkeit durch einen Baum ziehen und mit einer kleinen Säge geht das Entasten und die Baumpflege leichter von der Hand. Da ich bei der kleinen Säge sowohl auf eine Akku-Säge als auch eine leichte Benzin-Einhandsäge zurückgreifen kann, schone ich wenigstens eines: meine Ohren oder meine Arme.  

 

 

23.08.17
von Falk Dübbert
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September 2017

Ein paar feste (zählbare) Ziele sollte man sich für jede absteckbare Zeitperiode (Tag, Woche, Monat, Halbjahr, Jahr, 4Jahre, Jahrzehnt) setzen. 

Immer dann, wenn ich ein Ziel verfehle, rutscht es in die nächste und nächstgrößere Periode. Also ein verfehltes Tagesziel liegt dann in der kommenden Woche an.
Das geht normalerweise gut, aber auch manchmal total daneben. Typischerweise stimmt dann etwas mit dem Ziel an sich nicht. So wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung dem Kunden  sagen kann "Sie könnten ja noch Astronaut werden. Im Weltall gibt es das Allergen nicht.", sind nicht alle Ziele realisierbar.

Mein Blog ist zum Beispiel überhaupt nicht da, wo ich es haben wollte und will. Im Grunde hänge ich 6 Monate hinter meinem Plan her.  

Die (private) IT-Umstellung ist auch noch weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein. 

Meine Wohnung ist etwa drei Jahre hinter meinem Plan. Mittlerweile steht eher der Ersatz der Küche statt deren Fertigstellung auf dem Plan für 2018. 

Daher meine Ziele im September:

Basteleien, Reparaturen und Umbauten:

  • Fernglas (Kompassbeleuchtung)
  • Dachboden (Regale aufstellen, Licht aufhängen)
  • Raumthermostate
  • Alarmanlage erweitern (Glasbruch, Infraschall, weitere Bewegungsmelder)
  • ActionCams wiederbeleben.

Foto- und Video-Ideen:

  • MTB-Selfie
  • Vorstellung und Testbericht Focus Bold^2

 

5.08.17
von Falk Dübbert
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Heimwerken: Deckenlampen

Als ich in die Wohnung hier einzog, waren hier viele 60W-Deckenspots mit Spiegellampen eingebaut und ich hatte nach Umzug und Kaution bei IT-untypisch geringem Gehalt wenig Geld zur Verfügung, wollte aber unbedingt auf Energiesparlampen wechseln. Außerdem war mir bei der geringen Höhe zwischen Gips-Decke und Dielenboden diese Beleuchtung nicht 100% geheuer.
Also steckte ich Holzlatten in die Löcher und schraubte daran je eine IKEA-Lampe fest.

Deckenleuchten im Bad
Heute habe ich die Zeit gefunden, dieses Konstrukt endlich aufzulösen und zwei 10W Einbau-Deckenlampen in die Löcher zu bauen, die ich allerdings zu diesem Zweck mit der Tauchsäge vergrößern musste. Die feine rote Linie rechts von den Lampen ist der Strahl von meinem kleinen Kreuzlinien-Laser, den ich zum Anzeichnen und zum Ausrichten der Lampen genutzt habe.

Jetzt muss ich erstmal putzen und morgen mit Wandfarbe etwas ausbessern.