Falk Dübbert Heimwerken

ein privates blog

9.09.18
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Tipp: Meine Art, Heimwerk-Aktivitäten zu organisieren

Ich heimwerke gerne. Ich mache das für mich und auch für andere. Nach einer Zeit des totalen Verzettelns habe ich ein System zum einfachen Planen entwickelt. Am wichtigsten ist mein DIN-A5-Notizbuch, dass ich quer lege und in drei Spalten teile

  • In die erste Spalte kommt die Tätigkeit, gefolgt von der geschätzten Minutenzahl. 
  • In die zweite Spalte kommen die Werkzeuge und Maschinen. 
  • In die dritte Spalte kommt zunächst das Material, dann die Verbrauchs-Werkzeugteile und zum Schluss die Sachen, die man braucht um die Baustelle sauber zu bekommen. Bei den Verbrauchswerkzeugen setze ich den konkret benötigten Wert in Klammern dahinter, wenn es ein Satz ist. 

Beispiel:

TätigkeitWerkzeugVerbrauch

Oberschänke aufhängen:

Ausmessen 10

Anzeichnen, 10

Bohren, 10

Ausrichten, 20

Baustelle reinigen, 10

Zollstock und Bleistifte

Laser + Halter + Teleskopstange

Wasserwaage

Bohrhammer 18V + Absaugung

Akkusauger 12V 

Workhorse-Bock

Fuchsschwanz und Sägeschmiege

Akkudrehschlagschrauber 12V

Schlagbohrmaschine 12V

Kreuzschlitzschraubendreher

Kehrblech und Handfeger

Buchenleisten:

2 x Buchenleiste 2cmx4cmx74cm

4 x Buchenleiste 2cmx4cmx54cm

16 Dübel SX 10mm x 50mm

16 Spax Senkkopf 8x80mm

SDS-Plus Bohrersatz (10mm)

Impact-Bitsatz (T35)

Montageband 8mm

Holzbohrersatz (8mm) + Senker

 

 

 

26.08.18
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Halbfinale

Momentan plane ich gerade wieder meine Werkzeug- und Technikkäufe um

Auf der Liste steht seit längerem ein großer Akku-Bohrhammer, der meinen jetzigen PBH12 ablösen soll. Das Problem: ich bin eigentlich zufrieden mit dem PBH. Er macht, was er soll: Löcher. Wäre da nicht das nach Verwesung riechende NiCd-Akkusystem, würde ich über einen Neukauf keine Sekunde nachdenken. 

Da bei mir bald (so im Bereich Dezember... Januar...) u.a. ein Umzug ansteht und ich diesen effizient gestalten möchte ziehe ich die Werkzeuge für Montage- und Anpass-Arbeiten vor. Durch die drei jetzigen Baustellen, habe ich einen guten Überblick, was ich selbst machen kann und will und wofür ich Handwerker brauche. 

Um es vorweg zu schreiben: In einer (Miet)-Wohnung reichen zu 99% Montage- und Holzwerkzeuge mit 12V. Evtl. würde ich noch einen kleinen Akku-Bohrhammer dazu legen, aber schon bereits bei der Stichsäge kann die Wahl kaum klein genug ausfallen. 

Und egal, welche Baustelle es ist: Mehr als ein Akkusystem pro Geräteklasse gibt nur Ärger. Bei Werkzeugneukäufen nehme ich, solange nichts dagegenspricht, immer ein Akkugerät. Es jedoch gibt Geräte, bei denen ein Akkugerät nicht viel Sinn macht. Entweder, weil sie richtig Arbeiten müssen oder weil sie so viel Dreck produzieren, dass der Schlucksauger dabei laufen *muss*. Typischerweise gehen diese beiden Bedingungen Hand in Hand. Als Netzgeräte sehe ich momentan:

  • den 230er Winkelschleifer
  • die Kreissäge
  • die Oberfräse
  • den SDS-Max-Bohrhammer

Das sind auch genau die Werkzeuge, bei denen ich immer irgendwie mit Absaugung arbeiten wollen würde. 

Ich halte die Idee der sauberen Baustelle mittlerweile für eines der wichtigsten Konzepte beim Heimwerken. Man heimwerkt ja um eines der drei Ziele 

  • günstiger als mit Handwerkern zu sein
  • besser als mit Handwerkern zu sein
  • sich vom Alltag abzusetzen

zu erreichen.  Handwerker pflegen zwar mittlerweile einen gewissen Service-Gedanken, aber in der Tendenz hat man als Heimwerker die Möglichkeit durch etwas mehr Zeiteinsatz beim Arbeiten den nach dem Arbeiten zu minimieren. 

Also neue Reihenfolge bei den Werkzeugen:

  • von 1 auf 1: ein großer Akku-Bohrhammer mit Absaugung
    Ich muss in den kommenden 8 Monaten vier bis fünf Küchen, Wohnzimmer und Schwerlastregalsysteme aufhängen.
    Den GBH 18v-26 durfte ich über die letzten zwölf Wochen ausleihen und es ist ein Tier!
    Dazu kommt, dass die Bohrstaubabsaugung, die normalerweise ein Garant für Tüdel-Alarm ist, endlich mal Sinn macht, auch wenn der Filter genau wie beim GAS12V in KS-Wänden nicht unbedingt ein Reichweitensieger ist. 
    Mit dem Dreiklang 12V-Schlagbohrmaschine (als Schrauber gekauft, deckt sie wirklich 80% der Fälle ab) + 18V Bohrhammer + SDS-Max Bohrhammer kann ich in Stein und Beton bis 40mm bohren. 
  • von 0 auf 2: Handwerkzeuge
    (Schraubendreher, Handsägen, Hämmer in besserer als "Meister"-Qualität)
  • von 4 auf 3: ein Satz Einhandzwingen
  • von 5 auf 4: eine Winkelbohrmaschine
  • von 3 auf 5: ein wirklich guter Kreuzlinienlaser mit Teleskopstange und eine digitale Wasserwaage
    Ich habe einen kleinen Kreuzlinienlaser für "immer dabei" und einen riesigen Rotationslaser für Arbeiten draußen. Allerdings bin ich mit dem Taschenlaser auf eine zweite Hand angewiesen, weil er außer seinen Füßen keine Möglichkeit zur Befestigung hat. Und der Roti liegt im anderen Extrem, weil er auf einem Vermessungsstativ mit 5/8"-Herzschraube festgeschraubt werden will. 
    Ein Kreuzlinienlaser spart bei Montagearbeiten fast ein paar Hände ein, weil er einen geraden Bezug projizieren kann. Wenn man z.B. die Oberschränke einer Küche aufhängen will kann man die Hängelinie mit einer Wasserwaage "stückeln". Die meisten verlassen sich auf die Ebenheit des Fußbodens und messen mit einem Zollstock von unten. Mit dem Linienlaser geht das schneller und präziser. Die Abweichung der besseren Exemplare liegt um 0,3mm/m und damit eher unter dem, was durch den Versatz der Löcher beim Einbohren dazu kommt. 
  • von 8 auf 6: ein Fräsersatz für die Oberfräse
    Meine Haupt-Oberfräse ist nur eine POF 600 ACE und ich nutze sie eigentlich auch nur als Kantenfräse und hin und wieder für kreisrunde Ausschnitte. Aber eine neue Oberfräse macht einfach keinen Sinn. 
  • von 2 auf 7: von eine Kreissäge mit L-Boxx und Führungsschiene
    Stichsägen sind schnell am Ende, wenn es darum geht im Holz zu "tauchen" und bei langen geraden Schnitten hat man immer eine Seite mit Ausriss, der bei einer Stichsäge prinzipbedingt größer ist. Eigentlich sehe ich die Stichsäge immer noch eher als reines Montagewerkzeug, das beim Zuschnitt von Arbeitsplatten nahezu ungeeignet ist. 
  • von 6 auf 8: ein Elektrohobel 
    Habt ihr mal versucht, von einem Brett 2mm abzusägen? In meinem Freundeskreis kenne ich einige, die so etwas mit der Stichsäge versuchten und die fitteren nahmen eine Raspel. In Spanplatte - und seien wir ehrlich: von Regalböden abgesehen abgesehen kommt Naturholz in meiner Peer group kaum vor - ist ein manueller Hobel kein Spaß. 
  • von 0 auf 9: ein guter Akkuscheinwerfer auf Stativ
    Ich habe zwei kleine China "10W" Akkuscheinwerfer, allerdings ist weder die LED-Qualität noch die Akku-Lebensdauer in der Nähe von dem, was ich mir vorstelle. 
  • von 0 auf 10: ein Lochsägensatz und noch ein paar Diamantbohrkronen

Bei der sonstigen Technik liegt ein zweites bzw. zwei neue Funkmikros auf Platz 1. Dann kommt eine Weile nichts und dann etwas PlaceOfCare-Diagnostik  und sonstige Medizintechnik für die zweite Notfalltasche, ein paar Speicherkarten für die Spiegelreflexen und drahtlose Studioblitze, da ich im Winter mehr Indoor machen werde. Bei den Videokameras hat sich am Plan einiges geändert. Im Grunde bin ich mit der jetzigen Ausstattung bis auf die Mikrofonsituation mehr als zufrieden und die Kombination iphone und Gimbal zeigte mehr Potenzial als erwartet.

Den Messgerätezoo für etwaige Basteleien zu modernisieren habe ich mir aus dem Kopf geschlagen. Mein Oszi ist eine taube Nuss, aber mit etwas Ernst konnte ich damit bislang alle Probleme lösen. In der Regel will man ja nur schauen, ob zum Beispiel der Motor regelt oder warum der Verstärker schwingt. Das sind dann eher laute und zum Glück auch fast immer die stärksten Signale. Mein Hand-Multimeter hat bis auf den Durchgangspieper mit der Diesel-Gedenk-Sekunde auch keine Schwächen. Für alles über dessen Genauigkeit hinaus habe ich die beiden Keithleys. Mein Signalgenerator kann genug und wenn ich ehrlich bin, entwickle ich vermutlich in absehbarer Zeit nicht mehr so viel Elektronik. 

Das Ziel, durch eine aktive Erfassung meines Inventars Herr der Lage zu werden, ist deutlich näher gerückt. 90% der Dinge sind schon mal in Plastikkisten verpackt. Jetzt geht es darum, durch Hin- und Herschichten und dabei Aussieben den Bestand einzudampfen. Beim Umzug möchte ich idealerweise nur das "gute Zeug" und eigentlich nichtmal die Möbel mitnehmen, sondern quasi nur den Inhalt umziehen und bis auf wenige Ausnahmen den alten Bestand entsorgen. 

5.08.18
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Noch eine kleine Ursache

IMG_0587 Kopie

Mein Geländewagen hatte ja, wie bereits geschrieben, die Abgasuntersuchung nicht bestanden und ich war etwas ratlos, weil der Wagen sich sowohl den klassischen als auch den modernen Diagnosemethoden entzieht.

Das Problem war, dass der CO-Wert VIEL zu hoch war, obwohl der ganze Abgaszug neu ist. Mit dem Oszilloskop konnte man sehen, dass die Lambda-Regelung nicht funktionierte, aber nicht warum nicht.

Bei einem klassischen Wagen hätte man die Druckdosen, die die Regelung darstellten, auf Dichtigkeit und Federkraft überprüft und bei einem richtig modernen Wagen hätte ich den Scandevil an den OBD-2-Stecker gehängt und einfach die Livedaten aus dem Steuergerät angeschaut. 

Beim Suzuki Vitara, dessen Steuergerät mit etwa 40 Fehlercodes auskommen muss und keine Daten rausrücken kann, bleibt mir nur ein Werkstatthandbuch, das nur teilweise auf den “Spanier” passt. Denn obwohl Suzuki an dem Fahrzeug steht, stammt mein Geländecabrio von Santana aus Spanien und ist ein Mischling aus Technik vom Ur-Vitara mit Technik vom Nachfolger. Teile der Elektronik findet man nirgends und bis man überhaupt den Stecker für die Diagnoseschnittstelle gefunden hat, vergehen auch mal ein paar Stunden.

Aber irgendwann, wenn man mal  die Prüf-Leitfäden-begriffen hat, kommt man von der ich-repariere-alles-in-der-Gegend-und-schaue-ob-es-dann-besser-ist-Methode runter.

Der Fehlerkomplex “Spannung der Lambdasonde ändert sich nicht” ist eigentlich gut erklärt gewesen und die möglichen Fehlerursachen sind auch recht gut aufgeschlüsselt. Allerdings muss man erstmal in einem nicht Strg-F-fähigen Medium wie einem Buch darauf kommen, dass der Fehler genau so dort steht bzw. er steht auf Englisch “Oxygen Sensor Output Voltage doesn’t change”. Für einen zu hohen Wert steht dort:

  • Lambdasonde selbst prüfen (Erledigt, Fehler behoben)
  • Drosselklappengeber prüfen
  • Schlauch vom Unterdrucksensor prüfen (Erledigt und Fehler behoben)
  • Unterdrucksensor prüfen (Erledigt)
  • Wassertemperaturfühler prüfen (Erledigt)
  • Ansauglufttemperaturgeber prüfen (Erledigt)

Jeder dieser Punkte war wieder später auf einer eigenen Seite erklärt.

Hier war es ein Riss im Schlauch vom Ansaugtrakt zum Unterdrucksensor, der sich auf der Unterseite und hinter einem Kabelbaum versteckte.

Jetzt passt das Oszillogramm zu den “Soll”-Bildern in den Technik-Büchern und wir werden sehen, ob die Werte passen. Er spuckt keinen Ruß mehr und riecht wieder vernünftig. 

Update: Jetzt sind erstmal zwei Jahre Ruhe. 

1.08.18
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Ein Draht fehlte.

IMG_0579

 

Mein Geländewagen fiel beim Abgastest ja mit wehenden Fahnen durch die Abgasuntersuchung obwohl der Abgaszug (Kat und Sonde) neu ist, wie so ein VW; nur, dass er auch auf dem Prüfstand versagte.

Da ich wusste, dass ich die neuen Teile überprüfen musste, habe ich die Kontakte der Lambda-Sonde überprüft und festgestellt, dass die mitgelieferten Kontakte mit den üblichen Crimpzangen nicht montierbar sind und die Sonden-Heizung nicht lief. Wenn man dann auch keine Zugprobe macht, baut man sich halt so eine Schwachstelle in sein Auto. Ich habe jetzt härtere Kontakte benutzt. 

Mein Verdacht geht in die Richtung, dass das Steuergerät, das am Anfang jeder Fahrt die Sonde kalibriert, hierbei durch die fehlende Heizung irgendwelchen Unsinn gespeichert hat – bzw. das richtig fette Gemisch für den Notlauf zubereitete. 

Mit Heizung kam irgendwann eine Phase fruchtigen Gestanks, der Kat hat also das erste mal gearbeitet und das ganze fing an zu regeln. Donnerstag kommt raus, was das Gebastel gebracht hat. 

22.07.18
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Projekte Q3 2018 bis Q2 2019

  • "Have your stuff known, fixed and ready"
    Das ist meiner Ansicht nach der wichtigste Punkt von allen. In letzter Zeit machte sich meine Sammelwut einerseits positiv bemerkbar - es gibt im Grunde nichts mit Stecker, das ich nicht habe. Von A wie Astsäge bis Z wie Zylinderniederhalter ist alles da. Auf der Negativseite ist vieles seit Jahren nicht gelaufen und braucht etwas Liebe. Einiges ist nach drei Umzügen auch quer über drei Keller und Dachböden verteilt und muss erst noch mal zusammengesucht werden. Das habe ich dann gerne auch mal vor mir hergeschoben. 
    • Alles Werkzeug, Baumesszeug Messgeräte, Elektronik, Veranstaltungstechnik sortiert und katalogisiert
    • überarbeitet und einsatzbereit
    • mit Zubehör und Betriebsstoffen in passenden Kisten oder Koffern
    • in tiefen Schwerlast-Regalen
  • Neue Stadt(nah)-Wohnung
    Ich wollte gegen Winteranfang in etwas moderneres mit einem Zimmer (Labor / Arbeitszimmer) mehr und mehr senkrechten Wänden
    • (3-Zimmer-Küche-Bad, Balkon, Keller mit Steckdose, Tiefgarage, Garage oder Carport) suchen
    • einrichten
      • Wohnzimmer
        • diesmal wohnlich
        • Heimkino-Ecke (Raum in Raum, Schallabsorber, etc)
        • "gute" Heimkino-Kopfhörer
        • Lichtkonzept
      • Arbeitszimmer / Labor
        • Mess- und Arbeitsgeräte
        • Testrack
        • Cloud/LAN/WLAN-Konzept
      • Schlafzimmer
        • Neues großes Bett
        • Lichtkonzept
    • Allgemein
      • Smarthome-Technik
      • Stromspartechniken
  • Projekt UHU
    Das ist auch ein wichtiger Punkt, da er den weiteren sportlichen Erfolg bedingt. Diesmal geht es im ersten Schritt über die Schlafgewohnheiten und dann an die Essgewohnheiten. Hier bekomme ich pro Monat einen neuen Wert, den ich im Auge behalten soll. Im Juli waren es meine Schlafzeiten und im August ist es Zucker. 
    • mit externer Kontrolle und Anleitung
    • Ernährungs- und Verhaltensänderung
    • mehr Schlafen, auch wenn es weh tut
  • Falk macht Sachen
    Das schiebe ich seit November vor mir her und eigentlich ist auch alles bereit. 
    • drei 11-Minuten-Videos pro Monat
    • 15 Bilder pro Monat
    • 22 Blog-Posts pro Monat
  • Sport
    • mehr Schwimmen
    • viel mehr Laufen
    • etwas Inlineskaten
    • mehr Schießen
    • viel mehr Radfahren
    • Noch mehr Räder! 
    • Triathlonrad, wenn UHU

10.06.18
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Hausaufgaben

Diese Woche habe ich angefangen, viele alte Zöpfe abzuschneiden. Es war so viel, dass die Leute am Recyclinghof mich gefühlt nur noch durchwinken, weil sie meinen Satz "Ich habe Pappe, Papier, Holz, Elektrokleingeräte und etwas Sperrmüll." (Zauberformel gegen Gebühren) schon kennen.

Jetzt kommt die problematische Phase, bei der ich "früher" immer versagt habe, weil ich die Aufmerksamkeitsspanne eines 10-Jährigen nur im Sekundenbereich überbiete und das Durchhaltevermögen einer Eintagsfliege habe, sobald mir etwas langweilig ist. Jetzt muss ich die Kisten -vor allem die mit dem Papierkram - sortieren, Kleinteile die noch einen Wert darstellen könnten verkaufen oder verschenken und alte angefangene Projekte erneut bewerten und über ihre Zukunft entscheiden.

Den Tiki-Küstenmacher zu machen, macht meines Erachtens keinen Sinn. Die Ideologie hinter allen Lebensratgebern aus der Richtung ist meiner Ansicht zur Hälfte Autotherapie, in dem man seine persönliche Situation bestehend aus Leasingauto, Mietwohnung und Ikeamöbeln zu einem Ideal verklärt.

Tatsächlich stimmt die Richtung zwar, denn ich möchte vor allem mein Inventar erkennen und erfassen. Dabei wird auch einiges auf Auktionsseiten landen.

 

20.05.18
von Falk Dübbert
Keine Kommentare

Warum hast Du Strahlenmessgeräte in Deinen Schränken?

Ich habe ein ( nicht ganz so neues) Hobby: Strahlenmessgeräte. Die Sammlung geht von kruden Eigenbauten über diverse Dosimeter und Geiger-Müller-Zähler wie dem eher berüchtigten als berühmten RKSB-104 und dessen Nachfolgern (Radex und SOEKS) oder dem KSMG bis zur Königsklasse großer Proportionalzähler und Ionenkammern.

Eine trag- und kalibrierbare Ionenkammer ist auch das aktuelle Ziel meiner eingeschlafenen Entwicklung. Fa. Fluke kann es mit dem Desi 481  und es ist recht imposant, was das Gerät so kann - unter anderem die Aktivität von Kaffee über dem Eigenrauschen anzeigen. Aber zurück zu dem Grund warum ich mir zwei 50L Kisten mit Messtechnik leiste, die man nie braucht.

Das Problem ist das mit dem "nie brauchen". Radioaktivität hat keinen Geschmack oder Geruch und sehen oder anders fühlen kann man sie auch nur ganz selten - und dann auch nur kurz.

Wenn man sich öfter Häuser aus den 50ern bis 70ern anschaut, ist Uranglasur gar nicht so selten, wie die Wikipedia es glauben machen möchte. Und alte Uhrenzeiger oder nachleuchtende Lichtschalter sind eigentlich immer ein Treffer. Auch in so mancher Porzellankiste bin ich schon fündig geworden. Außerdem findet man gerne mal mal einen Alpha- und Betastrahler in neuem chinesischem oder russischem Werkzeug. Die WIG-Elektroden, die dem Inverter eines Kumpels beilagen, haben wir entsorgt. Anschleifen wäre keine gute Idee gewesen.

Alte Objektive knattern auch mal gerne und es ist nicht nur das gelbe Takumar betroffen.

Die Leute haben vor Radioaktivität eine Heidenangst, aber kaum einen Überblick, wo sie lauert.