Falk Dübbert general

ein privates blog

16.06.18
von Falk Dübbert
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Businesskasparisierung, Hipsterkackscheiße, Klaut

Die neue CEBIT ist zuende gegangen. Sie sollte eine Messe mehr sondern ein “Event” sein, dass eine neue junge Zielgruppe anzieht.


Irgendwie hatte ich den Verdacht, dass bei allen Bildern von der Cebit irgendwo im Hintergrund jemand rumgeisterte und dafür sorgte, dass wenn männlich,weiß zu sehen war, dieser einen Hipsterbart trug.


Ich habe mir das Centrum für Büro- und Informationstechnik dieses Jahr nicht gegeben. Die Aussteller, die mich interessieren würden haben, entweder gute Roadshows oder sind schon ewig nicht mehr vor Ort. Dazu muss ich anmerken, dass meine Interessen fast nur im Bereich Storages, Backup, Infrastrukturausrüstung und Virtualisierung liegen.

Diese Hersteller sind fast vollständig weggeblieben und von denen, die vor Ort waren, erfuhr ich, dass nur wenig Leads auf der Messe erzeugt werden konnten.

Bei den Vortragsthemen “Digitalisiere Dich oder stirb!” kann ich auch nur noch  genervt schnauben.


Denn neben der Definitionsschwäche der BuzzWords erkennen immer mehr Firmen, dass die “Digitale Transformation” doch nicht die Antwort auf alles ist.


In kleinen Firmen sieht der Aufwand, um einen Service bereitzustellen so aus:

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Bei sehr kleinen Umgebungen kann man das noch mit “dem Admin” regeln. In der Gedankenwelt der Businesskasparles sieht der Aufwand, um einen Cloud-Service bereitzustellen so aus:

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Die Realität für selbst betriebene Anwendungen sieht in der Regel aber etwas komplexer aus:

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Komplizierter wird es, wenn man die zuständigen internen Leute mit üblicher Funktionstrennung mit einblendet:


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Jetzt kommt die Anwendung in die Cloud und viele Elemente müssen nicht mehr lokal vorgehalten werden.

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Allerdings ist der Cloudanbieter für die roten Kästen und vieles andere nicht zuständig. Typischerweise geht die Anwenderzufriedenheit recht schnell talwärts, wenn wesentliche Bereiche nicht abgedeckt werden.

Die roten Kästchen mit externen aufzufüllen ist hingegen ziemlich teuer. Diese Lücken sind ein Grund, warum Cloud, genau wie Agile Methoden bei ungeeigneten Prozessen nur solange gut geht, wie man nicht die richtigen Fragen stellt.


Ich habe in letzter Zeit viele Firmen von innen gesehen und kann so viel sagen: das Klima ist in den “digitalisierten” mit non-territorialen Büroräumen und intensiver Cloudnutzung nicht das beste. Mitarbeiter erkennen schnell, wenn die achso informelle Collaboration Lounge doch nur eine andere Oberfläche ist und an die Stelle von eingesparten IT-Mitarbeitern der asiatische Großdienstleister mit Callcenter in Rumänien tritt. Dazu kommt natürlich der Gedanke, dass bei dieser Einsparung nicht Schluss sein wird. Ich komme nicht auf die Idee, die Verschwörung der BWLer gegen die Nerds zu behaupten, auch wenn diese Erklärung einfach und nahezu vollständig abdeckend wäre.


In den Zahlen sieht man diese Probleme über lange Zeit nicht. Das fehlende Customizing der ERP und BI wird in Excel nachgebildet. Wenn das Management Schatten-IT macht, ist nämlich gleich was anderes. Die Aufmerksamkeitsspanne von Managern ist eh zu kurz um langfristige Entwicklungen zu erkennen. Weil sie aber erstens ihre Fehler (Mitarbeiter als lästiges Übel betrachtet, Schund produziert, der nicht lange hält, Lösungen “in Software” gesucht) seit den 80ern nicht zu erkennen vermögen und selbst wenn den Gesichtverlust nicht ertragen könnten, wird jetzt digitalisiert und agilisiert.


Die Digitale Transformation ist jetzt in allen Firmen Chefsache mit Casual wear und Sitzkissen im Besprechungsraum.


Die Frage, die man sich immer stellen muss ist die, ob man am Ende mit so flachen Strukturen und, wie sie für Startupszenarien typisch sind wirklich arbeiten und produzieren möchte.
Das Mobiltelefon ersetzt den PC, die App das Programm, die Telco das Gespräch und die Cloud den Serverraum. Aber meiner Ansicht nach ist das nur eine Phase am Ende der Globalisierung. In nicht allzu langer Zeit wird man Produkte nur durch Exzellenz verkaufen. Zum einen kommt der Wandel dorthin aus den Rohstoffpreisen und zum Anderen aus den immer mehr gesättigten Märkten. Die pure tolle Idee wird für ein Produkt der näheren Zukunft also nicht mehr reichen.


Die CeBit, die sich 2003 gerade so eben von den peinlichen New-Economy Kasperletheatern losgesagt hatte, wurde nun also von den “Tsajkkaa Du Schafft es” zu den “Digitalisiere Dich!” - Sprechern getrieben.
Das Problem ist, dass die meisten Digitalisierungs-Päpste bereits mit dem Erklären eines Sampling-Theorems oder mit der Berechnung des Klirrfaktors einer ADA-Wandlung überfordert wären und das sonstige fachliche Niveau auch nicht höher liegt.
Jeder sieht die Probleme, viele können sie benennen, aber es schwingt auch immer die Angst vor dem Verlust mit.
Genau wie VW Gefangener der eigenen Motor-Expertise ist, sind “die Manager” Gefangene ihres Wachstum-Mantras und des Wandel Mantras. Ich glaube, dass das Zeitalter der bedingungslosen Globalisierung und Beschleunigung vorbei ist. Apple wird sein Spitzentelefon nur noch schleppend los, weil der Vorteil gegenüber einem nunmehr 4 Jahre alten iphone 6 eher in Marginalien stattfindet und ein altes iphone nicht mehr so stigmatisierend wirkt wie es 2012 der Fall war. Wobei Apple, was die Exzellenz der Produkte angeht relativ weit vorne mitspielt und auch Mut hat, für einen Fortschritt (auf Kosten der Kunden) ein Produkt in den Sand zu setzen. Haptik und Verarbeitungsqualität liegen dort schon relativ hoch. Ein knarzendes Gehäuse wie bei den ersten bunten iMacs wird man in apple-Produkten eher nicht mehr finden.

Ich sehe immer mehr Werbung für Produkte, bei denen die Werthaltigkeit und Nachhaltigkeit im Vordergrund steht.  Das kann natürlich Targeted Advertising in einer selbstverstärkenden Echokammer sein, aber auch in meinem professionellen Umfeld kommt es immer mehr auf handwerklich gute Lösungen an. Auch hier – wir reden eher von Rechenzentren als Serverräumen – ist es sicher nur ein Ausschnitt, in dem sauberes Arbeiten mit dem Buzzword “defensive computing” wieder chic ist, steht die Investitionssicherheit wieder mehr im Vordergrund. Der Kunde will für seine CapEx was haben, die kalkulierten Laufzeiten gehen wieder rauf und ein Hersteller, der mit Kostenpflicht für Updates nach drei Jahren die Server entwertet, muss nicht mit mehr Aufträgen rechnen. Insgesamt steigt das fachliche Niveau in allen möglichen Bereichen. Ein Cloud-Ansatz, der sauberes Arbeiten mit grenzenloser Skalierbarkeit zu ersetzen versucht, wurde nur kurz gefragt. Cloud wird eigentlich nur noch dort gewünscht, wo die Vorteile durch die Cloud an sich existieren. Eine typische In-Haus-App wie z.B. die FiBu oder ERP legt, spätestens seit dem 25.5. kein CIO bei Verstand in einer public Clod ab und auch die klassischen Tugenden wie Verfügbarkeit. die man im normalen Sprachgebrauch als “Zuverlässigkeit” bezeichnen würde, sind wieder ein hohes Gut geworden, während man sich vor zwei Jahren allein mit der Frage nach den variablen Kosten und der Verfügbarkeit ins alter-weißer-Mann-mit-Kugelschreiber-Aus geschossen hat.

10.06.18
von Falk Dübbert
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Hausaufgaben

Diese Woche habe ich angefangen, viele alte Zöpfe abzuschneiden. Es war so viel, dass die Leute am Recyclinghof mich gefühlt nur noch durchwinken, weil sie meinen Satz "Ich habe Pappe, Papier, Holz, Elektrokleingeräte und etwas Sperrmüll." (Zauberformel gegen Gebühren) schon kennen.

Jetzt kommt die problematische Phase, bei der ich "früher" immer versagt habe, weil ich die Aufmerksamkeitsspanne eines 10-Jährigen nur im Sekundenbereich überbiete und das Durchhaltevermögen einer Eintagsfliege habe, sobald mir etwas langweilig ist. Jetzt muss ich die Kisten -vor allem die mit dem Papierkram - sortieren, Kleinteile die noch einen Wert darstellen könnten verkaufen oder verschenken und alte angefangene Projekte erneut bewerten und über ihre Zukunft entscheiden.

Den Tiki-Küstenmacher zu machen, macht meines Erachtens keinen Sinn. Die Ideologie hinter allen Lebensratgebern aus der Richtung ist meiner Ansicht zur Hälfte Autotherapie, in dem man seine persönliche Situation bestehend aus Leasingauto, Mietwohnung und Ikeamöbeln zu einem Ideal verklärt.

Tatsächlich stimmt die Richtung zwar, denn ich möchte vor allem mein Inventar erkennen und erfassen. Dabei wird auch einiges auf Auktionsseiten landen.

 

22.05.18
von Falk Dübbert
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DSGVO und die Vorhersagen der Politiker

Erinnert Ihr euch, wie die Mietpreisbremse die Teuerung der Mieten in Berlin aufhielt?

Oder wie der §97a UrhG seit 2008 die überzogenen Forderungen der Abmahnanwälte eindämmte?


Nicht? Ich auch nicht. Denn diese Gesetze sind beide ein Beispiel von gut gemeint und mir schwant ähliches bei der DSGVO.


Die DSGVO und das BDSG(neu) ist typisches Beispiel von

  • Eurokratie
  • Lobby-Arbeit
  • Technischem Unverständnis

Zum einen gibt es Stellen (Art. 32…), in denen die DSGVO nicht Technologie-offen formuliert ist. Die Verordnungsgeber schreiben also genau vor, wie ein gegebenes Schutzziel erreicht werden soll. Als ob in der IT etwas nicht veralten würde...

Zum anderen gibt es zwar abgeschlossene  Listen und Aufzählungen, aber an anderer Stelle offene Auflistungen mit Beispielen.


Wenn ich nun die Politiker hinter der GDPR ihre Beruhigungs-Verse aufsagen höre, habe ich ein Problem:

In Deutschland sind DSGVO und BDSG (neu) zusammen 170 Paragraphen. Politiker waren beim UrhG nicht in der Lage, EINEN Paragraphen stringent zu formulieren.


Warum sollte jemand, der an der Tiefgaragenauffahrt scheitert, den Mt. Everest besteigen können?

29.04.18
von Falk Dübbert
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Kommunalwahl SH 2018

In Schleswig-Holstein ist gerade Kommunalwahl. Man sieht es ganz gut daran, dass innerorts jede Laterne und jeder Pfosten mit Portraits und Gruppenbildern behangen wird, die - ich sage es mal vorsichtig - vielleicht besser in kleineren Kreisen gezeigt werden sollten. Irgendwie scheint es im kommunalpolitischen Umfeld mit ganz wenigen Ausnahmen keine Menschen zu geben die normalgewichtig und unter 60 Jahre alt sind. 

  • Die Grünen plakatieren etwa hälftig bundespolitische Themen - oder solche, die wie der Bienenschutz in Europa entschieden werden, und Köpfe. Ich weiß nicht, was ich schlimmer finden soll, dass es passiert oder dass es vermutlich sogar funktionieren wird.  Wenn ich aber sehe, was bei der handwerklichen Qualität der Gesetzgebungen herauskommt, kann ich keiner Partei eine Stimme geben, die irgendetwas strenger handhaben möchte. 
  • Die FDP hat neben Portraits aus der Hölle wohl die alten Plakate der LKR geerbt. Sich als strenger Haushalter zu gerieren ist jedoch gerade in Schleswig-Holstein problematisch, weil eher die Einnahmen bzw. durch Landflucht und Kindermangel deren Wegbrechen das Problem sind und der Zustand der öffentlichen Infrastrukturen eher nach einem Investitionsprogramm schreit. Sparen in SH ist in etwa so, als würde man die Batterie aus der Uhr nehmen um immer pünktlich zu sein. Und eine "neue FDP" zu claimen, kommt mit ü60-Kandidaten nur halb so glaubwürdig. 
  • Die CDU hat bis auf die typischen betont angepassten jungen Köpfe, gefühlt zu 99% Rentner plakatiert. Wenn man betrachtet, dass Landes- und Bundespolitiker eine Essenz aus den Kommunalverbänden sind, kann man so recht schnell sehen, woran so manche rückwärtsgewandte Initiative der CDU liegt. 
  • Die SPD gewinnt des Preis für die grausamsten Gruppenbilder, die je mit MS Paint erstellt wurden. Und ob Miethöhen in Schleswig Holstein außerhalb von Pinneberg und Kiel wirklich ein Problem sind, wage ich mal zu bezweifeln.
  • Die Linken haben auch Mieten plakatiert. 
  • Es gibt noch andere Mikroparteien mit seltsamen Plakaten und Namen. (Was bedeutet es, wenn eine Offensive seit 12 Jahren keine Ergebnisse erbringt?)

Ich habe wirklich versucht, im Netz irgendwas zu den Programmen oder Kandidaten zu erfahren. Es gibt aber nicht wirklich was zu finden. Die Seiten der Ortsverbände wirken entweder so, als hätte Oma Erna zur Hochzeit ihrer Enkelin vier Wochen an einem Schüttelreim gebastelt, oder sind von einer KI aus den besten PR-Texter-Baustein-Kästen der Nullerjahre zusammengeworfen worden und entsprechend nichtsagend wie VWs Statements zum Dieselskandal.

Allen gemein ist, dass die Pflege von ein paar automatisch eingeworfenen "Meldungen" abgesehen nicht stattfindet. 
Eine Partei hat ihre Adresse allen Ernstes auf ihr Facebook-Profil umgeleitet (Guten Morgen!). 

Momentan hätte jede Partei meine Stimme, die verspricht, (außer einer PKW-Mautverhinderung im Bund) jetzt vier Jahre nichts zu machen - und das auch Landes- oder Bundespolitisch ... und meiner Meinung nach sind Kommunalwahlen eher hinderlich. Gute Verwaltungsarbeit braucht Kontrolle, aber auch Kontinuität. Ein wiederholender Politischer Prozess führt nur zu Denkmälern. In Ostwestfalen waren das Spaßbäder und Turnhallen mit Baumängeln. In Schleswig-Holstein eher Fußgängerzonen, überdimensionierte Klärwerke oder Glasfasernetze ohne Kunden oder Legitimation. 

Durch Zwangsverwaltung entdemokratisierte Kommunen "funktionieren" auch. Wobei dann das mit dem Totsparen wieder zum Tragen kommt. 

Ich weiß, dass es vielen weh tut, aber die Kommune interessiert eigentlich nur, wenn es um die Abgaben für Müll, Abwasser und die Handhabung des Anschlusszwangs für Wasser und Fernwärme, oder die Länge des Schulwegs geht. Da Wahlen in Deutschland wie ein mehrfach durchlaufender Medianfilter funktionieren, kann man sie auf Kommunal-Ebene auch einfach sein lassen oder alle 20 Jahre abhalten. 

11.03.18
von Falk Dübbert
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Flugtaxis und Realitäten

Wer an autonome Flugtaxis in naher Zukunft glaubt, ist um seinen Positivismus echt zu beneiden. Man könnte auch sagen, dass Politiker mal den Bezug zur Realität verloren haben.

In der Realität normaler Menschen jedoch werden selbst Spielzeug-Drohnen mit dem Gewicht eines Stücks Butter zu Tode reglementiert.

Die Info-Seite der Polizei (aus dem Problem-Bären-Land) zu Solowheels kann man nur als unverholene Drohung auffassen. 

Solange die CSU sich also als Fortschritts-Verhinderungs-Partei geriert, sollte vielleicht doch der Breitbandausbau im Fokus der Staatsministerin für Digitalisierung liegen. 

Danach können wir uns darüber unterhalten, ob ein Flugtaxi auf eine komplexe Infrastruktur mit Best-Effort-Datentransport angewiesen sein müssen darf. 

 

4.03.18
von Falk Dübbert
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Neue Notfalltasche

Sorry, wenn ich heute mal wieder alte Bilder recycle, aber heute habe ich echt noch den Blubber.

Ich bin aktuell dabei eine neue Semi-Rigid Notfalltasche (neues Auto = neue Tasche) zusammenzustellen und habe ein paar Änderung an der Stückliste:

alte Tasche neue Tasche

Guedel-Tuben-Satz

weiß bis lila

Guedel-Tuben-Satz

orange bis lila

Wendel-Tuben-SatzWendel-Tuben-Satz

Beatmungsbeutel
Söhngen P2 mit Reservoir und 
Masken 3 u. 5

Beatmungsbeutel
Ambu Mark IV mit Reservoir und 
Masken 3 u. 5

Absaugpumpe HUM
mit Behälter und Kathetern

Absaugpumpe Ambu
mit Behälter und Kathetern
Sauerstoffflasche 2L, StahlSauerstoffflasche 0,3L, Stahl
Stiffneck klein und großStiffneck klein und groß
Finger-PulsoximeterHandpulsoxy mit Fingersensor
EKG Nihon KohdenEKG Schiller
OhrthermometerOhrthermometer
BZ-MessgerätBZ-Messgerät
RR-MessgerätRR-Messgerät
Halogen Otoskop, schwarzLED-Otoskop, blau
Stetoskop, Littmann, schwarzStetoskop, Littmann, all-black
SAMsplint-SatzSAMsplint-Satz
Brandwunden-KitBrandwunden-Kit
VerbandssatzVerbandssatz
Klemmen, Pinzetten, etcKlemmen, Pinzetten, etc.
HygienesatzHygienesatz
OctenidinOctenidin

Ein paar werden fragen, wo der Defi geblieben ist. Zwar habe ich meinen Defi in den vergangenen fünf Jahren auch mehr als einmal eingesetzt (am häufigsten um ein EKG zu sehen, als das Taschen-EKG noch nicht da war), aber die Therapeutische Bandbreite ist doch sehr schmal. 

 

21.01.18
von Falk Dübbert
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Allen reden vom Wetter

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Ja; Friederike war der schwerste Sturm seit Kyrill. Aber liebe Bahn:

Bei schönem Wetter kann jeder fahren.

Die Frage, die ich mir stelle, ist ob die Einstellung des Bahnverkehrs also die Individualisierung des Risikos, die richtige Entscheidung war. Normalerweise kommt von links der Spruch "Privatisierung der Gewinne bedeutet Sozialisierung der Verluste."


Die Bahn ließ acht ICEs in Fulda stranden und stellte den Bahnverkehr um 16.00 Uhr bundesweit ganz ein, obwohl der Sturm zu dem Zeitpunkt bereits in Südpolen (nicht am Südpol) war und man die Hauptstrecken (Hamburg – München, Berlin- Frankfurt) noch am selben Tag hätte freiräumen können. Stattdessen zog man sich zurück. Der Reichsfunk äh die öffentlich-rechtlichen Sender lobten in jeder Sendung, wie toll die Bahn das im Griff gehabt hätte, was ich aus der anderen Perspektive nur als zynisch bezeichnen kann. Die Auskünfte vor Ort waren falsch oder unzuverlässig und die Anzeigen widersprachen sich selbst. Wer sagt “informieren Sie sich vor Antritt der Fahrt” und dort bis 14.00 Uhr unter “aktuelle Informationen” noch was von “bis zu 40 Minuten Fahrtverlängerung” behauptet, obwohl die Einstellung des Verkehrs bereits im Gange war, der hat seine Glaubwürdigkeit nachhaltig beschädigt. Allein der Begriff “Hotelzug” ist ein PR-Stunt, denn “ICE, der nirgendwo anders mehr Platz gefunden hat” wäre wesentlich passender gewesen.




Ich habe im ICE eine Notgemeinschaft mit unglaublich netten Leuten gebildet und wir haben uns auf das soziale Netz verlassen, was immer funktionieren wird: Familie.


Das bedeutet, dass aus der umweltfreundlichen Zugfahrt von 762km in einer Nacht fast die doppelte Autostrecke wurde.


Ich habe auf der Rückfahrt nicht einen einzigen umgestürzten Baum, aber 14 Schwertransporte gesehen.


Als Student hatte ich die Zeit, bei wichtigen Klausuren zwei S-Bahnen pro Umstieg als Reserve einzuplanen, aber im Alltag waren es zwei Tage in der Woche, an denen ich zwischen Uni und zu Hause entweder die erste Vorlesung verpasste oder zwei Busse später nach Hause kam. Wohlgemerkt, dieser Wert fiel bei 40km Fahrstrecke an und das erste Jahr, in dem die S3 bis Buxtehude fuhr, war eher schlimmer. Auch hier war meist der Gleiskörper das Problem, Weichenstörung hier, Signalstörung da und bei den Herbst- und Winterstürmen eigentlich immer Sturmschaden, obwohl S-Bahnen eine Stromschiene und erst hinter Harburg eine Oberleitung haben.


Diesen Luxus habe ich nicht mehr. Ich habe Verpflichtungen einzuhalten. Kein Kunde lässt sich mehr als einmal mit der Bahn-Ausrede abspeisen.


Man könnte ja meinen, dass man seit der Fahrt 1835 der aus England importierten Adler-Lok gelernt haben könnte, dass schnellwachsende Fichten, Pappeln und Birken oder kronenlastige flachwurzelnde Bäume an und in der Nähe von Bahndämmen nichts verloren haben. Die Zeiten, in denen man sich mit der Handsäge schnell noch Brennstoff holen muss, sind ja vorbei und auch damals war Holz in der Feuerbüchse für den Wärmetauscher eher ein Problem, aber der Vorstand für Infrastruktur hat bislang keine Expertise in Bauwesen oder Logistik nachgewiesen und leidet seiner eigenen Aussage nach auch unter einer Seh- (wörtlich "Ich kann Deine Fresse nicht mehr sehen.") und Hörstörung (wörtlich „Ich kann den Scheiß nicht mehr hören“).

Auch bei der Fehlerkultur und der persönlichen Integrität könnte man sich anhand des Lebenslaufs durchaus eine andere Besetzung an dieser Stelle wünschen und man fragt sich schon, welche Qualifikation man vom Parteibuch abbgesehen für einen Vorstandsposten beim DB-Konzern mitbringen muss.


Schließlich waren seit Oktober und damit seit der letzten Kapitulation ein paar Tage vergangen und Fa. Stihl hat ja jüngst mit 100 Millionen die Produktionskapazitäten vergrößert. Passiert ist aber: “ “.

Die Bahnseite mit dem Maulwurf zeigt diesen Winter keine zugenommene Fällaktivität an, dabei ist Fällen im Winter eigentlich leichter, weil die Bäume weniger Laub tragen.


Aus einer ökologischen Trendwende wird solange nichts, wie man glaubt, in der Bahn einen “global Player” mit 579 Beteiligungen und Töchtern zu haben.

Die Bahn ist auf den meisten Strecken ein Universaldienstleister und muss zuverlässig funktionieren.

Das ist das einzige Kriterium.

Sie muss dabei keinen Gewinn erwirtschaften.

In der Tendenz sollte man auch überlegen, ob das Gleisnetz nicht in eine öffentlich-rechtliche Gesellschaft überführt werden sollte oder man das Modell der Stromnetze übernehmen sollte. Denn, dass die jetzige Betreiberin das Bahnnetz nicht betreiben kann und bei fast allen Großprojekten (Pünktlichkeit, Budgeteinhaltung) versagt hat, ist nun offenbar. Sie hat nicht mal das eigene Pünktlichkeitsziel erreicht, bei dem ausgefallene Züge nicht als unpünktlich zählen. Wer mal versucht hat, ab Altona den ersten ICE des Tages nach München zu nehmen, weiß wie lachhaft diese Ziel-Definition ist.

Selbst bei den stattfindenden Verbindungen ist die Bahn mit 80% zufrieden. Was ich mit einem Mitarbeiter machen würde, der dauerhaft einen Tag pro Woche unpünktlich ist, kann man sich sicher denken.