Falk Dübbert IT

11.03.18
von Falk Dübbert
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Neu-Bestückung Testrack

Bislang habe ich mir beim Testen mit alten Notebooks und einem N54L beholfen. Sowas stößt natürlich schnell an seine Grenzen, wenn es darum geht eine ganze Serverlandschaft oder kompliziertere Setups und Prozesse zu testen. Das Testrack bzw. dessen Neubau steht schon länger auf der ToDo. Der Schrank hat 24Höheneinheiten und ist 86cm tief. 

Meiner alten Doktrin, möglichst wenige Sorten zu haben, sind alle Server HPE DL360 Generation 8 (Allerdings sind 3 Stück -p mit SFF und 2 Stück -e mit LFF), die ich trotz der Nachteile mit normalen U-DIMMs bestücke. Die Hosts haben, abweichend von einem produktiven Aufbau, lokalen Storage und nur Gigabit-Ethernet. 

Die Virtualisierung wird zunächst mit einer VSphere passieren, aber ich werde eine Möglichkeit einbauen, ein oder zwei Hosts auf Openstack umzuschalten oder nested Openstack-Hosts als VM laufen zu lassen. 

testrack

Folgende Dinge will ich mit dem Rack testen / lernen / ausprobieren: 

  • Defensive Computing
    Normalerweise ist ein Testrack nicht der Ort für defensives Computing, aber ich möchte das Testrack so betreiben, dass ich die Praktiken von dort jederzeit auf die produktiven Fragestellungen meiner Kunden abbilden kann. 
    Ich profitiere viel von meiner Erfahrung als Admin, Retter, Macher, Techniker und von meinem Ingenieur-Studium und kann meist gut einschätzen welchen Kompromiss man bei der Gestaltung von IT-Strukturen eingehen kann. Aber mittlerweile bin ich mir sehr sicher, dass man in der IT nicht mehr "pfuschen" kann. Der Haufen "Technical Debt", den man mit Pfusch ansammelt, hat die unangenehme Eigenschaft, dann zu brechen, wenn man es am allerwenigsten gebrauchen kann. IT-Abteilungen und ihre Budgets werden immer kleiner und Applikations-lastiger - damit wird man sich mit Blech, Storage oder Backup und Restore nicht befassen müssen wollen und sie dürfen einfach keine Probleme machen.
  • High-Efficiency Computing
    Das ist, wenn man Footprint-Minimalisierung im positiven Sinn auf die Spitze treibt. Also so arbeitet, wie man in den Achtzigern Computerspiele gemacht hat. Ich sehe, genau wie Tim O'Reilly den baldigen Peak Digital voraus. Alles wird komplexer, bis es einfacher wird. Aktuell haben wir enorm komplexe IT-Umgebungen. Durch die Clouds sind tausende Systeme beteiligt. Bislang ist es so, dass diese Komplexität nur selten bis zum Endkunden durchdringt, aber genau, wie wir bei der Mobilität über CO2 und Stickoxide nachdenken, wird man den Footprint von allem in der IT in den Griff bekommen müssen. 
  • Docker-Automation, Service-Bereitstellung mit Docker unter VMware
    Ich will mehr mit Automation im High-Level-Bereich testen. Meiner Ansicht nach, wird eine interne IT in Zukunft eher wie ein Hoster sein und die Anwendungsentwickler je nach Schutz-Bedarf, Last oder Lebensdauer des Services entscheiden, ob dieser On-Premise oder in einer Cloud gestemmt wird. Dabei ist dann entscheidend, dass diese Entscheidung nicht von einer fehlenden Schnittstelle eingeschränkt wird. 
  • Patching und Updates durch Erzeugen der VMs von gepatchten Templates und schnellen Deployment der Services. 
    Ich bin großer Anhänger von disposable IT. Wenn man das Vernichten seiner gesamten Struktur zum Teil des Prozesses macht, hat man zwangsläufig auch alle Prozesse im Blick. Wenn man zum Beispiel die Betriebssysteme neu erzeugt und anschließend automatisiert die Services darauf wiederherstellt, fällt die Pflicht zum Systembackup.  
  • Orchestrator-Skripte am Ticket-System
  • 360°-Monitoring inkl. Failover-Automation (ist mehr was zum Vorführen) 

Das Hauptproblem wird sein, dass, wenn das Rack fertig ist, es auf dem Dachboden zu heiß für dessen Betrieb ist. 

26.11.17
von Falk Dübbert
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Firefox Quantum, oder wie man seine restlichen User auch noch verprellt.

Firefox war in der Opera-Falle: Außer High-Profile Usern, die richtig hohe Ansprüche stellen, aber nur klitzekleine Marktanteile bieten und auch noch auf Werbung oder Marktforschung extrem allergisch reagieren, hatte die Mozilla-Corp niemanden mehr. Zunehmend bekam Firefox das alte-weiße Männer-Image.

Jetzt soll ein “Riesen-Update” Firefox wieder cool machen.

Ich habe mir Quantum sowohl in meiner VM als auch auf dem Windows 7 Notebook angetan und wieder deinstalliert.

Ich habe Firefox vor ewiger Zeit in die Tonne getreten. Eigentlich war Firefox, seitdem die Menüs verschwanden, bei mir unten durch und ich wechselte zu Oper – später zu Vivaldi.

Ich nutze Firefox nur noch als unverbastelten Browser für VSphere, Veeam, Oszilloskope, Kibana usw.. Das ging bis Version 52 gut und danach nicht mehr. Typischerweise habe ich mittlerweile für obige Zwecke einen Firefox 50 im Einsatz, bei dem ich die Proxy-Einstellung vermurkse, damit der Paläo-Browser kein zu große Security-Loch in die IT reisst.

Alles was mich an Firefox störte, ist mit Quantum schlimmer und fast nix besser geworden:

  • Von der Geschwindigkeitssteigerung habe ich nichts mitbekommen. Im Gegenteil: ebay.de, Spiegel online oder Sputnik sind deutlich langsamer. Ansonsten kann ich auf einem i7 mit 64GB RAM und SSD an 50Mbit DSL keinen Unterschied erkennen.
  • Die gebotenen Optionen in about:config sind ein schlechter Witz. Wenn ich Nannying will, nehme ich edge.
  • Die neue Rendering-Engine sieht aus wie Webkit von vor einer Ewigkeit.
  • Die Cliqz-Seuche ist immer noch da. Wenn ich an Datenschutz denke, fallen mir immer deutsche Verleger als allererstes ein.

Insgesamt ist Firefox weiter gesichtsloser geworden. Da bei der Umstellung auf Quantum eh fast alles (Bookmarks, Plug-Ins) über die Wupper geht, kann man sich auch mal eines der Chromium-Derivate wie z.B. Opera oder Vivaldi antun.

25.11.17
von Falk Dübbert
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008

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Eben gerade rutschte mir ein wenig das Herz gen Boden. Alle möglichen Adressen meines Front-Web-Servers warfen mir auf allen Notebooks 403-Fehler entgegen.


Da sich in den letzten Tagen eh schon seltsames in den Logs tat, hatte ich schon befürchtet, er wäre übernommen worden. 


Der Grund war aber einfacher. In meiner Du-kommst-hier-nicht-rein-Liste war ein Eintrag “008”, weil ein Bot mit diesem Useragent auf den Kommentar-Plugins der auch hier gehosteten anderen Blogs runhämmerte. Es ist dann aber geradezu doof, wenn man auf Vivaldi 1.94.1008.32 aktualisiert.


Ich werde im Dezember eh auf andere Mechanismen zur Härtung des Webservers setzen.

12.07.17
von Falk Dübbert
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Test mit Marsedit

Wie soll ich sagen? Durchgefallen! 

Es ist schon erstaunlich, dass gerade unter OS X keine vernünftige Offline-Blog-Software zu bekommen ist. Als (Ex-) Windows-Fanboy nannte ich das "das Zufriedenheits-Gen" das Mac-User haben müssen, um mit der zweiten Wahl Software oder dem Mangel an Optionen (Spiegel statt Displays, USB-Ports!) trotzdem zufrieden zu sein. Nun denn:

Scribefire: Wurde 2014 kastriert. Abandonware.

Qumana: Abandonware.

Blogo: Unterstützt nur Blogger, Medium und Wordpress

MarsEdit: Wirkt wie das Ergebnis einer Programmierübung im zweiten Semester Informatik für Theologen. 

Ecto: Unterstützt die Movable Type API nicht. 

Es gibt nicht mal ansatzweise etwas, das auch nur in die Nähe von Open Live Writer kommt für OSX. 

 

5.06.17
von Falk Dübbert
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Vier Tage MacBook Pro – Ein Zwischenstand.

Ich habe vor vier Tagen das MBP in Betrieb genommen. Zunächst mal: ja – auf einem Mac mit Retina-Display sieht alles besser aus. Aber ich muss immer wieder feststellen, dass ich schon lange keinen Mac mehr angefasst und benutzt habe.

Aber ein paar Lücken habe ich schon gefunden:

  • Es gibt scheinbar keinen out-of-the-box-Ersatz für Open Live Writer außer MarsEdit unter OS X. Das ist erstmal … erstaunlich. Auch sonst scheinen Mac-User sich mit Webfrontends zufrieden zu geben.
  • Das gleiche gilt für Usenet-Clients und ich meine nicht die zum Binary-Saugen sondern die zum Diskutieren.

Ansonsten füllt sich meine Adapter-Tasche bereits rasant.

1.06.17
von Falk Dübbert
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Umstellungen im Juni

Und dann… kommt es doch anders.

Erst wollte ich Office 365 Business Premium nehmen.

office365sxtodayDas ist jetzt vom Tisch, aber sowas von. Ich wusste ja, dass der Microsoft-Support für End-User ausbaufähig ist, aber das lassen wir dann einfach. Microsofts Trend zu nicht hilfreichen Fehlermeldungen hat auch die Office-Division voll erfasst. Entsprechend glorreich und wenig zielführend waren auch Lösungsvorschläge.


Ich werde also nun einen V-Server leerräumen und mit Kolab versehen. Peng! Aus! Ende Banane.

23.05.17
von Falk Dübbert
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Die Schlacht von in drei Jahren jetzt schon kämpfen.

Bei mir steht wider mal ein großer Wechsel an. Es sind eigentlich drei. Zum einen ist da der große Wechsel von Windows 7 nach Mac OS X (Sierra oder so – keine Ahnung. Die Kartons sind noch zu.)

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Das Offensichtliche, also die Hardware und die Betriebssysteme, sind dabei weniger das Problem, als der lange Schwanz an Anwendungssoftware und anderer Hardware, den die Abkehr vom PC mit sich zieht.

Diese Abkehr oder die vom Server als Silo dürfte der Brocken mit dem größten Aufwand sein. Die neuen Rechner sind nicht nur optisch “schlanker”, sondern auch technisch. Ich verlagere also mehr meiner Daten auf Server und Web-Dienste.

  • Die Dateien und viele eingescannte Dokumente kommen nun nach und nach parallel in ein SeedDMS und als Rohdaten in eine Dedup-Appliance, da sich in meinem NAS immer noch solche Genialitäten wie “Laufwerk_C_blaues_Notebook_2004” anfinden. Es soll danach so sein, dass ich nur noch die letzten 11 Monate im normalen Cloud-Storage vorhalte und der Rest per C-Name auf dem Webserver im Haus landet.
  • Als E-Mail-Archiv setze ich nach vier Iterationen (Sorry, liebe Ex-Kollegen… bis ich Piler auf Niveau konnte, waren wir mit Exclaimer schon lange fertig.) auf Piler.
  • Die Bildverwaltung stelle ich auf View-NX und Capture-NX um, wobei ich weiterhin für die wichtigen Bilder auf RawTherapee als RAW-Prozessor setzen will.
  • Um Office 365 komme ich vermutlich nicht herum, solange ich keine Lust habe, auch noch einen Exchange hochzuziehen.
  • Im Videoschnitt geben sich Davinci Resolve, Lightworks und FinalCutPro gerade ein Rennen, das vermutlich durch die Hardware im Arbeitszimmer entschieden wird: Wird der neue Rechner ein iMac, kann ich dank der Grafikkarte auf Davinci setzen. Sonst “riecht” es nach FinalCut Pro, da mir das Lizenzmodell von LightWorks so eher gar nicht gefällt.
Wenn Du nicht der Kunde bist, bist Du das Produkt.

Die Umstellung ist ein Ausweichen von Windows 10 weg. Wir haben Windows 10 auf den Firmenrechnern und es ist in der Enterpriseversion schon richtig schlecht. Man kann sich ja vieles schönreden, aber im direkten Vergleich Windows 7 zu Windows 10 sehe ich fast nur Nachteile und die wurden mit Anniversary und Creator’s Update eher schlimmer.
Ich könnte die drei Jahre mit Windows 7 aussitzen und mich dann entscheiden. Ich kann aber auch einfach den Stecker ziehen und Herrn Nadella spüren lassen, was ich davon halte, Werbung oder unbestellte Apps zu bekommen und Cortana nur noch mit Aufwand von meinem Rechner verbannen zu können oder eine Datenquelle für Nutzungsstatistiken dritter zu sein.