Falk Dübbert Heimwerken

10.11.17
von Falk Dübbert
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Nachhaltigkeitsprojekte

Momentan geister ich am Wochenende durch die Wohnung, suche Standby-Stromverbraucher und schraube an meiner Heizungssteuerung.
Die Funde sind zum Teil recht… interessant.


Zum Einen waren und sind da „die üblichen Verdächtigen“, die vermutlich in jedem Haushalt vorhanden sind. Der bereits erwähnte Kühlschrank, die Mikrowelle und die Kaffeemaschine mit Uhr, das steinalte Mobilteil mit NiMH-Akkus und Konstantstromlader dafür ohne Eco-DECT, die Waschmaschine mit Soft-Off, zwei 8-Port-Switche und der Router mit Military-Grade Firewall und Dauer-WiFi über drei Access-Points.

Wer behauptet, Master-Slave-Steckdosen-Leisten würden bei modernen Geräte nichts außer einen weiteren Stromverbraucher bringen, liegt ganz klar daneben. Es gibt immer weniger Geräte, die über einen erreichbaren mechanischen Ausschalter verfügen und die Slave-Leiste hat nur einmal 0,2W, statt der 0,2W mal Anzahl der angeschlossenen StandBy-Verbraucher.
Beim Kauf der Master-Slave-Dose sollte man jedoch auf ein Modell achten, das mit üblichen Schrauben verschraubt ist und dessen Arbeitsrelais mit vertretbarem Aufwand tauschbar ist, denn die Arbeitsrelais darin sind nicht sonderlich haltbar, wenn man primär Schaltnetzteile schaltet. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mir die NTC-Vorwiderstände in Schaltnetzteilen zurückwünsche oder nicht.

  • Auf jeden Fall bekommen Computerplatz und Fernsehecke eine Master/Slave Dosenleiste und die Drucker bekommen eine Funksteckdose.
  • Die nächsten Stromfresser auf meiner Liste sind das NAS und der Home-Server.
    Das NAS bekommt neue, deutlich sparsamere, Festplatten und der HomeServer wird bis auf RasPi-Reste „in die Cloud“ verlagert.
  • Ein vom Aufwand her etwas größerer Brocken wird das „Radio“ in der Küche werden. Hier möchte ich die interne Endstufe stilllegen und das externe Netzteil gegen ein kleineres mit hohem Wirkungsgrad tauschen, während das 150W MeanWell für den Übergang den LiteCoin-Miner befeuern kann, der als neue Anti-Schimmel-Heizung die kalte Nordwand erwärmt. Als neue Endstufe wird irgendwas in Class D oder Class T zum Einsatz kommen.
    Ggf. tausche ich die Radios auch einmal durch. Blaupunkt ist ja schon eine weile lang im Zombie-Modus und meine blauen Punkte kommen noch aus Portugal.
  • Beim Weinkühlschrank warte ich noch auf das Ergebnis der Strommessung dieser Woche und muss testen ob der Krups-gelabelte Chinese nach Abschaltung sicher wieder auf die eingestellte Temperatur zurückkehrt. Allerdings muss er innerhalb der Woche für die mehrheitlichen Rotweine nichts tun, denn momentan senke ich bei mehrtägigen Abwesenheiten die Temperatur in der Wohnung auf 18°C. Es ist also die Frage, ob die LED und die Steuerung nennenswert Strom verbraucht. Bei dem Kühlschrank ist die Messung und die sich daraus ergebende Optimierungsaufgabe noch relativ einfach.
  • Die eigentlich komplizierte Aufgabe ist die Optimierung der Heizungsabsenkung. Es gibt zu Sinn und Unsinn der Absenkung gegenteilige Aussagen. Grundsätzlich kann ich einfach meine Wohnung entrümpeln und leichtere Möbel aufstellen um die benötigte Wärme runterzubekommen, was auch ein Stück weit mein Ziel ist, aber im Grunde die Aufgabe nur verlagert. Der erste Ansatz war die Temperatur von Innen- und Außenwand miteinander zu vergleichen und so den Wärmeverlust abschätzen zu können, was aber dann schnell zu irgendetwas nichtlinearem führte, das ich nicht berechnen möchte. So gesehen versuche ich nun ohne Änderung ein Modell zu erzeugen, dass die von den Wärmemengenzählern ermittelte Heizleistung in Bezug zur Außentemperatur setzt.

30.10.17
von Falk Dübbert
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Nochmal zu den Kettensägen

Im allabendlichen Gruppenchat gab es ein paar Fragen zu meiner Kettensägensammlung. Da die meisten nur eine kleine  oder elektrische K-Säge zum Brennholzmachen haben, war das Interesse oder aber auch das Unverständnis für meine Wahl etwas größer. 

Der Hintergrund, warum ich trotz Ermangelung eines Hauses mit Garten nochmal durchtausche, liegt in den Aufräumarbeiten am Elternhaus und daran, dass, wenn ich im Freundeskreis um Fällarbeiten gebeten werde, der Baum entweder ein hausnaher Hänger oder z.B. eine Fichte aus der Zeit der Fichtenpest (ich nenne das mal so) der sechziger und siebziger Jahre ist. Fichten oder andere Nadelbäume halte ich allenfalls in neuen Gärten als Gartenbaum geeignet. Bereits nach 10 Jahren sind sie freistehend bei Stürmen gefährlich und engstehend wachsen sie zu hoch und sind dann in der Regel in den unteren zwei Dritteln astlos und nicht schön. 

Normalerweise habe ich immer großen Respekt vor Bäumen, die älter sind als ich. Gerade alte Obstbäume fälle ich höchst ungern. Aber in letzter Zeit erbt oder kauft der Freundeskreis Häuser aus den fünfziger bis frühen achtziger Jahren mit Nadelbäumen, die entweder bei und nach Sturm mit Nadeln und Ästen um sich werfen oder die Einfahrt hoch- oder Wände eindrücken.  Solange er gefällt noch auf das Grundstück passt, ist alles gut. 

Beim Sägenkauf gibt es drei Strategien:

  • Kleine Säge oder nur eine Elektrosäge selbst haben und zum Fällen jemanden fragen.
    Wenn ich das Sortiment der Baumärkte so sehe, scheint das neben gar keine Säge zu haben der gängige Weg zu sein. Selbst bei Hornbach, der sich mittlerweile (wieder) mehr an (semi-)professionelle Heim- und Handwerker richtet, gibt es keine Säge, die ich in einen größeren Baum stecken würde. Es ist weniger die Leistung als das Plastikgefühl der angebotenen Sägen aus dem Markenkanon von Einhell über Atika und Hitachi bis Dolmar. Schneidgarnituren sind - wenn überhaupt in den Baumärkten - auch nur in den Originallängen erhältlich. 
  • Eine mittlere Säge haben. 
    Das war bis vor ein paar Tagen meine Strategie. Meine 031AV war aufgrund ihres Alters und Zustands eine Säge mit geringer Verkaufserlöserwartung, also behielt ich sie. Sie ist stark genug um auch mittlere Bäume zu fällen ohne jeden Schnitt keilen oder immer mit Band fällen zu müssen. Auf der anderen Seite kann man bei einzelnen Bäumen auch mal mit ihr entasten. 
  • Eine Kombination aus großer Säge und kleinen Sägen haben. 
    Das ist mein kommendes Ziel. Eine große kräftige Säge kann auch lange Ketten mit mehr als hundert Gliedern mit größerer Geschwindigkeit durch einen Baum ziehen und mit einer kleinen Säge geht das Entasten und die Baumpflege leichter von der Hand. Da ich bei der kleinen Säge sowohl auf eine Akku-Säge als auch eine leichte Benzin-Einhandsäge zurückgreifen kann, schone ich wenigstens eines: meine Ohren oder meine Arme.  

 

 

23.08.17
von Falk Dübbert
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September 2017

Ein paar feste (zählbare) Ziele sollte man sich für jede absteckbare Zeitperiode (Tag, Woche, Monat, Halbjahr, Jahr, 4Jahre, Jahrzehnt) setzen. 

Immer dann, wenn ich ein Ziel verfehle, rutscht es in die nächste und nächstgrößere Periode. Also ein verfehltes Tagesziel liegt dann in der kommenden Woche an.
Das geht normalerweise gut, aber auch manchmal total daneben. Typischerweise stimmt dann etwas mit dem Ziel an sich nicht. So wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung dem Kunden  sagen kann "Sie könnten ja noch Astronaut werden. Im Weltall gibt es das Allergen nicht.", sind nicht alle Ziele realisierbar.

Mein Blog ist zum Beispiel überhaupt nicht da, wo ich es haben wollte und will. Im Grunde hänge ich 6 Monate hinter meinem Plan her.  

Die (private) IT-Umstellung ist auch noch weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein. 

Meine Wohnung ist etwa drei Jahre hinter meinem Plan. Mittlerweile steht eher der Ersatz der Küche statt deren Fertigstellung auf dem Plan für 2018. 

Daher meine Ziele im September:

Basteleien, Reparaturen und Umbauten:

  • Fernglas (Kompassbeleuchtung)
  • Dachboden (Regale aufstellen, Licht aufhängen)
  • Raumthermostate
  • Alarmanlage erweitern (Glasbruch, Infraschall, weitere Bewegungsmelder)
  • ActionCams wiederbeleben.

Foto- und Video-Ideen:

  • MTB-Selfie
  • Vorstellung und Testbericht Focus Bold^2

 

5.08.17
von Falk Dübbert
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Heimwerken: Deckenlampen

Als ich in die Wohnung hier einzog, waren hier viele 60W-Deckenspots mit Spiegellampen eingebaut und ich hatte nach Umzug und Kaution bei IT-untypisch geringem Gehalt wenig Geld zur Verfügung, wollte aber unbedingt auf Energiesparlampen wechseln. Außerdem war mir bei der geringen Höhe zwischen Gips-Decke und Dielenboden diese Beleuchtung nicht 100% geheuer.
Also steckte ich Holzlatten in die Löcher und schraubte daran je eine IKEA-Lampe fest.

Deckenleuchten im Bad
Heute habe ich die Zeit gefunden, dieses Konstrukt endlich aufzulösen und zwei 10W Einbau-Deckenlampen in die Löcher zu bauen, die ich allerdings zu diesem Zweck mit der Tauchsäge vergrößern musste. Die feine rote Linie rechts von den Lampen ist der Strahl von meinem kleinen Kreuzlinien-Laser, den ich zum Anzeichnen und zum Ausrichten der Lampen genutzt habe.

Jetzt muss ich erstmal putzen und morgen mit Wandfarbe etwas ausbessern.

19.07.17
von Falk Dübbert
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Energiesparen, Ampel, Datenlogger, die ersten Schalter.

Ich habe heute ein paar Sachen abgeschlossen oder angeschlossen. 

Zunächst habe ich einen neuen Zwischenzähler angeschlossen. Dessen Blinklicht wird nun von einem Funksender genutzt, der wiederum einen Datenlogger und eine Energiesparampel mit Daten versorgt. Der Aufbau soll in den kommenden Wochen Daten für mein Energie-Experiment liefern. 

Darüber hinaus habe ich die ersten Schalter getauscht. Die Schalter in meiner Wohnung stammen noch aus einer Zeit, in der Siemens noch etwas herstellte. Also nicht nur Siemens "labeln" ließ, sondern wirklich selbst was herstellte. Entsprechend altertümlich wirkte manche Konstruktion. Nun habe ich angefangen die Schalter gegen Gira System 55 zu tauschen. 

13.07.17
von Falk Dübbert
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Energiesparen

Ich plane die kommenden Monate an meinem Energieverbrauch zu arbeiten.

Zunächst mal werde ich mit einem Datenlogger meinen Verbrauch und den der Standby-Geräte messen. Das sind meine Verdächtigen:

  • Der Kühlschrank
  • Der Weinkühlschrank
  • Das NAS 
  • HURTZ!
  • Die beiden Switche
  • Die Telefone 
  • Der Rechner im Soft-Off
  • Der BluRay-Player im StandBy
  • Die Alarmanlage
  • Die Netzteile
  • Mein Fernseher
  • Die Drucker
  • Die Beleuchtung

 

Ich werde nun erstmal einen Monat nichts ändern, sondern nur messen.

Gerade beim Kühlschrank möchte ich genau messen: 

  • Was verbraucht er voll?
  • Was verbraucht er leer?
  • Was kostet es einen stillgelegten Kühlschrank wieder in Betrieb zu nehmen und ab wie vielen Tagen lohnt sich das Ausräumen und stilllegen?

So ähnlich werde ich mit allen Geräten auf der Liste verfahren. 

 

5.06.17
von Falk Dübbert
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Kräuter auf dem Balkon im Sommer

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Eines der Probleme im Single-Außendienstleben ist, dass man entweder auf frische Kräuter vom eigenen Balkon verzichten oder jemanden haben muss, der das mit dem Gießen übernimmt.

Ich habe einen typischen Raucher-Balkon, der gerade mal so breit ist wie ein DIN-A3-Blatt. Ich nutze ihn, außer um Raucher darauf zu verbannen, zum Grillen, Wäschetrocknen und zur Kräuteraufzucht.

Da jetzt die Zeit beginnt, in der Sonne innerhalb eines trockenen Tages sämtliche Pflanzen ohne Wasserzufuhr in den Kübeln töten kann, habe ich einen Bewässerungsautomaten aufgehängt.

Er wird per Solarzelle mit Strom versorgt und pumpt zweimal am Tag Wasser aus einem Fass zu den Pflanzen.


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Der Aufbau war in 20 Minuten erledigt. Jede gießpflichtige Pflanze in den Kästen hat nun einen “Dripper”, der etwa 90 Tropfen pro Minute abgibt, solange die Pumpe läuft.

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