Falk Dübbert

In Artikel 526 hatte ich ja ungefähr ausgelegt, was ich mir im Groben so vorgenommen habe. Die Pläne für die kommenden fünf Wochen verdichten sich gerade.

Ganz aktuell spiele ich mal wieder Jojo, habe aber meinen Fleischanteil im Speiseplan wieder “normalisiert” um nicht wie in 2018 am Ende mit einem fehlenden Spurenelement halb durchzudrehen und mental instabil zu werden. Dazu kommt ein Refill- und ein Cheatday.
Es gibt in der Woche zwei Mahlzeiten mit Fleisch, davon eine am Cheatday, eine mit Fisch und am Refillday eine mit Kohlehydraten Galore, also mit überhaupt nennenswert Kohlehydraten.

Beim Sport habe ich MO-MI-FR Kraft Abends und DI-DO-SA Ausdauer morgens angesetzt. Es gibt keinen ausgefeilten Plan, weil aktuell Frequenz vor Dauer vor Intensität geht.

Ich versuche nur, mein morgendliches Nüchtern-Limit, was das Laufen angeht, langsam zu steigern.
Also eine Runde, eine Runde durchlaufen, zwei Runden mit 1 Minute Pause, zwei Runden durchlaufen, drei Runden mit 1 Minute Pause , zwei mal anderthalb Runden mit einer Minute Pause… Der Trick ist, dass ich mit dem Krafttraining am Abend zuvor morgens einen guten Zuckerschub im Kreislauf habe, den ich dann “weglaufen” kann. Wer sich dafür interessiert, kann Dawn-Phänomen googlen.

Im Arbeitszimmer räume ich noch etwas um, damit der ganze Raum wieder vorzeigbar wird, ohne dass ich mich auf die Blurry-Background-Funktionen der Konferenz-Software verlassen muss. Später soll dort eine Art Hintergrund-System aufgehängt werden. Ich überlege noch an 2 Rollos oder echten Hintergrund-Rollen.

Bei den Elektronik-Projekten kommen folgende Sachen auf den Tisch:
  • Elektronische Last + Labornetzteil
  • Reparatur des Funktionsgenerators
  • Aufrüstung Kurzwellenfunkgerät mit DSP
  • Reparatur der Gopro Hero3

Bis Ende November will ich die restlichen Plastik-Kisten im Wohnzimmer aufgelöst und das alte Lowboard verschrottet haben.
Dazu möchte ich zu Anfang November, weil Draußensitzen keine Option mehr ist, auch zwei HEPA-Filter im “Design” unterbringen. Sie sollen Aerosole einfangen und mit ihrer UVC-Stufe ggf. in der Luft vorhandene Viren deaktivieren.
Mein Wohnzimmer ist ein “langer Schlauch” also macht es vermutlich Sinn, beide Geräte an einer Wandseite zu platzieren und vielleicht sogar die gereinigte Luft mit einem Brett oder Schacht soweit wie möglich nach oben zu leiten. Da werde ich mit der Nebelmaschine ein paar Tests fahren müssen um die beste Platzierung zu finden. Ein Schacht würde auch die Möglichkeit ergeben, weitere UVC-LEDs zu platzieren ohne Hautkrebs zu bekommen oder alle Kunststoff-Gegenstände im Raum spröde werden zu lassen.

Ich habe keine besondere “Angst” vor Corona, aber schätze die Lage so ein, dass wir beim attempted quarantine-Modell sind und der jetzige Anstieg von deutlich mehr Vektoren ausgeht, als der im April. Es ist keine “zweite Welle” sondern “nur” die Fortsetzung der ersten. Jeder, der sich mit Kontaminationen und deren Verteilungen auseinandergesetzt hat, weiß, dass eine teilweise Verlangsamung am Anfang meist zu einem stärker durchdrungenem Ergebnis am Ende führt. Das ist kein Argument für den „Schwedischen Weg“ sondern einfach die Feststellung, dass es in einer Pandemie nur ungute Entscheidungen gibt.
Bei Kristallisationen steigt mit der Anzahl der Ursprungskeime der Umsetzungsgrad. Die bekanntesten Modelle zu Kontaminationen kommen aus der Halbleiter-Industrie und behandeln Staub in der Produktion, bei der man von der strikten Isolation des Reinraums (den AHA-Regeln), auch zunehmend zu einer einfacher einzuhaltenden Isolation aber verstärkt technischen Maßnahmen wie elektrostatischen Staubabscheidern und Ionisatoren (FFP-Masken und Filtern) übergegangen ist.
Der Ansatz ist der, dass der Yield pro Wafer (Ertrag einer Siliziumscheibe) am Ende höher ist, wenn das System hinter der Isolationsbarriere kontinuierlich die Konzentration abbauen kann. Man hat zwar ständige Verluste, aber ein geringeres Risikos eines Totalausfalls (ein Wafer mit so vielen Fehler, dass eine Weiterverarbeitung keinen Sinn macht). Ähnliche Paradigmenwechsel findet man in der IT-Sicherheit oder sogar im CBRN-Schutz wieder. Man geht jeweils von einem Unfall aus aber nimmt den Umgang damit in die täglichen Übung auf.

Ich möchte nicht auf das Empfangen von Gästen verzichten. Denn ohne echte Sozialkontakte wird es schwer, die Sinne zusammen zu halten.