Falk Dübbert macht Sachen

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Auf die nächste Stufe aufsteigen

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Hinweis: Dieser Artikel ist immer noch nicht fertig…

Eine grobe Vorstellung von den nächsten Zielen und Teilzielen habe ich schon lange und war hier auch of genug Thema.
Das Problem ist eher, vom Gefühl der inneren Unruhe und des Unbehagens zu einem Satz an smarten (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert) Zielen und von den Zielen zu einem konkreten Einstieg zu kommen.

Im Bereich Elektronik, Making und Amateurfunk habe ich, wie schon geschrieben, ein paar Wünsche definiert, aber bei den Tests einfach festellen müssen, dass Amateurfunk von zu Hause aus schlicht gar nicht möglich ist. Damit „wartet“ der Amateurfunk bis zur wieder-Verfügbarkeit des Geländewagens. Einen Schwenk auf /p-Kurzwelle und QRP sehe ich dieses Jahr nicht.
Making wartet auf die Fertigstellung des FDM-3D-Druckers, während das Thema der ersten Fräse nun abgehakt ist und ich auch Projekte für das Gerät habe. Bei der Elektronik stellen die Projekte auf der Wunschliste höhere Anforderungen an die Bauteil-Selektion und damit an die Messtechnik. Im Grunde möchte ich eine Art Anti-Digitalisierung vornehmen.
Ich werde keinen Plattenspieler mit einem 14kg schweren Glasklotz als Drehteller nehmen und auch nicht auf Klasse-A-Single-Ended oder Röhren-Endstufen umsteigen. Aber dennoch habe ich „beschlossen“, Dinge in diesem Jahr anders zu tun:

  • Ich werde weniger tun, um die Zeit totzuschlagen sondern entweder ist die Tätigkeit selbst das Ziel oder das, was durch diese Tätigkeit am Ende ermöglicht wird.
  • Zeitpläne sind nur dann von Bedeutung, wenn sie das Ergebnis qualitativ verändern.
  • Gegebenes Ziel, mininaler Aufwand. (1)
    Zwar wird dieses Jahr nur wenig von meiner Ingeniosität in die Werkstücke eingehen, denn im wesentlichen folge ich Bauanleitungen, verbessere vorhandenes oder ersetze obsolete integrierte Bauteile durch diskrete, aber diese Art des Vorgehens entspricht deutlich eher meinem Wunsch, als das zwischenzeitlich praktizierte periodische Ersetzen aller technischen Geräte, das ich fortan auf IT und Gerät mit großem Energieverbrauch beschränke.
    Bei dieser schon länger gefühlten aber nicht benannten Transformation will ich einen Schritt weitergehen als ich es bisher tat.

Bislang folgte ich im Bereich Elektronik keinem Plan, sondern sammelte das Zeug „einfach so“ an oder kaufte bei konkretem Bedarf nur das benötigte Gerät.
Momentan stelle ich einen Satz bessere Messgeräte zusammen. Kernelement bei der Auswahl der Geräte ist zum einen, dass es noch wie das jeweilige Gerät aussehen muss und zum anderen, dass bauteilgenaue Serviceunterlagen zugänglich sein müssen. Wenn HP/Agilent/Keysight also meint, mir ein hochpreisiges Messgerät ohne diese verkaufen zu können, das mit großer Sicherheit länger bei mir im Einsatz sein wird, als der nächste Firmenname hält, dann haben die sich gehörig geschnitten und ich werde mir das niedrigpreisige Chinesische Gerät oder das alte Schlachtross kaufen.

Ich mache mir nichts vor:
Ein modernes Digitalspeicheroszilloskop dürfte auch mit Unterlagen in 99% der Fälle irreparabel sein, wenn es sich nicht um eine Displayhintergrundbeleuchtung oder eine abgebrochene Encoderachse handelt. Bereits Eingangsverstärker bestehen bei aktuellen Geräten aus einem großen Custom-Made-Chip und alles dahinter sind programmierte Bauteile oder die für den Abgleich benötigte Messtechnik tendiert eher zu Einfamilienhaus als zu Vorjahres-iphone.
Messtechnik der 80er und 90er Jahre ist auch kein Allheilmittel, denn sie stirbt auch gerne an nur für diese Geräte hergestellte Displays (hallo russischer Geigerzähler), an Speicherbauteilen mit Amnesie (hallo Fluke) oder sonstigen Spezial- und Obsoleszensbauteilen.

Aktuelle Messtechnik sieht dazu von Netzteil, über elektronische Last, Multimeter und Frequenzzähler gleich aus. Im Grunde sind es Rechner mit einer Messerweiterung. Selbst die Bedienelemente sind nahezu identisch über die Front verteilt. Einzig Oszilloskope sehen anders aus, aber auch nur weil sie größere Bildschirme haben. Für Hersteller ist das sinnvoll, weil sie nur eine Gussform für die Fronten brauchen und durch die Verlagerung in Software geringeres Risiko bei der Entwicklung haben. Für den Nutzer verlagert sich aber die Benutzung und der Zweck des Geräts in eine Art Meta-Ebene, wobei die Grenzen zwischen Quelle, Generator und Messgerät immer weiter verwischen und ich meine nicht das Hameg-Einschubsystem oder den Voltcraft-4-in-1-Klotz.

Momentan habe ich ein paar 4-Stellige Multimeter mit Baujahren von 1972 bis 1996. Da ich ein paar Geräte bauen möchte, bei denen es auf die genaue Kenntnis der Bauteil-Eigenschaften ankommt, hat sich schon letztes Jahr ein LCR-Meter dazu gesellt.
Ein 6,5-Stellen-Multimeter kommt jetzt hinzu um Widerstände, Spannungen und Ströme genau bestimmen zu können.
Eine Genauigkeitssteigerung um Faktor 100 ist aber nur die Hälfte wert, wenn der Zustand der Messgeräte nicht bekannt ist. Also kommen zu den besonderen Geräten auch noch ein paar Normale. Ok. Das Wortspiel war fies. Normale sind in der Elektronik Geräte, die eine Spannung, einen Strom oder Widerstand mit hoher Genauigkeit abgeben können.
Während ich beim Spannungsnormal keine Chance habe, seinen Wert weiter zu plausibilisieren. Kann ich das wesentlich komplexere Frequenznormal mit einem GPS-Empfänger abgleichen. Bei den Spannungen und somit den Strömen bleibt am Ende nur das Vertrauen in das Normal.

Die Reihenfolge wird sein:
  • mit dem Spannungsnormal alle Multimeter kalibrieren
  • mit dem genauesten Multimeter den Stromkalibrator kalibrieren
  • damit die anderen Multimeter kalibrieren oder die Abweichung dokumentieren
  • das Quartz-Frequenznormal mit dem Zähler mit dem externen Eingang und dem GPS abgleichen
  • den anderen Zähler und die Oszilloskope am Quartz abgleichen
  • Mit dem genausten Multimeter das LCR Meter abgleichen bzw. dessen Abweichung dokumentieren.

Dann kann ich an die Projekte gehen.

Bei den ersten Projekten kombiniere ich zunächst nur Baugruppen:
  • Digitales Labornetzteil 30V 5A
  • Elektronische Last 30V 5A
  • QRP-Funkgerät
  • Digitales Labornetzteil 60V 6A
  • Digitales Labornetzteil 2× 50V 5A
  • Frequenzzähler 5,8GHz
  • Milliohmmeter
Dann kommen die ersten Neuinterpretationen:
  • Monoblock Audio-Endstufe (um genau zu sein, werden es derer mehrere)
  • Elektronische Last mit Eingang bzw. Frequenzgenerator für einen Ripple.
Eigenentwicklungen:
  • Ionenkammer-Radioaktivitätsmessgerät
  • Laser-Partikelzähler

… und dann dürfte das Jahr schon mehr als rum sein.

Parallel zu den Elektronik-Projekten habe ich bereits begonnen, meine Kollektion von Video- und Audio geräten neu auszurichten. Zum einen habe ich mir einen bestimmten Platz zum Runterkommen eingerichtet. Dort ist nichts online oder smart. Bzw. der eBook-Reader könnte online gehen, ist aber nicht eingerichtet.
Ich hätte gerne den Platz um einen richtigen Plattenspieler aufzustellen, aber das dürfte sich in der Wohnung vorerst nicht realisieren lassen. Bereits die Aufstellung von drei bzw. vier hochwertigen Musikanlagen auf so engem Raum ist, vorsichtig formuliert, grenzwertig, was normale Maßstäbe der Vernunft angeht.
Die Idee ist dabei vielmehr jeweils ein Modul zu haben, das ich bei einer Neuauslegung des Wohnraums mitnehmen kann und dessen Eigenschaften ich kenne.

Zu dem Komplex Musik bewusster genießen kommt die Abkehr von MP3 auf dem Handy. Viel Verlust ist seit der iTunes-Kastration in iOS10 und MacOS10.15 da eh nicht mehr zu beklagen. (2)

Ich werde in Zukunft zur Kassette zurückgehen, was tragbare Musik angeht. Ich werde dann den Player und maximal drei Kassetten dabeihaben, also drei Alben oder Zusammenstellungen. Es ist nichts drahtlos und patentstrategische Erwägungen des Handyherstellers AptX HD, nicht zu implementieren, spielen keine Rolle. Titel überspringen oder mitten im Album einsteigen ist mit „Kosten“ in Form von Spulvorgängen verbunden. Ich höre das Album so, wie der Künstler oder wenigstens Produzent es erstellt hat und nach der Tageslaune des Musiksortieralgorithmus im Handy.

Ich freue mich sehr darauf Musik wieder mehr haptisch erfahren zu können, auch wenn CD und Kassette gegenüber der LP der zweite Preis sind.

Im Büro kommen Akustik panels an die Wände und unter die Decke: einerseits um die Aufnahme- und Videokonferenz-Situation zu erleichtern, andererseits um den Raum akustisch etwas neutraler zu halten und natürlich am Tisch stehend auch gut wiedergegebene Musik hören zu können. Hier wird allerdings ein FLAC-Player werkeln müssen.

Im Video-Aufnahmebereich habe ich etwas Zeit investiert um die Aufnahmeschwelle zum Aufnehmen herunterzusetzen. Ich sehe noch nicht ganz ob der Weg der richtige ist. Es gibt hohe Bild- und Tonqualität, Zuverlässigkeit und Bezahlbarkeit. In mir reift die Erkenntnis, dass die meisten Setups maximal in zwei dieser Kriterien brillieren.

Setup Bezahlbar Qualität Zuverlässigkeit Sinnvolle Einstellung Einsatzzweck
Apple Iphone + Sennheiser MemoryMic Ja EDA (3) + 100,- Jein (4k MP4, Mono) Nein FHD (Rechenpower) Overhead-Aufnahmen, Schnelle Aufnahmen vom Stativ
Sony SR5 + Sennheiser XSW-D Ja (zusammen 500,-) Jein (FHD AVCHD, Stereo) Jein (kein Backup-Ton) FHD Reise-Setup
Panasonic HVX200 + Sennheiser EW 100 Jein (zusammen >1k) Jein (720p / 1080i + 4 Kanal, MXF) Ja (zweifacher Backup-Ton, internes RAID) 720p (Kammartefakte) Interviews, Outdoor, ENG-Style
Panasonic HVX200 + Tonangel + Letus35 Nein (zusammen >2k) Ja (1080i + 4 Kanal, MXF) Ja (zweifacher Backup-Ton, internes RAID) 1080i Aufmacher, Narrative Anteile in größeren Projekten
Nikon D5200 (D500) + Recorder + Tonangel + Tascam DR680 Nein (zusammen >2k) Ja (FHD / 4k ProRes, Stereo) Jein (komplexes Setup, viele Teile) FHD / 4k Narrativer Film

Im Audio-Aufnahmebereich gibt es eigentlich nichts zu verbessern. Ich habe eher die Qual der Wahl. Hier warte ich nur auf die Akustik-Panels und -Deckensegel.

Bei der Fotografie sieht es anders aus. Hier habe ich alle Komponenten, die keine Entscheidung über das zukünftige Gehäuse-System erfordern, auf Vordermann gebracht. Ich habe eine ausreichende portable Blitzanlage, eine fürs Studio und meine Messtechnik ist auch hier auf den Punkt genau.
Die Umstellung vom kleinen auf den den großen Sensor habe ich bislang gescheut. Einerseits bin ich mir ziemlich sicher, dass ich auf dem DX-Pferd außer für Sport nicht mehr reiten will. Andererseits waren die Ausflüge ins FX-Land nicht dauerhaft, da zu kostspielig und eine Kamera, die wirklich neue Fähigkeiten ins Team bringt, wird das Technik-Budget von fünf, eher sechs, Monaten aufessen und dann habe ich nicht ein einziges Objektiv dazu. Somit werde ich wohl, um die Probleme mit meinen jetzigen Gehäusen zu lösen hier noch einmal aufrüsten um dann gezielt Anlauf zu nehmen auf ein FX-Profigehäuse und eine Tüte Objektive, sollte der Bedarf sich bestätigen.

Meine Web präsenz litt ein wenig unter dem Anlauf zum Umstieg auf Ghost als CMS, den ich dann doch abgeblasen hatte, weil mir der Code und die Art zu veröffentlichen einfach VIEL zu hanebüchen war. Mittlerweile bin ich mir deutlich sicherer, wenn ich sage, dass Textpattern als einfaches CMS das beste ist, was man finden kann. Wie bei den Telefonen mit Windows Phone gab es in der Vergangenheit mit Lifetype CMS ein smarty-fähiges CMS, das einfach schöner zu bedienen war, denn Markdown ist nicht jedermanns Ding, aber Textpattern lässt sich vom ipad aus mit Inhalt befeuern und ist was die Templates angeht, halbwegs potent. Die Codebasis ist klein und es gibt keine Foundation im Hintergrund, die plötzlich Corporation sein möchte und nur noch eine Closed Source-Variante weiterentwickelt oder in Wahrheit ein Freemium-Modell verfolgt.

Ich hoffe trotz dem Rückschlag durch Corona bald einen vernünftigen Rhythmus zu haben, in dem ich im Wechsel Blog und Social-Media-Kanäle bespiele. Ursprünglich sollte der Umstieg auf Apple 2018 die Content-Produktion erleichtern, erweist sich aber mehr und mehr als Roadblock, denn sowohl der Zugang zu Hardware-Leistung als auch zu guter Open-Source ist durch Apples Design- und Restriktions-Entscheidungen eingeschränkt. Dazu kommt, dass die MacBook Pros seit 2017 keinen schönen Track-Record hingelegt haben, meine Tastatur fiel schon zweimal aus und die Temperaturprobleme, die eher nicht nach Pro riechen, kann ich bestätigen. Bereits mit einem 4K-Bildschirm ist der viel zu spät einsetzende Lüfter ein Dauergeräusch. Bei zwei Bildschirmen wird sogar störend. Mit Gimp 2.10 oder BlackMagic Davinci Resolve geht seit Catalina nichts ohne den Raindesign-Ständer, will man nicht gegen die Temperaturdrosselung ankämpfen.

Anmerkungen:
1) Es gibt entweder „gegebenes Ziel“ oder „gegebenen Aufwand“. Das im Volksmund verbreitete „Minimaler Aufwand. Maximales Ziel.“ ist nicht möglich.
2) Nein. Ich ertrage weder Radio, Schbottifei noch Apple Music „Sender“. Behaltet euren totkomprimierten MainStream-Scheiß einfach. Ich will auch mal Scheißlaune haben dürfen und die auch musikalisch ausleben können.
3) Ein EDA-Gerät ist „eh da“.

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