Falk Dübbert macht Sachen

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Die Sache mit der Maske

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Aktuell keimt in vielen Beiträgen die Hoffnung, dass sich die Regierung auf einen Deal „Handlungsfreiheit gegen Maskenpflicht“ einlassen würde, während die öffentlich-Rechtlichen eher wie ein Verlautbarungsfunk die Ansicht des Innenministers verbreiten, dass man noch lange also mehrere Monate mit den jetzigen Maßnahmen leben müsse.

Das RKI machte eine ähnlich unglückliche Figur, indem es wie schon den Tenor seiner Prognose, seine Einstellung zu Mund-Nase-Schutzmasken mehrfach modifizierte und am Ende unter dem Druck der Medien klein beigab.

Allerdings ist der Gebrauch einer Maske komplizierter als allgemein vermutet. Ich sehe mittlerweile viele, die – demonstrativ – OP-Maske tragen, aber bei deren Gebrauch komplett durchfallen.

Im Rettungsdienst sind (waren) MNS-Masken zu meiner Zeit unüblich, solange der Notfallpatient nicht immuneingeschränkt oder großflächig verletzt war. Dennoch wurde mir „Maskendisziplin“ eingeschärft:
  • Die Maske beim Aufsetzen nur an den Bändern berühren und von unter dem Kinn nach oben ziehen, damit sie sich entfaltet.
  • Die Maske, genau genommen den Draht an der Oberseite, einmal zu Beginn mit der passiven Hand richten, dann nie wieder berühren.
  • Überhaupt die Maske nicht berühren und das Gesicht an sich ist mit Maske noch mal extra tabu, weil Keime, die sonst weit weg geflogen wären, jetzt sowohl an der Maske als auch der Haut niederschlagen.

Eine Schmierinfektion wie bei Ebola ist bei SARS-CoV2 zwar der untergeordnete Verbreitungsweg, aber Gesicht <-> Einkaufswagen im Laden oder Gesicht <-> Haltestange im Bus sind Wege, wie man seine Infektion verbreiten kann.

Aber auch in die andere Richtung hilft das feuchte Milieu unter einer Maske dem Virus, zu überleben und seine Ausbreitung zu beschleunigen.

Tendenziell gilt wie auf Fotos „Nicht ins Gesicht fassen!“; aber mit Maske gilt es noch mal mehr. Niesen wird zum Maskenball mit nur schlechten Optionen und Masken jucken immer, sobald man sie nicht anfassen darf. Es ist also nicht so dass jede Maske immer hilft, sondern so, dass jede Maske helfen könnte, wenn der Umgang mit ihr geübt worden wäre. Sonst hilft sie bestensfalls nur nicht.

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