Falk Dübbert

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Entscheidungen und Korrekturen

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Im Zuge einiger Modernisierungen möchte ich bei mir etliche Dinge ablösen und physisch verkleinern.
Beim Werkzeug geht gerade durch die Akzeptanz der Tatsache, dass ich in einer Mietwohnung wohne schon länger eine Verkleinerungswelle durch. Werkzeuge und Maschinen müssen im blauen Bosch-18V-System sein oder sonst irgendwie in eine L-Boxx oder einen Koffer passen, damit ich sie stapeln kann.
Ich finde die Systainer zwar besser, aber im Grunde sind beides in erster Linie nur Kisten. Ich habe mir zwei Ivar-Regal-Sektionen plus eine 120cm-Werkbank Platz-Budget für Werkzeug und Elektronik gegeben.

In der IT bin ich noch ziemlich ratlos. Einigermaßen fest steht, dass ich privat kein Windows mehr haben will. Zum einen geht mit den Windows-Versionen „unterhalb“ Enterprise viel zu viel Creep einher und zum anderen scheint Microsoft selbst immer noch nicht zu wissen, was sie wollen. Erst wird zum Beispiel überall Cortana zwangsausgerollt, obwohl die Onboard-Spracherkennung der Windows 8 Phone zuverlässiger war als die Cloud-Tante und nun liegt Cortana seit dreieinhalb Jahren brach und lernt auch nichts mehr dazu. Allerdings ist der schleichende Tod der Sprachassistenten kein MS-Exklusives Phänomen.
Gleiches gilt für die Store-Apps – erst wird mit der Brechstange eine App-Verwaltung wie bei Apple durchgesetzt und jetzt stelle ich fest, dass selbst Microsoft wieder freistehende Installer ausliefert. Insgesamt wirkt Microsoft noch so, als würde man auf einen schrumpfenden Markt mit einem schrumpfenden Anteil an diesem noch gar nicht wirklich vorbereitet sein, als wären die Phasen der Leugnung, als man das Versagen von Windows 8 nicht wahrhaben wollte, und des Zorns, als man mit Windows 10 die Anwender überforderte bis offen verarschte nun vorbei und jetzt die Phase der Depression kommt.
Ich habe den leisen Verdacht, das man in Redmond am Liebsten das Betriebssystemgeschäft insgesamt aufgeben und sich auf Office als Webdienst zurückziehen möchte.

Trotz der Unsicherheiten kommen bei mir ein paar Änderungen. Der bisherige IT-Tisch wird zum Design- und Video-Tisch mit allen Konsequenzen.

Der Arbeitstisch erhält dafür eine reine Arbeitsausstattung mit der USB3-Dockingstation für das jeweilige Notebook.
Beim NAS werde ich in den kommenden Tagen den Stromverbrauch messen und mich dann entscheiden, ob ich es weiter betreiben möchte.

Die Leistung ist eigentlich ausreichend. Allerdings wurde das Betriebssystem seit vier Jahren nicht mehr gepflegt und vom Hersteller ist mangels Existenz da auch keine Abhilfe mehr zu erwarten. Somit muss ich vor dem Weiterbetrieb noch mal in mich gehen und schauen, ob ich eine Schwachstelle übersehen habe. Das NAS soll mit einem Netzwerkanschluss von meinen privaten Rechnern aus erreichbar sein und mit dem anderen von den Video- und Hifi-Playern. Dem NAS an der Firewall den Internetzugang zu verwehren dürfte nicht das Problem sein, aber normalerweise möchte ich keine Geräte betreiben bei denen ich aufpassen muss, wo ich sie anstecken kann und wo nicht. Grundsätzlich wird es drei Netzwerke geben: Internet, Privat und Arbeit. Arbeit wird auf den Drucker und das Internet zugreifen dürfen. Privat auf alles. Und Internet dürft ihr euch denken. Für die Trennung der VLANs habe ich Netgear-8-Port-Switche besorgt und ein zweiter Accesspoint mit Schalter kümmert sich um die längliche Geometrie der Wohnung.

Im Bereich HiFi und Entertainment ändert sich an den Plänen nicht viel. Der Plasma-Fernseher muss irgendwie einem weniger stromhungrigen Gerät weichen, allerdings habe ich meine Probleme einen durchgängig intakten Fernseher zu entsorgen, wenn der Nachfolger den Wegfall von 3D bedeutet, was ich sehr gerne genutzt habe. 4k bringt mir als ü40 nicht viel und bei HDR sehe ich den Vorteil zwar sofort ein, aber ich schaue so selten im Dunkeln.

Die Sportausrüstung erfährt nur Reparaturen und Anpassungen. Das Fully bekommt eine Vario-Sattelstütze und Tubeless-Bereifung und das E-Bike einen neuen LRS. Das Trainingsrennrad werde ich noch im August reparieren und mit neuen Verschleißteilen ausstatten.
Da ich an meinem Körper einiges umbauen möchte und dieses mal auch nicht auf halber Strecke aufgeben will, kommen noch ein paar Sätze Klamotten und Protektoren dazu. Die Laufschuhe muss ich auch noch mal anfassen, wenn ich nicht der beste Kunde der Blasenpflaster Industrie werden will.

Möbeltechnisch muss ich auch so langsam anfangen auf den Stand zu kommen, den das Schlafzimmer schon erreicht hat.
Der nächste Raum ist das Wohnzimmer.

Das Hauptproblem bei allem ist aber der Umgang mit dem „Glob“ also nontechnical debt. Ich habe noch Probleme mich von vielen Dingen zu trennen – weil ich noch genaue Erinnerung an wirtschaftlich sehr traurige Zeiten habe. Allerdings muss ich, wenn ich funktionieren will, 3/4 meines Zeugs loswerden und damit natürlich auch eingestehen, dass viele Wünsche, Träume und angefangene Projekte nicht in Erfüllung gehen werden. Faustformel sind nun 90 Tage: was nach drei Monaten nicht in Gang ist, muss abgebaut werden. Pro Tag, den ich zuhause verbringe, möchte ich ab August eine Kiste aufgelöst und eine gesichtet haben.

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