Falk Dübbert ...

Die magische Pistole.

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Ich war gestern in den zweifelhaften Genuss des linearen Fernsehens gekommen und durfte auf Sat.1 “Die Entführung der U-Bahn Pelham 123” in der letzten Neuverfilmung sehen.

Ich stehe der Neuverfilmung und vor allem der deutschen Synchro-Fassung kritisch gegenüber.
Das Original mit Walther Matthau hat bei mir einen festen Platz im Bluray-Regal und gehört zum Gesehen-haben-Muss. Robert Shaw hatte meiner Ansicht nach eine ganz andere Klasse als der Vorzeige-Scientologe John Travolta und auch Denzel Washingtons schauspielerisches Talent ist gegen Walther Matthau eher eingeschränkt.

Das erste, was mich sehr stört ist, das der Film zu sehr also unglaubwürdig durchgestylt daherkommt und das (peinliche) Sony-Product-Placement und De-Marking aller anderen Maken.
Hauptsächlich stören mich die Logik-, Skript und Requisitenfehler.

Als Beispiel sei die Pistole erwähnt, die man Denzel Washingtons Charakter in eine Geldtasche schmuggelt:

  • Bei der Übergabe ist es noch eine Walther PPK mit dem für eine Gebrauchswaffe unsinnigen Sicherungshebel.
  • Im Tunnel zieht er eine Glock 27.
  • Wenige Sekunden später manipuliert er an einer Smith&Wesson SW40E herum.
  • Auf der Brücke hat er dann eine ausgewachsene SIG Sauer P226 in der Hand.

Diese Kleinigkeiten zeugen von einer Vernachlässigung sekundärer Drehbuch- und Filmqualitäten.

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