Falk Dübbert ...

Silobildung

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Die Plastikkisten sind wieder „da“. Ob es „Projekte“ oder „Hobbys“ sind, sie müssen in die Plastikkisten meines bevorzugten Lieferanten für HotDogs passen.
Grundsätzlich halte ich die Idee eines teilbaren Formfaktors für sehr gelungen. In der Veranstaltungstechnik gibt es das Truckmaß 13,60·2,4·2,7m³ und die Maße von Transportkisten sind in der Regel Vielfache von 1/24 oder 1/16 dieser Längen. Bei mir ist es nicht ganz so elaboriert. In der Wohnung dominiert die durchsichtige 45L Plastikbox des HotDog-Stands mit angeschlossenem Möbelhaus. Im Lager und Keller sollen diese nach dem Umzug schrittweise durch die sogenannte Eurobox ersetzt werden, für die ein offener Industrie-Standard existiert.
Grundsätzlich soll aber alles am Ende seine eigene Transportkiste und festen Ort haben. Und ich meine wirklich alles

Beim Werkzeug sind das L-Boxxen von Sortimo und beim Material Kisten und Wagen von Stanley aus der Fatmax-Serie, solange es Sinn macht. Einen SDS-MAX Kombihammer oder Zweihandwinkelschleifer bekäme man vielleicht aufrecht in das Maß, aber die wohnen in ihren angepassten Koffern ganz gut und Stapelbarkeit ist bei 25kg Koffergewicht auch kein Thema. Die Bohrer und Meißel hingegen sind ein anderes Thema. Da wollte ich einen Winkelschleifer-Koffer kaufen und mit OSB ausschlagen.
Andererseits funktionieren die jetzigen Eimer für Kleinteile und Material auch erstaunlich solange man ein eigenes Auto hat, bei dem die Inneneinrichtung aus was anderem als Plastik und Hartfaserpappe mit homöopathischen Stärken Teppichfasern darüber besteht. Das ist aber Teil 1 des Problems, wenn man, wie ich in Zukunft an mehreren Orten wohnt und Transportieren und Transportierbarkeit im Sinne von Portabilität stärker in den Fokus rückt. 

Grundsätzlich möchte ich reduzieren/auflösen/entschlacken – halt dieses Minimalisierungs-Dingen oder in meinem Fall Normalisierungs-Dingen machen. Das Problem ist weniger die Entscheidungsfindung an sich, denn wenn ich die Teile in der Hand habe, komme ich mit den vier Wurfzonen „Behalten“, „Unvollständig / Defekt“, „Verkaufen“ und „Entsorgen“ sehr gut voran. Das Problem liegt eher in der Organisation, was ich wie aufteile. In der IT setzen wir alles daran, Silos aufzubrechen und Systeme so dicht wie möglich zu vernetzen. Daten nicht zu haben, sondern mit ihnen zu arbeiten. (Schluss mit dem Business-Kasper-Sprech!) 

Bei meinen Sachen teile ich gerade sauber in Abteilungen und weise jedes Ding einem Zweck zu. Ein Innensechskant-Schlüssel gehört entweder zum Auto-Werkzeug oder zum Fahrrad-Werkzeug. Dadurch kann ich Silos bilden, die in der Regel nicht miteinander kommunizieren. Der blaue Werkzeugkoffer wird also nicht mehr der Dauerbegleiter sein.

 

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