Falk Dübbert ...

Wohenrückblick KW44

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Diese vergangene ist eine ereignisreiche Woche gewesen. Ich habe zwei Erschütterungen in der Macht gespürt. Zum einen hat Angela Merkel den Abschied auf Raten gewählt. Fired-rich (haha! Wortspiel) dachte, er hätte lange genug am Flussufer gewartet* und ist von seinem Aufsichtsratssitz aufgestanden. Die für mich heftigere Entwicklung ist der Kauf von RedHat durch IBM. 

Für mich wirkt die Entscheidung etwas wie eine Verzweiflungstat und fügt sich in die Art wie die drei weiblichen Kapitäninnen Whitman, Mayer und Rometty ihre Unternehmen führ(t)en. Während Yahoo allerdings bereits gesunken sind HP(E) und IBM tun sich mit der Transformation schwer. Während Medien und Businesskasparles immer noch das Cloud- und Agile- Lied singen, ist die Entwicklung in Europa seit dem 25.5. langsamer und in Ausstralien und Asien rückläufig. Aber auch in Europa werden die ersten Stimmen, die nicht "Cloud first - Bedenken second" sagen, laut und zumindest in der Fachpresse ernstgenommen. 

IBM übernimmt RedHat und reiht sich damit endgültig in die Reihe der Unternehmen ein, die Innovation kaufen müssen. Das Problem mit dieser Entscheidung ist, dass man wenn man es einmal getan hat, ein Klima der Wirt-schaft erzeugt, die Innovation erstickt oder vertreibt und den Zukauf wiederholen muss. Schumpeter hatte bei HPE stets recht bekommen und ich denke nicht, dass IBM sich da anders entwickeln wird. Schumpeters Aussage, dass die Originalität eines Unternehmens an sich ein wichtiger Wert ist, ist an IBM schön zu sehen. IBM hat das Hardware-Geschäft erst fremdbeauftragt und dann zu großen Teilen abgestoßen. International Business Machines stellt immer weniger machines her. Ich habe nach schlechten Erfahrungen darauf geachtet nur noch für Firmen zu arbeiten, die einen "Geist" haben, für den sich die Mitarbeiter begeistern können. Wachstum großer leerer Zombie-Hüllen zeigt in der Regel auf kommende große Veränderungen.

Ich kann aber nicht sagen von wo sie herkommen werden, genau wie ich in der Politik nicht wirklich davon überzeugt bin, dass ein Vorsitzender Merz positive Effekte auf die CDU hätte. Sicher hätte er positive Effekte auf die SPD, aber die Hoffnung der CDU die 10% bis 20% von der AfD zurückzugewinnen, dürfte irrig sein. Ich habe eher die Sorge, dass eine Teilung der Macht dazu führt, dass zuviele in der zweiten und dritten Reihe Morgenduft wittern, lange Messer auspacken und die CDU auf Niveau der Handlungsunfähigkeit der SPD stürzt und - nachdem das gesamte Spitzenpersonal beschädigt wurde - auf deren Niveau, was die Führung angeht. 

Meine Woche war auch *spannend* allerdings habe ich nun Klarheit für das kommende Jahr und im Grunde eine schöne Basis, auf der ich gestalten kann. Meine "Dienstgipfelhöhe" muss ich allerdings noch mal deutlich steigern. 

Am Wochenende gibt es noch mal Intensiv Sport. 

 

* "Setze dich an einen Fluss und warte bis die Leichen deiner Feinde vorbei treiben." wird gerne Laozi zugeschrieben und ist seit "Rising Sun" und der pop-Zen-Bewegung der 00er Jahre ein zu Tode gehyptes Zitat. Tatsächlich stammt der Ausspruch von Konfuzius (im Original: "子 在 川 上 曰, 逝者 如 斯夫,不舍 昼 夜" und könnte nach "Konfuzius sprach am Ufer: 'So fließt alles wie dieser Fluß, ohne Aufhalten, Tag und Nacht'" übersetzt werden.) Laozis Taoismus ist immer handlungsorientiert aufgestellt und würde daher auch nicht passen. 

Wer viel Spaß an IT hat, versucht mal die Übersetzung von Google "Die Verstorbenen wie Steve geben nicht auf" irgendwie ein einen Kontext zu bringen.  

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