Falk Dübbert ...

Wochenrückblick

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Eigentlich war die Woche nicht komplett gut. Aber momentan bin ich eh etwas sehr zukunftsbezogen unterwegs.

Ein bisschen fühle ich mich wie der Feuerteufel mit dem leeren Benzinkanister, der die Leichen aus seinem Keller in einen Schuppen geräumt hat und jetzt mit dem Zippo spielt. Das ist übrigens die Fantasie, die mir jedes mal, wenn ich "Burn-Down-Chart" lese für 195 Sekunden den Tag versüßt. Ok - Man sollte seine Tagträume besser für sich behalten.
Allzu beißender Zynismus gilt aktuell nicht als sozialadäquat. Aber in die Richtung "Ich verbrenn mein Studio; schnupfe die Asche wie Koks. Ich erschlag meinen Goldfisch; vergrab ihn im Hof." geht es durchaus. Die Lyrics des mit Bässen aufgepumpten Schostakowitsch-Songs darf man sich in meiner Situation nicht zu lange anhören, sonst fragt man sich, warum man sich so lange mit so wenig zufrieden gab. (Die nächste Frage wäre, warum Youtube Scatman, Psy und die A-Teens als nächste Videos im Auto-Play vorsieht.)

Heute habe ich Schluss mit der Sport-Pause gemacht. Denn die letzte Woche zeigten beide Füße mir den Finger (oder Zeh?) und jeder Sport, bei dem die Füße benutzt oder nass gemacht hätten werden müssen, war mit erheblichen Aua verbunden. Jetzt sind sie wieder belastbar. Das braun-weiße Mountainbike, das sich nicht entscheiden kann ob es ein AM oder ein "Enduro" sein will, rollt wieder

In Sachen Wohnung habe ich die Entscheidung zum Umzug nun zum Teil in die Tat umgesetzt und zumindest die alte gekündigt. Im Gegensatz zu Bewerbungen als Arbeitnehmer, wo ich eine Einladungsquote von >95% erzielte, sind Vermieter wohl in einer besseren Auswahl-Situation und können aus mehr Bewerbern pro offene Stelle aussuchen. Meine noch-Wohnung hat sich mit den Modernisierungsversuchen zu sehr verschlechtert um noch wirklich akzeptabel zu sein. Nebenbei ist sie einfach zu klein. 

Zum Glück spiele ich jetzt oberhalb des Strichs und es ist tendenziell kein Problem was passendes (3 oder 4 Zimmer, richtiger Keller, Elbnähe, keine Dachschrägen, kein Mischeigentum, Räumpflicht an Auftragnehmer vergeben, Stellplatz, Garage oder Carport, am Liebsten unrenovierter Bezug) zu finden. Es muss halt zeitlich mit den anderen Umstellungen passen, damit ich nicht wieder zu viele Zügel in der Hand halten muss. 

Tendenziell möchte ich bei vielen Dingen jetzt anfangen zu lindnern. Also lieber nicht mehr dem Hobby X oder Tätigkeit Y nachgehen, wenn ich darin nicht Exzellenz vorweisen kann oder wenigstens mehr als überwiegend positives Feedback oder dauerhaften Abstandsgewinn zum Alltag bekomme. Beim Sport liegt der Fall ein bisschen anders. Meine Hobbyliste sieht dann nach dem Umzug so aus:

  • Amateurfunk1
  • Modellflug2
  • Videofilmen
  • Fotografie
  • Bloggen
  • Elektronik-Hacken
  • Kochen
  • Heimwerken3
  • Veranstaltungstechnik & DJing4
  • Fahrradbauen

Alle Ex-Hobbys werden auf eine 45L-Plastik-Kiste limitiert. Ausnahme stellt die PA dar, die in Holzkisten gepackt genau wie das Werkzeug Keller- oder Lagerfläche einnehmen darf. Hier ist das Ziel auf jeweils ein Schwerlastregal runterzukommen und dabei nicht auf einen 4m hohen Keller hoffen zu müssen. Auch bei der sonstigen Zeiteinteilung möchte ich ein Budget-Modell etablieren. Gleichzeitig habe ich jetzt, wo ich meinen Körper so langsam wieder vorzeigen kann, ein paar Stil-Änderungen angefangen.

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