Falk Dübbert ...

Oktober: Der Weg zur Stoa

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Die Ernährungsumstellung ist im vollen Gange.

Nach der ersten Gewichtsreduktion geht es nun daran meine Präsenz wiederherzustellen.

Ich hatte "früher" fast etwas wie den Nimbus eines unzerstörbaren Golems, was die psychische Belastbarkeit anging aber auch die Figur eines Klumpen Lehms, was aber primär daran lag, dass ich sehr früh gelernt hatte, meine Probleme für mich zu behalten und nicht auch noch mit an den Tisch zu bringen. Dahin möchte ich nicht zurück. Es gab eine Zeit davor in der ich zwar kräftiger, aber nicht wirklich dick war und ich konnte eigentlich alles von meinem Körper abverlangen, was ich wollte. 30km Arbeitsweg mit dem Fahrrad waren kein Problem (Das lag damals woanders). Da möchte ich wieder hin. 

Dazu möchte ich neben der neuen Ehrlichkeit hier, die ich trotz der einen schlechten Erfahrung weiter praktizieren möchte, auch zu mehr innerer Einigkeit und Klarheit gelangen. Ich bin richtig gut in fast allem, wenn ich mit meinen Gedanken nur bei der Sache bin, auf die ich mich gerade konzentriere. 

Das bedeutet, dass ich meine Gedanken ordnen, strukturieren und dann nacheinander verfolgen muss. Dabei möchte ich ganz gezielt Reiz-Deprivationstechniken einsetzen, auch wenn die Erkenntnisse dazu aus den 30er Jahren stammen und außer in extrem fragwürdige Theorien und Sekten-Grundlagen nirgendwo mehr bestand haben.
Man könnte noch die Anhänger der Clean-Desk-Policy und der non-territorialen Büros in die Liste der Gestrigen aufnehmen, die diesen Theorien nachhängen. Aktuell geistert es wieder mal "Digital Detox" durch die Motivations-Vortrags-Industrie. Meine Meinung dazu: Es ist für 80% der Leute quatsch und die paar, die ein echtes Problem mit Reizüberflutung haben, brauchen mehr als einen "Schub in die richtige Richtung". 

Für das kommende Jahr habe ich eine Fülle an Umstellungen auf die Liste gesetzt. Es hat ein bisschen was von einer tektonischen Platte, die sich, nachdem sie 100 Jahre still lag, mit einem Beben bewegt und dabei alles auf und neben ihr mitbewegt und zum Teil zerstört. 

Zwei Erlebnisse in letzter Zeit haben mir gezeigt, dass ich mit emotionalen Engagement sparsamer sein muss.
Das ist ein unsmartes Ziel, kann also sofort umgesetzt werden.

Ein Zen-Lehrer des "westlichen Wegs" erlaubte sich, mich darauf hinzuweisen, dass man um Hilfe gebeten werden muss. 
Man gibt nichts einfach so und beschränkt seine Hilfe auch auf das erbetene, damit der Hilfsbedürftige seine Lage stets erkennen und sich selbst daraus befreien kann. Das hatte ich bislang nicht so explizit aufgefasst. 

Mit dieser Erkenntnis im Kopf halte ich mich nun aus den Problemen meines Umfelds heraus. Bis auf dass ich die gegebenen Versprechen wie auf einer Strichliste wegarbeite, gebe ich keine Zusagen in irgendeiner Form mehr. 

 

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