Falk Dübbert ...

Ich bin wieder auf Kurs!

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Ungefähr vor einem Jahr hatte ich einen totalen "Flow". Ich konnte 5 Tage am Stück von zu Hause weg sein, einen vollen Arbeitstag für Kunde A arbeiten, abends noch remote Kunde B versorgen und Kunde C per E-Mail beraten. Das ging bis Oktober gut und dann meldete sich die Basismaschine zurück und zeigte mir die biologische Uhr.

Mit der 4 vorne kann man Schlaf nicht nach belieben auf den Samstag verschieben und wenn man um zwei Uhr morgens noch mit dem Bügeleisen seine Hemden für die Woche machte, ist man gut beraten, die Bahn statt das Auto zu nehmen. Der Abstand zwischen den Erkältungen wurde immer kürzer und beim Laufen kam ich zu keiner Kontinuität mehr. Fachlich wurde mein Literatur-Backlog immer länger und der Aufgabenbaum meiner fünf Tech-Projekte wurde eher breiter und höher als kleiner.

Jetzt kommen die Sachen aber langsam zueinander.

Das Testrack hat nun einen Storage und bis auf zwei 10G-Switche sind die meisten losen Enden nun vertüddelt. Für mich wird gibt es ein paar Neuerungen. Da wäre unter anderem die "Große Jungs" - Technik also Glasfasern für Netzwerk und FC. Ich nutze dann zum ersten Mal überhaupt FC. 

Zu testende Sachen:

  • alternative und neue Storage-Systeme u.a. ESOS
  • VSphere 6.7
  • ELK-Stack 5 
  • Apache Ignite
  • "richtiges" Backup von PostgreSQL mit Veeam 
  • Deployment (Templates und Orchestrator, WDS und Post-Installskripts, OPSI)
  • ein Industrie-4.0-Framework

Als Datenquellen sollen vier Miner herhalten. Wenn alles zusammen ist, brauche ich nur noch einen sinnvollen Interims-Ort für den Brocken.

Ich habe bei der Hardware-Konzeption am Rande festgestellt, das mir in letzter Zeit einiges an Fähigkeiten aus dem Studium (Hören im GHz-Bereich :) ) verloren ging. Messtechnisch habe ich deswegen in den letzten Wochen das RLC-Meter als Fähigkeitenlücke aufgefüllt und kann mir jetzt ein Desktop-Oszilloskop suchen. Tendenziell bin ich da etwas auf dem Gegentrend zum erklärten Ziel "klein, leicht, digital und vernetzt", aber man kann nicht alles und auf einmal haben. Bislang sind die kleinen Gadgets im Bereich Messtechnik immer der zweite Preis gewesen. Ich hoffe so in wenigen Wochen erstens einen Haufen meiner alten angefangenen elektronischen Projekte entweder niederbrennen oder aufgeben zu können und zweitens fachlich wieder auf die Flughöhe zu kommen, die ich mal hatte.

An der nicht ganz elektronischen Front habe ich endlich einen wirklich beta-sensitiven Xenon-Großflächenzähler (Herfurth Microcont) gefunden, der sogar plausibel zählt. Mein RKSB-104 (aka taube Nuss) mit seinen winzigen Geiger-Müller-Röhrchen kann damit in Rente. Für reine Gamma-Sensitivität habe ich ein KSMG, aber wenn das was anzeigt, dürften wir alle andere Probleme haben.

Auf dem Dachboden plane ich den ersten Teil einer Entrümpelungsaktion, also zwei Tage frei nehmen und viel Rotz zum Rotzplatz fahren.

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