Falk Dübbert ...

Firefox Quantum, oder wie man seine restlichen User auch noch verprellt.

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Firefox war in der Opera-Falle: Außer High-Profile Usern, die richtig hohe Ansprüche stellen, aber nur klitzekleine Marktanteile bieten und auch noch auf Werbung oder Marktforschung extrem allergisch reagieren, hatte die Mozilla-Corp niemanden mehr. Zunehmend bekam Firefox das alte-weiße Männer-Image.

Jetzt soll ein “Riesen-Update” Firefox wieder cool machen.

Ich habe mir Quantum sowohl in meiner VM als auch auf dem Windows 7 Notebook angetan und wieder deinstalliert.

Ich habe Firefox vor ewiger Zeit in die Tonne getreten. Eigentlich war Firefox, seitdem die Menüs verschwanden, bei mir unten durch und ich wechselte zu Oper – später zu Vivaldi.

Ich nutze Firefox nur noch als unverbastelten Browser für VSphere, Veeam, Oszilloskope, Kibana usw.. Das ging bis Version 52 gut und danach nicht mehr. Typischerweise habe ich mittlerweile für obige Zwecke einen Firefox 50 im Einsatz, bei dem ich die Proxy-Einstellung vermurkse, damit der Paläo-Browser kein zu große Security-Loch in die IT reisst.

Alles was mich an Firefox störte, ist mit Quantum schlimmer und fast nix besser geworden:

  • Von der Geschwindigkeitssteigerung habe ich nichts mitbekommen. Im Gegenteil: ebay.de, Spiegel online oder Sputnik sind deutlich langsamer. Ansonsten kann ich auf einem i7 mit 64GB RAM und SSD an 50Mbit DSL keinen Unterschied erkennen.
  • Die gebotenen Optionen in about:config sind ein schlechter Witz. Wenn ich Nannying will, nehme ich edge.
  • Die neue Rendering-Engine sieht aus wie Webkit von vor einer Ewigkeit.
  • Die Cliqz-Seuche ist immer noch da. Wenn ich an Datenschutz denke, fallen mir immer deutsche Verleger als allererstes ein.

Insgesamt ist Firefox weiter gesichtsloser geworden. Da bei der Umstellung auf Quantum eh fast alles (Bookmarks, Plug-Ins) über die Wupper geht, kann man sich auch mal eines der Chromium-Derivate wie z.B. Opera oder Vivaldi antun.

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