Falk Dübbert ...

Nachhaltigkeitsprojekte

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Momentan geister ich am Wochenende durch die Wohnung, suche Standby-Stromverbraucher und schraube an meiner Heizungssteuerung.
Die Funde sind zum Teil recht… interessant.


Zum Einen waren und sind da „die üblichen Verdächtigen“, die vermutlich in jedem Haushalt vorhanden sind. Der bereits erwähnte Kühlschrank, die Mikrowelle und die Kaffeemaschine mit Uhr, das steinalte Mobilteil mit NiMH-Akkus und Konstantstromlader dafür ohne Eco-DECT, die Waschmaschine mit Soft-Off, zwei 8-Port-Switche und der Router mit Military-Grade Firewall und Dauer-WiFi über drei Access-Points.

Wer behauptet, Master-Slave-Steckdosen-Leisten würden bei modernen Geräte nichts außer einen weiteren Stromverbraucher bringen, liegt ganz klar daneben. Es gibt immer weniger Geräte, die über einen erreichbaren mechanischen Ausschalter verfügen und die Slave-Leiste hat nur einmal 0,2W, statt der 0,2W mal Anzahl der angeschlossenen StandBy-Verbraucher.
Beim Kauf der Master-Slave-Dose sollte man jedoch auf ein Modell achten, das mit üblichen Schrauben verschraubt ist und dessen Arbeitsrelais mit vertretbarem Aufwand tauschbar ist, denn die Arbeitsrelais darin sind nicht sonderlich haltbar, wenn man primär Schaltnetzteile schaltet. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mir die NTC-Vorwiderstände in Schaltnetzteilen zurückwünsche oder nicht.

  • Auf jeden Fall bekommen Computerplatz und Fernsehecke eine Master/Slave Dosenleiste und die Drucker bekommen eine Funksteckdose.
  • Die nächsten Stromfresser auf meiner Liste sind das NAS und der Home-Server.
    Das NAS bekommt neue, deutlich sparsamere, Festplatten und der HomeServer wird bis auf RasPi-Reste „in die Cloud“ verlagert.
  • Ein vom Aufwand her etwas größerer Brocken wird das „Radio“ in der Küche werden. Hier möchte ich die interne Endstufe stilllegen und das externe Netzteil gegen ein kleineres mit hohem Wirkungsgrad tauschen, während das 150W MeanWell für den Übergang den LiteCoin-Miner befeuern kann, der als neue Anti-Schimmel-Heizung die kalte Nordwand erwärmt. Als neue Endstufe wird irgendwas in Class D oder Class T zum Einsatz kommen.
    Ggf. tausche ich die Radios auch einmal durch. Blaupunkt ist ja schon eine weile lang im Zombie-Modus und meine blauen Punkte kommen noch aus Portugal.
  • Beim Weinkühlschrank warte ich noch auf das Ergebnis der Strommessung dieser Woche und muss testen ob der Krups-gelabelte Chinese nach Abschaltung sicher wieder auf die eingestellte Temperatur zurückkehrt. Allerdings muss er innerhalb der Woche für die mehrheitlichen Rotweine nichts tun, denn momentan senke ich bei mehrtägigen Abwesenheiten die Temperatur in der Wohnung auf 18°C. Es ist also die Frage, ob die LED und die Steuerung nennenswert Strom verbraucht. Bei dem Kühlschrank ist die Messung und die sich daraus ergebende Optimierungsaufgabe noch relativ einfach.
  • Die eigentlich komplizierte Aufgabe ist die Optimierung der Heizungsabsenkung. Es gibt zu Sinn und Unsinn der Absenkung gegenteilige Aussagen. Grundsätzlich kann ich einfach meine Wohnung entrümpeln und leichtere Möbel aufstellen um die benötigte Wärme runterzubekommen, was auch ein Stück weit mein Ziel ist, aber im Grunde die Aufgabe nur verlagert. Der erste Ansatz war die Temperatur von Innen- und Außenwand miteinander zu vergleichen und so den Wärmeverlust abschätzen zu können, was aber dann schnell zu irgendetwas nichtlinearem führte, das ich nicht berechnen möchte. So gesehen versuche ich nun ohne Änderung ein Modell zu erzeugen, dass die von den Wärmemengenzählern ermittelte Heizleistung in Bezug zur Außentemperatur setzt.

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