Falk Dübbert ...

Nochmal zu den Kettensägen

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Im allabendlichen Gruppenchat gab es ein paar Fragen zu meiner Kettensägensammlung. Da die meisten nur eine kleine  oder elektrische K-Säge zum Brennholzmachen haben, war das Interesse oder aber auch das Unverständnis für meine Wahl etwas größer. 

Der Hintergrund, warum ich trotz Ermangelung eines Hauses mit Garten nochmal durchtausche, liegt in den Aufräumarbeiten am Elternhaus und daran, dass, wenn ich im Freundeskreis um Fällarbeiten gebeten werde, der Baum entweder ein hausnaher Hänger oder z.B. eine Fichte aus der Zeit der Fichtenpest (ich nenne das mal so) der sechziger und siebziger Jahre ist. Fichten oder andere Nadelbäume halte ich allenfalls in neuen Gärten als Gartenbaum geeignet. Bereits nach 10 Jahren sind sie freistehend bei Stürmen gefährlich und engstehend wachsen sie zu hoch und sind dann in der Regel in den unteren zwei Dritteln astlos und nicht schön. 

Normalerweise habe ich immer großen Respekt vor Bäumen, die älter sind als ich. Gerade alte Obstbäume fälle ich höchst ungern. Aber in letzter Zeit erbt oder kauft der Freundeskreis Häuser aus den fünfziger bis frühen achtziger Jahren mit Nadelbäumen, die entweder bei und nach Sturm mit Nadeln und Ästen um sich werfen oder die Einfahrt hoch- oder Wände eindrücken.  Solange er gefällt noch auf das Grundstück passt, ist alles gut. 

Beim Sägenkauf gibt es drei Strategien:

  • Kleine Säge oder nur eine Elektrosäge selbst haben und zum Fällen jemanden fragen.
    Wenn ich das Sortiment der Baumärkte so sehe, scheint das neben gar keine Säge zu haben der gängige Weg zu sein. Selbst bei Hornbach, der sich mittlerweile (wieder) mehr an (semi-)professionelle Heim- und Handwerker richtet, gibt es keine Säge, die ich in einen größeren Baum stecken würde. Es ist weniger die Leistung als das Plastikgefühl der angebotenen Sägen aus dem Markenkanon von Einhell über Atika und Hitachi bis Dolmar. Schneidgarnituren sind - wenn überhaupt in den Baumärkten - auch nur in den Originallängen erhältlich. 
  • Eine mittlere Säge haben. 
    Das war bis vor ein paar Tagen meine Strategie. Meine 031AV war aufgrund ihres Alters und Zustands eine Säge mit geringer Verkaufserlöserwartung, also behielt ich sie. Sie ist stark genug um auch mittlere Bäume zu fällen ohne jeden Schnitt keilen oder immer mit Band fällen zu müssen. Auf der anderen Seite kann man bei einzelnen Bäumen auch mal mit ihr entasten. 
  • Eine Kombination aus großer Säge und kleinen Sägen haben. 
    Das ist mein kommendes Ziel. Eine große kräftige Säge kann auch lange Ketten mit mehr als hundert Gliedern mit größerer Geschwindigkeit durch einen Baum ziehen und mit einer kleinen Säge geht das Entasten und die Baumpflege leichter von der Hand. Da ich bei der kleinen Säge sowohl auf eine Akku-Säge als auch eine leichte Benzin-Einhandsäge zurückgreifen kann, schone ich wenigstens eines: meine Ohren oder meine Arme.  

 

 

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