Falk Dübbert ...

#Brexit

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Wenn in einer Firma die High-Performer gehen, dann schaut man zuerst nach oben und dann auf die Arbeitsbedingungen.

Das vereinigte Königreich war nicht nur Nettozahler, sondern auch einer Volkswirtschaft mit einer der höchsten Geldumlaufgeschwindigkeiten in Europa.

Es ist bezeichnend, dass nun mit der Schweiz, Norwegen und Großbritannien drei enorm starke Volkswirtschaften sich außerhalb der EU befinden.

Wenn man sich den Median der Pro-Kopf-Kaufkraft anschaut, wirkt die Entscheidung, die EU zu verlassen auch nicht unvernünftig.

Auch beim Führungspersonal der EU stellen sich mir schon ein paar Fragen. Mit dem Lebenslauf von Herrn Schulz würde ich mich selbstständig machen (was er auch tat), aber käme nie auf die Idee öffentliche Ämter anzustreben.
Jeder verdient eine zweite Chance, aber das liest sich so, als hätte sich jemand mit Penetranz eine fünfte oder sechste ersessen. Als normaler Bürger, der bei der Wohnungssuche einen totalen Seelenstrip bis in die Grundschulzeit machen muss, fragt man sich schon, was einen Buchhändler im zweiten Anlauf, den ich zumindest nicht auf meiner Liste der charismatischen und intellektuell beeindruckenden Personen hätte, dazu qualifiziert, das EU-Parlament in allen Außenangelegenheiten zu vertreten. Ich weiß, dass eine Wahl ausreichend legitimiert und keine andere Qualifikation erfordert. Aber gerade die SPD hat ein Händchen dafür relativ schwache Kandidaten durch Nutzen von Proporz-Mechanismen und Quotenregelungen nach oben zu spülen. Und dass jemand, der wenige Wochen zuvor laut krachend bei einer Direktwahl scheiterte, einen Parlamentspräsidentenstuhl als Trostpreis bekommt, riecht. Es stinkt nach selbst-referenzierter-Legitimation und nach Geschachere.

Dazu kommt die Einmischung in Dinge, die nun wirklich nichts mit Europäischer Einigung zu tun haben, bei denen auch wieder entweder Lobbyismus, Dogmatismus oder Dummheit und Bürokratie eine unheilvolle Ehe eingegangen sind.

  • Beim Glühbirnen-“Verbot” gibt es genau gar keine Studie, die nachweist, dass die in eine Energiespar- oder LED-Lampe investierte Produktions- und Entsorgungsleistung jemals wieder hereingeholt wird. Es gibt genug Studien, die zeigen, dass trotz der höheren Lebensdauern die Menge an nicht-recyclebaren Müll steigen wird. Die Glühbirne war nämlich diesbezüglich sehr gut.
  • Das EU-weit für Neuwagen vorgeschriebene Tagesfahrlicht hat bislang nur nachweisen können, dass es Geld kostet.
  • Die Leistungsbeschränkung bei Haushaltstaubsaugern wird zu leistungsschwächeren Geräten führen, die Reinigungswirkung ist jedoch quadratisch von der Leistung abhängig. Man saugt also 4x länger, wenn der Sauger in der zweiten Stufe nur noch die halbe Leistung hat. Effizienzsteigerungen durch bessere Turbinen sind eher nicht zu erwarten, da solche Designs erstens zu schwer und zweitens sehr empfindlich sind. Nebenbei sind sie teuer.
  • Das EU-weite Rammschutz-Verbot an (Gelände)-Wagen und LKW hat bislang gar keine Auswirkungen auf die Todeszahlen. Stellt aber zunehmend Anwender im Forstbereich und der Landwirtschaft vor Probleme.
  • Pro gefahrenen Kilometer bauen deutsche Autofahrer am wenigsten Unfälle. Trotzdem maßt die EU sich an, deutsche Führerscheinregulierungen regulieren zu wollen.
  • Die EU schreibt den Einsatz von “Smart”-Metern vor. Messtechnisch ist der seit 100 Jahren übliche Ferraris-Zähler das smarteste, was man kaufen kann, da er prinzipbedingt nur Wirkleistung messen kann und fast keinen Eigenverbrauch hat, wo die Smartmeter diese errechnen müssen. Dabei verbrauchen sie Strom und machen Fehler, denn man nur verkleinern aber nicht nullen kann. Es gibt keinerlei Nutzen für den Verbraucher. Alle Vertrags-Modelle mit Smartmetern haben am Markt versagt und sind zu Recht großteils verschwunden.
  • Automatische Notrufe mit E-Call. Gleiches Spiel. Studienlage dünn bis hin zu Anzeichen, dass es eher negative Auswirkungen (Fehlalarme) hat. Ach ja: Es macht Autos teurer.

Diese Liste könnte ich stundenlang fortsetzen. Dabei habe ich die wirklich wichtigen Sachen EU-Urheberrecht, Ausbildungsstandards, Zoll, Bankenregulierung, IT-Standards usw. nicht mal angesprochen.

Die EU ist kein Friedensprojekt. Die EU ist nicht für Bürger. Die EU dient dazu, sich der Kontrolle durch den Bürger entziehen und hörige, weil schwache oder beschädigte Politiker irgendwo unterbringen zu können. Es mag sein, dass es anders gedacht war, aber die Hohlmeierschen Netzsperren, die während des letzten Spiels der Fußball-Nationalmannschaft über die EU-Bande gespielt und beschlossen wurden, sind ein schönes Beispiel.

Hoffen wir, dass es jetzt schnell geht: Nach Holland, Schweden und Frankreich dürfte der EU-Fisch gegessen sein und man wird über eine Freihandelszone mit Freizügigkeit reden können.

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